EBWL 1

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre


N. L.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Produktions- und Kostentheorie auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Produktionsfaktoren, Formeln zur Bestellmengenplanung, Lagerbestandsmanagement und die Optimierung von Kosten. Selbstständige Unternehmen und Produktionsmanager profitieren davon, um effiziente Produktionsprozesse und kostengünstige Lagerstrategien zu entwickeln.
Karten
125
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
11.10.2013 / 27.05.2017

Lernkarten

Bestellmengenplanung

  • eigtl Beschaffungskosten
  • Lagerkosten
  • Fehlmengenkosten

eigentliche Beschaffungskosten

  • unmittelbare Beschaffugskosten (Menge und Einstandspreis der zubeschaffenden Materialien)
  • mittelbare Beschaffungskosten sind von der Bestellhäufigkeit bzw. Bestellanzahl abhängig (bestellfixe Kosten, unabhängig von der Bestellmenge)

Lagerkosten

  • Lagerkostensatz (Zinskosten für das im Lager gebundene Kapital/ Wert des Lagerbestands)
  • bestandsabhängige Kosten (Wartung und Pflege der Lagerbestände)

Fehlmengenkosten

  • fehlendes Material wird durch höherwertiges Material ersetzt (Preisdifferenz=Fehlmengenkosten)
  • Stillstandskosten (Produktionsunterbrechungen, Konventionalstrafen oder entgangene Gewinne aufgrund von Absatzeinbußen)

y (ME)

unbekannte Bestellmenge (Entscheidungsvariable)

KB  (GE)

bestellfixe Kosten (Bestellkosten)

KL  (GE)

Lagerkosten

KM  (GE)

Materialkosten

KT  (GE)

(relevante) Gesamtkosten

Cr  (GE)

bestellfixe Kosten pro Bestellung

Cl  ((GE/(ME-ZE))

Lagerkostensatz pro ME und ZE

Clm  ((GE/(ME*ZE))

bestandsabhängige Kosten der Lagerung pro ME und ZE

i  (100%/ZE)

Kapitalbindungskostensatz pro ZE (Zinssatz)

b  (GE/ME)

Beschaffungskosten pro ME (Einstandspreis)

V  (ME/ZE)

Lagerabgang pro ZE (Verbrauchs- bzw. Bedarfsrate)

T  (ZE)

Länge des Planungszeitraums

R  (ME)=V*T

Lagerabgang in T (Gesamtverbrauch bzw. -bedarf)

n  (1)=(V*T)/y

Zahl der Bestellungen in T (Bestellhäufigkeit)

Lagerkosten (Formel)

KL(y)=LD*Cl*T=Y/2*Gl*T        mit Cl=b*i+Clm

Bestellkosten (Formel)

KB(y)=n*Cr=(R/y)*Cr

Materialkosten (Formel)

KM=b*R                 (konstant)-> nicht entscheidungsrelevant

Gesamtkostenfunktion (Formel)

KT(y)=KL(y)+KB(y)=(y/2)*Cl*T+(R/T)*Cr

Optimale Bestellmenge (klassische Bestellmengenformel)

yopt=Wurzel((2*R*Cr)/Cl*T)=Wurzel((2*V+Cr)/Cl)

Mengensteuerung

  • zu jedem Bestellzeitpunkt t wird eine fixe Bestellmenge y bestellt

oder

  • zu jeden Bestellzeitpunkt t wird die notwendige Menge für den vorgegebenen Lagerbestand (Sollstand) bestellt, um S wieder aufzufüllen

Zeitsteuerung

  • der Bestellzyklus ist gegeben, so dass nach t Zeiteinheiten bestellt wird

oder

  • es wird beim Unterschreiten des Lagerbestands Menge s (Meldebestand) bestellt

(t,y)-Politik

In konstanten Bestellzyklen t0 wird stets die gleiche Materialmenge y0 bestellt.

  • Entfall der Lagerbestandsüberwachung
  • stark schwankende Sollbestände Si durch unterschiedliche Abgänge

(t, S)-Politik

In konstanten Bestellzyklen t0 erfolgt eine Auffüllung des Lagerbestandes auf den Sollbestand S.

  • Bestellmenge yi ist eine variable Größe
  • drohende Fehlmengengefahr
  • hohe bestellfixe Kosten
  • selbst winzige Differenzen zum Sollbestand werden ausgeglichen
  • Lagerbestandsüberwachung entfällt, außer zum Bestellzeitpunkt

(s,y)-Politik

Wenn bei einer Überprüfung des Lagerbestandes ein Unterschreiten bzw Erreichen, eines vorab definerten Meldebestand s, festgestellt wird, dann ist eine Bestellung in y0 Mengeneinheiten auszulösen.

  • konstante Melde- und Bestellmengen
  • unterschiedliche Langen der Bestellzyklen ti
  • unterschiedlicher Sollstand Si nach Wiederauffüllen des Lagers

(s,S)-Politik

Wenn bei einer Überprüfung des Lagerbestandes, ein vorab definierter Meldebestand s erreicht bzw unterschritten wird, dann wird der Lagerbestand bis zum Sollstand S aufgefüllt.

Produktion (Def.)

Produktion ist die Kombination der Elementarfaktoren Arbeit, Material und Maschinen durch die derivativen Faktoren Planung und Organisation zu Zwecke der Leistungserstellung.

Produktionstheorie

  • funktionaler Zusammenhang zwischen Faktoreinsatzmengen (Input) und Ausbringungsmenge Output aufzudecken
  • Modelle darstellen
  • Fundament der Kostentheorie legen
  • Einflussgrößen des Faktorverbrauchs herausarbeiten

(reine Erklärungstheorie)

Kostentheorie

  • rein mengenmäßige Betrachtung
  • Bewertung der Einsatzmengen
  • Gegenüberstellung der mengenmäßigen Ausbringung und dem Faktoreinsatz (Kosten)
  • kostenminimale Lösung finden, um vorgegebene Ausbringungsmengen mit minimalen Kosten zu erstellen

Gesamtproduktivität (Formel)

Verhältnis vom gesamten Output zum gesamten Input

 

pG=M/(r1+r2+.....+rH)

Produktionskoeffizient

PKh=1/ph=rh/M       ¥ h       (ME/FEh)

Er gibt die im Rahmen der gesamten produktiven Kombination zur Produktion einer Mengeneinheit der Ausbringung erforderliche Einsatzmenge des Faktors h an.

Substitutionalität

Produktionsfunktionen, bei denen die eingestzten Faktoren gegeneinander augetauscht werden können, besitzen die Eigenschaft der Substitutionalität.

Somit kann die Minderung eines Faktors durch die Erhöhung eines anderen Faktors ausgeglichen werden.

totale Substitution

Ein Faktor kann vollständig durch einen anderen ersetzt werden.

Die Einsatzmenge eines Faktors kann somit 0 betragen!

(z.B. bei additiv verknüpften Produktionsfaktoren)

periphere Substitution

Der Austausch der Produktionsfaktoren ist nur bis zu einer bestimmten Grenze möglich.

Alle Einsatzmengen müssen somit positiv sein!

(z.B. bei multiplikativ verknüpften Produktionsfaktoren)

Limitationalität

Lassen sich alle Faktoreinheiten nicht gegenseitig ersetzen, liegt Limitationalität vor.

  • effiziente Faktoreinsatzmengen stehen in einer technisch eindeutig determinierten Beziehung zueinander und zur geplanten Ausbringungsmenge
  • Verminderung eines Faktors führt nicht zur Erhöhung eines anderen
  • vermehrter Einsatz vermehrt nicht die Ausbringungsmenge
  • nur durch vermehrten Einsatz aller Faktoren

Niveauproduktionsfunktion

In einer Niveauproduktionsfunktion wird das Einsatzverhältnis der Produktionsfaktoren auf einem konstanten, willkürlich festgesetzten Niveau fixiert.

Cobb-Douglas-Produktionsfunktion

M=c*r1(1/2)*r2(1/4)

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