Digestionstrakt MGL450
Ausbildung NHP
Ausbildung NHP
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Lernkarten
Wie schützt sich der Magen vor der Selbstverdauung?
- Muzin (Schleim): von Oberflächen- sowie Nebenzellen gebildet
- Bicarbonat von Oberflächenzellen, wodurch Salssäure in Wandnähe neutralisiert wird
- intakte Zellwand durch gute Schleimhautdurchblutung
Regulierung der Magenbewegungen
- mechanisch:
- durch Dehnungsreiz werden intramurale Nervengeflechte aktiviert, die reflektorisch Bewegungen verstärken
- nerval
- Parasympathikus fördert über den N. Vagus Magenbewegung, Sympathikus hemmt sie
- humoral
- mittels Hormonen über Blutweg
- Gastrin: fördert nicht nur Magensaftproduktion, sondern auch Bewegung
- Sekretin und Cholezystokinin-Pankreozymin aus dem Dünndarm gelangen, bei zu hohem Füllungsdruck in diesem, auf dem Blutweg in den Magen und hemmen Entleerung
In welchen Darmmabschnitten befinden sich die
Peyer-Plaques, Lieberkühn- und Brunner-Drüsen
- Peyer-Plaques vornehmlich in den letzten Abschnitt des Ileums und im Coecalpol/ Appendixabgang
- Brunner-Drüsen nur im Duodenum (Submucosa, produzieren Schleim
- Lieberühn-Drüsen zwischen den Darmzotten, enthalten schleimbildende, hormonbereitende, sowie Regenerationszellen
Was versteht mn unter Chymus und was unter Chylus?
- Chymus: Speisebrei
- Chylus: Milchsaft der Dickdarmlymphgefässe
Wodurch unterscheidet sich die Regulation der Darmbewegung
von derjenigen der Magenbewegung?
- Dünndarmbewegung wird eher motorisch und reflektorisch = autonom gesteuert im Gegensatz zu den komplexen Regulationsmechanismen (mechanisch, nerval und humral) des Magens
6 Inhaltsstoffe des Stuhls (Faeces)
- 75% Wasser
- unverdaute, teils zersetzte Nahungsreste (vorwiegend Zellulose)
- Bakteren (bis zu 8%)
- ausgestossen Epithelzellen der Darmschleimhaut, Schleim
- Entgiftungsprodukte (Pharmaka, Giftstoffe und deren Abbauprodukte, andere Stoffwechselendproduute)
- Farbstoff (Sterkobillin)
- Geruchsstoffe (bakterielle Gärungs- und Fäulnisprodukte)
Aus welchen Quellen können Darmgase stammen?
- verschluckte Luft
- Bildung im Darm durch den bakterillen Abbau von Nahrungsbestandteilen
- Blutgase, die in das Darmlumen hinein diffundiert sind
Anatomische und funktionelle Enteilung der Bauchspeicheldrüse
- Anatomisch:
- Pankreaskopf
- Pankreasköper
- Pankreasschwanz
- Funtkionell:
- exkretorischer Drüsenanteil: Verdauungssekret
- inkretorischer Drüsenanteil: Langerhans-Inseln- Hormone
Aufbau "Inselorgan"
- inkretorischer Drüsenanteil der Bauchspeichldrüse (2%)
- hormonbereitende Zellen- finden sich in Gruppen zusammen = Langerhans-Inseln
- gesamthaft dieser = "Inselorgan"
6 Inhaltsstoffe des Bauchspeichels
- Wasser
- Bicarbonat (pH 8 - 8.4)
- Verdauungsenzyme:
- einweissspaltende Ezyme: z.B. Tripsinogen, Chymotrypsinogen
- fettspaltende Enzyme: z.B. Pankreaslipase
- kohlenhydratspaltende Enzyme: z.B. Amylase
- nukleinsäurespaltende Enzyme: z.B. Ribonuklease
Wirkung von Gastrin, Sekretin und Pankreozymin-Cholezystokinin
auf die Verdauung
- Gastrin:
- Erhöhung der Magensaftproduktion
- Sekretin:
- regt die Bauchspeicheldrüse zur Bildung eines stark alkalischen, aber enzymarmen Sekrets an
- hemmt im Magen die Salzsäureproduktion
- fördert inder Leber die Gallenproduktion
- Pankreozymin-Cholezystokinin- CCK
- regt Pankreas zur Bildung eines ezymreichen Sekrets an
- regt Gallenblase zur Kontraktion an
Cholerese
- Steigerung der Gallenproduktion in den Leberzellen durch Sekretin
Cholekinese
- Cholezystokinin-Pakreozymin bewirkt, dass die Gallenblase kontrahiert und der Sphincter oddi erschlafft = Cholekinese
- so kann der gespeicherte Gallensaft ins Duodenum abgegeben werden
Intermediärstoffwechsel
- = Zwischenstoffwechsel
- alle zwischen Assimilation (Anabolismus) und Dissimilation (Katabolismus) liegenden Stoffwechselvorgänge
- Umbau einer körpereigenen Substanz in eine andere
Charakterisiere die Ausgestaltung des Zungenrückens in einigen Sätzen:
Der Zungenrücken hat im Gegensatz zur glatten Zungenunterseite eine ausgesprochen raue Oberfläche. Diese mechanisch notwendige Rauhaut wird durch warzen- und stachelförmige Zungenpapillen erreicht.
Beschreibe das Prinzip der zwei Zahngeneration mit einigen Sätzen.
Die Schneide- und Eckzähne sind nur etwas kleiner, sonst aber ähnlich gebaut wie die entsprechenden Zähne des Erwachsenen. Die folgenden Zähne hingegen gleichen den Molaren des Erwachsenen und heissen deshalb Milchmolaren. Beim Zahnwechsel werden sie aber nicht durch die Molaren, sondern durch die Prämolaren ersetzt. Die Molaren des Erwachsenen entstehen als sog. "Zuwachszähne" weiter hinten im Kiefer.
Gib die prozentuale Speichelmenge und Speichelarten der drei grossen Speicheldrüsen.
Ohrspeicheldrüse Glandula parotis: seröses Sekret 25%
Unterkieferdrüse Glandula submandibularis: sero-muköses Sekret 70%
Unterzungendrüse Glandula sublingualis: zähes, muköses Sekret 5%
Wie findet die Regulation der Speichelsekretion statt?
Auch ohne Nahrungsaufnahme findet stets ein geringer Speichelfluss statt (ca. 07 Liter/Tag), welcher der Selbstreinigung der Mundhöhle dient. Druch Berührung der Mundschleimhaut mit Nahrung, aber auch durch den blossen Anblick, Geruch oder die Vorstellung von Speisen wird die Speichersekretion reflektorisch gesteigert. (Das Wasser fliesst einem im Mund zusammen)