Differentialdiagnostik - Notfallmedizin

Differentialdiagnostik - Notfallmedizin

Differentialdiagnostik - Notfallmedizin


T. Z.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Differentialdiagnostik in der Notfallmedizin für Studierende. Sie decken wichtige Themen wie Hypoglykämie, Verbrennungen, Atemnot und Schocklagen ab. Besonders nützlich für Medizinstudierende, die sich auf Notfälle vorbereiten, da sie Symptome, Ursachen und Maßnahmen detailliert erklären.
Flashcards
65
Students
10
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
10.11.2013 / 25.04.2022

Flashcards

Maßnahmen bei Myokardinfarkt

- Notarzt rufen

- Lagerung Ok hoch, evtl. Herzentlastung Beine runter

- Immobilisieren, Warmhalten

- Pulsoxy, RR, AF messen

- Minderung von Stresshormonen, Betreuung

- Gabe von Nitrospray als DD Angina pectoris

-> 2 Hube erweitert die Gefase

-> Angina pectoris Pat. geht es sofort besser

-> hilft es nicht braucht Pat. evtl. Herzkatheter (Gefase, Thrombus…)

Schockformen

- hypovolamisch = Volumenmangel = vermehrter Blutverlust, Wasserverlust

- kardiogen = Pumpversagen z.B. Herzinfarkt

- neurogen = Ruckenmark- oder Schadelhirntrauma

- septisch = generalisierte Infektion

- anaphylaktisch = Allergie

Warum ist ein Schock so gefährlich?

Teil 1:

- Zentralisation -> Reduktion des O2- Angebotes v.a. i.d. Peripherie

- anaerobe Glykolyse in unterversorgten Zellen -> hohe Laktatbildung -> hohe Abgabe in Extrazellularraum

- Vasodilatation an den kontrahierten Arteriolen aber nicht an den Venolen! -> mehr Blut in der Peripherie -> erhohter Filtrationsdruck -> hohe Extravasation

- Aufbrechen der Zentralisation -> der bis hierher kompensierte Blutdruck sinkt nun deutlich → Eindicken des Blutes → Stillstand des Blutflusses in den Kapillaren

- Blockade der kapillaren Strombahn -> langsamer Blutfluss -> Geldrollenphanomen der Erythrozyten -> Aktivierung der Gerinnung

 

 

Warum ist ein Schock so gefährlich?

Teil 2:

- Disseminierte intravasale Gerinnung in fast der gesamten Blutbahn -> rascher Verbrauch der Gerinnungsfaktoren

- Verbrauchskoagulopathie -> durch Kapillarschadigung diffuse Blutungen in allen Organen + Gehirn

- Ausbildung einer „Schockniere“ -> Nierenversagen, „Schocklunge“ -> Lungenversagen d.h. Multiorganversagen

Zusammenfassend Definition Schock:

= Kreislauffunktionsstorung mit lebensbedrohlicher O2- Unterversorgung von Organen und hypoxisch- metabolischer Schadigung der Zellfunktion durch eine absolute oder relative Verminderung des zirkulierenden Blutes.

Symptome für eine Schocklagerung

- HF uber 100

- RR unter 100

- AF mehr als 20/ Min.

Zeichen Volumenmangel:

- blasse Haut

- kollabierte Venen

- Pat. mochte liegen

- Schwindel beim Aufrichten

- Exsikose (Hautfalte abheben als Test)

Lagerung:

- RL, Beine hochgelagert

Kontraindikationen für Schocklagerung

→ kardiales Geschehen =

- Zyanose an Lippen, Nase, Fingerspitzen

- gestaute Halsvenen

- Pat. mochte aufrecht sitzen

- Kurzatmigkeit

- Beklemmung im Brustkorb

- Sprechen fallt schwer

Lagerung:

- OK- Hochlagerung

→ Atemnot

→ Schlaganfall, SHT, Hirnblutung

Leitsymptom Ateminsuffizienz

- Dyspnoe (Luftnot)

Definition Orthopnoe

= Dyspnoe im Liegen, bessert sich im Sitzen d.h. lagerungsabhangig

- z.B. Herzpatienten, Einsatz Atemhilfsmuskulatur

Definition zentrale Zyanose, Messung

Definition:

= ein zentral ausgeloster Sympathikotonus d.h. Adrenalinzeichen treten auf

HF steigt

Blutdruck steigt

Schweisausbruch

Unruhe bis Panik

Mydriasis (weite Pupillen)

Messung:

- HF

- RR

- AF

Ursachen Dyspnoe

- pulmonal d.h. erhohte Atemarbeit

-> obstruktive Ventilationsstorung d.h. Atmen gg. erhohten Widerstand, z.B. Asthmaanfall, chron. Bronchitis, COPD

-> restriktive Ventilationsstorung d.h. Beluftung durch verminderte Dehnbarkeit/ Lungenelastizitat/ Thoraxelastizitat gestort z.B. Lungenfibrose, Lungenodem

- cardial z.B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt

- zentral d.h. Atemantrieb im Atemzentrum des Hirnstamms gesteigert

-> O2- Mangel (z.B. Anamie)

-> CO2- Anstieg (z.B. behinderte AA)

-> psychogen (z.B. Hyperventilation)

- Allergie

Definition Lungenembolie

= Verschluss einer Lungenarterie durch Einschwammen eines abgelosten Thrombus, meistens aus Bein- oder Beckenvenen

3 Phasen:

- Verschluss A. pulmonalis -> Rechtsherzversagen

- Totraumeffekt -> Arterielle Hypoxamie mit Myokardischamie d.h. li. Vorhof wartet auf Blut

- Vorwartsversagen -> Kreislaufschock

Akute Symptomatik:

- Dyspnoe/ Tachypnoe und Tachykardie

- Thorax-/ Rucken-/ Bauchschmerz

- Angst, Panik, Beklemmungsgefuhl, Schweisausbruch, Zyanose

- Husten

- Synkope, Schock

Symptome Pneumothorax

Defintion:

= Luftansammlung im Pleuraraum, wodurch das interpleurale Vakuum aufgehoben wird -> Kollaps der betroffenen Lungenanteile

Symptome:

- Atemnot, Tachypnoe

- plotzlich, atemabhangige einseitige Schmerzen im Thorax auf der Seite wo die

Lunge kollabiert ist

- asymmetrische Atembewegungen

- Reizhusten

- evtl. Zyanose

Pat. mit zunehmender Atemnot in Praxis! Was macht man?

- Pat. beruhigen, keine Hektik aufkommen lassen

- Sind Vorerkrankungen bekannt? Welche Medikamente nimmt er? Dadurch kann man auf evtl. Erkrankungen schliesen.

- Fragen die man stellen sollte:

-> Schmerzen

-> Engegefuhl in der Brust

-> Symptome seit wann, plotzlich, ansteigend, erstmals, lageabhangig, Husten, Immobilisation, Reise?

- Inspektion Atmung seitengleich

- Messung O2- Sattigung d.h. < 96% = O2- Mangel + AF 20/ Min.

- bei Ateminsuffizienz -> NOTRUF!

- bis Notarzt kommt:

-> Beruhigen!

-> Lagerung Pat. je nach Wunsch

-> Kontrolle HF, RR, O2- Sattigung

-> Auskultation/ Perkussion

-> bei bekannten Asthmatikern = Notfallspray, Lippenbremse

-> bei Hyperventilation = Ruckatmung in Plastiktute/ Hyperventilationsmaske

 

Ursachen plötzliche Bewusstseinsstörung -> Koma

- Kreislaufkollaps, Kreislaufstillstand

- Anaphylaxie

- Blutzuckerentgleisung -> Hypoglykamie BZ < 50mg/dl

- Schlaganfall

- v.a. auf Hirnblutung nach z.B. Sturz

Symptome Hypoglykämie

1. Phase = Zeichen des Glucose- Mangels im Gehirn

- Konzentrationsstorungen

- Schwindel

- Heishunger (auf Suses)

- Sehstorungen

2. Phase = „Adrenalinzeichen“

- Unruhe, Nervositat, Zittern

- Aggressivitat

- Kaltschweisigkeit

- HF- + RR- Anstieg

3. Phase = Zeichen zerebrale Schädigung

- zunehmende Eintrubung bis zur Bewusstlosigkeit

Maßnahmen bei Hypoglykämie wenn Pat. ansprechbar ist

- orale Glucose- Gabe z.B. Traubenzucker

- evtl. BZ- Messung (muss Pat. aber selber machen)

- weitere Kohlenhydratgabe z.B. Brot, Banane

- nach Ruckbildung der Symptome Pat. 45 Min. uberwachen und evtl. weitere BZMessung

- Transport mit Rettungsdienst ins KH bei:

 

-> älteren Pat.

-> Einnahme oraler Antidiabetika wg. hoher Rezidivgefahr

-> Fortbestehen der Symptome

 

Formen apoplektischer Insult

- TIA (Transistorische ischämische Attacke)

= reversibel bis 24h, neurologische Ausfalle durch embolischen Verschluss kleinerer Arterien im Gehirn

- Schlaganfall (apoplektischer Insult)

= plotzliche, weitgehend irreversible Schadigung mit neurologische Ausfallen

= Schadigung von Gehirnzellen oder zerebralen Nervenbahnen

-> ischamischer Hirninfarkt = embolischer Gefasverschluss -> nachfolgende Nekrose des mangeldurchbluteten Nervengewebes

-> hamorrhagischer Hirninfarkt = intrazerebrale Einblutungen (degenerativ, rupturiert -> Gerhirnarterie)

Symptome Schlaganfall

(haufig A. cerebri media betroffen)

- kurzzeitige Sehstorung/ Erblindung auf einem Auge (Amaurosis fugax) = A. centralis retinae betroffen

- Gedachtnisstorungen, Sprachstorungen, Gleichgewichtsstorungen (Drehschwindel)

- meist halbseitig Krippelparasthesien und/ oder Lahmungserscheinungen an Arm und/oder Bein

- zusätzlich bei hämorrhagischen Insult:

-> heftigste Kopfschmerzen, plotzlich einsetzend

-> rasche Bewusstseinstrubung (Koma)

-> akute, zunachst schlaffe, spater spastische Lahmung der kontralateralen Korperseite

-> Hirnnervenlahmungen

-> evtl. Hirndruckzeichen d.h. Pupillendifferenz, Krampfanfalle

 

Wann muss man bei angegebenen Schmerzen hellhörig werden?

- heftige, bisher unbekannte Schmerzen bes. wenn sie neu und schlagartig auftreten

- zunehmende Schmerzintensitat

- ausstrahlende Schmerzen

- vegetative Begleitsymptome (Ubelkeit, Erbrechen)

- Beeintrachtigung Vitalparameter -> Schock (HF hoch, RR- Abfall

- AF > 20/ Min.

Definition akuter Glaukomanfall

- Visusstorungen (Sehstorung)

- Augenrotung

- farbige Ringe um Lichtquellen

- vegetative Symptome

- steinharter Bulbus

- lichtstarre Pupille (erhohter Augeninnendruck)

- Kopfschmerz

Symptome Hirndruck

- Hirnstamm wird gequetscht -> Atmung, Kreislauf akut bedroht

- man hat nicht viel Zeit

- Kopfschmerzen

- Lichtscheu,

- Ubelkeit, Erbrechen

- epileptische Anfalle

Definition Arteriitis temporalis, warum Notfall?

- tritt oft in hoherem Lebensalter auf

- allgemeines Krankheitsgefuhl

- Kopfschmerzen im Schlafenbereich

- druckschmerzhafte, verhartete A.temporalis -> auch deutlich sichtbar

- Schmerzen beim Kauen

- Sehstorung

- Ast der A.carotis externa + Augenversorgende Aste sind entzundet

- Problem mit Blutversorgung des Auges -> Gefase des Auges gehen kaputt -> Auge nimmt Schaden

- Augenarztlicher NOTFALL!!!

 

 

6- P- Symptomatik der arteriellen Embolie

- Pain = peitschenhiebartiger Schmerz

- Paleness = Blasse/ Marmorierung weis/ lila

- Pulselessness = Pulslosigkeit, Kalte

- Paresthesia = Empfindungsstorungen, Ameisenlaufen

- Paralysis = Lahmungen

- Prostration = Erschopfung

Definition:

- akuter arterieller Gefasverschluss

- Embolie -> stammt meist aus dem Herzen/ Aortenbogen (li Herz/Vorhof/Kammer)

- art.Thrombose -> 25% infolge pAVK

Klinik akuter Bauch

- Bauchschmerzen

- Abwehrspannung = brettharter Bauch

- Peristaltikveranderung -> Stuhlverhalt/ Durchfall

- schlechter Allgemeinzustand, Schocksymptome

- Ubelkeit, Erbrechen, Fieber

Schmerzen:

- oft Schmerzausstrahlung

- Schmerztyp z.B. kolikartig

- Schmerzauslosung im Bezug zum Essen

-> nuchtern = Ulcus duodeni

-> beim Essen z.B. Ulcus ventriculi

-> nach dem Essen z.B. Mesenterialinfarkt

-> fettreich = Galle

-> Alkohol = Pankreas

Study