Eigennamen

Eigennamen, Begriffe zum Auswendiglernen und Zuordnungen

Eigennamen, Begriffe zum Auswendiglernen und Zuordnungen


Willy Meier
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über häufige Erkrankungen und Syndrome im Bereich der Biologie, geeignet für den Mittelschulunterricht. Sie behandeln Themen wie Anämie, Leukämie, Nierenversagen und andere Krankheiten, einschließlich ihrer Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Der Fokus liegt auf der Lokalisation und Definition verschiedener Erkrankungen sowie deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Diese Karteikarten sind ideal für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Wissen in Biologie vertiefen möchten.
Karten
202
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
26.03.2016 / 20.04.2016

Lernkarten

Einteilung der pAVK nach Fontaine?

I Keinerlei Beschwerden, jedoch andere Hinweise für pAVK, z.B. in der Ultraschalluntersuchung Plaques

IIa Gehstrecke >200m

IIb Gehstrecke <200m

III Ruheschmerz

IV zusätzlich Nekrose, Ulcus, Gangrän

Antibiotika mit regelmäßiger Wirksamkeit gegen Pseudomonas aeruginosa?

CIProfloxacin

  1. Ciprofloxacin
  2. Cephalosporine der III. Generation (Ceftazidim)
  3. Imipenem (und andere Carbapeneme)
  4. Piperacillin (und Tazobactam)

Asthma bronchiale. Definition?

Chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege mit komplexer Ätiologie. Die Entzündung ist mit einer bronchialen Hyperraktivität und einer variablen Atemwegsobstruktion verbunden.

Samter-Trias?

Kombination aus

  1. Asthma bronchiale
  2. Unverträglichkeit von Acetylsalicylsäure
  3. Polyposis nasi

Welche Komponenten sind beim Asthma bronchiale an der bronchialen Obstruktion beteiligt? (3)

  1. Bronchialwandödem
  2. Hyper- und Dyskrinie
  3. Bronchospasmus

Einteilung des Asthmas bei Erstdiagnose (4)?

Die Einteilung wird durchgeführt nach klinischer Symptomatik (Anzahl der Exazerbationen, Tagesvariabilität, daraus resultierende gesundheitliche Einschränkung) und nach der Obstruktion der Atemwege (Peak expiratory flow und seine Tagesvariabilität).

Vier Schweregrade:

  1. Intermittierend
  2. Geringgradig persistierend
  3. Mittelgradig persistierend
  4. Schwergradig persistierend

 

Einteilung des bestehenden, behandelten Asthmas? (3)

Kontrolliertes Asthma

teilweise Kontrolliertes Asthma

unkontrolliertes Asthma

Asthma cardiale?

Auftretende Atemnot durch Linksherzversagen und pulmonalvenöse Stauung.

Lungenemphysem (Definition)?

Irreversible Erweiterung der Lufträume distal der terminalen Bronchiolen, die durch Destruktion des Lungenparenchyms (Alveolarsepten) hervorgerufen wird.

Wodruch kommt es beim Emphysem zu einer Vasokonstriktion und zur Pulmonalen Hypertonie?

Durch die funktionelle Minderbelüftung der Räume mit Emphysem kommt es durch den Euler-Liljestrand-Mechanismus zu einer Vasokonstriktion. Dies führt zu einer Verkleinerung des Gesamtgefäßdurchmessers der Lunge und zur damit zum Anstieg des Lungengefäßwiderstands.

Typische Erreger der ambulant erworbenen Pneumonie? (4)

  1. Pneumokokken
  2. Hämophilus influenzae (selten seit Impfung)
  3. Chlamydia pneumoniae (v.a. Kinder und Jugendliche)
  4. Mykoplasma pneumoniae (v.a. Kinder und Jugendliche)

Typische Erreger einer nosokomialen Pneumonie? (7)

Häufig:

  1. Pseudomonas aeruginosa
  2. Enteroacteriaceae
  3. Staphylokokken.

Allgemein finden sich hier häufig Gramnegative Keime:

  1. Pseudomonas aeruginosa
  2. Klebsiella pneumoniae
  3. Actinetobacter baumannii
  4. Moraxella catarrhalis
  5. E. Faecium
  6. E.coli
  7. Legionella pneumophilia.

Definition der nosokomial erworbenen Pneumonie?

Frühstens 48-72h nach Aufnahme in das Krankenhaus entwickelte Pneumonie. Die Unterscheidung in früh- und spät erworbene wurde in den akutellen Leitlinien verlassen, da sich keine Unterscheidung zwischen Erregerspektrum und Behandlung zeigte.

Insititution acquired pneumonia?

In stationärer oder teilstationärer Einrihtung erworbene Pneumonie. Gilt v.a. für bettlägrige Patienten. Es gilt ein Aufenthalt in einem Krankenhaus oder Pflegeheim in den letzten 90 Tagen als Kriterium.

Erregerspektrum umfasst evtl. MRGN oder MRSA.

Thorax-Drainage in Bülau-Position?

4 ICR (verschiedene Angaben zwischen 3-5 ICR, Entspricht Höhe der Mamille) zwischen vorderer und mittlerer Axillarlinie.

In Bülau-Position können Luft und Flüssigkeit abgelassen werden.

Thorax-Drainage in Monaldi-Position?

2. ICR Medioklavikularlinie. ur ventrale Lage möglich. Nur zur Entlastung eines Pneumothorax.

CRB-65-Score

Wofür wird er verwendet?

Was sind die einzelnen Punkte?

Gibt eine Entscheindungshilfe, wie die Behandlung eines Patienten mit Pneumonie zu erfolgen hat.

C- Confusion (Bewusstseinseintrübung)

R - Respiratory Rate >30/min

B - Blood pressure: Systolische <90mmHg, Diastolisch < 60 mmHg

65: Alter >65 Jahre

Jedes Kriterium gibt einen Punkt.

0 Punkte: ambulante Führung ist möglich

1 Punkt: stationäre Aufnahme

>=2 Punkte: Aufnahme auf eine Intensivstation erwägen

Befunde bei der klinischen Untersuchung eines Pneumothorax? (4)

  1. Aufgehobenes Atemgeräusch auf der Betroffenen Seite
  2. Hypersonorer Klopfschall auf der betroffenen Seite
  3. Im Seitenvergleich verzögerte Thoraxerkursion der betroffenen Seite
  4. Kein Stimmfremitus

Löfgren-Syndrom? (3)

Sonderform der Sarkoidose. Es handelt sich um ein hochakutes Krankheitsbild, das vor allem bei Jungen Frauen auftritt, mit der Trias aus:

  1. Polyarthritis (idR sind die Sprunggelenke betroffen)
  2. Erythema nodosum
  3. Bihilärer Lymphadenopathie

 

Laborparameter bei der chronischen Sarkoidose? (7)

  1. Entzündungsparameter
  2. ACE als Aktivitätsmarker
  3. IgG (bei 50% d.F. erhöht)
  4. Serum-Kalzium (erhöht, da Granulome Vitamin-D-Hormon produzieren)
  5. s-IL2-R
  6. Neopterin
  7. Aus der BAL: CD4+CD8+-Quotient >5

Medikamentöse Behandlung der Tuberkulose?

Für 2 Monate 4 Medikamente:

  1. Rifampicin
  2. Isoniazid
  3. Pyrazinamid
  4. Ethambutol

Alternatives Erstrangmedikament: Streptomycin

 

Danach 4 Monate mit 2 Medikamenten:

  1. Rifampicin
  2. Isoniazid

Pancoast-Tumor

Bronchialkarzinom an der Lungenspitze, das ein Horner-Syndrom und eine Armschwellung auslöst.

Horner-Syndrom?

  1. Miosis
  2. Ptosis
  3. Enophthalmus

durch Schädigung des Ganglion stellatum. Als Ganglion Stellatum wird die Verschmelzung der sympathischen Granzstrangganglien Ggl. cervicale inferius und Ggl. thorakale I bezeichnet.

Therapien bei der Helicobacter-Pylori-Gastritis?

Italienisches Tripel

  1. PPI in 2x-Standarddosis
  2. Clarithromycin
  3. Metronidazol

Französisches Tripel:

  1. PPI in 2x Standarddosis
  2. Clarithromycin
  3. Amoxicillin

Eher Französisches Tripel zu bevorzugen. Bei Penicllin-Allergie Italienisches Tripel.

Erosion

Defekt der Mukosa, der die Lamina muscularis mucosae nicht durchdringt

Ulcus

Umschriebener Substanzdefekt, der die Lamina muscularis mucosae durchdringt.

Risikoerhöhung für Ulcera ventriculi et duodeni bei

NSAR

Glukokortikoide

NSAR+GC

?

NSAR 4X

GC 1,1X

NSAR+GC 15x

Definition der hämolytischen Anämie

Anämie durch Zerstörung oder verfrühten Abbau von Erythrozyten.

Die normale Erythrozytenüberlebenszeit beträgt 120 Tage. Von Hämolyse spricht man, wenn die Überlebenszeit <100 Tage ist. Bleibt durch gesteigerte Erythropose der Hb-Gehalt des Blutes normal, spricht man von kompensierter Hämolyse, ansonsten von hämolytischer Anämie.

Unterteilung der hämolytischen Anämie? (2)

Man unterscheidet korpuskuläre Anämien von extrakorpuskulären Anämien.

Gründe für eine korpuskuläre hämolytische Anämie?  (5)

Membrandefekte der Erythrozyten:

  1. Hereditäre Sphärozytose
  2. Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

Enzymdefekte der Erythrozyten

  1. Glukose-6-P-Dehydrogenase-Mangel

Veränderte Hämoglobin-Moleküle

  1. Sichelzellanämie
  2. Thalassämie

Gründe für eine extrakorpuskuläre Anämie? (7)

  1. Wärme-Auto-AK gegen Erythrozyten
  2. Kälteagglutinine
  3. Blutgruppenunverträglichkeit
  4. Künstliche Herzklappen
  5. Gifte
  6. Urämie
  7. Hämolytisch-urämisches Syndrom

Spärozytose - Definition?

Heterogene Gruppe gentisch bedingter Erkrankungen, die mit einer Störung des Zellskeletts einhergehen. Es resultiert eine verminderte osmotische Resistenz der Erythrozyten.

Hämolytische Krise?

Lebensbedrohliche Komplikation einer hämolytischen Anämie, die auf einem massiv gesteigerten Erythrozytenabbau (häufig aufgrund eines akuten Auslösers) beruht. In der Klinik finden sich Fieber, Schüttelfrost, Ikterus und Schocksymptomatik.

Hypochrome, mikrozytäre Anämie - Definition?

Anämie mit einem MCH <28pg und einem MCV <80fl.

Symptome einer Eisenmangelanämie? (9)

  1. Blässe
  2. Dyspnoe
  3. schnelle Ermüdbarkeit
  4. Glossitis
  5. Mundwinkelrhagaden
  6. Plummer-Vinson-Snydrom
  7. Koilonychie (Hohlnägel)
  8. gelegentlich funktionelles Systolikum
  9. Angina pectoris (selten)

Täglicher Eisenbedarf Mann und Frau?

Mann 1mg

Frau 2mg

Plummer-Vinson-Syndrom?

Atrophie und Entzündung von Mundschleimhaut, Pharynx und Ösophagus aufgrund eines Eisenmangels.

Ferritin?

Ferritin ist ein Eisenspeicherprotein (hauptsächlich in Leber, Milz und Knochenmark). Die Serumkonzentration korreliert gut mit den Körpereisenvorräten.

Transferrin?

Transferrin ist das Transportprotein für Eisen im Serum.

Bei Eisenmangel ist der Serum-Ferritin-Spiegel erniedrigt und der Transferringehalt erhöht.

Polycythaemia vera - Definition?

Die Polycythaemia vera ist eine Myeloproliferative Neoplasie. Durch eine Mutation des JAK2-Gens kommt es zu einer Steigerung der Erythro-, Thrombo- und Granulopoese.

Typische Symptome sind Plethora, Pruritus, Thrombosen und Funktionsstörungen der Thrombozyten.

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