EBWL 1

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre


N. L.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Produktions- und Kostentheorie auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Produktionsfaktoren, Formeln zur Bestellmengenplanung, Lagerbestandsmanagement und die Optimierung von Kosten. Selbstständige Unternehmen und Produktionsmanager profitieren davon, um effiziente Produktionsprozesse und kostengünstige Lagerstrategien zu entwickeln.
Karten
125
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
11.10.2013 / 27.05.2017

Lernkarten

Absolute Ziele

Gewinn-, Nutzen-, Vermögens-, Einkommens-, Umsatz- und Absatzmaximierung

Relative Ziele

Rentabilitäts- oder Marktanteilsmaximierung

Minimierungsziel

Kostenminimierung

Gewinn

Gewinn ist durch Geschäftstätigkeit erarbeiteter Nettovermögenszuwachs in Geld. (Erlöse minus Kosten)

Nutzenmaximierung

Bei der Analyse wird zusätzlich die Zeit miteinbezogen, d.h. derselbe Gewinn wird umso höher geschätzt, je früher er eintritt.

Zeitablaufbezogenes Zahlungsgrößenziel

  1. Vermögens-
  2. Einkommensmaximierung

Unterziele

  • Umsatz-
  • Absatz-
  • Marktanteilsmaximierung

Sie ignorieren allesamt, um welchen Preis sie erreicht werden, zb. Produkte verschenken führt zu einem hohen Absatz.

Kostenminimierung

Eine vorgegebene Produktionsmenge mit geringstmöglichen Kosten zu fertigen.

Wirtschaftlichkeit oder Effizienz

Dinge richtig zu tun (Rationalprinzip)

Wirksamkeit oder Effektivität

Die richtigen Dinge zu tun.

Produktivität

Das Verhältnis der mengenmäßigen Ausbringung ( Erzeugung, Produktion) zu einem mengenmäßigen Faktoreinsatz (Rohstoffmengen, Arbeitsstunden).

Unternehmen

Ein offenes, aber zugleich eigenständiges wirtschaftliches und soziales System, welches produktive Aufgaben übernimmt.

Gründungsformen

  • Aufbaugründung
  • Übernahmegründung
  • Selbstständige Gründung
  • Unselbstständige Gründung

Aufbaugründung

  • ohne Verwendung bereits vorhandener Unternehmensstrukturen
  • Neuerstellung wesentlicher Unternehmensbestandteile

(erhebliche Freiräume)

Übernahmegründung

  • Rückgriff auf bestehende Wirtschaftseinheiten
  • Veränderung vorhandener Strukturmerkmale

(gerringere Gestaltungsfreiräume)

Selbstständige Gründung

Das neu gegründete Unternehmen ist rechtlich unabhängig vom bereits existierenden Unternehmen und damit selbstständig.

Unselbstständige Gründung

Gründung einer neuen Wirtschaftseinheit, die entweder nur rechtlich (Tochtergesellsschaft), oder rechtlich und wirtschaftlich (Betriebsgründung), von einem bestehenden Unternehmen abhängig ist.

Basiskombinationen von Gründungsformen

  • Selbstständige Aufbaugründung
  • Selbstständige Übernahmegründung
  • Abhängige Aufbaugründung
  • Abhängige Übernahmegründung

Selbstständige Aufbaugründung

Entstehung eines tatsächlich neuen und selbstständigen Unternehmens.

Selbstständige Übernahmegründungen

Im Extremfall ändert sich nur der Unternehmer, somit steht die Person des Gründers im Mittelpunkt der Betrachtung.

Abhängige Aufbaugründung

Aufbau einer neuen abgrenzbaren Produktionsstätte (Zweigbetrieb) durch ein bestehendes Unternehmen oder eine Gründung einer Tochtergesellschaft.

Abhängige Übernahmegründung

Eingliederung einer bestehenden Wirtschaftseinheit in ein anderes Unternehmen.

(Wechsel der Eigentümerverhältnisse)

Einzelunternehmen

Eine einzelne (natürliche) Person ist der Eigentümer.

  • Kleingewerbetreibender
  • Kaufmann
  • Freier Beruf

Personengesellschaft

Mehrere (natürliche und juristische) Personen schließen sich zu einem gemeinsamen Zweck zusammen.

  • Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • Partnergesellschaft (PartG)
  • Stille Gesellschaft

Kapitalgesellschaft

Sind von der personellen Identität unabhängig und bilden somit eine Körperschaft mit eigener juristischer Personalität.

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Aktiengesellschaft (AG)
  • Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

Phasen der Unternehmensgründung

  1. Vorgründungsphase
  2. Gründungsphase
  3. Frühentwicklungsphase
  4. Amortisationsphase
  5. Expansionsphase

Vorgründungsphase

Unspezifische und visionäre Auseinandersetzung mit der Unternehmensgründung

Am Ende der Phase liegt ein umfassendes Unternehmenskonzept vor, welches konkrete Aussagen über Rechtsform, Standort, Finanzierung und ähnliches Sachverhalten gibt.

Gründungsphase

tatschliche förmliche Unternehmensgründung

  • juristischer Gründungsakt
  • Bereitstellung von Produktionsfaktoren
  • organisatorisch-institutioneller Aufbau des Unternehmens
  • erste Kontakte zu Lieferanten und Kunden
  • Entwicklung des (innovativen) Produktes

Frühentwicklungsphase

  • Abschluss der Entwicklungstätigkeit
  • Beginn der Produktion
  • Markteinführung
  • erste Verkaufserfolge

Amortisationsphase

  • Überschreiten der Gewinnschwelle beginnt
  • Ausbau des Produktions- und Vertriebssystems

Es werden erstmals die kumulierten Auszahlungen von den kumulierten Einzahlungen übertroffen, d.h. es kommt zum verzinsten Rückgewinn der investierten Mittel.

Expansionsphase

Ende des Prozesses

  • andauernder Markterfolg
  • kontinuierliche Unternehmensgewinne
  • Ausweitung des Produktangebots
  • Erschließung neuer Absatzmärkte

Ökonomische Relevanz junger Unternehmen

  • innovationsbezogene Fähigkeiten und somit ein wichtiger Beitrag für den technischen und ökonomischen Fortschritt
  • Verstärkung oder Erneuerung des Wettbewerbs
  • Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen 

Statische Unternehmerfunktion

  • Kapitalgeber/ Kapitalnutzer
  • Oberaufseher/ Kontrolleur
  • Unternehmenseigentümer/ -inhaber
  • Arbeitgeber/ Auslaster der Produktionsfaktoren
  • Empfänger des unternehmerischen Gewinns
  • Träger religiös bzw. ethisch begründeter Wertvorstellungen

Der Unternehmer erhält eine passive und verwaltende Rolle.

Dynamische Unternehmerfunktion

  • Träger wirtschaftlicher Unsicherheit
  • Durchsetzer von Innovationen
  • Wirtschaftlicher Entscheidungsträger
  • Vertragsschließender/ Gründer von Institutionen
  • Verteiler ökonomischer Ressourcen auf alternative Verwendungszwecke

Berücksichtigt ereignisinduzierte bzw. im Zeitablauf stattfindende Veränderungen und gelangt dadurch von einer Struktur- zur Prozessausrichtung. 

  • Wirtschaftlicher Führer/ Industrie- bzw. Wirtschaftskapitän
  • Organisator, Planer und Koordinator
  • Arbitrageur/ Informationsverwerter

Allgemein dynamische Grundfunktionen

  1. Übernahme von Unsicherheit
  2. Durchsetzung von Innovationen (am Markt)
  3. Entdecken und Nutzen von Arbitragechancen
  4. Koordination ökonomischer Ressourcen

Arbitrageformen

  • räumlich (auf getrennten Märkten versch. Preise)
  • zeitlich (Preisunerschiede entlang der Zeitachse)
  • Spekulation (Differenzen zw. gegenwärtigen und zukünftigen Preisen)
  • Innovation ( neues Produkt, neue Produktionsmethode, organisationale Neuerung)

güterwirtschaftlicher Leistungsprozess

  • Beschaffung
  • Produktion
  • Absatz

finanzwirtschaftlicher Prozess

  • Investition
  • Finanzierung

Investition

Auszahlung vor Einzahlung

Finanzierung

Beschaffung von Zahlungsmitteln

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