Differentialdiagnostik - Notfallmedizin

Differentialdiagnostik - Notfallmedizin

Differentialdiagnostik - Notfallmedizin


T. Z.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Differentialdiagnostik in der Notfallmedizin für Studierende. Sie decken wichtige Themen wie Hypoglykämie, Verbrennungen, Atemnot und Schocklagen ab. Besonders nützlich für Medizinstudierende, die sich auf Notfälle vorbereiten, da sie Symptome, Ursachen und Maßnahmen detailliert erklären.
Flashcards
65
Students
10
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
10.11.2013 / 25.04.2022

Flashcards

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Was wird dazu benötigt?

- Brennstoffe (Kohlenhydrate, Eiweise, Fette usw.) +

- Sauerstoff (O2)

 

 

 

 

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Wichtig ist- fehlerfreies Arbeiten von:

 

- der Atemwege

- des Herz- Kreislauf- System inkl. erforderlichem Blutvolumen

- des Verdauungstraktes

- Hormonsystem

- Atemsystem -> Verstoffwechselung von O2

 

 

 

 

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Abbau Glucose:

 

- Glucose wird durch Glykolyse zu Pyruvat

- aus dem Pyruvat wird Acetyl- CoA (aktivierte Essigsaure)

- durch den Durchlauf des Zitronensaurezyklus entsteht ATP

 

 

 

 

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Wie heißt die Energiegewährung Zelle?

 

 

 

 

 

- ATP (Adenosin – Tri – Phosphat)

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose.Aufgabe Mitochondrium:

- Kraftwerk der Zelle

- hier findet innere Atmung/ Zellatmung statt --> ATP- Gewinnung

- hier laufen chemische Reaktionen der Atmungskette ab - Glukose wird abgebaut zu

ATP in Intermembranraum (zw. den bd. Membranen der Doppelmembarn)

- sind an der Reaktion des Citratzyklus und der Beta-Oxidation beteiligt

- sind intrazellularer Speicher fur Kalzium - dienen daher auch der Homoostase der

Zelle (Natrium-Kalium-Pumpe)

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose.Reaktionsgleichung Energiegewinnung!

- Brennstoff + O2 -> CO2 + H2O + nutzbare Energie (gesamt 38 ATP)

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose.Nennen Sie die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit O2 in praktisch jede Zelle transportiert werden kann!

- in der Atemluft muss O2 vorhanden sein

- Aufnahme durch die Atemwege unbehindert / frei

- Bindung an den Erythrozyten – in der Lunge in den Pneumozyten in den Kapillaren -> Bindung ans Hamoglobin

- ausreichendes Transportmedium -> Blutmenge/-volumen / Hamoglobin / Erys

- ausreichende Pumpleistung des Herzens

- intakte Gefase (Arteriosklerose, Thromben, Verletzungen )

- Diffusionsweg von der Kapillare in die Zelle

-> fehlerfreies Arbeiten

-> Atemwege

-> voll funktionierendes Herz-Kreislaufsystem / incl. Blut/ Volumenmenge

 

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Kann Sauerstoff im Organismus gespeichert werden? Wenn ja,  wo?

- Nein, kann er nicht. Eine permanente Zufuhr erforderlich!

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Kann Glucose im Organismus gespeichert werden? Wenn ja, wo?

- Speicherung in Leber und Muskeln als Glykogen

- in Neuronen des Gehirns

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Welche Zellen im Körper sind essentiell auf Glucose angewiesen?

- GLUT 1, 3, 4

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Definition „Milchsäuregärung“

- ist die Entstehung von Laktat

- es fehlt O2 im Korper

- Glucose wird durch Glykolyse zu 2 Pyurvat, dabei werden 2 ATP gewonnen und 1

NADH verbraucht

- 2 Pyurvat wird durch Regenerierung von 2 NADH/ H+ -> NAD+ zu Laktat

- Laktat wird aus der Zelle geschleust und ins Blut transportiert

- Laktat ist ein wichtiger Energietrager und Signalmolekul

- in Erythrozyten und Muskelzellen ist dieser Vorgang Routine

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Definition „Lähmungszeit“ + „Wiederbelebungszeit“

Lähmungszeit:

- Zeit vom Herzstillstand bis zum reversiblen Funktionsverlust, nicht die gesamten

Korperzellen stellen die Fkt. ein, sondern nur Organspezifische Zellen

- Skelettmuskulatur -> 1- 2 Std.

- Herz -> 3- 5 Min.

- Gehirn  -> 10- 15Sek. -> Bewusstseinsverlust

 

Wiederbelebungszeit:

- Zeit vom Herzstillstand bis zum irreversiblen Funktionsverlust

- Skelettmuskulatur -> mehrere Std. (bis 4 Std.)

- Herz -> 15- 30 Min.

- Gehirn -> 3- 6. Min., d.h. Wiederbelebungszeit 3- 5 Min. sonst irreversibler Funktionsverlust

 

 

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Wie viel Zeit bleibt bei einem O2- Mangel bis zum irreversiblen Verlust der Herzfunktion?

- 15- 30 Min.

Energiegewinnung einer Zelle durch Verbrennung von Glucose. Nach welcher Zeit tritt bei einem Energiemangel des Gehirns ein Funktionsverlust, also Bewusstlosigkeit ein?

- 10- 15 Sek.

Notfall: Normwerte Atemfrequenz + O2- Sättigung

- AF = 14- 18 Zuge/ Min.

- O2- Sattigung = 96- 98%

Notfall: Def. „Pulsoxymetrie“

= Messung der arteriellen O2- Sattigung

- Normwert 96- 98%

- Sattigung unter 95% = zentrale Zyanose -> Notruf!

- Messung fkt. nicht bei Zentralisation, Nagellack oder Schmutz am Finger

Notfall: Normwerte Herzfrequenz + Blutdruck

- HF = 60- 80/ Min.

- Blutdruck = 120/ 80 mmHg

Notfall: Woran erkennt man eine vitale Bedrohung eines Patienten?

= Fehlen/ massive Beeintrachtigung der „Vitalfunktionen“

- Bewusstsein

- Atmung

- Kreislauf

Notfall: 5 absolute Notarztindikationen

- akute Bewusstseinsstorung, Bewusstlosigkeit

- Atemstorungen

- Storung Herz-/ Kreislauffkt.

- starke Schmerzen (plotzlich auftretend, ausstrahlend)

- akute Lahmung, Krampfanfall

- sonstige unklare Situationen, in denen die Entwicklung einer akuten vitalen

Gefahrdung nicht ausgeschlossen werden kann

- Schock

- Herzkreislaufstillstand

Notfall: Telefonnummer im Notfall

- 112 

Notfall: Was muss ein vollständiger Notruf beeinhalten?

5 W- Fragen:

- Wer?

- Wo?

- Was ist genau passiert?

 

- Welche Krankheitszeichen?

- Warten auf Ruckfragen: Name + Rufnr.

 

Notfall: Indikation stabile Seitenlage

- bewusstlose, spontan atmende Patienten

Notfall: Kontraindikationen der stabilen Seitenlage

- keine!

- Herzkreislaufstillstand

Notfall: Funktion stabile Seitenlage

- Uberstreckung des Kopfes um Atmung nicht zu behindern

- Tieflagerung des Mundes, so dass die Flussigkeit abfliesen kann

Notfall: Gefahren bei der Beatmung mit Beatmungsbeutel + Faktoren zur Vermeidung

 

Gefahren:

- Aspiration

- zu gering uberstreckter Hals

 

Faktoren zur Vermeidung:

- Atemwege frei machen

- Einsatz Guedel- Tuben beim Bewusstlosen (wegen Reflexlosigkeit)

- Guedel- Tuben heben den Zungengrund an, dadurch Atemwege gesichert

- Guedel- Tube aber kein Aspirationsschutz

- Hals weit genug uberstrecken

- wenn dauernd mit zu viel Luft bebeutelt wird -> Luft kommt in den Magen -> Mageninhalt entleert sich -> Aspiration!!!

 

Notfall: Ablauf Herz- Lungen- Wiederbelebung beim Erwachsenen

- Notruf absetzen!

- Sofortbeginn mit 30 Thoraxkompressionen

- 2 Beatmungen Mund zu Mund/ Nase

- Wechsel nach 5 Zyklen

- Frequenz 100/ Min.

- Drucktiefe 5- 6cm, Druck mit gestreckten Armen (d.h. man „steht“ senkrecht uber Pat.) = volle Entlastung

- so lange bis -> Kreislauf + Atmung wieder einsetzen

-> Notarzt die weitere Versorgung ubernimmt

Notfall: Druckpunkt der CRP

- Druckpkt. zw. mittlerem + unteren Drittel des Sternums

- Drucktiefe 5- 6cm, Druck mit gestreckten Armen (d.h. man „steht“ senkrecht uber Thorax des Pat.) = volle Entlastung

Notfall: Frequenz, Drucktiefe, Kompressions- Beatmungs- Verhältnis bei der CRP eines Erwachsenen

- Frequenz 100/ Min.

- Drucktiefe 5- 6cm

- 30 Thoraxkompressionen, 2 Beatmungen

Notfall: Wann ist die CRP zu beenden?

- wenn Kreislauf einsetzt

- wenn der Notarzt eintrifft und ubernimmt

Notfall: Kompression- Beatmungs- Verhältnis CRP bei einem Kind

- 15 Thoraxkompressionen

- 2 Beatmungen

 

Ablauf:

- Bewusstsein kontrollieren

- Atemwege freimachen -> Kopf in NS beim Saugling

- Beatmung bei Atemstillstand mit 5 Initialbeatmungen -> Saugling Mund zu Mund/Nase

- Kreislaufuberprufung -> Saugling A. brachialis/ A. femoralis, Achtung

Kreislaufstillstand bei HF < 60/ Min.

- 15 Thoraxkompressionen -> Druckpkt. 1 Fingerbreit cranial des Xyphoids

- 2 Beatmungen

- Notruf nach 1 Min. CRP

Notfall: Definition „AED“

= Automatisierte Externe Defibrillation

- Mindestalter 8 Jahre, 35 kg!

Notfall: Definition „Kammerflimmern“

- plotzliches Herzrasen, Puls > 300 Schlage/ Min.

- vollig chaotische Kontraktion des Herzmuskels ->  Auswurfleistung vermindert → Kreislaufstillstand

Notfall: Was geschieht bei einer Defibrillation?

- uber die Haut wird ein Stromstos durch den Herzmuskel -> Reset -> alle Muskelzellen werden gleichzeitig depolarisiert -> das naturliche Schrittmachergewebe (Sinusknoten) kann die Kontrolle wieder ubernehmen

Ablauf:

- AED einschalten, Sprachsteuerung beachten!

- OK frei machen (evtl. Rasur bei starker Behaarung, Haut trocknen)

- Schutzfolie von den Elektroden entfernen und richtig platzieren

- Analyse -> Pat. nicht mehr anfassen!

wichtigste Aufgabe Kreislauf- System

- Sicherstellung zerebrale Durchblutung

Leitbefund Kreislaufstörung

- RR- Abfall

Definition „Zentralisation“

- Unterversorgung weniger empfindlicher Organsysteme (Extremitaten, Ohrlappchen,…) um die zentrale Versorgung von Gehirn, Lunge, Herz und innere Organe zu sichern

5 klinische Zeichen einer zerebralen Unterversorgung

Leichte Zeichen:

- Schwindel

- Ubelkeit

- Hitzegefuhl

- Schwarzwerden vor Augen

- Sehstorung

Schwere Zeichen:

- Bewusstlosigkeit

- Krampfe

Aktivierung der Sympathikus- NNM- Achse

= Ausschuttung von Noradrenalin + Adrenalin

- Erhohung des peripheren Widerstands auch des venosen Systems -> Blutvolumen wird mobilisiert -> RR steigt

- Zentralisation

- Unruhe/ Zittern

- Kaltschweisigkeit

- weite Pupillen

- Beschleunigte Atmung

- Tachykardie, beschleunigte Uberleitung der Sinusknotenimpulse und erhohte Erregbarkeit des RLS (Reizleitungssystem)

- Energie (Glucose, freie Fettsauren) und Gerinnungsfaktoren werden vermehrt bereitgestellt

-> Verstarkung der Herzleistung -> erhohter O2- Bedarf

Symptome Myokardinfarkt

= koronarer O2- Mangel durch eine irreversible Koronarinsuffizienz

- Infarktschmerz -> retrosternal, zw. Scapulae, in den Bauch, Schulter

- Schmerzausstrahlung -> Unterkiefer, li. (re.) Arm, Oberbauch

 

- Enge- und Zusammenschnurungsgefuhl des Brustkorbs, haufig mit Atemnot und Erstickungsgefuhl

- Todesangst, Vernichtungsgefuhl

- vegetative Begleitreaktionen

- Herzrhythmusstorungen

- Zeichen akute Herzinsuffizienz -> kardiogener Schock

 

 

Schmerzlokalisation/ -ausstrahlung bei Herzinfarkt

- Infarktschmerz -> retrosternal, zw. Scapulae, in den Bauch, Schulter

- Schmerzausstrahlung -> Unterkiefer, li. (re.) Arm, Oberbauch

 

 

 

 

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