wichtigste Strukturformeln

wichtigste Strukturformeln

wichtigste Strukturformeln


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Strukturformeln und Wirkmechanismen von Medikamenten, die im universitären Chemieunterricht behandelt werden. Sie konzentrieren sich auf die Wirkungen, Halbwertszeiten und Indikationen von Parasympatholytika, Spasmolytika, Antidementiva und Sympathomimetika, wobei auch Derivate und Rezeptorbindungen detailliert erklärt werden. Medizinstudenten und Pharmazeuten profitieren von dieser Sammlung, da sie die Struktur-Wirkungs-Beziehungen und Anwendungsgebiete der verschiedenen Wirkstoffe verständlich darstellt.
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Allemand
Catégorie
Chimie
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Université
Créé / Mis à jour
13.07.2016 / 01.10.2017

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Fluconazol

Triazol-Antimykotikum

Posaconazol

Triazol-Antimykotikum

- oral applizierbar

- sehr breites Wirkspektrum

- hochselektiv für Pilz-CYPs (außer CYP3A4 aber nur bei hohen Konzentrationen)

- kaum Resistenzen

Naftifin

Allylamin-Antimykotikum

nicht kompetitive Hemmung der Squalen-Epoxidase (SE)
• spezifisch für Pilz-Enzym, nur hohe Konz. hemmen humane SE
• fungizid aufgrund Anhäufung des toxischen Squalens
• gegen Dermatophyten und Schimmelpilze

Terbinafin

Allylamin-Antimykotikum 

nicht kompetitive Hemmung der Squalen-Epoxidase (SE)
• spezifisch für Pilz-Enzym, nur hohe Konz. hemmen humane SE
• fungizid aufgrund Anhäufung des toxischen Squalens
• gegen Dermatophyten und Schimmelpilze

Amorolfin

Morpholin-Antimykotikum

• lokale Applikation (z.B. als Nagellack, in Aceton gelöst)
• wirksam bei Dermatophyten, Hefen und biphasischen Pilzen
• nicht generell bei Schimmelpilzen
• synergistische Wirkung durch Angriff an der Δ14-Reduktase und
der Δ8-Δ7-Isomerase
• protoniertes Amorolfin imitiert kationische Zwischenstufen bei der Ergosterol-Synthese

Amphotericin B

Polyen-Antimykotikum

Nystatin

Polyen-Antimykotikum

binden mit dem hydrophoben Bereich kanalartig an Ergosterol der Zellmembran => Poren in der Zellmembran, die im Innern hydrophil sind => Austritt von Ionen u.a.

- nur lokal, wegen systemischer Toxizität

- hohe PPB, hohe HWZ

- nach Konzentration fungistatisch oder fungizid

Caspofungin

Echinocandin-Antimykotikum

• zyklische, halbsynthetische Heptapeptide (Lipopeptide)
• aus Aspergillus-Arten
• bei Candida-Infektionen
• Wirkungsmechanismus: Hemmung des 1,3--D-Glucansynthase-Komplexes
→ Pilze verarmen an Glucanen, die für Zellwand (Chitin) essentiell sind
• Applikation: nur i.v.! (keine Aufnahme aus GIT)
• extreme hohe Plasmaproteinbindung!

Cyclopirox

Antimykotikum

• Applikation: lokal! Dringt gut in Hautschichten und Nägel ein
• Chelatiert mehrwertige Metallionen (z.B. in Peroxidasen und Katalase)
• Wirkmechanismus: unklar! A) Änderung des Membrantransports in Pilzen und
damit gestörte Aufnahme essentieller Substrate B) Anstieg an reaktiven
Sauerstoffspezies durch Peroxidase/Katalase-Hemmung.

Griseofulvin

Antimykotikum: Mykotoxin

- sehr schlecht wasserlöslich, wird in mikronisierter Form eingesetzt
- wirkt fungistatisch
- Wirkmechanismus: Destruktion der Mitosespindeln während der
Zellteilung, Hemmung der RNA- und Proteinbiosynthese
- lagert sich in keratogene Zellschichten von Haut, Nagelbett und
Haarwurzel ein (gut geeignet bei tiefliegenden Deramtomykosen)
- aus heutiger Sicht: OBSOLET

Flucytosin

Antimykotikum: Antimetabolit
• Appl.: parenteral, peroral und topisch
• Ind: Candida-Infektionen
• Hefe und Pilze nehmen 5-FC über die Cytosin-Permease auf, desaminieren 5-FC
mittels Cytosin-Desaminase zu 5-FU, und bauen in DNA und RNAs ein:
→ Hemmung der ribosomalen Proteinbiosynthese
• Mensch: sehr geringe Biotransformation des 5-FC zu 5-FU

Penicillansäure

6-Amino-penicillansäure: Cystein + Valin sind strukturanalog zu D-Ala-D-Ala

Benzylpenicillin

Beta-Lactam-Antibiotika

• erstes breit angewandtes Penicillin
• hptsl. gegen grampositive Bakterien
• säurelabil
• Beta-Lactamasen-instabil
• enges Wirkspektrum (v.a. grampositiv)
• geringe Bioverfügbarkeit, kurze HWZ (30-40 min)
⇒ nicht oral verabreichbar, hohe Dosierung und häufige (mehrmals tgl.)
parenterale Applikation (meist als Infusion)

Azidocillin

Beta-Lactam-Antibiotika

• oral einsetzbar
• gegen gram-positive und auch gram-negative Bakterien

Phenoxymethylpenicillin

Beta-Lactam-Antibiotika

• säurestabil!
• oral einsetzbar
• 2-3-fach geringere bakterizide Wirkung als Benzylpenicillin

Oxacillin

Antibiotikum: Isoxazol-substituierte Penicilline

• Stabil gegen Staphyllokokken-Beta-Lactamasen, nicht aber gegen Typ V Beta-Lactamasen => sind auch bei MRSA Reserveantibiotikum, durch Isoxazol-Funktion sterische Hinderung der Beta-Lactamasen, Wirkungsintensität ist dadurch jedoch 10-100 fach geringer
• Einsatz nur bei Benzylpenicillin-resistenten Staphylokokken
• parenteral und oral!

Dicloxacillin

Antibiotikum: Isoxazol-substituierte Penicilline

Ampicillin

Antibiotikum: Alpha-Amino-benzyl-penicilline

Einführung einer polaren Aminofunktion: Erweiterung des Wirkspektrums auf gramnegative
Bakterien!
• Säurestabil!
• Beta-Lactamasen-instabil
• geringe orale Bioverfügbarkeit des Ampicillins

Mezlocillin

Antibiotikum: Acylureido-benzyl-penicilline

•  säurelabil, da die Amidstruktur die Elektronendichte erniedrigt

• Aktivität gegenüber gramnegativen
Bakterien erhöht
• 6-Aminofunktion ist nicht basisch!
• nur parenteral

Imipenem

Carbapenem-Antibiotikum

• schnelle Hydrolyse durch renale Dehydropeptidase I (im Menschen) und damit Inaktivierung.
→ Kombination mit Cilastin, einem Hemmer der renalen Dehydropeptidase I.
• beide haben eine HWZ von ca. 1 h.

Aztreonam

Monobactam-Antibiotikum

Monocyklische anti-bakterielle Beta-Lactame

• Beta-Lactamase-stabil: Abschirmung von allen Seiten:
1. durch Sulfonyl-Rest
2. Acylamino-Substituent an Pos. 3
3. trans-Methylgruppe an Pos. 2
• Enges Wirkspektrum, quasi nur bei gram-negativen Erregern
• HWZ: 1-2 h

Clavulansäure

Beta-Lactamaseinhibitor

kovalente Bindung an Betalactamase, keine bakterizide Wirkung, oral

Sulbactam

Beta-Lactamaseinhibitor

parenteral

Tazobactam

Beta-Lactamaseinhibitor

 parenteral

Sultamicillin

Betalactam-Antibiotikum: in Kombination mit Betalactamase Sulbactam

Durch Esterbindung ist es lipophil => orale Gabe möglich, wird im Körper zu Ampicillin und Sulbactam ("eingebauter" Betalactamaseinhibitor) hydrolisiert, Wirksamkeit aber nicht so hoch

 

Fosfomycin

Epoxid-Antibiotikum

i.d.R. nicht peroral verfügbar, aber mit Gegenion möglich, Selektivität gegeben, weil der Mensch es nicht aufnimmt

• eigentlich Reserveantibiotikum
• Hemmt die Biosynthese von N-Acetylmuraminsäure aus UDP-N-Acetylglucosamin und
Phosphoenolpyruvat und stellt somit einen Antimetaboliten des Phosphoenolpyruvats dar.
• Hemmt die Pyruvyltransferase irreversibel!
• Parenterale Applikation wegen schlechter Resorption, aber aktiver Transport in Mikroorganismus.

Bacitracin

Polypeptid-Antibiotikum

Wirkungsmechanismus:
• Hemmung der Membranverankerung der polaren
Mono- und Disaccharid-Peptid-Einheiten.
• Störung der Mureinbiosynthese
• Bacitracin hemmt die Pyrophosphatase, die am
Undecaprenyl-Pyrophosphat ein Phosphat abspaltet
• Damit kann der Undecaprenyl-rest nicht an
Peptidoglykan binden
Struktur
• Cyklische Struktur besteht aus sieben Aminosäuren:
• Lysin als trifunktionelle AS!
• Thiazolin-Ring: aus Cys und Ile
Nur topisch, da nephrotoxisch!

Vancomycin

Glykopeptid-Antibiotikum

Aminosäuren sind peptidartig verknüpft, Tyrosin-Reste, die auch miteinander verknüpft sind, sind sterisch fixiert

orale Gabe möglich, aber es erfolgt keine systemische Wirkung, da keine Resorption erfolgt => nur topische Wirkung im MD-Trakt

Binden Peptidketten, die im aminoterminalen Ende
mit D-Ala-D-Ala enden (auch Penicilline):
Hemmung von Transglykolasen und Transpeptidasen
durch Bindung des Substrats!

Teicoplanin

Glykopeptid-Antibiotikum

Binden Peptidketten, die im aminoterminalen Ende
mit D-Ala-D-Ala enden (auch Penicilline):
Hemmung von Transglykolasen und Transpeptidasen
durch Bindung des Substrats!

Gramicidin A

Peptid-Antibiotikum

• heteromeres Pentadeka-Peptid (15 Aminosäuren)

• oft in Augentropfen, in hohen Dosen nephrotoxisch
• alternierende D- / L-AS
• aliphatische AS oder Trp: lipophil
• aminoterminal: N-formyliert
• carboxyterminal: Hydroxyethyl-amid
• Ionenkanalbildner in bakteriellen Membran durch Kopf-Kopf-Helix über Formyl-Gruppen => Na strömt ein, K strömt aus

Cotrimoxazol

Antibiotikum

Kombination von Sulfamethoxazol mit Trimethoprim (beide Folsäure-Synthese-Hemmstoffe), einzeln bakteriostatisch, zusammen bakterizid

Cotrimoxazol: Sulfamethoxazol + Trimethoprim, 5:1.
• Effekt: erhöhte Wirkung, erweitertes Wirkspektrum, verzögerte Resistenzentwicklung
• Beide WS haben ähnliche pharmakokinet. Eigenschaften (Absorption, HWZ, Proteinbindung,
Eliminationswege)
• Empfindlichkeit gegenüber Erreger primär von Trimethoprim anhängig
• (Häufige) Resistenzen durch Mutationen der Targets.

Trimethoprim

Antibiotikum: Folsäuresynthese-Hemmer

hemmt Dihydrofolat-Reduktase

→ Defizit an C1-Einheiten für die Biosynthese von Purinen und Thymidin (Zellteilung),
die von der THF übertragen werden.
• hohe Selektivität für bakterielles Enzym (im Gegensatz zu Methotrexat)
• bei pH 7,2: amphiphiles Kation.
• HWZ: 8-11 h
• viele Resistenzen

Levofloxacin

Fluorchinolon-Antibiotikum

2. Generation: Levofloxacin (= (S)-Ofloxacin) ist Eutomer und 100-fach wirksamer als Distomer
Einführung eines Fluorsubst.  Lipophilie erhöht, Gewebegängigkeit verbessert

CAVE:
• Komplexbildner mit mehrwertigen Kationen: nicht zusammen mit Mg- oder
Al-haltigen Antazida, sonst verminderte Resorption! Nicht mit Milch, Quark und Joghurt einnehmen! Da hier viel Ca etc vorhanden ist und Komplexe gebildet werden => schwerer löslich, wenig bioaktiv, schlechtere Bindung an Mg, gilt auch für Tetracycline
• Störung der Knorpelbildung: nicht bei Kindern vor Abschluss der Wachstumsphase

Moxifloxacin

Fluorchinolon-Antibiotikum

3. Generation:
Moxifloxacin: sehr breites Wirkspektrum, insb. für atypische Keime., auch bei anaeroben!

CAVE:
• Komplexbildner mit mehrwertigen Kationen: nicht zusammen mit Mg- oder
Al-haltigen Antazida, sonst verminderte Resorption! Nicht mit Milch, Quark und Joghurt einnehmen! Da hier viel Ca etc vorhanden ist und Komplexe gebildet werden => schwerer löslich, wenig bioaktiv, schlechtere Bindung an Mg, gilt auch für Tetracycline
• Störung der Knorpelbildung: nicht bei Kindern vor Abschluss der Wachstumsphase

Ciprofloxacin

Fluorchinolon-Antibiotikum

2. Generation: Levofloxacin (= (S)-Ofloxacin) ist Eutomer und 100-fach wirksamer als Distomer
Einführung eines Fluorsubst.  Lipophilie erhöht, Gewebegängigkeit verbessert

CAVE:
• Komplexbildner mit mehrwertigen Kationen: nicht zusammen mit Mg- oder
Al-haltigen Antazida, sonst verminderte Resorption! Nicht mit Milch, Quark und Joghurt einnehmen! Da hier viel Ca etc vorhanden ist und Komplexe gebildet werden => schwerer löslich, wenig bioaktiv, schlechtere Bindung an Mg, gilt auch für Tetracycline
• Störung der Knorpelbildung: nicht bei Kindern vor Abschluss der Wachstumsphase

Nitrofurantoin

Antibiotikum: 5-Nitrofuran-Derivat

Wirkungsmechanismus:
In Bakterienzelle: Umwandlung zu hochaktiven Metaboliten durch spezielle Nitroreduktasen → kovalente Bindung an DNA → Störung der DNA-Funktion von obligaten Anaerobiern.

Reduktion der Nitrogruppe:
• Über Nitroradikal, Nitrosogruppe und Hydroxylamin zum Amin. Zwischenprodukte sind mutagen (Ames-Test).
• In menschlichen Zellen jedoch insgesamt nur geringe Aktivität der Nitroreduktasen.
• Bakterizid!

• Reserveantibiotikum bei Harnwegsinfektionen (schlecht löslich)
• schlecht verträglich.
• Gute Resorption und vollständige renale Elimination: 83% tubuläre Sekretion=> Wirkkonz. wird nur in ableitenden Harnwegen erreicht.
• Schwache Säure: Saurer Harn => starke Rückresorption in distalen Nephronabschnitten.
• Alkalisierung erhöht Konz. im Urin, aber Verlust an Wirksamkeit.
• In der Leber: 50% Metabolisierung und renale Ausscheidung => gelbbrauner Urin
• HWZ: 20-35 min

Metronidazol

Antibiotikum: 5-Nitroimidazol-Derivat

Wirkungsmechanismus:
In Bakterienzelle: Umwandlung zu hochaktiven Metaboliten durch spezielle
Nitroreduktasen → kovalente Bindung an DNA → Störung der DNA-Funktion von obligaten Anaerobiern.

Reduktion der Nitrogruppe:
• Über Nitroradikal, Nitrosogruppe und Hydroxylamin zum Amin. Zwischenprodukte sind mutagen (Ames-Test).
• In menschlichen Zellen jedoch insgesamt nur geringe Aktivität der Nitroreduktasen.
• Bakterizid!

• Wird zu Acetamid und N-(2-Hydroxyethyl)-oxamidsäure reduziert.

  1. • Wirkt zusätzlich entzündungshemmend und immunsuppressiv.

• Gute Gewebepenetration, ZNS-gängig
• HWZ: 6-10 Std.

Cefaclor

Cephalosporin-Antibiotikum

Tetracyclin

Tetracyclin-Antibiotikum

nicht mit Milch einnehmen,

KI: Kinder, Schwangere

Doxycyclin

Tetracyclin-Antibiotikum

KI: Kinder, Schwangere

nicht mit Milch o. Antazida einnehmen!

Étudier