Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über den menschlichen Verdauungstrakt, insbesondere die Anatomie und Physiologie der Leber, des Dünndarms und des Magens. Sie behandeln Themen wie die Regulation der Speichelsekretion, die Zusammensetzung des Bauchspeichels und die Aufgaben des Bauchfells. Medizinische Fachkräfte und Studierende profitieren von den detaillierten Erklärungen zu Enzymen, Hormonen und den komplexen Prozessen der Verdauung, einschließlich der Regulation von Magen- und Darmbewegungen.
Karten
110
Lernende
20
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.09.2016 / 24.01.2025

Lernkarten

Symbiose

  • Zusammenleben von zwei Organismenarten, bei dem beide voneinander profitieren

Gärung (Fermentation)

  • anaerober Abbau von Kohlenhydraten durch Bakterien
  • es entstehen vorwiegend saure Zwischen- und Endprodukte

Fäulnis

  • anaerober Abbau von Proteinen durch Bakterien
  • es entstehen vorwiegend basische Endprodukte

Warum profitieren Darmbakterien und der Körper voneinander?

  • einerseits ernähren sich die Mikroorganismen von den Nahrungsbestandteilen des Darminhalts, andererseits liefern sie dem menschlichen Körper die Abbauprodukte ihres Stoffwechsels
    • bilden kurzkettige Fettsäuren
    • produzieren Vitamine (z.B. Vit. K)

4 Bakterien des  Darmes

  • Escheria coli
  • Enterococcen
  • Bifidusbakterien
  • PILZ: Candida albicans

Ungefähre Flüssigkeitsmenge die täglich in den Digestionstrakt abgegeben werden?

  • Nahrung: 2000ml
  • Speichel: 1000ml
  • Magensekret: 2000ml
  • Pankreassekret: 1000ml
  • Galle: 700ml
  • Jejunum: 1800
  • Ileum: 500ml
    • ⇒ insgesamt: 9000ml

Ungefähre Flüssigkeitsmenge die im Dünndarm und Dickdarm rückresorbiert bzw. ausgeschieden werden?

  • Jejunumu: 5000ml
  • Ileum: 2900ml
  • Colon: 1000ml
  • Ausscheidung: 100ml
    • ⇒insgesamt 9000ml

Vorgang der Stuhlentleerung (Defäkation)

  • Längsmuskulatur des Rectums kontrahiert, quergestellten Falten glätten sich, Darm verkürzt sich
  • der obere, unwillkürliche sowie der untere, willkürliche Schliessmuskel erschlaffen
  • die Ringmuskulatur treibt - unterstützt von der Bauchpresse - den Stuhlgang aus dem After

Welche Häufigkeit der Darmentleerung ist normal?

  • individuell verschieden
  • zwischen 3x tgl. - 3x wöch.

Aufgaben des Pankreas

  • exokrin: Produktion eines alkalisches Sekrets mit Verdauungsenzymen- Abgabe in den absteigenden Teil des Duodenums
  • endokrin: Produktion von Hormonen (Insulin und Glukagon) in Langerhans Inseln, direkt ins Blut, für Regulation des Kohlenhydratstoffwechsels

Unterscheidung Glukagon und Glykogen

  • Glykogen: Polysaccharid (Speicherform von Kohlenhydraten)
  • Glukagon: Hormon des Pankreas (Regulation des Kohlenhydratstoffwechsels)

Lage der Leber (Hepar)

  • im re. Oberbauch, unter der re. Zwerchfellkuppe, zum Grossteil von Thorax bedeckt
  • untere Leberrand folgt bis zur Medioclavicularlinie dem  unterer Rand des Rippenbogens, zieht dann schräg aufwärts zum li. Oberbauch

Leberlappen

  • rechter
  • linker
  • quadratischer (liegt neben der Gallenblase)
  • geschwänzter Leberlappen

Welche Gefässe und Nerven treten in die Leberpforte ein bzw. aus?

  • in die Leber:
    • Leberarterie (A. hepatica)
    • Pfortader (V. portae)
    • autonome Nervenfasern
  • aus der Leber:
    • zwei Lebergallengänge (Ductus hepaticus dexter und sinister)
    • Lymphghefässe
    • autonome Nervenfasern

von welchen beiden Quellen erhält die Leber ihr Blut?

  • 75 % über Pfortader (venös- sauerstoffarm)
  • 25% aus der Leberarterie (sauerstoffreich)

Blutgefässsystem der Leber

  • venöses Wundernetz
  • doppeltes Kapillarnetz: über die Pfortader können bestimmte Stoffe direkt zur Leber gebracht werden, Leberarterie versorgt die Leber mit Sauerstoff und Nährstoffen
  • kleinste Einheit der Leber: Leberläppchen -Lubuli hepatis-

Definition Pfortader

  • kurzes venöses Blutgefäss
  • entsteht aus der Vereinigung der grossen Eingeweidevenen
  • führt zur Leberpforte
  • führt venöses und nährstoffreiches (aus den Bauchorganen) Blut direkt zur Leber
  • Stoffe können direkt verarbeitet werden

Definition Portakavale Anastomosen

  • Verbindungsvenen der Pfortader, die ihr Blut der oberen bzw. unteren Hohlvene zuführen (Oesophagus-, Bauchwand-, Rektalvenen)
  • wenn Pfortader infloge krankhafter Leberveränderungen gestaut ist, gelangt ein Teil des venösen Blutes über die portavakalen Anastomosen
  • Folge: krampfaderähnliche Erweiterungen dieser Verbindungsvenen (z.B. Oesophagusvarizen, äussere Hämorrhoiden, "Medusenhaupt"- Hautvenen in der Bauchdecke)

Gallenblase (Vesica fellea)

  • Sammelbehälter für die in der Leber produzierte Galle (Fassungsvermögen 30-50ml)
  • 10cm langer, birnenförmiger Sack an der Leberunterseite
  • dickt die von der Leber produzierte Galle von tgl. 500ml ein zur Speichererhöhung

Aufgabe der Gallenblase

  • Speicherung der in der Leber produzierten Galle (500ml) und Eindickung durch Wasserentzug zur Erhöhung der Speicherkapazität (30-50ml)

 4 Aufgaben der Leber

  • Entgiftungsfunktion
    • Ab- bzw. Umbau von körpereigenen und körperfremden Stoffen
  • Stoffwechselfunktion
    • Verarbeitung der aus dem Darm aufgenommenen Nährstoffe durch Abbau und Umbau oder Speicherung
  • Aufgaben für Blut und Kreislauf
    • Blutspeicherung, Blutbildung, Blutgerinnung, Blutabbau
  • Gallenproduktion
    • für Fettverdauung

Der Weg der Galle von der Leber bis in den Dünndarm

  • Leber produziert 0.5 - 1 L Galle täglich
    • wird über den Gallengang in den Zwölffingerdarm abgegeben
    • wenn kein Fett gegessen wird, ist der Schließmuskel an der
    Mündungsstelle in den Zwölffingerdarm geschlossen - Galle wird
    zurückgestaut und gelangt über den Gallenblasengang in die
    Gallenblase

6 Inhaltsstoffe der Galle

  • Wasser
  • Mineralstoffe
  • Fettsäuren, Cholesterin, Lecithin
  • Gallensäuren, Gallenfarbstoffe
  • verschiedene weitere fettlösliche Substanzen (z.B. Soffwechselendprodukte, Steroidhormone, Medikamente)

Aufgabe der Gallensäuren im Dünndarm

  • Fettemulgierung, d.h. Fett wasserlöslich machen
  • Resorption von fettartigen Stoffen
  • Spaltung der Phospholipide (Lecitin)
  • hemmen Magensaftproduktion

Abbau der drei Nährstoffgruppen im Verdauungskanal

  • KH:

    • Mund: Amylase

    • Dünndarm: Amylase aus Pankreas, Disaccharidasen spalten Disaccharide in Monosaccharide

  • Fette:

    • Magen: mechanische Emulgierung

    • Dünndarm: Gallensäuren, Pankreaslipase spaltet Neutralfette

  • Proteine:

    • Magen: Salzsäure denaturiert Proteine und aktiviert Pepsinogen, Pepsin spaltet Proteine in kleinere Bruchstücke

    • Dünndarm: Trypsinogen und Chymotrypsinogen aus Pankreas werden durch Enterokinase aktiviert und spalten Proteine weiter auf, Dipeptidasen aus Dünndarm spalten Dipeptide zu Aminosäuren auf

Wohin werden die versch. Einfachbausteine der drei Nährstoffgruppen resorbiert

  • KH -> Monosaccharide aus Dünndarm in Blutgefässe zu Pfortader

  • Fette -> Neutralfette aus Dünndarm in Lymphgefässe, linker Venenwinkel in Blutkreislauf - wasserlösliche Spaltprodukte gelangen direkt in die Blutgefässe zu Pfortader

  • Proteine -> Aminosäuren durch Dünndarmwand in Pfortader

Definition Metabolismus, Anabolismus, Katabolismus

  • Metabolismus (Stoffwechsel): Gesamtheit der chemischen Auf-, Ab- und Umbauvorgänge, welche die resorbierten Nährstoffe in den Körperzellen durchlaufen
  • Anabolismus: Aufbaustoffwechsel (Assimilation)
  • Katabolismus: Abbaustoffwechsel (Dissimilation- dient der Energiegewinnung)

Wandaufbau des Verdauungskanals

  • 4 Wandschichten
  1. Schleimhaut (Mucosa)
    • Aufnahme
  2. Bindegewebige Verschiebeschicht (Submucosa) mit Nervengeflechten und Blutgefässe
  3. Muskelschicht (Muscularis)
  4. Bindegewebiger Überzug (Adventitia oder Serosa mit Bauchfellüberzug)

Was sind Enzyme

  • Beschleunigung hochspezifischer Funktionen ohne Selbstverbrauch

Definiton Hormone

  • Botenstoffe aus Eiweiss oder fettartig (Steroid)
  • in endorinen Drüsen gebildet
  • erreichen besimmten Zielort über Blutweg
  • haben dort ganz bestimmte Wirkung
  • Sonderfälle:
    • Gewebehormone: parakrin, direkte Wirung auf Lokalumgebung (Bsp. Histamin)
    • gastrointestinale Hormone (Bsp. Gastrin)

Zähne (Dentes)

Welche Sekrete produzieren die drei Magendrüsen?

  • Kardialdrüsen (Schlimdrüsen)
  • Pylorusdrüsen (Scheimdrüsen und gasrinproduktion)
  • Hauptdrüsen (Magensaftproduzent aus 3 unterschiedlichen Zellarten)
    • Nebenzellen (Muzinschleim)
    • Belegzellen (Salzsäure)
    • Hauptzellen (Pepsinogen)

Nenne drei Aufgaben der Salzsäure (HCl) im Magen

  • Denaturierung Proteine,
  • Vernichtung Bakterien,
  • Aktivierung Enzyme: Pepsinogen ⇒ Pepsin

Mesenterium

  • Aufhängeband der intraperitonealen Dündarmabschnitte

Mesocolon

  • Aufhängeband der intraperitonealen Dickdarmabschnitte

Nervengeflechte der Dünndarmwand

  1. Plexus submucosus (Meissner Plexus) liegt in der Submucosa und innerviert die Schleimhaut
  2. Plexus myentericus (Auerbach Plexus) liegt zwischen der Längs- und Ringmuskelschicht (Muscularis) und innerviert diese

Grosses und kleines Netz

-Omentum majus und minus-

  • Kleines Netz -Omentum minus-
    • Aufhängeband das die kleine Kurvatu des Magns und den Anfangsteil des Zwölffingerarms mit der Leber verbindet
    • dahinter befindet sich ein vom Bauchfell ausgekleideter Hohlraum, die Netztasche -Bursa omentalis-
  • grosses Netz -Omentum majus-
    • bauchfellfalte, die von der grossen kurvatur ´des Magens , diese mit dem Quercolon verbindet  und dann schürzenförmig vor den Darmschlingen herabhängt

Aufgaben des Bauchfells

  • zwischen den einzelenen Bauchfellblätern befindt sich ein kapillarer Spaltraum mit seröser Flüsigekit
  • dieser ermöglicht das reibungslose gleiten der inneren Organe zueinander bei unerschiedlichem wechslendem Füllungszustand

Beziehung der Bauchorgane zum Bauchfell

-intra-, retro- und extraperitoneale Organe-

  • intraperitoneal: (Ganz vom Bauchfell ausgekleidet)
    • Magen
    • Leber
    • Milz
    • Teile des Dünndarm (Jejunum und Ileum)
    • Teile des Dickdarm (Appendix, Colon transversum, Colon sigmoideum
  • retroperitoneal: (nur an ihrer Vorderfläche vom Bauchfell überzogen)
    • Bauchspeicheldrüse
    • Teile des Dünndarms (Duodenum)
    • Teil des Dickdarms (Coecum, Colon ascendens und descendens, oberer Teil des Retums)
    • Harnleiter und Hrnblase
    • Aorta und Vena cava inferior
  • extraperitoneal
    • Teile des Dickdarms (unterer Teil des Rektums)
    • Nieren und Nebennieren
    • Prostata
    • Uterus

Bauchregionen

Lernen