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F. C.
Diese Lernkarten behandeln die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) und deren Implementierung im universitären Kontext. Sie konzentrieren sich auf die Interoperabilität, HL7, CDA, sowie die Vor- und Nachteile für verschiedene Akteure wie Patienten, Gesundheitsdiensteanbieter und Kostenträger. Die Karteikarten bieten Einblicke in die technischen und organisatorischen Herausforderungen sowie den Nutzen für die Behandlung und Verwaltung von Gesundheitsdaten. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit digitalen Gesundheitsakten und deren Auswirkungen vertraut machen möchten.
Flashcards
41
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
18.04.2016 / 19.04.2016

Flashcards

35. ELGA Problembereiche aus Sicht der Bürger

wie transparent sind die Zugriffsrechte auf die Gesundheitsdaten („Wer wird
wann durch ELGA auf meine Gesundheitsdaten zugreifen
dürfen?“)  -- nur die jeweils in die Behandlung eingebundenen Personen

Patientenwunsch nach einem „ELGA-Austritt“ wird praktisch nur eingeschränkt realisierbar sein (Falls der Bürger
einem GDA das Recht auf eine ELGA-Einsichtnahme gewährt
hat, liegen in der Krankengeschichte dieses GDAs sicherlich
Kopien von ELGA-Teilen, welche dieser GDA als relevant für
seine weiteren Behandlungsentscheidungen eingeschätzt hat.
Diese Kopien können und dürfen selbstverständlich nicht mehr
nachträglich gelöscht werden.)

34.0  ELGA sonstige Nutzen

neue Erkenntnisse gewinnen f Qualitätsmanagement und medizinische Forschung

Gesundheitspolitische Entscheidungen besser fundieren

33.1  ELGA Nachteile für die GDA

schlechte Kosten-Nutzen-Potential für den einzelnen GDA

33.0  ELGA Nutzen für die Gesundheitsdiensteanbieter GDA

Ordnung und Übersichtlichkeit

Gleichzeitige und ortsunabhängige Mehrfachverfügbarkeit

Zeitersparnis beim GDA – die Effizienz steigt

führt zu besseren Qualität bei der Behandlung

32. Ziele von eHealth

Verbesserung der Patientenversorgung
Ökonomische Effektivierung1
     Optimierter Ressourceneinsatz
          (z.B. Mehrfachuntersuchungen)
     Vermeidung von Medienbrüchen
Effektivierung medizinischer Forschung
Planungsgrundlage für Gesundheitspolitik

31.2  Variabler (tag-basierter) Satzaufbau

Felder per Tags identifiziert, Reihenfolge frei, können ggf. wiederholen.

31.1  Segmentbasierter Satzaufbau

Segmente können fehlen, ggf. wiederholen.

In Segmenten Felder fixer oder variabler Länge.

29. Ziele von Gesundheitstelematikgesetz (AUT, 2012)

Sicherheit beim Datenaustausch anheben,

Grundlage schaffen für Entwicklung und Steuerung der Gesundheitstelematik,

Regelung ungerichteter Kommunikation in ELGA

26. Anforderungen an offene verteilte Informationssysteme

Heterogene Teilsysteme als homogenes Ganzes
Offenheit
         Benutzte Standards
         Neue Teilnehmer
Datenschutz und -sicherheit
      Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit,  Nicht-Abstreitbarkeit

Transparenz hinsichtlich
   Zugriff (lokal <--> entfernt) und Mobilität
    Nebenläufigkeit (mehrere Nutzer)
    Replikation (kontrollierte Redundanz)
    Fehler („Selbstheilung“)
    Leistung (konstantes Lastverhalten)
    Skalierbarkeit (inkrementelle Erweiterbarkeit)

26. 2  Drei Bsp der Transparenz bei offenen verteilten Systemen

oder Frage 15.

 

Transparenz hinsichtlich
   Zugriff (lokal <--> entfernt) und Mobilität
    Nebenläufigkeit (mehrere Nutzer)
    Replikation (kontrollierte Redundanz)
    Fehler („Selbstheilung“)
    Leistung (konstantes Lastverhalten)
    Skalierbarkeit (inkrementelle Erweiterbarkeit)

24.3  Was ist Telekooperation? (eCollaboration)

einrichtungsübergreifende Zusmnarbeit basierend auf TKomm bzw. Teledokumentation

bsp

24.2  Was ist Telekommunikation? (eCommunication)

Nachrichten- bzw. dokumentbasierte Datenübermittlung

Push-Verfahren: (Bsp. Labor schickt eBefund an Praxis)
     Sender schickt aktiv
     Empfänger nimmt an oder verwirft

24.1  Was ist Teledokumentation? (eDocumentation)

Orts- und zeitunabhängiger, meist einrichtungsübergreifender Zugriff/
Ergänzung klinischer Information bzw. med. Wissens

Pull-Verfahren: (Bsp: 1 Server mehrere Empfänger)
       Sender stellt Daten im Vorhinein bereit
       Empfänger holt aktiv ab

21.1  ELGA Nachteile für die Kostenträger

Mehraufwände (z.B. organisator u techn Auswirkungn dr EHR-Einfhrg u ds EHR-Betriebs)

21.0  ELGA Nutzen für die Kostenträger

bessere Qualität der Behandlung --> Effizienzsteigerung,

mehr Daten für die Betriebssteuerung und der Kostenströme

Einsparung bei Mehrfachbefunden

Beschleunigung des Patientenmanagements

20.3 Kommunikationsserver

Middleware, die auf verfügbaren Protokollen aufsetzend, der Nachrichtenpufferung und -Verteilung dient.

20.2 Das Profil IHE - XDS

Integrating the Healthcare Enterprise (IHE) spezifiziert
Cross-enterprise Document Sharing (XDS) Profil zum standardisierten
inter-institutionellen Dokument-Austausch.

IHE XDS und HL7 CDA ist weltweit im Einsatz

20.1 Typische Aufgaben einer Middleware?

  Identifikation von PatientInnen
  Ablegen und Registrieren von PatientInnen-Daten
  Abruf von PatientInnen-Daten
  Sicherstellung der Transaktionssicherheit

20.0 Was ist eine Middleware?

Software, die zwischen autonomen Anwendungen eines
verteilten Systems „vermittelt“.


 Verbirgt Heterogenität und Verteilungsdetails mittels zentraler Dienste
 Referenzarchitekturen vorhanden, z.B. CORBA (OMG), J2EE (Sun), Web Services (W3C)

19. Ziele von GIN   GIN-Gesundheitsinformationsnetz (AUT, seit 2005)

Intranet für Kassenärzte, -spitäler und Apotheken

Versichertendatenabfrage,

Arbeitsunfähigkeitsmeldung,
Arzneimittelbewilligung,

Weiterleitung von Vorsorgeuntersuchungs-Doku mittels e-card

eMedikation im Zuge der ELGA-Einführung

18.2  Interoperabilität nach ISO. Warum braucht man standardisierte Terminologien

auch Frage 13

Systemübergreifend einheitliche Bezeichnung von ausgetauschten Objekttypen ist Voraussetzung für inhaltliches Verstehen kommunizierender Anwendungssysteme.

18.1  Voraussetzungen für semantische Interoperabilität nach ISO

Standardisierte Modelle ausgetauschter Objekttypen auf Basis eines standardisiertes logischen Informationsmodells

Standardisierte Terminologien


Physische Verbindung der Systeme und standardisierte Schnittstellen von Diensten für Datenaustausch

18.0 Semantische Interoperabilität beim Gesundheitsdatenaustausch

(Ebenen der Interoperabilität nach ISO)

Funktionale Interoperabilität: Fähigkeit von Systemen, Information auszutauschen, sodass bei Empfänger menschenlesbar


Semantische Interoperabilität: Ausgetauschte Information durch formale Definition der Objekttypen verständlich, sodass bei Empfänger computerlesbar

17.2  Warum benützt man beim Ticketingverfahren keine asymmetrische Verschlüsselung?

Weil bei diesem Verfahren die Nachricht an Unbekannte geschickt wird

Bei symm Verschl wird d geheime Schl zw den Kommunikationspartnern ausgetauscht.

Asym. Verschl: Jeder beteiligte 2 Schl (public/private): publ wird veröffentlicht - priv bleibt geheim

ABER bei Ticketverfahren gibt es nur einen Schlüssel

17.1  Ticketingverfahren beschreiben

Ziel: Verschlüsselte Nachricht an Unbekannt ==> kein Public Key
Lösung: symmetrischer Key, Patient als Überbringer

Ablauf
   Sender generiert Key und verschlüsselt Nachricht damit
   Patient erhält Key (z.B. als Barcode bzw. auf eCard)
   Patient übergibt Key gewünschtem Empfänger
   Empfänger lädt und entschlüsselt Nachricht

Bsp: Überweisung

16. Adressierte vs gerichtete Kommunikation

Adressiert: Empfänger bekannt und explizit adressiert. (z.B.: Arztbrief an Hausarzt, Befund an anfordernden Arzt)   Umsetzung mittels Telekomm. OK, aber Teledokum. wegen Verschlüssel. d Daten problematisch

Gerichtet: Nur Rolle des Empfängers bekannt. (z.B.: Rezept, Überweisung)  Umsetzung mittels Teledokum.

Ungerichtet: Empfänger gänzlich unbekannt. (z.B.: Befund bereitgestellt für alle GDAs des Patienten) für Teledokumentation

14. Was sind Archteypen?

Computerlesbare Spezifikationen gemäß ISO

Definieren Baupläne für med Inhalte, d aus LIM-Bausteinen zusammengesetzt werden

LIM: logisches Informationsmodell (zB Teil von HL7 CDA)

12.3 Was ist ein Nachrichtentyp?

beschreibt Syntax und Semantik einer Nachricht (z.B. für Laborbefund, Stationäre Aufnahme, …)

 Header: Nachrichtentyp, Sender, Empfänger, …
 Body: Inhalt

12.2 Was sind Nachrichtenstandards?

legt Menge von Nachrichtentypen für bestimmte Domäne fest. (z.B. HL7, xDT, …)

12.1 Warum Standardisierung von Nachrichten

Vermeidet kombinatorische Explosion bilateraler
Kommunikationsbeziehungen.

12. Was ist HL7 CDA - Beschreibung und Bsp

Der Standard HL7 Clinical Document Architecture (CDA)
   Teil von HL7 V3, Release 2.0 ist ISO-Standard
   XML-Format
   Zusammengesetzt aus Header und Body

08.1 Verteilter EHR mit den zentralen Komponenten (ELGA)

oder 4 zentrale Komponenten von ELGA

– Index aller Gesundheitsdiensteanbieter ( Verzeichnis der ELGA-Teilnehmer )
– Berechtigungssystem
– Nationaler Patienten-Index
– Dokumentenregister mit Referenz-Links zu Orginaldokumenten (bleiben bei Gesundheitsdiensteanbietern)
         Die Dokumente selbst bleiben „wo sie sind“

08.0 Wofür steht ELGA

Elektron Gesundheitsakte

eine Nationale EHR-Strategie

07. 1 ELGA Nutzen für Bürger

bessere Qualit d Bhndlng: GsndhZustd d Bürgrs wrd verbssrt, noch dazu rascher!

bessere Integration der Versorgung

erleichterter Zugang zu den eigenen Gesundheitsdaten

verbesserte Kontrolle über die eigenen Gesundheitsdaten

administrative Erleichterngn, Befunde müssn nt mehr abgeholt u zum anfordernden GDA gebracht wrdn

zuknftig knnen weitere unterstützende Syst zm Einsatz kommn: Erinnerungssyst f Impfungen, Diabetiker

 

 

07. 1 ELGA Nachteile für Bürger

Datnschtzbedenken u Sorge um Verlst dr Informatnssouveränität über sensible Gesundheitsdaten d Bürgrs

06. ELGA Problembereiche aus Sicht der Gesundheitsdiensteanbieter

ELGA muss für die Nutzer bei der täglichen Arbeit in Klinik und Ordination praktikabel sein

Haftungsfragen: Wie aufbereitt u übersichtl wrdn d Daten f GDA s sein?

Zugriffsrechte: Wer hat wann auf welche Daten in meinem Krankenhaus / Ordination zugegriffen?

Welche technischen Umstellungen sind wegen ELGA zu erwarten?

Welche Kosten entstehen durch ELGA? Einmalig? Während des Betriebs?

 

05. ELGA Problembereiche aus Sicht der Krankenanstaltenträger

Welche organisatorischen Umstellungen sind wegen ELGA zu erwarten?
Welche technischen Umstellungen sind wegen ELGA zu erwarten?
Welche Kosten entstehen den einzelnen Trägern durch ELGA?
Während der Implementierungsphase? Während des Betriebs?

Welche Kostenfolgen ergeben sich durch erhöhten Beratungsaufwand, opting out, etc.

04. Beschreiben Sie die 3 Strukturierungsmöglichkeiten von CDA

 Level 1: Nur Header strukturiert
 Level 2: Codierung auf Section-Ebene
 Level 3: Codierung auf Entry-Ebene

Strukturvorgaben für CDA-Dokumenttypen mittels Implementierungsleitfäden.

03. Was ist ein medizinisches Dokument?

Zusammenfassung von Daten eines bestimmten Kontexts (z.B. Aufnahme, Befund, ...)
   Drückt kontextuellen Zusammenhang der Datenobjekte aus
   Menschen- und tlw. auch maschinenlesbar
   Neben Speicherung auch als Austauschmedium

Ein Standard dafür ist HL7 CDA

02.1  das 2-dimensionale Ordnungssystem nach HAAS

1. Art des Datenaustausches (Telekommunikation, Teledokumentation, Telekooperation)


2. Anwendungszweck (Behandlung, Wissenserwerb und Ausbildung, Forschung und  Gesundheitsberichterstattung)

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