wichtigste Strukturformeln

wichtigste Strukturformeln

wichtigste Strukturformeln


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Strukturformeln und Wirkmechanismen von Medikamenten, die im universitären Chemieunterricht behandelt werden. Sie konzentrieren sich auf die Wirkungen, Halbwertszeiten und Indikationen von Parasympatholytika, Spasmolytika, Antidementiva und Sympathomimetika, wobei auch Derivate und Rezeptorbindungen detailliert erklärt werden. Medizinstudenten und Pharmazeuten profitieren von dieser Sammlung, da sie die Struktur-Wirkungs-Beziehungen und Anwendungsgebiete der verschiedenen Wirkstoffe verständlich darstellt.
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Allemand
Catégorie
Chimie
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Université
Créé / Mis à jour
13.07.2016 / 01.10.2017

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Risperidon /Paliperdon

atypisches Neuroleptikum

Aromat – 4 Brückenatome – basischer Stickstoff
•am 5-HT2 gleich stark oder stärker wirksam als am D2-Rezeptor
• weniger EPMS als typische Neuroleptika 
• bessere Wirkung auf Minus-Symptome
• Paliperidon: aktiver Metabolit des Risperidons (CYP2D6)
•„Fast-Off-D2“: niedrige Aff. zu D2 und damit schnelle Dissoziation von D2 Rezeptor

Moclobemid

reversibler MAO-A-Hemmer (selektiv)


• verwandt mit Sulpirid u. Metoclopramid

Tranylcypromin

MAO-Inhibitor, unselektiv und irreversibel

• Reservearzneistoff; trans-Form
• irreversibler MAO-Hemmer (unselektiv)
• strukturell verwandt mit Amphetamin, "Geschlossenes" Amphetamin wg. Cyclopropanring
• Nahrungsmittelinteraktionen -> mit Käse, da da viel Tyramin drin ist  "Cheese Effect"=> Tyramin wird eigentlich durch MAO abgebaut, aber wenn beide MAO blockiert sind, so kann kein Abbau stattfinden => Tyramin bewirkt durch TAAR1-Rezeptoragonismus ein Noradrenalin-Freisetzung => Blutdruck steigt enorm, passiert nicht bei selektiven Hemmern, da ein MAO ausreicht, bei unselektiven ist jedoch unbedingt eine tyraminarme Diät einzuhalten

hohe Tyrosinaufnahme kann einen ähnlichen Effekt auslösen, da dieses im Körper zu Tyramin umgewandelt wird 

Trazodon

Dual-serotonerges Antidepressivum

einziges aus der Reihe

• strukturell verwandt mit Anxiolytikum Buspiron
• hemmt präsynaptische Serotonin-Wiederaufnahme
• Antagonist an postsynaptischen 5HT2A-Rezeptoren
• sedierende Wirkung: starker Antagonismus an α1-Rezeptoren und schwachem Antagonismus am H1-Rezeptor

Mirtazapin

NaSSa (noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva)

• Pyridyl-Analogon des Mianserins
• Hemmt präsynaptische α2-Rezeptoren: höhere Konz. an Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt.
• Hemmt postsynaptische 5-HT2 und 5-HT3-Rezeptoren => wg. 5HT3-Hemmung Einsatz bei serotoninvermitteltem Erbrechen
• Blockiert keine α1-Rezeptoren (keine Blutdruckprobleme) -> bei Mianserin besteht dieses Problem
• Kaum Wirkung auf Wiederaufnahme biogener Amine => hemmt DAT/SERT/NAT NICHT!
• Racemat i.H.
• S-Enantiomer stärker wirksam auf α2-Rezeptoren
R-Enantiomer stärker wirksam auf 5HT3-Rezeptor

Duloxetin

SSNRI

Indikation: Depressionen und diabetische Polyneuropathie, bei Frauen mit Belastungsinkontinenz

Venlafaxin

SSNRI

O-Desmethyl-Metabolit ist aktiv

1. Molekül aus der besprochenen Reihe, dass polare OH Gruppe hat abgesehen vom Amin => HWZ, PPB, BV verändert

im GGS zu anderen Antidepressiva geringe PPB -> 27% nur, wg OH Gruppe

BV nur 13% wegen hoher Lipophilie durhc Cyclohexanring

Atomoxetin

SNRI

Indikation: ADHS

Dapoxetin

SSRI

kein Halogensubstituent -> schnelle Metabolisierung durch Hydroxylierung etc.

=>sehr kurze Halbwertszeit: 90 min
• S-Enantiomer wirksamer
• bei Ejaculatio präcox

Sertralin

SSRI

hochspezifisch für SERT, geringe Wirkung am NET

Citalopram

SSRI, obwohl es ein ringoffenes TCA ist

Racemat, S-Enantiomer: Escitalopram, ist Eutomer, gibt es auch als solches auf dem Markt

hat ein Benzotetrahydrofuran
• hochselektiv für SERT

• Cyano- und Fluorsubstituenten sind essentiell

Paroxetin

SSRI

• 4-Phenyl-piperidin
• 3S,4R-trans-(-)-Enantiomer wird therap. genutzt.
• geringere antriebssteigernde Wirkung als Fluoxetin

Fluoxetin

SSRI, wirkt antriebssteigernd

• Racemat im Handel
• S-Enantiomer ist 6,5-fach selektiver für den SERT als R-Form
• Monosubstitution in para-Stellung des Phenoxy-Rings: erhöht Selektivität für SERT
• Monosubstitution in ortho-Stellung des Phenoxy-Rings: erhöht Selektivität für NET

Phenylether

HZW 72h!

Mianserin

Tetracyclisches Antidepressivum

• Dibenzoazepinring mit ankondensiertem Piperazinring
• Hauptwirkung durch Blockade präsynaptischer α2-Rezeptoren  -> verstärkte NA Wirkung
• Antidepressive Eigenschaften: S-Enantiomer ist Eutomer und wesentlich besser wirksam als R-Enantiomer
• Sedierende Wirkung: Racemat (S- und R-Form sind äquipotent) -> wahrscheinlich durch H1-Antagonismus

NW: Blockiert α1-Rezeptoren -> Blutdruckprobleme

Dibenzepin

TCA: Dibenzodiazepin

vergleichbares klinisches Wirkspektrum wie Imipramin

Dosulepin

TCA: Dibenzothiepin-Derivat

Doxepin

TCA: Dibenzoxepin-Derivat

• Indikation: Depression, chronische Schmerzen, Entzugssymptomatik, z.T. auch bei  Schlafstörungen, wenn mit Schmerzen verbunden                                                      

• H1-Antagonist, stark sedierend
• Wirkstoff als Gemisch, ca.15% Z-Isomer

Nortriptylin

TCA: Dibenzocycloheptadien-Derivat auch wenn die Struktur eig. ein Dibenzocycloheptan ist.. naja all diese Fehler

antriebssteigernd -> Anwendung in Gerontopsychiatrie

Amitryptilin

TCA: Dibenzocycloheptadien-Derivat

• häufig eingesetzt
• anxiolytisch, sedierend,schlafanstoßend (da starker H1-Antagonismus)
•starke anticholinerge Wirkung -> viele NW

Opipramol

Tricyclisches Antidepressivum: Dibenzazepin-Derivat

Anxiolytikum, bei leichten depressiven Verstimmungen

Strukturelle Verwandtschaft zum Neuroleptikum Perphenazin -> Schwefel durch Ethen ausgetauscht

Trimipramin

Tricyclisches Antidepressivum: : Dibenzazepin-Derivat

Dopaminantagonist!, hat eine stark sedierende Wirkung, weshalb es nicht bei "normaler" Depression verwendet wird, sondern nur, wenn Patient depressiv, aber auch überaktiv ist, bzw. bei Schlafstörungen

Clomipramin

Tricyclisches Antidepressivum: : Dibenzazepin-Derivat

Strukturell mit Chlorpromazin verwandt -> Schwefel durch Ethylgruppe ausgetauscht, sodass es Azepin wird 

Desipramin

Tricyclisches Antidepressivum: Dibenzazepin-Derivat

Imipramin

Tricyclisches Antidepressivum: Dibenzazepin-Derivat

Erstes TCA

NAT/SERT, viele andere 

Xanthine: Coffein, Theobromin, Theophyllin

Psychostimulantien

Coffein:

• stärkste ZNS-stimulierende Wirkung unter den Xanthinen
• milde diuretische Wirkung
• ZNS-Wirkung: Blockade von Adenosin-Rezeptoren: kurze Aufhebung der Müdigkeit und erhöhte Konzentration 

=> bei Gewohnheit kaum Wirkung
• BV: Sehr gut, ist eigentlich lipophiler als die anderen, hat aber die beste Wasserlöslichkeit

Methylphenidat

Psychostimulantien

Ritalin

bei ADHS

hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin

Racemat

Amphetamin/Methamphetamin

Psychostimulantien

• höhere Lipophilie als Cathecholamine: rasche Resorption u. Penetration durch BHS
• peripher sympathomimetisch
• zentral stimulierend (Wachheit, Antrieb, Appetithemmung, Atmungsstimmulierung) aufgrund erhöhter Konzentration von Dopamin im synapt. Spalt.
Mechanismus: Amphetamin induziert die Phosphorylierung an Serin (Kinase unbekannt) im N-Terminus des Dopamintransporters (transportiert eigentlich Dopamin zurück ins Neuron), wodurch dieser zum Dopaminkanal wird.
• Dexamphetamin > Levamphetamin (4:1)

- Amphetamin: basische Struktur von Dopamin, 2 Hydroxygruppen fehlen

- Methamphetamin: eigentlich nur missbräuchlich, durch N-Methylierung sehr basisch und etwsa lipophiler , Einsatz als HCl, aktive Form ist deprotonierte Base

Sibutramin

Antiadipositum

• ursprünglich als Antidepressivum entwickelt
• gute Resorption, sehr lipophil
• hoher First-Pass-Effekt via CYP3A4: → Hauptwirkung über Metaboliten als SSRNI
und vermehrte Stimulation des β3-Rezeptors im braunen Fettgewebe.

Istradefyllin

Antiparkinsonmittel: Adenosin-A2A-Rezeptorantagonist

• Xanthin-Derivat mit E-konfiguriertem Styrylrest an Pos.8. Styrylrest hemmt A2A-Rezeptor.
• hohe Affinität zum A2A: Ki = 12 nM, bei der Konz. 50% der Rezeptoren besetzt
• A2A-Rezeptor-Blockade: Hemmung der GABA und Acetylcholin-Freisetzung
• Kein Auftreten von Dyskinesien wie bei L-Dopa! Bei motorischen Fluktuationen.

Theophyllin-derivat, Ähnlichkeit mit Adenosin

Metixen

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Trizyklischer WS

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren

Biperiden

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Phenylpropanolaminderivate

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren

Procyclidin

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Phenylpropanolamin-Derivat

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren

auch NMDA-Rezeptor-Antagonist

Benzatropin

Antiparkinsonmittel: Anticholinergikum, Atropin-Derivat

Antagonist an M1- und M2-Rezeptoren, hemmt auch Dopamin-Transporter und erhöht damit Dopaminkonz
in nigrostratialen Regionen (pathway vom Substantia nigra zum dorsalen striatum)

Budipin

Antiparkinsonmittel: NMDA-Rezeptorantagonist

NMDA-Rezeptor-Antagonist und Einfluss auf Dopaminstoffwechsel: NMDA-vermittelte ACh-Freisetzung in nigostrialen Regionen wird vermindert

=> wirkt sich positiv auf Plus-Symptome aus =>vermindert diese

Amantadin

Antiparkinsonmittel: NMDA-Rezeptorantagonist

• ursprünglich Anti-Influenza
• nichtkompetitive Blockade des NMDA-Rezeptors: verhindert die NMDA-Rezeptor-vermittelte Freisetzung von Acetylcholin in nigrostratialen Regionen.

=> Plus Symptome vermindert

Rasagilin

Antiparkinsonmittel: MAO-B Hemmer

um eine CH2-Brücke erweitertes, „ringgeschlossenes Selegilin“

Selegilin

Antiparkinsonmittel: MAO-B Hemmer

• hohe Lipophilie, gut ZNS-gängig
• starke Metabolisierung u.a. zu Amphetamin und Metamphetamin

Tolcapon

Antiparkinsonmittel: COMT-Inhibitor

• selektive, reversible COMT-Inhibitoren
• perorale Applikation
→ Tolcapon: peripher und zentral wirksam (ZNS-gängig)
• wichtiges Strukturmerkmal: Nitro-Gruppe

WM: periphere L-Dopa-Spiegel steigen und ergeben damit erhöhte Spiegel im ZNS.

Entacapon

Antiparkinsonmittel: COMT-Inhibitor

• selektive, reversible COMT-Inhibitoren
• perorale Applikation
→ Entacapon: peripher wirksam
• wichtiges Strukturmerkmal: Nitro-Gruppe

WM: periphere L-Dopa-Spiegel steigen und ergeben damit erhöhte Spiegel im ZNS.

Piribedil

Antiparkinsonmittel - Nicht-Ergolin-Derivat (Dopamin-Rezeptoragonist)

• relativ starker α2-Agonist
• kaum sedierend

1,3- Benzodioxol

Piperazin

Pyrimidin

Guanidinstruktur

Étudier