EBWL Teil 2

BFH HS13/14

BFH HS13/14


M. B.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Entscheidungstheorie und des Managements. Sie erklären verschiedene Entscheidungsmodelle wie das Bernoulli-Prinzip, die µ-Regel und die Laplace-Regel, sowie deren Anwendung bei Risiko, Unsicherheit und Sicherheit. Die Karteikarten erläutern auch die Elemente des Grundmodells der Entscheidungstheorie, darunter Entscheidungsfelder, Zielsysteme und Nutzenmatrizen. Sie sind besonders nützlich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit unternehmerischen Entscheidungsprozessen und Managementstrategien vertraut machen möchten.
Karten
80
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
26.11.2013 / 27.05.2016

Lernkarten

Nennen Sie die Zielvorstellungen beim

  • normativen Management
  • strategischen Management
  • operativen Management

normativ

  • Entwicklung
  • Lebensfähigkeit

strategisch

  • neue Erfolgspotentiale
  • bestehende Erfolgspotentiale

operativ

  • Erfolg
  • Liquidität

Unter welchen Betriffen lassen sich Vision, Mission und Leitbild zusammenfassen?

normative Ziele (Unternehmenspolitik)

Wie kann man Unternehmensziele auch nennen?

strategische Ziele (strategisches Management)

Unter welchen Betriffen lassen sich Geschäfts- und Funktionsbereichsziele zusammenfassen?

operative Ziele (operatives Management)

Charakterisieren Sie den Begriff Vision

  • Spitze der Zielhierarchie
  • grundsätzlich gehaltene Vorstellung von der künftigen Rolle des Unternehmens
  • weit in die Zukunft gerichtet

Weshalb wandeln sich Unternehmensvisionen?

  • neue od. veränderte Einstellungen der (neuen) Unternehmensleitung
  • Einflüsse Umwelt / Marktentwicklungen

Charakterisieren Sie die Unternehmensmission

Trifft Aussagen zu

  • Unternehmenszweck
  • langfr. Zielen
  • Werte / Verhaltensstandards
  • Strategien

-> bezieht sich auf Gegenwart

Was versteht man unter einem Unternehmensleitbild?

  • fundamentaler und offener Orientierungsrahmen
  • Grundsätze für Verwirklichung Vision / Mission
  • Grundsätze über angestrebte Ziele und Verhaltensweisen

 

Was sind die Funktionen eines Leitbildes?

  • Klärung Selbstverständnis
  • Orientierungsrahmen
  • Erhöhung Entscheidungseffizienz
  • Motivations- und Kohäsionsfunktion

Was sind Geschäftsbereichsziele? Nennen Sie zwei Beispiele.

messbare Ziele mit zeitlicher Abgrenzung

Bsp.: Umsatzziele, Marktanteile

Was sind Funktionsbereichsziele? Nennen Sie auch zwei Beispiele.

deduktive Zielauflösung aus Geschäftsbereichszielen

Bsp.: Festlegung Kostenziele für Fertigungsbereich od. Kapitalbindungsregeln für Lagerhaltung

Was versteht man unter Wertschöpfung?

Schaffen von Mehrwert durch Bearbeitung

Differenz zw. abgegebener und übernommener Leistung

Beschreiben Sie den unternehmerischen Umsatzprozess (Grafik).

siehe auch Skript S. 74

Welches sind die Schritte in einem Problemlösungsprozess?

  1. Analyse Ausgangslage
  2. Ziele
  3. Massnahmen
  4. Mittel (Ressourcen)
  5. Durchführung (Realisierung)
  6. Evaluation Resultate

Welches sind die Steuerungsfunktionen in einem Problemlösungsprozess?

Führung, bestehend aus

  • Planung
  • Entscheidung
  • Aufgabenübertragung
  • Kontrolle

Was versteht man unter einer Entscheidung?

Wahl zw. mind. zwei Alternativen, von denen eine die Unterlassungsalternative sein kann.

Was passiert im betrieblichen Entscheidungsprozess?

Unternehmensziele, Handlungsalternativen und Umweltbedingungen werden analysiert und aufeinander abgestimmt.

Welche zwei Grundrichtungen der betriebswirtschaftlichen Entscheidungstheorie werden unterschieden?

Deskriptive Entscheidungstheorie

  • versucht Grund tatsächlich getroffener Entscheide zu beschreiben
  • Ziel auf Basis dieser Erklärungen künftige Entscheide voraussagen zu können

Normative Entscheidungstheorie

  • Stellt Normen über den optimalen Verlauf von Entscheidungsprozessen auf

Was versteht man unter einer konstitutiven betrieblichen Entscheidung? Nennen Sie auch drei Beispiele möglicher Entscheidungsfelder.

Grundlegende und weit reichende Entscheidungen, die den langfr. Rahmen für alle betrieblichen Folgeentscheidungen festlegen.

Bsp.: Standort, Rechtsform, Zusammenarbeit

Welches sind die Elemente des Grundmodells der Entscheidungstheorie?

  • Entscheidungsfeld
  • Zielsystem
  • Nutzenmatrix

Was versteht man unter dem Aktionenraum?

  • vom Entscheidungsträger beeinflussbarer Teil des Entscheidungsfeldes
  • mind. zwei Aktionen/Handlungsalternativen

-> Aktion/Handlungsalternative kann vom Entscheidungsträger ausgewählt werden (=Vorentscheidung)

Was versteht man unter dem Zustandsraum?

  • vom Entscheidungsträger nicht beeinflussbar
  • umfasst Umweltzustände der Entscheidung

Was versteht man unter der Ergebnisfunktion?

Verknüpfung Aktion und Umweltzustand

-> Ergebnis = unbewertetes Resultat Realisierung Aktion bei bestimmtem Umweltzustand

Was versteht man unter einer Ergebnismatrix?

Darstellung Gesamtheit Ergebnisse als Kombination von Aktionen und Umweltzuständen

Nach welchen Kriterien kann die Auswahl eines Entscheidungsmodells erfolgen?

  • Anzahl Zielsetzungen
    • einfache Zielsetzung
    • mehrfache Zielsetzung
  • Einstellung Entscheidungsträger (Risikopräferenz)
    • risikofreudig -> optimistisch
    • risikoneutral
    • risikoscheu/-avers -> pessimistisch
  • Zeitliche Interdependenzen
    • Statische Entscheidungsmodelle -> unabh. von späteren Folgeentscheidungen
    • Dynamische Entscheidungsmodelle -> Entscheidungssequenzen sind zeitl. nebeneinender zu treffen. Optimale Folge von Entscheidungen ermitteln.
  • Informationsstand
    • Sicherheit -> bekannter Umweltzustand
    • Unsicherheit -> keine Eintrittswahrscheinlichkeit Umweltzustände
    • Risiko -> Eintrittswahrscheinlichkeit Umweltzustände bekannt

 

Nennen Sie die Entscheidungsmodelle bei Sicherheit

  • Einfachzielsetzung
  • Mehrfachzielsetzung

Nennen Sie die Entscheidungsmodelle bei Unsicherheit

  • Maximin-Regel
  • Maximax-Regel
  • Hurwicz-Regel
  • Savage-Niehans-Regel
  • Laplace-Regel

Nennen Sie die Entscheidungsmodelle bei Risiko

  • µ-Prinzip
  • (µ, ð)-Prinzip
  • Bernoulli-Prinzip

Erklären Sie das Verfahren der lexikographischen Ordnung

  • Einfachzielsetzung
  • Entscheidung bei Sicherheit
  • Ziele werden nach ihrem Rang geordnet
  • relevant, wenn bestimmtes Ziel wichtiger als andere ist

Erklären Sie die Zielgewichtung / Nutzweranalyse

  • Mehrfachzielsetzung
  • Ziele werden nach (subjektiver) Gewichtung berücksichtigt
  • Multiplikation Resultate Alternativen mit Zielgewichtung
  • Wahl Alternative mit höchstem Summenwert

Erklären Sie die Maximin-/Wald-Regel

  • beste Worst-Case-Variante
  • Wahl Alternative, die beim ungünstigsten Umweltzustand zum besten Ergebnis führt

Erklären Sie die Maximax-Regel

  • beste Best-Case-Variante
  • Wahl Alternative, die beim günstigsten Umweltzustand zum besten Ergebnis führt

Erklären Sie die Hurwicz-/Pessimismus-Optimismus-Regel

  • Kombination Maximin-/Maximax-Regel
  • Multiplikation Zeilenmaximum mit Einstellung zu Unsicherheit
  • Multiplikation Zeilenminimum mit 1-Einstellung zu Unsicherheit
  • Wahl Aktion mit maximalem Wert
  • Einstellung Unsichereit -> 1 = Risikofreude, 0 = Risikoaversion

Erklären Sie die Savage-Niehans-/Minimum-Regret-Regel

  • Minimierung max. Nachteil aufgr. Falscheinschätzung Umweltzustände
  • Wahl Aktion mit min. Wert

Erklären Sie die Laplace-Regel

  • Entscheidung bei Unsicherheit
  • alle Umweltzustände gleiche Wahrscheinlichkeit
  • Wahl grösste Summe aus mit Wahrscheinlichkeiten gewichteten Zielerträgen

Wann werden Entscheidungen bei Risiko eingesetzt?

  • Umweltzuständen kann bestimmte Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet werden
  • Summe Eintrittswahrscheinlichkeiten immer 100%

Wie können Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt werden?

Objektive Ermittlung

  • theoretische Herleitung od. experimentelle Bestimmung

Subjektive Ermittlung

  • Expertenschätzungen

Erklären Sie die µ-Regel (Bayes-Prinzip)

  • Entscheidung bei Risiko
  • Wahl höchster Erwartungswert µ

Erklären Sie die (µ, ð)-Regel

  • Entscheidung bei Risiko
  • Erweiterung µ-Regel um Risikomasse ð und Risikopräferenzfaktor q
  • Wahl Alternative mit höchstem Wert

Erklären Sie das Bernoulli-Prinzip

  • Entscheidung bei Risiko
  • Einzelergebnisse werden in Nutzenwerte umgerechnet und mit Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet
  • Entscheid nach höchsten Wert ( Erwartungswert Nutzen)

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