wichtigste Strukturformeln
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Cartes-fiches
Risperidon /Paliperdon
atypisches Neuroleptikum
Aromat – 4 Brückenatome – basischer Stickstoff
•am 5-HT2 gleich stark oder stärker wirksam als am D2-Rezeptor
• weniger EPMS als typische Neuroleptika
• bessere Wirkung auf Minus-Symptome
• Paliperidon: aktiver Metabolit des Risperidons (CYP2D6)
•„Fast-Off-D2“: niedrige Aff. zu D2 und damit schnelle Dissoziation von D2 Rezeptor
Tranylcypromin
MAO-Inhibitor, unselektiv und irreversibel
• Reservearzneistoff; trans-Form
• irreversibler MAO-Hemmer (unselektiv)
• strukturell verwandt mit Amphetamin, "Geschlossenes" Amphetamin wg. Cyclopropanring
• Nahrungsmittelinteraktionen -> mit Käse, da da viel Tyramin drin ist "Cheese Effect"=> Tyramin wird eigentlich durch MAO abgebaut, aber wenn beide MAO blockiert sind, so kann kein Abbau stattfinden => Tyramin bewirkt durch TAAR1-Rezeptoragonismus ein Noradrenalin-Freisetzung => Blutdruck steigt enorm, passiert nicht bei selektiven Hemmern, da ein MAO ausreicht, bei unselektiven ist jedoch unbedingt eine tyraminarme Diät einzuhalten
hohe Tyrosinaufnahme kann einen ähnlichen Effekt auslösen, da dieses im Körper zu Tyramin umgewandelt wird
Trazodon
Dual-serotonerges Antidepressivum
einziges aus der Reihe
• strukturell verwandt mit Anxiolytikum Buspiron
• hemmt präsynaptische Serotonin-Wiederaufnahme
• Antagonist an postsynaptischen 5HT2A-Rezeptoren
• sedierende Wirkung: starker Antagonismus an α1-Rezeptoren und schwachem Antagonismus am H1-Rezeptor
Mirtazapin
NaSSa (noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva)
• Pyridyl-Analogon des Mianserins
• Hemmt präsynaptische α2-Rezeptoren: höhere Konz. an Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt.
• Hemmt postsynaptische 5-HT2 und 5-HT3-Rezeptoren => wg. 5HT3-Hemmung Einsatz bei serotoninvermitteltem Erbrechen
• Blockiert keine α1-Rezeptoren (keine Blutdruckprobleme) -> bei Mianserin besteht dieses Problem
• Kaum Wirkung auf Wiederaufnahme biogener Amine => hemmt DAT/SERT/NAT NICHT!
• Racemat i.H.
• S-Enantiomer stärker wirksam auf α2-Rezeptoren
R-Enantiomer stärker wirksam auf 5HT3-Rezeptor
Fluoxetin
Mianserin
Tetracyclisches Antidepressivum
• Dibenzoazepinring mit ankondensiertem Piperazinring
• Hauptwirkung durch Blockade präsynaptischer α2-Rezeptoren -> verstärkte NA Wirkung
• Antidepressive Eigenschaften: S-Enantiomer ist Eutomer und wesentlich besser wirksam als R-Enantiomer
• Sedierende Wirkung: Racemat (S- und R-Form sind äquipotent) -> wahrscheinlich durch H1-Antagonismus
NW: Blockiert α1-Rezeptoren -> Blutdruckprobleme
Xanthine: Coffein, Theobromin, Theophyllin
Psychostimulantien
Coffein:
• stärkste ZNS-stimulierende Wirkung unter den Xanthinen
• milde diuretische Wirkung
• ZNS-Wirkung: Blockade von Adenosin-Rezeptoren: kurze Aufhebung der Müdigkeit und erhöhte Konzentration
=> bei Gewohnheit kaum Wirkung
• BV: Sehr gut, ist eigentlich lipophiler als die anderen, hat aber die beste Wasserlöslichkeit
Amphetamin/Methamphetamin
Psychostimulantien
• höhere Lipophilie als Cathecholamine: rasche Resorption u. Penetration durch BHS
• peripher sympathomimetisch
• zentral stimulierend (Wachheit, Antrieb, Appetithemmung, Atmungsstimmulierung) aufgrund erhöhter Konzentration von Dopamin im synapt. Spalt.
Mechanismus: Amphetamin induziert die Phosphorylierung an Serin (Kinase unbekannt) im N-Terminus des Dopamintransporters (transportiert eigentlich Dopamin zurück ins Neuron), wodurch dieser zum Dopaminkanal wird.
• Dexamphetamin > Levamphetamin (4:1)
- Amphetamin: basische Struktur von Dopamin, 2 Hydroxygruppen fehlen
- Methamphetamin: eigentlich nur missbräuchlich, durch N-Methylierung sehr basisch und etwsa lipophiler , Einsatz als HCl, aktive Form ist deprotonierte Base
Istradefyllin
Antiparkinsonmittel: Adenosin-A2A-Rezeptorantagonist
• Xanthin-Derivat mit E-konfiguriertem Styrylrest an Pos.8. Styrylrest hemmt A2A-Rezeptor.
• hohe Affinität zum A2A: Ki = 12 nM, bei der Konz. 50% der Rezeptoren besetzt
• A2A-Rezeptor-Blockade: Hemmung der GABA und Acetylcholin-Freisetzung
• Kein Auftreten von Dyskinesien wie bei L-Dopa! Bei motorischen Fluktuationen.
Theophyllin-derivat, Ähnlichkeit mit Adenosin