HKK


M. K.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKK) auf Universitätsniveau. Sie behandeln Risikofaktoren wie Übergewicht, Alkoholkonsum und Blutdruck, sowie präventive Maßnahmen und deren Auswirkungen auf das Herz und die Gefäße. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsberufe, die sich mit der Prävention und Behandlung von HKK auseinandersetzen.
Karten
16
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Ernährung
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
08.11.2016 / 04.09.2017

Lernkarten

Wie ist der Vergleich der HKK zwischen den Geschlechtern?

siehe Diagramme

  • Angleichung der Sterberate der Geschlechter
  • Frauen rauchen und trinken vermehrt als früher
  • Behandlung in CH rasch und gute Qualität im internationalen Vergleich --> niedrigere Mortalitätsrate bei Hirnschlag, Ischämischer HK als andere EU-Länder
  • In CH: Unterschied zwischen Westschweiz und Deutschschweiz --> in Westschweiz geringere Mortalitätsrate bei Frauen und Männern bei KHK und Hirnschlag --> Westschweizer trinken mehr Alkohol
  • Menschen mit hohem Bildungsniveau sterben seltener an CVD oder Hirnschlag als Menschen mit tiefem Bildungsniveau
  • Männer sterben häufiger an HKK
    • Unterschiedliche Gene --> Unterschied zwischen den Geschlechtern am grössten vor der Menopause --> ab 55 Jahren gleichen sich die beiden Geschlechter an
    • Verhalten --> Frauen leben gesünder --> dieses Verhalten hat sich angeglichen (Rauchen, Adipositas)

Nenne Risikofaktoren für HKK

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

  • Gene
  • Umfeld

Beeinflussbare (Lebensstil) Risikofaktoren

  • Rauchen
    • Verstärkt die Folgen des Alterns
    • Fördert Entzündung und damit Atherosklerose
    • Erhöht den Blutdruck und verschlechtert Cholesterin- und Blutzuckerwerte
    • Verengt Gefässe
    • Macht ungünstige Fettverteilung --> Fett sammelt sich eher viszeral an, subkutanes Fett wird reduziert
  • Bewegungsmangel
    • Fördert Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck
    • Verschlechtert Cholesterinwerte, vor allem gutes HDL Cholesterin
    • Vermindert die Wirkung von Insulin
    • Reduziert den Energiebedarf des Körpers
    • Verschlechtert die Durchblutung
  • Schlechte Ernährung
    • Direkter Einfluss der Nährstoffe auf Blutdruck (Salz), Blutzucker und Blutfettwerte (Zucker)
    • Indirekt über Energieüberschuss und daraus entstehendes Übergewicht
  • Adipositas
    • Fettgewebe nicht nur Speicher
    • Chronsiche Entzündungen im Körper
    • Vermindert Wirkung von Insulin und anderen Hormonen
    • Verschlechtert Blutdruck, -fettwerte, -zucker, Harnsäure
    • Insulinsensitivität ist vermindert bei Menschen mit zu viel Fettgewebe --> funktioniert Insulin nicht mehr gut --> Blutzucker wird beeinflusst, Blutdruck wird erhöht, Blutfettwerte werden schlechter, Harnsäurewerte werden beeinflusst --> Stoffwechselentgleisung durch viszerales Fett und Insulinresistenz
    • Fettverteilung ausschlaggebend

Beeinflussbare (intermedär) Risikofaktoren

  • Bluthochdruck
  • Dyslipidämie
  • Diabetes

kleine Zusammenstellung siehe Tabelle

Wie sind die Risikofaktoren miteinander verknüpft?

siehe Bild

Wie kann der Lebensstil die Risiko- und Schutzfaktoren beeinflussen?

Mediterrane Ernährung

  • Viel Gemüse, Früchte, Nüssen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte
  • Wenig rotes Fleisch
  • Magere Eiweisslieferanten
  • Moderater Alkoholkonsum
  • Wenig verarbeitete Produkte
  • Durst sollte ohne Kalorien gelöscht werden
  • HKK seltener bei Personen, die sich mediterran ernährten

--> Alkohol hat den grössten Einfluss! (siehe Grafik: Alkoholkonsum und Risiko für ischämischen Hirnschlag)

Ähnliche Konzepte, vergleichbar mit mediterraner Diät

  • DASH Diet (gegen Bluthochdruck)
  • Therapeutic Lifestyle Changes (TLC)
  • Harvard Konzept («Willet Pyramide»)
  • Empfehlungen der AHA (American Heart Association)
  • Aktuelle US-Ernährungsempfehlungen
  • Healthy Eating Index (MyPyramide)

Alkohol

  • Moderater Konsum vermindert (wahrscheinlich) das Risiko für Herzinfarkt, denn Alkohol (moderat)
    • verbessert Cholesterin
    • reduziert den Blutdruck
    • vermindert Blutgerinnung
    • senkt den Blutzucker, verbessert Insulinsensitivität (?)
    • enthält sekundäre Pflanzenstoffe (Rotwein)?
  • Moderater Konsum tolerieren (Frauen: 20 – 30 g pro Tag, Männer: 40 – 50 g Alkohol pro Tag)
  • Trinkmuster beachten! (Binge-Trinken ist schädlicher als täglicher Konsum)
  • Abstinente keinen Alkohol empfehlen! --> Sucht, Unfälle, Krebs, Leberzirrhose, Hirnschlag, Nervenerkrankungen (ZNS, PNS), Energiegehalt (Risiko Übergewicht)

Welche ernährungstherapeutischen Massnahmen wirken präventiv auf HKK?

Wie gross ist der Anteil der Massnahmen zur Vermeidung von Herzinfarkten?

siehe Bild

Salzkonsum und HK-Risiko

  • Salz erhöht den Blutdruck bei manchen Menschen
  • Unklar, ob deshalb auch das Risiko für Hirnschlag/ Herzinfarkt steigt
  • Eine Reduktion des Salzkonsums bringt wahrscheinlich nur etwas bei Menschen mit hohem Blutdruck
  • Salzzufuhr zu stark senken (<5g/Tag) könnte negative Folgen haben
  • Erhöht Risiko für Magenkrebs
  • Beeinflusst Essverhalten negativ
  • Zu radikal tiefe Salzzufuhr erhöht das Risiko für HKK wiederum

Nahrungsfasern

  • Senken Risiko für HKK

Nenne die 7 Stufen um das Risiko für HKK zu reduzieren

siehe Bild

Welche Wirkung haben Supplemente auf das Risiko für HKK?

Supplemente

  • Vitamin- und Mineralstofftabletten haben keine präventive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Eine Risiko-Erhöhung kann nicht ausgeschlossen werden, z.B. für Folsäure (und andere B-Vitamine), für Vitamin E (Blutverdünnend, Risiko für roten Hirnschlag erhöhen) oder A
  • Auch Mineralstofftabletten erhöhen möglicherweise das Risiko (Kalzium (siehe Grafik) und Herzinfarkt)
  • Fischölsupplemente sind (bestenfalls) wirkungslos (gemäss RCTs), selbst wenn sie Triglyzeridwerte verbessern können

Fasse die Risikofaktoren zusammen und die Empfehlung bzw. ihre Wirkung auf HKK

siehe Tabelle

CAVE:

  • Werte nicht isoliert anschauen, sondern im Kontext
  • Sinnvolle Anpassung mit Medikamente (bei älteren Menschen den Blutdruck nicht zu weit runter korrigieren)

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