wichtigste Strukturformeln
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wichtigste Strukturformeln
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Cartes-fiches
Distickstoff-Monoxid
Anästhetikum
Lachgas
• aufgrund der hohen Mesomerie: sehr stabil! (nicht brennbar)
• in verflüssigter Form
• geringe Löslichkeit im Blut
• hohe An- und Abflutungsgeschwindigkeit
• hemmt den NMDA-Rezeptor
• gute analgetische Komponente
• nicht muskelrelaxierend
• schwach narkotisierend
• keine Metabolisierung (wird abgeatmet)
• geringste Toxizität
Thiopental
Anästhetikum: Barbiturat
• bei Kurzzeitnarkosen, Wirkeintritt 5-8 min
• Thiopental: S-Enantiomer wirksamer als R-Enantiomer; angewandt wird Racemat
• Metabolisierung: N-Demethylierung von Methohexital (rasch, HWZ 1-2 h)),
Austausch des Schwefels bei Thiopental (rel. langsam, HWZ 6 h)
• atemdepressiv, negativ inotrop.
Midazolam
Hypnotikum, Benzodiazepin
• gute Steuerbarkeit
• Narkoseeinleitung und -Aufrechterhaltung
• VT: zur Unterbrechung der Narkose kann Flumazenil (Antagonist) gegeben werden
• Im Sauren: ringgeöffnetes, gut wasserlöslichen Kation (Injektionslösung)
• Im Neutralen (Blut): ringgeschlossene, lipophile Form (Penetriert leicht ins ZNS)
Propofol
Narkotikum
Missbrauchsgefahr
• Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose
• vermutliche Bindungsstelle am GABAA-Rezeptor ist die β-UE
• wasserunlöslich: Injektion einer O/W-Emulsion
• hohe Plasmaporteinbindung
• Wirkungseintritt: ~1 min
• Wirkungsdauer: 5–10 min (geschlechtsabhängig: Männer etwa doppelt so lang wie Frauen)
• Toxizität: Überdosierung/zu schnelle Injektion: Atemlähmung, Herzstillstand
Dopamin
Neurotransmitter, biogenes Amin, Catecholamin
- aus L-Tyrosin
fast immer C2-Kette bis NH2 bei allen biogenen Aminen
• peripher (Blutdruck und Niere) und zentral (Neurotransmitter) wirksam
• Mangel an Dopaminwirkung (verminderte Anzahl an funktionstüchtigen dopaminergen Neurone) führt zu Morbus Parkinson (Rigor und Tremor)
• Steuerung der Motorik und Milchproduktion
• Bindung an 5GPCR: D1- (Parkinson), D5-Gruppe (Gs, stimulatorisch) und D2-(Psychosen), D3-, D4-Gruppe (G0, inhibitorisch)
• Zuordnung zu physiologischen und pharmakologischen Wirkungen sind noch unklar
Adrenalin
Hormon, biogenes Amin, Catecholamin
- aus L-Tyrosin
- C2-Kette bis NH2
• peripher wirksam, Hormoncharakter, d.h. Bildung im Nebennierenmark und Freisetzung ins Blut
=> systemische Wirkung!
• Freisetzung bei Stress und körperlicher Belastung
• erhöht Herzfrequenz, steigert Blutdruck, erweitert Bronchien, Erhöhung der Bereitstellung der Energieträger (Glucose, Fettsäuren)
=> erhöht Leistungsfähigkeit des Organismus
• Aktivierung von sog. α1, α2, β1, β2, β3 ( alles G-Protein-gekoppelte Rezeptoren mit unterschiedlichen G Proteinen)
Serotonin, andere Bezeichnung
Neurotransmitter, biogenes Amin
5-HT
- aus L-Tryptophan
- C2-Kette bis NH2
Depression! bei Mangel
• peripher (Thrombozyten, Darm) und zentral (Neurotransmitter) wirksam
• Bindung an 14 GPCR: HT-Rezeptoren (meiste im ZNS), davon 13 GPCR, 1 Ionenkanal
• vielfältige Wirkungen: Thrombozytenaggregation, lokale Vasokonstriktion, Agonisten zur Migränetherapie, wichtiger Schmerzregulator
Melatonin
Hormon der Epiphyse, biogenes Amin lt. Werz
- aus L-Tryptophan
- C2-Kette bis NH2
• Chemisches Dunkelsignal: Schlaf-Wach-Regulation, hohe Konz. in der Nacht, zirkadianer Rhythmus (kein Hypnotikum!)
• Produktion: Zirbeldrüse, Retina, Haut, Monozyten und Thrombozyten, GI-Trakt
• Rezeptoren: MT1 und MT2 (beides Gi-gekoppelte GPCR).
→ MT1: ZNS, Retina, Niere, Ovar, Herzgefäße, Lymphozyten.
→ MT2: ZNS und Retina.
• Funktionen auch im Immunsystem(?)
deutlich lipophiler als Serotonin, da keine ionischen Strukturen vorhanden
Histamin
Neurotransmitter und Hormon, biogenes Amin
- aus L-Histidin
- C2-Kette bis NH2
• peripher (Magenmukosa, allerg. Reaktionen in Haut und Lunge) und zentral (Schlaf/Wachrhythmus, Hormonsekretion) wirksam
• Bindung an 4GPCR: H1 (Allergie, Schlaf/Wach-Rhythmus -> deshalb tritt bei Einnahme von H1-Antihistaminika als NW Müdigkeit auf), H2 (Magensäure -> Ranitidin hemmt H2 -> weniger Magensäureproduktion), H3
(Epilepsie?), H4 (Entzündungen?)
wird bei Heuschnupfen freigesetzt
γ-Aminobuttersäure
Neurotransmitter (inhibitorisch), biogenes Amin
- aus L-Glutaminsäure
• Bindung an 3 Rezeptoren: GABAA-C
- GABAA (EtOH bindet da dran) und GABAC = Chloridkanäle
- GABAB = GPCR (meist im ZNS)
• komplexe Zusammensetzung des GABAA aus 16 verschiedenen UE
• GABAA: Target für Benzodiazepine (α-UE) und Barbiturate (β-UE): verstärken die GABA- Wirkung
Acetylcholin
Adenosin
Neurotransmitter
• Adenosin kommt intra- und extrazellulär vor
• Als extrazellulärer Neurotransmitter: Bindung an GPCRs im ZNS
• Reguliert Schlaf-Wach-Zustand, Schmerzempfindung und Bewegungskontrolle
Adenosin-Rezeptoren:
- A1, A2A, A2B, A3; gehören zu den Purinrezeptoren
- alle im ZNS exprimiert
- A1 und A2A binden Adenosin hochaffin (Ki = 70-150 nM), A2B und A3 niederaffin (5000-6000 nM)
Fluphenazin
Neuroleptikum: Phenothiazin-Derivate mit Piperazin-alkyl-Seitenkette
• basische tertiäre Di-Amine (N-Alky-Piperazin)
• zwar hohe D2 und D3-Präferenz, aber immer noch Affinität zu Histamin und Serotonin-Rezeptoren (NW!)
• OH-Gruppe: Ansatzpunkt für Veresterung => Prodrug und damit Verlängerung der Wirkdauer (s.u.)
deutlich höhere Potenz (15- und 40-fach) gegenüber CPZ
CF3 => erniedrigt die Redoxaktivität und somit die Biotransformation
Bei Perphenazin ist statt der CF3 Gruppe ein Cl
Chlorprothixen
Thioxanthen-Neuroleptikum
• Chlorprothixen ist weniger potent als CPZ
•rel. hohe Affinität zu Histamin- und Serotoninrezeptoren (Sedierung!)
• Z-Isomere sind affiner zum D2-Rezeptor und damit potenter als E-Isomere
• Hydrierung der Doppelbindung führt zum Wirkverlust
• Lichtempfindlich: Bildung von Chlorthioxanthen und Chlorthioxanthon
Clozapin
atypisches Neuroleptikum
keine EPMS- NW
4 Brückenatome bis zum basischen Stickstoff, Di-Benzodiazepin-Struktur
•am 5-HT2 gleich stark oder stärker wirksam als am D2-Rezeptor
• bessere Wirkung auf Minus-Symptome
•„Fast-Off-D2“: niedrige Aff. zu D2 und damit schnelle Dissoziation von D2 Rezeptor
NW: tödlich verlaufende Agranulozytosen
Metabolismus: durch CYP3A4, CYP2D6, CYP1A2
Sulpirid
atypisches Neuroleptikum
Aromat – 4 Brückenatome – basischer Stickstoff
•am 5-HT2 gleich stark oder stärker wirksam als am D2-Rezeptor
• weniger EPMS als typische Neuroleptika
• bessere Wirkung auf Minus-Symptome
•„Fast-Off-D2“: niedrige Aff. zu D2 und damit schnelle Dissoziation von D2 Rezeptor
ganz rechts: Pyrrolidin