Einf. in die Religionsgeschichte des Judentums

Einführung in die Religionsgeschichte des Judentums

Einführung in die Religionsgeschichte des Judentums


V. B.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Religionsgeschichte des Judentums auf Universitätsniveau. Sie beleuchten zentrale Aspekte wie den Chassidismus, die Orthodoxie und zeitgenössische Strömungen, wobei Begriffe wie "jude", "gott" und "judentum" häufig vorkommen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Theologiestudenten, die sich mit den historischen Entwicklungen und praktischen Aspekten des Judentums vertraut machen möchten.
Karten
70
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Theologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.01.2014 / 25.02.2021

Lernkarten

Neoorthodoxie

 

(19.Jh.): Samson Raffael Hirsch

-> Freund von Geiger mit ähnlichen Ansichten, doch Fokus im Gegensatz zu Reformjudentum auf Geboten.

  • Gebote als Kern der Offenbahrung.

  • Unterscheidung von 3 Prinzipien: Liebe zu Gott, Gerechtigkeit & Erziehung. Diese Gebote wurden gemäss Hirsch den Juden vor dem Exdus gegeben, deshalb verbinde die Juden nicht nur das Land, sondern auch die Tora.

  • Rabbiner in Frankfurt; sein Schlagwort: Tora mit dem Weg des Landes -> gemeint ist „mit der weltlichen Lebensweise & Bildung“ -> Einhalten der Gebote & modernes Leben sollten sich nicht widersprechen.

Orthodoxes / Konservatives Judentum 

 

(19.Jh.): Zacharias Frankel

  • Reaktion auf Vorschläge des Reformjudentums, die Frankel & anderen zu weit gingen.

  • Wie im Orthodoxen Judentum Einhalten aller Gebote. & wie das Reformjudentum ist das Konservative Judentum egalitär (dh. Frauen haben dieselben Rechte wie Männer, können Rabbinen werden etc.)

-> In der Schweiz hat sich das Kons. Judentum nie durchgesetzt. In den USA seit langem.

 

Zeitgenössische Strömungen des Judentums

 

3 Hauptströmungen: Orthodoxie & Reformjudentum, beides Bewegungen des 19.Jh., beide in D (Zentrum Berlin) entstanden.

Konservatives Judentum: in D entstanden, hat sich in Europa nicht durchsetzen können, obwohl es ein Kompromiss zw. Orthodoxie und Reformjudentum ist.

Chassidismus

 

eine Untergruppe der Orthodoxie, im 17.Jh. in Polen entstanden.

Wortherkunft: von hebr. Cheset = Gnade (kann auch Liebenswürdigkeit bedeuten)

Gründer: Israël ben Eliezer (bekannt unter dem Namen Baal Shen Tov) reiste durch Polen & propagierte -> unüblich für Juden! ein einfaches, antiintelektuelles Judentum.
-> Aufgrund der Unterdrückung suchten die poln. Juden Trost in messianischer Hoffnung.

  • Charakteristika:

  • Anschauungen: Omnipräsenz Gottes, Fokus auf gutem Handeln

  • Ziel: Verbindung mit Gott, gerecht (hebr. zadik) sein

  • Verehrung der grossen Rabbinen -> unüblich für das Judentum
    -> Die Aufklärer, Moses Mendelssohn & co. hielten nichts vom Chassidismus, denn er stehe im Widerspruch zur Aufklärung, mache einen Rückschritt (da antiinktellektuell)
    -> Chassidische Bewegungen gibt es heute noch...

 

Chabat

 

  • Untergruppe der Chassidisten

  • Wortherkunft: Akronym aus chochma = Weisheit, bina = Einsicht & daat = Wissen

-> Erstaunliches Akronym für eine antiintellektuelle Bewegung

  • Stark missionarische Ausrichtung (nur innerjüdisch): Animieren zur Einhaltung der Tora etc.

Einheitsgemeinden

 

  • Umfassen Mitglieder jeglicher rel. Strömungen.
  • Haben einen wesentlich orthodoxen Gottesdienst; die Frauen werden nicht zur Tora aufgerufen, sitzen in Synagoge nicht mit den Männern zusammen.

  • Schwierigkeiten: Ein Grossteil der liberalen Juden hat Mühe mit dem orthodoxen Gottesdienst und führt teilweise ihren eigenen Gottesdienst durch... -> Neue Ausbildung von konservativen Rabbinen könnte daran was ändern...

  • In CH gibt es viele kleinere Gemeinden neben den grossen in Zürich, Basel & Genf

-> 18000 Juden in CH, 0,2 % der Bevölkerung

-> repräsentative (?) Umfrage: relativ verbreitete Ablehnung der Juden in CH