Lernkarten

Janine Liechti
Karten 69 Karten
Lernende 8 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 23.04.2014 / 22.06.2020
Lizenzierung Keine Angabe
Weblink
Einbinden
0 Exakte Antworten 69 Text Antworten 0 Multiple Choice Antworten

1/69

Fenster schliessen

Heidelberger Katechismus - HG

  • reflektiert nicht die innertrinitarischen Beziehungen, sondern betont die Heilsökonomie
  • der HG ist hier nicht Band zwischen Gott und Jesus, sondern als die intrinsische Verbindung zwischen Christus und den ChristInnen, die innerlich aufs engste durch den Geist nicht nur verbunden, sondern vereint sind:
    • Es ist ein Geist, der in Christus und den ChristInnen wohnt
    • die ChristInnen sind Tempel des HG
    • der HG implaniert die ChristInnen dem Leib Christi
    • gestaltet das LEben der ChristInnen -> Beistand
Fenster schliessen

GSF

Gottes Geist und der Glaube

  • "Im Kraftfeld des Geistes werden Menschen neu und können glauben."
  • "Glauben ist nicht die Eigeninitiative oder Entscheidung eines vernünftigen Subjekts, sondern die Begründung eines Menschen in der Geschichte Gottes, die sich ihm zuspielt, so dass er sie im Glauben als die seine bekennt."
  • Geist als Durchsetzungskraft Gottes ist universal
Fenster schliessen

GSF

das Bekenntnis zur Person des Heiligen Geistes

Begriff einer geistigen Persönlichkeit unverständlich und theologisch falsch

Fenster schliessen

Was macht der Geist in der immanenten Trinität aus? Ist der Geist Anwalt zwischen Gott und Sohn? Tröstet der Geist Sohn und Gott? Lässt der Geist Gott und den Sohn verstehen?

Denn: Gott ist in sich treu, also kann er innerhalb seiner selbst niemand anderes sein, als er in der Beziehung mit uns ist.

Fenster schliessen

Dürfen wir von Gott menschlich sprechen?

Was bedeutet es, wenn ich begeistert bin?

Ja, wegen der Ebenbildlichkeit des Menschen und weil Gott in Christus selbst Mensch geworden ist.

Ich bin begabt, vom Geist erfüllt, motiviert, verstehe meine Begeisterung, getröstet, ich habe eine Anwältin, ich bin kreativ, ich bin beweglich und bewegt, ich bin eine Neue!

Fenster schliessen

Wo in der Theologie wird der H.G. behandelt?

  • Soteriologie
  • Trinitätslehre
  • Lehre von der Heiligen Schrift -> Frage der Inspiration: der H.G. als Urheber der Schrift (traditionell)
  • Lehre von der Kirche und den Sakramenten
Fenster schliessen

Die Gottheit Heiliger Geist - Bibelstellen

  • Gen 1,2: Der Geist Gottes über der Urflut
  • Jes 48,16: "...und nun hat Gott Adonaj mich gesandt und seinen Geist."
  • 1Kor 3,16: "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und Gottes Geist in euch wohnt?"
  • 1Kor 6,19: "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch wirkt und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?"
  • Act 5,3-4: Ananias und Saphira -> Belügen des heiligen Geistes als Belügen Gottes

Wirken des Geistes

  • Mt 28,19-20: Taufe ist in den Namen des dreieinigen Gottes hinein
  • Gal 3,14: Segen und Geist durch den leiblichen Abrahamsohn Jesus von Nazareth für alle Völker
  • 1Petr 1,2: Heiligung durch den hl. Geist
  • Act 9,31: Wachsen der Kirche durch den Beistand des hl. Geistes
  • Joh 14,16: Christus erbittet einen anderen Fürsprecher vom Vater, der für immer bei den JüngerInnen bleiben soll.
  • 1Petr 4,14: "...der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch."
Fenster schliessen

Pneumatologie: AT

  • ruach kann auch in nichttheologischen Zusammenhängen verwendet werden (z.B. Gen. 45: "Geist Jakobs")
  • Wendung "Heiliger Geist" nur an zwei Stellen (Jes. 63, Ps. 51)
  • Wendung "Geist Gottes" an zahlreichen Stellen: 
    - Schöpfungslehre
    - Richterzeit
    - in exilisch-nachexilischer Zeit wurde prophetische Vollmacht wieder als Erlebnis des Geistwirkens verstanden (z.B. Ez. 11)
Fenster schliessen

Pneumatologie: NT

  • Gottessohnschaft Jesu wird mit seinem Geistbesitz begründet
  • bei Paulus wird der Geistbesitz mit der Auferstehung Jesu verbunden; bei Mk. mit der Taufe; bei Mt. und Lk. mit physischem Ursprung
Fenster schliessen
Lizenzierung: Keine Angabe

Andrej Rubeljov, Die Dreifaltigkeit (1. Hälfte 15. Jahrhundert)

 

- immanente Trinität

Fenster schliessen
Lizenzierung: Keine Angabe

der Gnadenstuhl

- aussertrinitarisch

- typische Darstellung für westliche Kirche

Fenster schliessen

Pneumatologie: NT: nach Ostern

 

"Nach Ostern ist es der Geist, der den Zusammenhang zwischen Jesus und denen garantiert, die sich zu ihm bekennen."

 

  • der Geist leitet die Glaubenden auf ihrem Weg zum Leben; er wird sie an die Worte Jesu erinnern; sie unterweisen und zur Wahrheit führen
  • das Bekenntnis zum Herr-Sein Jesu ist nur im Geist möglich
  • der Geistbesitz seinerseits ermächtigt  zu weiterer Verkündung des empfangenen Glaubens
  • wo die vom Geist ermöglichte Verkündigung ihr Ziel erreicht, ist es wiederum ein Werk des H.G. 
Fenster schliessen

Pneumatologie: Was bedeutet der Geistbesitz für den Glaubenden?

  • er ist Christus nahe und durch ihn in die Gemeinschaft mit Gott hineingenommen / in den Herrschaftsbereich Christi
  • der H.G. ist die Erstlingsgabe, deren Besitz schon jetzt auf die zukünftige Auferstehung orientiert 
  • Auferstehung der Gläubigen wird als Werk des Geistes beschrieben
  • das Handeln erhält eine neue Grundlage: die Liebe (höchste der Geistesgaben / erste Frucht des Geistes weil durch sie der Geist im Gläubigen wirkt) 
Fenster schliessen

Pneumatologie: Wann wurde die Gottheit des Heiligen Geistes dogmatisiert?

im Konzil von Konstantinopel 381 

-> Unterstreichen der soteriologischen Funktion der 3. Person der Trinität

Fenster schliessen

Pneumatologie: Streit um die Einführung des filioque ins Glaubensbekenntnis

  • Frage, ob sich die immanent-trinitarische Hauchung des Geistes allein durch den Vater oder durch den Vater und den Sohn gemeinsam vollzieht (ökonomisch-trinitarische Sendung des Geistes in die Welt wurde einvernehmlich Vater und Sohn gemeinsam zugeschrieben)
  • unterschiedliche Auffassungen haben Kirchentrennung von 1053 mitveranlasst
  • das Problem muss vor dem Hintergrund der Trinitätslehre Augustins gesehen werden (-> Eingliederung der Lehre vom Geist in die Christologie)

 

Fenster schliessen

Synonym für Trinität in

  • Westkirche
  • Ostkirche
  • Dreieinigkeit
  • Dreifaltigkeit
Fenster schliessen

Wo befindet sich der Ort des trinitarischen Redens?

im Lobpreis, der Doxologie

Fenster schliessen

Ist die Trinitätslehre unbiblisch?

Nein, auch wenn die Bibel keine explizite Trinitätslehre kennt. Diese entsteht erst in der alten Kirche. Es existieren jedoch parallele Vorstellungen im Judentum. 

Fenster schliessen

Wie konstituiert sich die Trinitätslehre?

aus Hypostasen;

Teile werden versucht in einen Zusammenhang zu bringen:

Bsp. :

NT: 

  • Mt. 28: Taufbefehl
  • 2. Kor. 13: Grussformel
  • 1. Kor. 12: Vielfalt der Begabungen: triadische Formulierung
  • Eph. 4: "ein"...

AT:

  • Gen. 18: Besuch der 3 Männer bei Abraham (A. spricht sie als Herren an)
  • Daniel 3: 3 Männer im Feuerofen
  • Gen. 40: 3 Ranken, 1 Pflanze
  • Gen. 1: "Lasst uns Menschen machen"
Fenster schliessen

Weshalb wurde die Trinitätslehre gebildet?

  • die Ausbildung der Lehre ist die Folge des Bekenntnisses zu Jesus
  • das "Höre Israel (...)" soll eingehalten werden
  • Erfahrungen mit Jesus und mit dem Geist wurden weitergedacht
Fenster schliessen
1

1 Kommentare

  • 07.05.2014
    J. Liechti
    - una substantia -> tres personae
    - Zunächst als Offenbarungsweisen Gottes betrachten und dann den 3 Personen zuweisen.
1

Hypostasen

= allgemein: „Grundlage“, philosophisch: „Seinsstufe“ 

= besondere Präsenzen Gottes

  • der Geist
  • die Weisheit (Spr. 8)
  • die Schechina (Einwohnung, wie Gott mit dem Volk ins Exil geht)
  • der Logos
  • der Name Gottes (Gott ist im Name präsent)
  • Tora
Fenster schliessen

immanente Trinität

bezieht sich auf die Binnenbeziehung Gottes

-> Gott kann in Aussenbeziehung verlässlich sein, da er in sich beziehungserfahren ist

Fenster schliessen

ökonomische Trinität

bezieht sich auf die Aussenbeziehung Gottes

Fenster schliessen

3 Glaubensbekenntnisse

  • das apostolische Glaubensbekenntnis
  • das Bekenntnis zu Jesus als Christus
  • der Geist (wirkt erleuchtend, schafft Gewissheit,...)
Fenster schliessen

Häresie in Bez. auf die Trinität

man kann die 3 überbetonen (Tritheismus), oder aber Gott überbetonen (Monarchianismus: Modalismus, Adoptianismus, Subordinatianismus) 

Fenster schliessen
1

1 Kommentare

  • 07.05.2014
    J. Liechti
    - Bei Beziehungsräumlichkeiten entstehen Räume durch Beziehungen.
1

Perichorese; zwei Aspekte

wechselseitige Durchdringung

  • circumincessio: aufeinander zugehen 
  • circuminsessio: beieinander sein

-> "Ur-Wohngemeinschaft", pure Beziehungsräumlichkeit

Fenster schliessen

die soziale Trinitätslehre

Jürgen Moltmann

"Was im Binnenraum gegeben ist, muss Auswirkungen auf das haben, was gelebt wird"

Fenster schliessen
1

1 Kommentare

  • 07.05.2014
    J. Liechti
    - Innenbeziehung: Gott - Gott
    - Aussenbeziehug Gottes: Gott - Schöpfung (wir Menschen)
    - Beziehung innerhalb der Schöpfung: Mensch - Mensch
1

Zusammenfassung: 3 Ebenenen

  • Innenbeziehung Gottes
  • Aussenbeziehung Gottes
  • Beziehung unterhalb der Schöpfung

diese 3 Ebenen sollen analog sein

Folge: egalitäre Beziehungen, keine Herrschaftslegitimation möglich

Fenster schliessen

Wo wird die Trinitätslehre sichtbar gemacht?

in der Ikonographie -> Unterschiede zwischen West- und Ostkirche

Bsp.:

  • die Dreifaltigkeit von Rublev
  • Mamre: Abraham bewirtet die drei Engel
  • das Vesperbild / Pietà
  • der Gnadenstuhl (steht für Aussenbez.: Platte auf Bundeslade -> Lebenshingabe des Sohnes)
  • Flémallé: Wunde Jesu wird offen gehalten
Fenster schliessen

Ursprungsrelationen

Vater -> Sohn: Gebären und Zeugen

 

 Vater -> Geist (Ostkirche)

 

Vater + Sohn -> Geist ("filioque", nur Westkirche)