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Janine Liechti
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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 23.04.2014 / 22.06.2020
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Synonym für Trinität in

  • Westkirche
  • Ostkirche
  • Dreieinigkeit
  • Dreifaltigkeit
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Wo befindet sich der Ort des trinitarischen Redens?

im Lobpreis, der Doxologie

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Ist die Trinitätslehre unbiblisch?

Nein, auch wenn die Bibel keine explizite Trinitätslehre kennt. Diese entsteht erst in der alten Kirche. Es existieren jedoch parallele Vorstellungen im Judentum. 

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Wie konstituiert sich die Trinitätslehre?

aus Hypostasen;

Teile werden versucht in einen Zusammenhang zu bringen:

Bsp. :

NT: 

  • Mt. 28: Taufbefehl
  • 2. Kor. 13: Grussformel
  • 1. Kor. 12: Vielfalt der Begabungen: triadische Formulierung
  • Eph. 4: "ein"...

AT:

  • Gen. 18: Besuch der 3 Männer bei Abraham (A. spricht sie als Herren an)
  • Daniel 3: 3 Männer im Feuerofen
  • Gen. 40: 3 Ranken, 1 Pflanze
  • Gen. 1: "Lasst uns Menschen machen"
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Weshalb wurde die Trinitätslehre gebildet?

  • die Ausbildung der Lehre ist die Folge des Bekenntnisses zu Jesus
  • das "Höre Israel (...)" soll eingehalten werden
  • Erfahrungen mit Jesus und mit dem Geist wurden weitergedacht
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1 Kommentare

  • 07.05.2014
    J. Liechti
    - una substantia -> tres personae
    - Zunächst als Offenbarungsweisen Gottes betrachten und dann den 3 Personen zuweisen.
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Hypostasen

= allgemein: „Grundlage“, philosophisch: „Seinsstufe“ 

= besondere Präsenzen Gottes

  • der Geist
  • die Weisheit (Spr. 8)
  • die Schechina (Einwohnung, wie Gott mit dem Volk ins Exil geht)
  • der Logos
  • der Name Gottes (Gott ist im Name präsent)
  • Tora
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immanente Trinität

bezieht sich auf die Binnenbeziehung Gottes

-> Gott kann in Aussenbeziehung verlässlich sein, da er in sich beziehungserfahren ist

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ökonomische Trinität

bezieht sich auf die Aussenbeziehung Gottes

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3 Glaubensbekenntnisse

  • das apostolische Glaubensbekenntnis
  • das Bekenntnis zu Jesus als Christus
  • der Geist (wirkt erleuchtend, schafft Gewissheit,...)
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Häresie in Bez. auf die Trinität

man kann die 3 überbetonen (Tritheismus), oder aber Gott überbetonen (Monarchianismus: Modalismus, Adoptianismus, Subordinatianismus) 

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  • 07.05.2014
    J. Liechti
    - Bei Beziehungsräumlichkeiten entstehen Räume durch Beziehungen.
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Perichorese; zwei Aspekte

wechselseitige Durchdringung

  • circumincessio: aufeinander zugehen 
  • circuminsessio: beieinander sein

-> "Ur-Wohngemeinschaft", pure Beziehungsräumlichkeit

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die soziale Trinitätslehre

Jürgen Moltmann

"Was im Binnenraum gegeben ist, muss Auswirkungen auf das haben, was gelebt wird"

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  • 07.05.2014
    J. Liechti
    - Innenbeziehung: Gott - Gott
    - Aussenbeziehug Gottes: Gott - Schöpfung (wir Menschen)
    - Beziehung innerhalb der Schöpfung: Mensch - Mensch
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Zusammenfassung: 3 Ebenenen

  • Innenbeziehung Gottes
  • Aussenbeziehung Gottes
  • Beziehung unterhalb der Schöpfung

diese 3 Ebenen sollen analog sein

Folge: egalitäre Beziehungen, keine Herrschaftslegitimation möglich

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Wo wird die Trinitätslehre sichtbar gemacht?

in der Ikonographie -> Unterschiede zwischen West- und Ostkirche

Bsp.:

  • die Dreifaltigkeit von Rublev
  • Mamre: Abraham bewirtet die drei Engel
  • das Vesperbild / Pietà
  • der Gnadenstuhl (steht für Aussenbez.: Platte auf Bundeslade -> Lebenshingabe des Sohnes)
  • Flémallé: Wunde Jesu wird offen gehalten
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Ursprungsrelationen

Vater -> Sohn: Gebären und Zeugen

 

 Vater -> Geist (Ostkirche)

 

Vater + Sohn -> Geist ("filioque", nur Westkirche)

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Unterschied zwischen Christologie und Trinität?

- Christologie fragt nach Verhältnis von Gottheit und Menschheit in der geschichtlichen Person Jesus.

- Trinität behandelt das Verhältnis Jesus (und des Heiligen Geistes) zu Gott. 

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Was ist die Grundfrage in der Trinität?

Wie kann Gottes Einzigkeit gewahrt bleiben und dennoch das volle Gott-sein des Sohnes und des Heiligen Geistes (Frettlöh: Heilige Geistkraft) behauptet werden?

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Was finden wir in der Bibel zur Trinität und was nicht?

  • keine ausgeführte Trinitätslehre!

 

  • aber: Triadische Formeln und Aussagen über die Göttlichkeit Jesu und des Heiligen Geistes
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  • Was ist das "Comma Johanneum"?
  • Was lässt sich über dessen Echtheit sagen?
  • In 1.Joh 5,7f. steht: "Denn drei sind, die das bezeugen im Himmel: Der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins; und drei sind es, die Zeugnis ablegen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein." -> markiert ist das Comma Johanneum
  • Früher galt diese Stelle als Beleg für eine ausgeführte Trinitätslehre in der Bibel. Im 18. Jh. hat Johann Salomo Semler dies als erster widerlegt. Heute geht man davon aus, dass es sich um eine späteren Zusatz handelt. 
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Triadische Formeln; 4 Beispiele

  • 1Kor 12,4-6: "Es gibt verschiedene Gnadengaben, den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber den einen Gott: Er wirkt alles in allen."
  • 2Kor 13,13: "Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!"
  • Eph 4,4-6: "Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist."
  • Mt 28,19: "Geht nun zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." 
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Hinweise auf Trinität im AT und in frühjüdischer Zeit

AT

  • Die drei Jünglinge im Feuerofen -> Dan 3
  • die drei Ranken, die der Mundschenk des Pharao im Traum erblickt -> Gen 40,9f
  • Abrahams Begegnung mit den drei Männern in Hain Mamre -> Gen 18,1ff

frühjüdische Zeit

  • Nachdenken über Einheit und Dreiheit in Gott
  • Gedanken, dass es Wesen gibt, die zwischen dem (zunehmend) im Jenseits begriffenen Gott und den Menschen vermitteln. 
  • Spekulationen über die Sophia -> Weisheit als personifizierte Botin Gottes oder auch den Logos -> Wort galt als göttliche - wenn auch von Gott unterscheidbare - Grösse. 
  • In Sir 24 wurde die Weiheit mit der Thora gleichgesetzt
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Hinweise auf Trinität im AT und in frühjüdischer Zeit

AT

  • Die drei Jünglinge im Feuerofen -> Dan 3
  • die drei Ranken, die der Mundschenk des Pharao im Traum erblickt -> Gen 40,9f
  • Abrahams Begegnung mit den drei Männern in Hain Mamre -> Gen 18,1ff

frühjüdische Zeit

  • Nachdenken über Einheit und Dreiheit in Gott
  • Gedanken, dass es Wesen gibt, die zwischen dem (zunehmend) im Jenseits begriffenen Gott und den Menschen vermitteln. 
  • Spekulationen über die Sophia -> Weisheit als personifizierte Botin Gottes oder auch den Logos -> Wort galt als göttliche - wenn auch von Gott unterscheidbare - Grösse. 
  • In Sir 24 wurde die Weiheit mit der Thora gleichgesetzt
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Modalismus

  • auch Sabellianismus
  • Wahrung der Einheit und Einzigkeit Gottes
  • Eigenständigkeit von Sohn und Geist = Tritheismus -> wurde als verdeckte Dreigötterlehre angesehen
  • darum: Sohn und Geist = nur Erscheinungsweise / Modi Gottes
  • Aber dann hätte Gott (in seiner Erscheinung als Sohn) selbst am Kreuz gelitten. -> Patripassianismus 
  • Wurde abgelehnt, weil: Gott ist im Jenseits nicht "erreichbar" für Leiden.
  • Aber wenn Gott gar nicht in Christus gelitten hat, dann wäre Jesus nur zum Schein und in einem Scheinleib ein Mensch gewesen. -> Doketismus
  • Wurde auch abgelehnt, weil Wirklichkeit der Menschwerdung nicht angezweifelt wurde. 
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Dynamismus

  • auch Adoptianismus
  • hat Menschwerdung Jesu ernstgenommen
  • Göttlichkeit Jesus eingeschränkt
  • der Mensch Jesus hat erst durch die Taufe den Geist Gottes und damit die göttliche Kraft (DYNAMIS) empfangen. 
  • Bezeichnung Sohn Gottes ist bildhaft zu verstehen -> Gott hat Jesus bei der Taufe adoptiert. 
  • Problem: Unterschied zwischen Jesus, den Propheten und einem mit dem Geist begabten Christen ist unklar. 
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Monarchismus

Modalismus + Dynamismus = Monarchismus

Denn: Die Alleinherrschaft Gottes wird überbetont! 

-> bei Modalismus zu Lasten der Eigenständigkeit Jesus Christus

-> bei Dynamismus zu Lasten der Göttlichkeit Jesus Christus

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Logos-Christologie

  • Idee: Gott ist im Jenseits, wir sind auf der Erde, also braucht es Wesen, die da vermitteln. 
  • Jesus:
    • von Gott stammend
    • mit ihm verbunden 
    • der Welt zugewandtes Wort Gottes
    • hat eine eigenständige Verwirklichungsform des Göttlichen
    • Aber: kann von Gott unterschieden werden!
  • Christus als Logos -> Joh 1,1 ! 
  • enthält aber trotzdem Unterordnung -> Subordinatianismus 
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Interpretation des Bekenntnisses von 381; Überblick

  1. Vater, Sohn und Geist sind wesenseins -> Allen kommt die volle Göttlichkeit zu. Es sind keine 3 Götter, weil die 3 nicht getrennt werden können, sondern sich gegenseitig durchdringen. -> Perichorese
  2. Vater, Sohn und Geist sind eigenständige Verwirklichungsformen des einen Gottes. -> Gott war von Ewigkeit her dreieinig!
    1. immanente Trinität
    2. ökonomische / heilsgeschichtliche Trinität
    • -> aus diesen beiden entstehen nun 2 Betrachtungsmöglichkeiten des trinitarischen Seins und Handelns
    1. Werke der Trinität nach innen (Zeugung des Sohnes durch den Vater, Hauchung des Geistes durch den Vater (und den Sohn -> filioque)
    2. Werke der Trinität nach aussen (Schöpfung, Erlösung, Heiligung)
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Augustins Trinitätslehre

  • Gottes eine Wesenheit (-> Esentia) ist identisch mit den innertrinitarischen Beziehungen.
  • das menschliche Geistesleben weist Entsprechungen zu den innertrinitarischen Relationen auf.
  • Der Heilige Geist geht innertrinitarisch von Vater und Sohn (filioque) aus.
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Trinitätslehre - Schleiermachers Senf dazu ;)

  • wichtig: das göttliche Wesen war in Jesus -> und Christus wohnt "als Gemeingeist" in der christlichen Kirche ein.
  • Gleichheit zwischen der Einheit und der Dreiheit ist nicht möglich. Deshalb kann ein Subordinatianismus nicht vermieden und ein Mittelweg zwischen Mocharchianismus und Tritheismus nicht gefunden werden.
  • Es ist nicht möglich, die kirchliche Trinitätslehre widerspruchsfrei durchzudenken.
  1. wir können weder 3 Personen = 1 Person denken, noch gelingt es uns jede der drei Personen den anderen gleich zu denken. -> wir können uns das ganze nur mit Abstufungen vorstellen. Und wir heben entweder die Einheit hervor oder die drei Personen.
  2. WENN Gott und Sohn unterschieden werden, in dem Gott der ewig Zeugende und der Sohn von Ewigkeit gezeugt ist aber selbst unzeugend, DANN muss die Macht und die Herrlichkeit Gottes grösser sein als die des Sohnes. Und genau gleich ist es natürlich auch beim Geist.

 

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Trinitätslehre - Joest's Meinung und der Zusammenhang mit Schleiermacher

  • Trinitätslehre kein unmittelbarer Inhalt der Offenbarung und kein unmittelbarer Ausdruck des Glaubens
  • Gott: Ist Schöpfer, durch ihn ist Alles, er ist vor und über allem, er will mit dem Menschen zusammensein -> In Sendung Jesu setzt er seinen Gemeinschaftswillen gegen die Verschlossenheit des Menschen durch. In Jesus ist Gott also mit uns, nicht nur über uns. Und weil Gott sich uns verschlossenen Menschen so annimmt, lässt er durch den Heiligen Geist in uns das wirken, was wir selber nicht wirken können.
  • Joest spricht deshalb nicht von 3 Personen sondern von 3 Orten, in die Gott kommt, um in das Zusammensein mit dem Menschen zu kommen. -> Nicht modalistisch verstehen, denn: Gott ist in jedem dieser Orte gegenwärtig und hört nicht auf damit.