Eigennamen

Eigennamen, Begriffe zum Auswendiglernen und Zuordnungen

Eigennamen, Begriffe zum Auswendiglernen und Zuordnungen


Willy Meier
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über häufige Erkrankungen und Syndrome im Bereich der Biologie, geeignet für den Mittelschulunterricht. Sie behandeln Themen wie Anämie, Leukämie, Nierenversagen und andere Krankheiten, einschließlich ihrer Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Der Fokus liegt auf der Lokalisation und Definition verschiedener Erkrankungen sowie deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Diese Karteikarten sind ideal für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Wissen in Biologie vertiefen möchten.
Karten
202
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
26.03.2016 / 20.04.2016

Lernkarten

Welche myeloproliferativen Erkankungen gibt es? (6) Was ist ihr gemeinsames Charakteristikum?

Es gibt

  1. Chronisch myeloische Leukämie (wird traditionell dazu gezählt, aber heute als eigene Entität betrachtet, BCR-ABL)
  2. Polycythaemia vera
  3. Osteomyelofibrose
  4. Essentielle Thrombozythämie
  5. Chronische Eosinophilenleukämie
  6. Unklassifizierbare myeloproliferative Neoplasien

Gemeinsam ist diesen Erkrankungen eine Mutation in der Janus-Kinase 2

Sekundäre Erytrhozytose?

Isolierte Vermehrung der Erythrozyten. Die anderen Zelllinien sind nicht betroffen. Auftreten bei EPO-Abusus, Paraneoplastisch, Sauerstoffmangel, schwere Exsikkose.

Myelodysplastische Syndrome - Definition?

Komplikationen?

Sammelbegriff für klonale Stammzellerkrankungen mit quantitativer (Zytopenie) und qualitiver Bildungsstörung (dysplastische, funktionssgestörte Zellen) von einer oder allen 3 Zellreihen.

Die Hämatopoese bei MDS ist typischerweise ineffektiv: Die gebildeten Zellen sind undifferenziert, dysplastisch und nicht funktionsfähig.

"Montagsproduktion"

Gefahr des Übergangs in eine myeloische Leukämie

Hiatus leucaemicus?

Bei einer akuten Leukämie kommt es zum Fehlen der mittleren Entwicklungsstufen der Zellenreihen imperiphren Blut. Blasten und reife Zellen herrschen vor. Er dient der Unterscheidung einer AML von einer CML. Bei der AML kommt ein Hiatus leucaemicus vor, bei der chronischen! myeloischen Leukämie nicht.

Multiples Myelom - Definition?

Das Multiple Myelom ist ein B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom, das durch eine monoklonale Plasmazellvermehrung im Knochenmark gekennzeichnet ist. Es produziert Monoklonale Immunglobuline bzw. Leichtketten.

Multiples Myelom - Befallsmuster

Plasmozytom - Befallsmuster

MM: Diffuse Infiltration des Knochenmarks

Plasmozytom: solitäre Plasmazellproliferation an einer Lokalisation

Plasmazell-Leukämie: leukämische Ausschwemmung von Plasmazellen.

Hauptdiagnosekriterien des Multiplen Myeloms? (3)

Nachweis eines monoklonalen Proteins im Serum und/oder Urin

Nachweis eines erhöhten (>10%, bei asekretorischem Mylom >30%) Plasmazellgehalt des Knochenmarks

Endorganschäden nach den CRAB-Kriterien

CRAB-Kriterien beim Multiplen Myelom?

Dienen der Abschätzung einer Endorganschädigung.

C - HyperCalcemia

R - Renal Insufficiency

A - Anemia

B - Bone lesions

Erkrnakungen mit einer monoklonalen Gammopathie? (5)

  1. Multiples Mylom
  2. MGUS (monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz)
  3. Smoldering Myeloma
  4. Morbus Waldenstörm (Hier IgM im Gegensatz zum MM (IgG und IgA)
  5. AL-Amyloidose

Therapeutische INR-Bereiche.

Bei Welchen Erkrankungen sollte der INR zwischen 2,0 und 3,0 liegen? (4)

  1. Therapie tiefer Venentrhombose, Lungenembolie, TIA
  2. Myokardinfarkt, wenn erhöhtes Risiko für thrombembolische Ereignisse besteht
  3. Vorhofflimmern

Therpaeurische INR-Bereiche.

Bei welchen Erkrankungen sollte der INR zwischen 2,0 und 3,5 liegen?

mechanische Herzklappen

Disseminierte Intravasale Gerinnung. Durch Läsion welcher Thrombokinasereicher Organe kann es dazu kommen? (4P)

  1. Pulmo
  2. Prostat
  3. Pankreas
  4. Plazenta

Veränderung der Laborparameter bei einer DIC? (6)

  1. Thrombozyten - (früh und sensitiv)
  2. Fibrinogen -
  3. ATIII -
  4. Fibrinmonomere +
  5. aPTT +
  6. INR -

Bestandteile von Wassereinfuhr (3) und Wasserausfuhr (3)?

Einfuhr:

  1. Trinken
  2. Wasser in fester Nahrung
  3. Oxidationswasser, entstanden durch Nahrungsmetabolismus

Ausfuhr:

  1. Urinproduktion
  2. Perspiratio insensibilis
  3. Wasserverlust im Stuhl

Hyperkaliämie. EKG-Veränderungen (3) und Ursachen (4)?

EKG-Veränderungen:

  1. Hohe, spitze T-Wellen
  2. QRS-Verbreiterungen
  3. AV-Blockierungen

Ursachen einer Hyperkaliämie:

  1. Azidose
  2. Nierenversagen
  3. ausgedehnte Zellzerstörungen
  4. endokrine Störungen mit Hypoaldosteronismus

Therapie einer bedrohlichen Hyperkaliämie? (7)

  1. Absetzen von Medikamenten, die eine Hyperkaliämie verursachen können, wie Spironolacton
  2. Kationenaustaschuer (resonium): Bindet enteral Kalium
  3. Glukose und Insulin
  4. Ausgleich einer Azidose
  5. Schleifendiuretika (außer beim Nierenversagen)
  6. Kalziumglukonat vermindert die Effekte der Hyperkaliämie am Herzen
  7. Hämo- oder Peritonelitonealdialyse

Phasen der CML? (3)

  1. Chronische Phase
  2. Akzelerationsphase
  3. Blastenkrise

Bei welcher Erkrankung wird die Einteilung nach Durie und Salmon durchgeführt? Welche Parameter umfasst sie? (5)

Beim Multplen Myelom.

Sie umfasst:

  1. Hämoglobin-Konzentration im Blut
  2. Serum-Calcium
  3. Konzentration der monoklonalen Leichtketten im Urin
  4. Anzahl der Osteolysen im Skelett (bei Erstellung der Klassifikation noch im Röntgenbild)
  5. Kreatininkonzentration

Welche Parameter erfasst die Stadieneinteilung nach der International Myeloma Working Group? (2)

ß2-Mikroglobulin (je höher desto schlechter), Albumin (je höher desto besser)

Was ist das Philadelphia-Chromosom und bei welchen Erkrankungen findet sich das Phildelphia-Chromosom?

Eine Translokation t(22;) bildet die BCR-ABL-Rezeptortyrosinkinase.

Es tritt auf bei:

Chronisch myeloische Leukämie (typisch!!)

akute lymphatische Leukämie (selten)

akute myeloische Leukämie (sehr selten)

Einteilung nach Rai oder Binet bei welcher Erkrankung?

Chronisch lymphatische Leukämie

Defnition von Oligurie, Anurie und Polyurie?

Oligurie: <500ml/d

Anurie: <100ml/d

Polyurie >3.000ml/d

 

Normale Urinausscheidung etwa 1.200 bis 2.000ml/d

Definition der Mikrohämaturie?

Hämaturie ohne sichtbare Rotfärbung des Harns. Die Häamturie wird mikroskopisch nachgewiesen: >5 Erys pro Gesichtsfeld im Mirkoskop bei 400-facher Vergrößerung.

Definition der Makrohämaturie?

Hämaturie mit sichtbarer Rotfärbung des Urins

Ursachen einer Makrohämaturie?

Initiale Makrohämaurie (zu Beginn der Miktion, danach klar): Läsion der Urethra, etwa Urethritis

Makrohämaturie während der gesamten Miktion: Starke Zystitis, Harnblasenkarzinom, Blutungsquelle im oberen Harntrakt.

Jede schmerzlose Makrohämaturie ist Karzinomverdächtig!

Einteilung des akuten Nierenversagens? (3)

Prärenales Nierenversagen (60%)

Intrarenales Nierenversagen (35%)

Postrenales Nierenversagen (5%)

Ursachen für ein prärenales Nierenversagen? (3)

  1. Hypovolämie (z.B Exsikkose, Pankreatitis, Blutung)
  2. Hypotonie  (z.B. Sepsis, Schock)
  3. Renale Vasokonstriktion (Hepatorenales Syndrom)

Ursachen für ein intrarenales Nierenversagen? (4)

akute tubuläre Nekrose (85% dF)

fulminant verlaufenede Glomerulonephritis

toxische Genese (z.B. Cis-Platin, Gentamicin, Foscarnet, Amphotericin B, Kontrasmittel.)

Crush-Niere mit Pigmentnephropathie bei Rhabdomyolyse

 

Ursachen für ein Postrenales Nierenversagen? (3)

  1. Ureterobstruktion
  2. Prostatahyperplasie
  3. Tumoren die den Blasenauslass obstruieren

Indikationen zur Akutdialyse? A-E-I-O-U

Azidose (metabolisch, pH<7,2)

Elektrolytentgleisung (K+ >7mmol/l)

Intoxikation

Volume Overload

Urämie (symptomatisch mit Enzepahlopathie, Perikarditis, Übelkeit und Erbrechen)

Ab welcher Kreatinin-Clearance werden in der Regel die Symptome der Urämie manifest?

Ab dem Staidum der Terminalen Niereninsuffizienz mit Kreatinin-Clearance <15ml/min

Welche primären Glomerulonephritiden gibt es? (4)

  1. IgA-nephropathie
  2. Mesangiokapilläre GN
  3. Minimal change GN
  4. Rapid progressive GN

Welche sekundären Glomerulonephritiden gibt es? (2)

  1. Poststreptokokken GN
  2. Postinfektiöse GN

Hämaturie?

Pathologische Ausscheidung von Erythrozyten im Urin (>5/µl)

Was sind die drei häufigsten Urolithen (Auftreten, Ursachen, Röntgendichte)? (3)

  1. Kalziumoxalatsteine (75%, Hyperkalzämie, Oxalatreiche Ernährung, Stark röntgendicht)
  2. Struvitsteine (10%, Harnwegsinfekte, mittelmäßig röntgendicht)
  3. Harnsäuresteine (5-10%, Hyperurikämie, nicht röntgendicht)

Daneben gibt es noch Zystinsteine (fehlerhafte tubuläre Rückresorption von Aminosäuren) und Xanthinsteine (genetischer Defekt in derXanthinoxidase oder auch durch Therapie mit Allopurinol)

Mit welchen Medikamenten erfolgt eine Alkalisierung des Harns?

Kaliumnatriumhydrogencitrat

Natrium-Bicarbonat

Bis zu welchem Durchmesser kann man einen Urterstein konservativ therapieren und wie?

<5mm Durchmesser.

Therapie erfolgt mit:

Alpha1a-Bockern wie Tamsulosin oder Spasmolytika wie Butylscopolamin

Analgesie mit Metamizol

Erhöhung der Trinkmenge und Bewegung

Amyloidose - Defintion und Therapie?

Die Amyloidose ist eine pathologische interstitielle Ablagerung von Proteinen, die zur Organschädigung führt. Durch ihre ß-Faltblatt-Struktur können diese Proteine nicht phagozytiert werden.

Es erfolgt die Schleimhautbiopsie von Mund und Rektum mit Kongorot-Färbung.

Stadieneinteilung der Nierentuberkulose? (3)

  1. Parenchymatöses Stadium
  2. kavernöses Stadium
  3. Kittniere

Typischer Befund im Urin bei Patienten mit Nierentuberkulose?

sterile Leukozyturie

Étudier