Differentialdiagnostik - Notfallmedizin
Differentialdiagnostik - Notfallmedizin
Differentialdiagnostik - Notfallmedizin
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Flashcards
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Was wird dazu benötigt?
- Brennstoffe (Kohlenhydrate, Eiweise, Fette usw.) +
- Sauerstoff (O2)
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Wichtig ist- fehlerfreies Arbeiten von:
- der Atemwege
- des Herz- Kreislauf- System inkl. erforderlichem Blutvolumen
- des Verdauungstraktes
- Hormonsystem
- Atemsystem -> Verstoffwechselung von O2
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Abbau Glucose:
- Glucose wird durch Glykolyse zu Pyruvat
- aus dem Pyruvat wird Acetyl- CoA (aktivierte Essigsaure)
- durch den Durchlauf des Zitronensaurezyklus entsteht ATP
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Wie heißt die Energiegewährung Zelle?
- ATP (Adenosin – Tri – Phosphat)
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose.Aufgabe Mitochondrium:
- Kraftwerk der Zelle
- hier findet innere Atmung/ Zellatmung statt --> ATP- Gewinnung
- hier laufen chemische Reaktionen der Atmungskette ab - Glukose wird abgebaut zu
ATP in Intermembranraum (zw. den bd. Membranen der Doppelmembarn)
- sind an der Reaktion des Citratzyklus und der Beta-Oxidation beteiligt
- sind intrazellularer Speicher fur Kalzium - dienen daher auch der Homoostase der
Zelle (Natrium-Kalium-Pumpe)
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose.Reaktionsgleichung Energiegewinnung!
- Brennstoff + O2 -> CO2 + H2O + nutzbare Energie (gesamt 38 ATP)
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose.Nennen Sie die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit O2 in praktisch jede Zelle transportiert werden kann!
- in der Atemluft muss O2 vorhanden sein
- Aufnahme durch die Atemwege unbehindert / frei
- Bindung an den Erythrozyten – in der Lunge in den Pneumozyten in den Kapillaren -> Bindung ans Hamoglobin
- ausreichendes Transportmedium -> Blutmenge/-volumen / Hamoglobin / Erys
- ausreichende Pumpleistung des Herzens
- intakte Gefase (Arteriosklerose, Thromben, Verletzungen )
- Diffusionsweg von der Kapillare in die Zelle
-> fehlerfreies Arbeiten
-> Atemwege
-> voll funktionierendes Herz-Kreislaufsystem / incl. Blut/ Volumenmenge
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Kann Sauerstoff im Organismus gespeichert werden? Wenn ja, wo?
- Nein, kann er nicht. Eine permanente Zufuhr erforderlich!
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Kann Glucose im Organismus gespeichert werden? Wenn ja, wo?
- Speicherung in Leber und Muskeln als Glykogen
- in Neuronen des Gehirns
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Welche Zellen im Körper sind essentiell auf Glucose angewiesen?
- GLUT 1, 3, 4
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Definition „Milchsäuregärung“
- ist die Entstehung von Laktat
- es fehlt O2 im Korper
- Glucose wird durch Glykolyse zu 2 Pyurvat, dabei werden 2 ATP gewonnen und 1
NADH verbraucht
- 2 Pyurvat wird durch Regenerierung von 2 NADH/ H+ -> NAD+ zu Laktat
- Laktat wird aus der Zelle geschleust und ins Blut transportiert
- Laktat ist ein wichtiger Energietrager und Signalmolekul
- in Erythrozyten und Muskelzellen ist dieser Vorgang Routine
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Definition „Lähmungszeit“ + „Wiederbelebungszeit“
Lähmungszeit:
- Zeit vom Herzstillstand bis zum reversiblen Funktionsverlust, nicht die gesamten
Korperzellen stellen die Fkt. ein, sondern nur Organspezifische Zellen
- Skelettmuskulatur -> 1- 2 Std.
- Herz -> 3- 5 Min.
- Gehirn -> 10- 15Sek. -> Bewusstseinsverlust
Wiederbelebungszeit:
- Zeit vom Herzstillstand bis zum irreversiblen Funktionsverlust
- Skelettmuskulatur -> mehrere Std. (bis 4 Std.)
- Herz -> 15- 30 Min.
- Gehirn -> 3- 6. Min., d.h. Wiederbelebungszeit 3- 5 Min. sonst irreversibler Funktionsverlust
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Wie viel Zeit bleibt bei einem O2- Mangel bis zum irreversiblen Verlust der Herzfunktion?
- 15- 30 Min.
Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Nach welcher Zeit tritt bei einem Energiemangel des Gehirns ein Funktionsverlust, also Bewusstlosigkeit ein?
- 10- 15 Sek.
Notfall: Normwerte Atemfrequenz + O2- Sättigung
- AF = 14- 18 Zuge/ Min.
- O2- Sattigung = 96- 98%
Notfall: Def. „Pulsoxymetrie“
= Messung der arteriellen O2- Sattigung
- Normwert 96- 98%
- Sattigung unter 95% = zentrale Zyanose -> Notruf!
- Messung fkt. nicht bei Zentralisation, Nagellack oder Schmutz am Finger
Notfall: Normwerte Herzfrequenz + Blutdruck
- HF = 60- 80/ Min.
- Blutdruck = 120/ 80 mmHg
Notfall: Woran erkennt man eine vitale Bedrohung eines Patienten?
= Fehlen/ massive Beeintrachtigung der „Vitalfunktionen“
- Bewusstsein
- Atmung
- Kreislauf
Notfall: 5 absolute Notarztindikationen
- akute Bewusstseinsstorung, Bewusstlosigkeit
- Atemstorungen
- Storung Herz-/ Kreislauffkt.
- starke Schmerzen (plotzlich auftretend, ausstrahlend)
- akute Lahmung, Krampfanfall
- sonstige unklare Situationen, in denen die Entwicklung einer akuten vitalen
Gefahrdung nicht ausgeschlossen werden kann
- Schock
- Herzkreislaufstillstand
Notfall: Telefonnummer im Notfall
- 112
Notfall: Was muss ein vollständiger Notruf beeinhalten?
5 W- Fragen:
- Wer?
- Wo?
- Was ist genau passiert?
- Welche Krankheitszeichen?
- Warten auf Ruckfragen: Name + Rufnr.
Notfall: Indikation stabile Seitenlage
- bewusstlose, spontan atmende Patienten
Notfall: Kontraindikationen der stabilen Seitenlage
- keine!
- Herzkreislaufstillstand
Notfall: Funktion stabile Seitenlage
- Uberstreckung des Kopfes um Atmung nicht zu behindern
- Tieflagerung des Mundes, so dass die Flussigkeit abfliesen kann
Notfall: Gefahren bei der Beatmung mit Beatmungsbeutel + Faktoren zur Vermeidung
Gefahren:
- Aspiration
- zu gering uberstreckter Hals
Faktoren zur Vermeidung:
- Atemwege frei machen
- Einsatz Guedel- Tuben beim Bewusstlosen (wegen Reflexlosigkeit)
- Guedel- Tuben heben den Zungengrund an, dadurch Atemwege gesichert
- Guedel- Tube aber kein Aspirationsschutz
- Hals weit genug uberstrecken
- wenn dauernd mit zu viel Luft bebeutelt wird -> Luft kommt in den Magen -> Mageninhalt entleert sich -> Aspiration!!!
Notfall: Ablauf Herz- Lungen- Wiederbelebung beim Erwachsenen
- Notruf absetzen!
- Sofortbeginn mit 30 Thoraxkompressionen
- 2 Beatmungen Mund zu Mund/ Nase
- Wechsel nach 5 Zyklen
- Frequenz 100/ Min.
- Drucktiefe 5- 6cm, Druck mit gestreckten Armen (d.h. man „steht“ senkrecht uber Pat.) = volle Entlastung
- so lange bis -> Kreislauf + Atmung wieder einsetzen
-> Notarzt die weitere Versorgung ubernimmt
Notfall: Druckpunkt der CRP
- Druckpkt. zw. mittlerem + unteren Drittel des Sternums
- Drucktiefe 5- 6cm, Druck mit gestreckten Armen (d.h. man „steht“ senkrecht uber Thorax des Pat.) = volle Entlastung
Notfall: Frequenz, Drucktiefe, Kompressions- Beatmungs- Verhältnis bei der CRP eines Erwachsenen
- Frequenz 100/ Min.
- Drucktiefe 5- 6cm
- 30 Thoraxkompressionen, 2 Beatmungen
Notfall: Wann ist die CRP zu beenden?
- wenn Kreislauf einsetzt
- wenn der Notarzt eintrifft und ubernimmt
Notfall: Kompression- Beatmungs- Verhältnis CRP bei einem Kind
- 15 Thoraxkompressionen
- 2 Beatmungen
Ablauf:
- Bewusstsein kontrollieren
- Atemwege freimachen -> Kopf in NS beim Saugling
- Beatmung bei Atemstillstand mit 5 Initialbeatmungen -> Saugling Mund zu Mund/Nase
- Kreislaufuberprufung -> Saugling A. brachialis/ A. femoralis, Achtung
Kreislaufstillstand bei HF < 60/ Min.
- 15 Thoraxkompressionen -> Druckpkt. 1 Fingerbreit cranial des Xyphoids
- 2 Beatmungen
- Notruf nach 1 Min. CRP
Notfall: Definition „AED“
= Automatisierte Externe Defibrillation
- Mindestalter 8 Jahre, 35 kg!
Notfall: Definition „Kammerflimmern“
- plotzliches Herzrasen, Puls > 300 Schlage/ Min.
- vollig chaotische Kontraktion des Herzmuskels -> Auswurfleistung vermindert → Kreislaufstillstand
Notfall: Was geschieht bei einer Defibrillation?
- uber die Haut wird ein Stromstos durch den Herzmuskel -> Reset -> alle Muskelzellen werden gleichzeitig depolarisiert -> das naturliche Schrittmachergewebe (Sinusknoten) kann die Kontrolle wieder ubernehmen
Ablauf:
- AED einschalten, Sprachsteuerung beachten!
- OK frei machen (evtl. Rasur bei starker Behaarung, Haut trocknen)
- Schutzfolie von den Elektroden entfernen und richtig platzieren
- Analyse -> Pat. nicht mehr anfassen!
wichtigste Aufgabe Kreislauf- System
- Sicherstellung zerebrale Durchblutung
Leitbefund Kreislaufstörung
- RR- Abfall
Definition „Zentralisation“
- Unterversorgung weniger empfindlicher Organsysteme (Extremitaten, Ohrlappchen,…) um die zentrale Versorgung von Gehirn, Lunge, Herz und innere Organe zu sichern
5 klinische Zeichen einer zerebralen Unterversorgung
Leichte Zeichen:
- Schwindel
- Ubelkeit
- Hitzegefuhl
- Schwarzwerden vor Augen
- Sehstorung
Schwere Zeichen:
- Bewusstlosigkeit
- Krampfe
Aktivierung der Sympathikus- NNM- Achse
= Ausschuttung von Noradrenalin + Adrenalin
- Erhohung des peripheren Widerstands auch des venosen Systems -> Blutvolumen wird mobilisiert -> RR steigt
- Zentralisation
- Unruhe/ Zittern
- Kaltschweisigkeit
- weite Pupillen
- Beschleunigte Atmung
- Tachykardie, beschleunigte Uberleitung der Sinusknotenimpulse und erhohte Erregbarkeit des RLS (Reizleitungssystem)
- Energie (Glucose, freie Fettsauren) und Gerinnungsfaktoren werden vermehrt bereitgestellt
-> Verstarkung der Herzleistung -> erhohter O2- Bedarf
Symptome Myokardinfarkt
= koronarer O2- Mangel durch eine irreversible Koronarinsuffizienz
- Infarktschmerz -> retrosternal, zw. Scapulae, in den Bauch, Schulter
- Schmerzausstrahlung -> Unterkiefer, li. (re.) Arm, Oberbauch
- Enge- und Zusammenschnurungsgefuhl des Brustkorbs, haufig mit Atemnot und Erstickungsgefuhl
- Todesangst, Vernichtungsgefuhl
- vegetative Begleitreaktionen
- Herzrhythmusstorungen
- Zeichen akute Herzinsuffizienz -> kardiogener Schock
Schmerzlokalisation/ -ausstrahlung bei Herzinfarkt
- Infarktschmerz -> retrosternal, zw. Scapulae, in den Bauch, Schulter
- Schmerzausstrahlung -> Unterkiefer, li. (re.) Arm, Oberbauch