HKK
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Cartes-fiches
Wie ist der Vergleich der HKK zwischen den Geschlechtern?
siehe Diagramme
- Angleichung der Sterberate der Geschlechter
- Frauen rauchen und trinken vermehrt als früher
- Behandlung in CH rasch und gute Qualität im internationalen Vergleich --> niedrigere Mortalitätsrate bei Hirnschlag, Ischämischer HK als andere EU-Länder
- In CH: Unterschied zwischen Westschweiz und Deutschschweiz --> in Westschweiz geringere Mortalitätsrate bei Frauen und Männern bei KHK und Hirnschlag --> Westschweizer trinken mehr Alkohol
- Menschen mit hohem Bildungsniveau sterben seltener an CVD oder Hirnschlag als Menschen mit tiefem Bildungsniveau
- Männer sterben häufiger an HKK
- Unterschiedliche Gene --> Unterschied zwischen den Geschlechtern am grössten vor der Menopause --> ab 55 Jahren gleichen sich die beiden Geschlechter an
- Verhalten --> Frauen leben gesünder --> dieses Verhalten hat sich angeglichen (Rauchen, Adipositas)
Nenne Risikofaktoren für HKK
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
- Gene
- Umfeld
Beeinflussbare (Lebensstil) Risikofaktoren
- Rauchen
- Verstärkt die Folgen des Alterns
- Fördert Entzündung und damit Atherosklerose
- Erhöht den Blutdruck und verschlechtert Cholesterin- und Blutzuckerwerte
- Verengt Gefässe
- Macht ungünstige Fettverteilung --> Fett sammelt sich eher viszeral an, subkutanes Fett wird reduziert
- Bewegungsmangel
- Fördert Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck
- Verschlechtert Cholesterinwerte, vor allem gutes HDL Cholesterin
- Vermindert die Wirkung von Insulin
- Reduziert den Energiebedarf des Körpers
- Verschlechtert die Durchblutung
- Schlechte Ernährung
- Direkter Einfluss der Nährstoffe auf Blutdruck (Salz), Blutzucker und Blutfettwerte (Zucker)
- Indirekt über Energieüberschuss und daraus entstehendes Übergewicht
- Adipositas
- Fettgewebe nicht nur Speicher
- Chronsiche Entzündungen im Körper
- Vermindert Wirkung von Insulin und anderen Hormonen
- Verschlechtert Blutdruck, -fettwerte, -zucker, Harnsäure
- Insulinsensitivität ist vermindert bei Menschen mit zu viel Fettgewebe --> funktioniert Insulin nicht mehr gut --> Blutzucker wird beeinflusst, Blutdruck wird erhöht, Blutfettwerte werden schlechter, Harnsäurewerte werden beeinflusst --> Stoffwechselentgleisung durch viszerales Fett und Insulinresistenz
- Fettverteilung ausschlaggebend
Beeinflussbare (intermedär) Risikofaktoren
- Bluthochdruck
- Dyslipidämie
- Diabetes
kleine Zusammenstellung siehe Tabelle
Wie kann der Lebensstil die Risiko- und Schutzfaktoren beeinflussen?
Mediterrane Ernährung
- Viel Gemüse, Früchte, Nüssen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte
- Wenig rotes Fleisch
- Magere Eiweisslieferanten
- Moderater Alkoholkonsum
- Wenig verarbeitete Produkte
- Durst sollte ohne Kalorien gelöscht werden
- HKK seltener bei Personen, die sich mediterran ernährten
--> Alkohol hat den grössten Einfluss! (siehe Grafik: Alkoholkonsum und Risiko für ischämischen Hirnschlag)
Ähnliche Konzepte, vergleichbar mit mediterraner Diät
- DASH Diet (gegen Bluthochdruck)
- Therapeutic Lifestyle Changes (TLC)
- Harvard Konzept («Willet Pyramide»)
- Empfehlungen der AHA (American Heart Association)
- Aktuelle US-Ernährungsempfehlungen
- Healthy Eating Index (MyPyramide)
Alkohol
- Moderater Konsum vermindert (wahrscheinlich) das Risiko für Herzinfarkt, denn Alkohol (moderat)
- verbessert Cholesterin
- reduziert den Blutdruck
- vermindert Blutgerinnung
- senkt den Blutzucker, verbessert Insulinsensitivität (?)
- enthält sekundäre Pflanzenstoffe (Rotwein)?
- Moderater Konsum tolerieren (Frauen: 20 – 30 g pro Tag, Männer: 40 – 50 g Alkohol pro Tag)
- Trinkmuster beachten! (Binge-Trinken ist schädlicher als täglicher Konsum)
- Abstinente keinen Alkohol empfehlen! --> Sucht, Unfälle, Krebs, Leberzirrhose, Hirnschlag, Nervenerkrankungen (ZNS, PNS), Energiegehalt (Risiko Übergewicht)
Welche ernährungstherapeutischen Massnahmen wirken präventiv auf HKK?
Wie gross ist der Anteil der Massnahmen zur Vermeidung von Herzinfarkten?
siehe Bild
Salzkonsum und HK-Risiko
- Salz erhöht den Blutdruck bei manchen Menschen
- Unklar, ob deshalb auch das Risiko für Hirnschlag/ Herzinfarkt steigt
- Eine Reduktion des Salzkonsums bringt wahrscheinlich nur etwas bei Menschen mit hohem Blutdruck
- Salzzufuhr zu stark senken (<5g/Tag) könnte negative Folgen haben
- Erhöht Risiko für Magenkrebs
- Beeinflusst Essverhalten negativ
- Zu radikal tiefe Salzzufuhr erhöht das Risiko für HKK wiederum
Nahrungsfasern
- Senken Risiko für HKK
Welche Wirkung haben Supplemente auf das Risiko für HKK?
Supplemente
- Vitamin- und Mineralstofftabletten haben keine präventive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Krankheiten
- Eine Risiko-Erhöhung kann nicht ausgeschlossen werden, z.B. für Folsäure (und andere B-Vitamine), für Vitamin E (Blutverdünnend, Risiko für roten Hirnschlag erhöhen) oder A
- Auch Mineralstofftabletten erhöhen möglicherweise das Risiko (Kalzium (siehe Grafik) und Herzinfarkt)
- Fischölsupplemente sind (bestenfalls) wirkungslos (gemäss RCTs), selbst wenn sie Triglyzeridwerte verbessern können