Diagnostik
Hst
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Flashcards
Body Mass Index (BMI)
=Gewicht (kg) / Grösse (m) ^2
Normen Männer BMI:
Untergewicht: <20
Normgewicht: 20.00-24.9
Leichtes Übergewicht: 25.0-29.9
Übergewicht Klasse 1 (Adipositas): 30.0-34.9
Übergewicht Klasse 2: 35.0-39.9
Übergewicht Klasse 3 >40
Normen Frauen BMI:
Untergewicht: <19
Normgewicht: 19.00-23.9
Leichtes Übergewicht: 24.0-28.9
Übergewicht Klasse 1 (Adipositas): 29.0-33.9
Übergewicht Klasse 2: 34.0-38.9
Übergewicht Klasse 3 >39
BMI-Kritik:
BMI = Näherungswert; keine Aussagen über Verteilung des Körperfetts und Körperzusammensetzung.
Höheres Krankheitsrisiko (v.a. Diabetes Typ 2, Gefäss- erkrankungen) bei erhöhtem Körperfett um Taille und am Bauch, weniger hingegen erhöhtes Körperfett an Oberschenkeln oder am Gesäss.
Andere Messmethode: Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang (waist-hip-ratio, WHR). Adipositas liegt vor bei WHR > 1.0 (Männer) bzw. WHR > 0.85 (Frauen). --> braucht geschultes Personal, um diese Messungen genormt durchführen zu können!
Fettverteilungsmuster wichtig; problematisch ist intraabdominales Fett / viszerales Fettgewebe (verschiedene Typen können, denn gleichen BMI haben, obwohl einer Bodybuilder ist und die anderen nicht, man unterschiedet noch zwischen Apfelform (gefährig, intraabdomiales Fett) und BIrnenform(nicht so gefährlich, fett eher an Oberschenkel, PO, etc..)
Andere Definition Adipositas: Bauchumfang
- Männer ab 102cm (erhöht ab 92cm) - Frauen ab 88cm (erhöht ab 80cm)
Körperzusammensetzung, Normalwerte:
Fettfreiemasse (FMM) vom Körpergewicht: (das Gegenteil wäre dann Fettmasse (FM) )
Alter: <30 M: 80-85 % F.78-80%
Alter: 30-49 M: 78-80 % F.76-78%
Alter: >49 M: 75-80 % F.70-75%
Messung Körperzusammensetzung:
Medizinische Techniken
– Dual energy X-ray absorptiometry (DEXA)
– Magnetic resonance imaging (MRI)
– Computed tomography (CT)
– Total body electrical conductivity (TOBEC)
Einfachere Techniken
– Hautfaltenmessung
– Bioelektrische Impedanzmessung (BIA)
– Hydrostatisches Gewicht (Unterwassermessung)
– Luftverdrängung (Bod Pod)
Vitalzeichen
• Bewusstsein
• Atmung
• Puls
• Blutdruck
• Körpertemperatur
Körperkerntemperatur
• Messung mit Fieberthermometer axillar(Achselhöhle) < sublingual(unter der Zunge) < rektal (After)
• Messung mittels Pyrometer im Ohr • Messung mittels Katheter
• Normalwerte 36 – 37.5°C
--> Temp möglichst zur gleichen Tageszeit messen, da sich die Temp des Menschen während des Tages verändert!
Hyperthermie:
>38 Grad ;physiologisch bei körperlicher Aktivität
Hypothermie:
<36 Grad ; unter anderem auch für therapeutischen Einsatz
Messung Körpertemperatur
• Ausdehnungsthermometer mittels Quecksilber, Ethanol, Galinstan
• elektronische Temperatursensoren
• Infrarotthermometer
abgestrahlte Wärmestrahlung des Trommelfells
Puls
• Speichen-Schlagader (Arteria radialis) • Hals-Schlagader (Arteria carotis)
Normalwerte:
• Embryo: 120-180 bpm
• Kinder: 100-120 bpm
• Jugendliche: 80-100 bpm
• Erwachsener: 60-80 bpm
Tachykardie:
>100 bpm ;physiologisch bei Aufregung, Angst, Training (Maximalpuls z.B. 208 - 0.7 x Lebensalter), Koffein, Anpassung auf Bergeshöhe
Bradykardie:
<60 bpm ; physiologisch beim Schlafen, bei Ausdauersportlern (30-40 bpm), bei Anpassungen auf Meereshöhe, etc.
Arrythmie
unregelmässige Herzschläge
Pulsmessung
• Brustgurt (am genausten!)
Erfassung R-Spitze mittels Elektroden
• Elektroden am Sport-Gerät
• Pulsuhr
Messung Helligkeitsunterschiede mittels optoelektronischer Sensoren (ungenau)
Blutdruck, arterieller Blutdruch
-direkte Messung
Messfühler in Arterie (z.B. in Intensivmedizin)
• indirekte Messung :mit Manschette und Stethoskop
an Armarterie -> Korotkoff-Geräusche,
solange systolischer Druck > Manschettendruck > diastolischer Druck
• Normalwerte (WHO):
optimal: < 120 / < 80 (systolischer Druck / diastolischer Druck) normal: < 130 / < 85 mm Hg
Hypertonie:
>140/>90 mm HG
physiologisch bei Aktivität (bis über 220 mm Hg systolischer Druck) begünstigt durch Alkohol, Salz, Übergewicht, Stress, Nikotin, Bewegungsmangel, ...
Hypotonie:
<100/<60 mm Hg
physiologisch in Ruhe und beim Schlafen (15-20 mm Hg tiefer als normal), kurzfristig beim Übergang vom Liegen zum Stehen (Orthostase) oder nach einer körperlichen Belastung
Blutdruckmessung:
Automatisierung der indirekten Messung
Mustererkennung der Korotkoff-Geräusche;
Achtung: Höhendifferenz zu Herz hat grossen Einfluss!
Atmung
• Beobachtung Heben-Senken Brustkorb
Normalwerte:
• Säugling: 25-45 pro min • Erwachsener: 15-20 pro min
Tachypnoe
Atmung: >20 pro MIn. physiologisch bei körperlicher Anstrengung, Erregung, Hitze
Bradypnoe
<10 pro min. physiologisch beim Schlaf, bei Entspannung, bei trainierten Personen (z.B. Taucher)
Apnoe:
=Atemstillstand
z.B. Schlafapnoe-Syndrom (> 10 Atempausen pro h Schlaf), oft zusammen mit Schnarchen
Spirometrie
Messung der Lungenfunktion; Messung der Fluss- geschwindigkeit (z.B. via Turbine, Druckdifferenz, US) -> Aufintegration
Ergospirometrie
Messung Herz-/Lungenfunktion;
HF
BD
V’O2 V’CO2 Leistung
Pulsoximetrie
Sauerstoffsättigung:
Clip für Finger, Ohrläppchen, ...
• IR-Quelle und Sensor
• Messung der Lichtabsorption -> Lungenfunktion
• Normalbereich 96-100%
Blut
• Blutgerinnung (z.B. Quick-Wert; normal: > 70%)
• klinische Chemie: Glukosespiegel, Eiweisse, Fette, Mineralstoffe, Vitamine, Hormone, Enzyme, Krebsmarker, etc.
-> Funktion innerer Organe
Blutentnahme je nach Fragestellung nüchtern oder nicht
Blutanalalyse
Messung mittels Spektralphotometrie (Absorptionsphotometrie, Reflektionsphotometrie) mit Hilfe von Enzymen
Urin
• Analyse mittels Urinteststreifen :verschiedene Ausführungen
für unterschiedliche Fragestellungen
(z.B. Glucose, Blut, pH, ...)
-> Erkrankungen von Nieren & Harnwegen
Geruchsanalyse (gewisse Krankheiten riechen sehr intensiv!)
Analyse unter Mikroskop (Sedimente)
Kulturen
Schwangerschaft
Messung des «Schwangerschaftshormons» humanes Choriongonadotropin (beta-hCG) in Urin oder Blut
Reaktion mit Antikörper auf Teststreifen -> Verfärbung (Immunchromatographie)
Immunassays
• Antigen-Antikörper-Reaktion
• mit angekoppeltem Enzym oder Fluoreszenzfarbstoff zur Sichtbarmachung der Reaktion
• z.B. HIV-Test
(Nachweis Antikörper; Nachweis Virusbestandteile durch andere Methode)
Abstriche / Biopsien
• Abstriche mittels Wattestäbchen oder Spatel von
Haut und Schleimhäuten (z.B. Rachen, Scheide)
-> Färbung, Züchtung auf Nährboden -> Nachweis Infektion
• Gewebeentnahme (Biopsie) z.B. mittels einer
Biopsienadel
-> Schneiden, Einfärben, Markierung mit Antikörpern -> Nachweis Tumore oder Strukturen (z.B. Muskel)
Endoskopie:
Spiegelung; seit 19.Jh.
-Gelenkspiegelung, - Darmspiegelung
Röntgen (seit ca. 1900)
Messung der Absorption der Röntgenstrahlung im Körpergewebe durch z.B. CCD-Sensoren -> Darstellung unterschiedlicher Gewebe
-> Schatten, Aufhellungen, etc.
-> Erkennung von Frakturen
-> mit Kontrastmitteln z.B. für Darm oder Gefässe
• Gefahren: Strahlenbelastung
Computertomographie (CT) , seit 1970
• Auswertung von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen zu Schichtbildern -> überlagerungsfreie Darstellung
-> heute auch mit zwei Spektren
oder zwei Energielevels
• Gefahren: Strahlenbelastung
Strahlenbelastung::
Erlaubte Maximaldosis: 20 mSv / Jahr
Erlaubte Lebensdosis: 400 mSv
Langstreckenflug: ca. 0.1 mSv
Fluoroskopie (Durchleuchtung)
• kontinuierliche Röntgenbilder(zum bsp. die Funktion der Prothese untersuchen, ob sie wirkt..?!), heute mit gepulster Röntgenstrahlung
• z.T. mit Kontrastmittel
Sonographie (Ultraschall)
• Diagnostikeinsatz: 1-40 MHz
• Reflexion an Gewebe-Grenzschichten (stark: Knochen, Gase; schwach: Flüssigkeiten)
Magnetresonanztomographie (MRI), auch Kernspintomographie (NMR) seit 1970
Funktionsweise:
Ausrichtung z.B. der Wasserstoffatome im starken Magnetfeld
Anlegen eines hochfrequenten Wechselfeldes führt zum Kippen, danach wieder zurück
Analyse der Signale
(z.B. unterschiedlich je nach Wassergehalt und Relaxationszeit)• Gefahren: ?