DEU Textanalyse: Rhetorische Stilfiguren

BA Angewandte Sprachen, ZHAW 2. Semester

BA Angewandte Sprachen, ZHAW 2. Semester


R. K.
Diese Vokabelkartei mit 33 Karteikarten hilft beim Erlernen von rhetorischen Stilfiguren auf Universitätsniveau. Sie konzentriert sich auf Vokabeln wie Zeugma, Aposiopese und Anakoluth, die für die Textanalyse essenziell sind. Die Plattform unterstützt auch das Rückwärtslernen von der Zielsprache zur Ausgangssprache. Ideal für Studenten, die ihre analytischen Fähigkeiten in der deutschen Sprache vertiefen möchten, eignet sich diese Kartei besonders für Fortgeschrittene und Experten.
Cartes-fiches
33
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
26.05.2015 / 17.09.2018

Cartes-fiches

Metapher

·        Sprachbild, Vergleich
implizit, ohne den Partikel wie (mit wie -> Vergleich)

·        Ähnlichkeiten / Analogien zwischen den Referenzobjekte

·        Pragmatisch, kulturspezifisch

·        Tertium comparationis: eigentlicher Ausdruck, übertragener Ausdruck -> beide haben gewisse gemeinsame Konzepte (Beispiel: Er ist ein Löwe – Er ist stark, durchsetzungsfähig, ein Anführer)

Strukturmetapher

Komplexes Konzept (z.B. Argumentation) wird von einem anderen, konkreteren Konzept her metaphorisch erklärt

Beispiel: Zeit ist Geld

·        Sie vergeuden meine Zeit

·        Ich habe keine Zeit zu verschenken

·        Mit diesem Gerät können Sie viel Zeit sparen

Metonymie

Leicht verschobenes, verkürztes Sprechen
-> Erfinder mit Erfindung, Autor mit Werk gleichsetzen

Ich muss mal wieder Goethe lesen (= Ich muss mal wieder ein Werk von Goethe lesen)

Personifikation

Menschliche Eigenschaften für ein Tier/ Gegenstand

-> Das Leben ist schön, denn die Sonne lacht mir.

Allegorie

Häufig bildlich dargestellt

-> Gerechtigkeit – Justitia (Bild einer blinden Frau mit Waagschale)

Forführende Metapher

Eine Metapher prägt den gesamten Text

-> Schletti-Text: Unternehmensgeschichte als Kinofilm 

Isotopie

Sämtliche Wörter eines Textes zu einem gemeinsamen Thema
Wortfelder: Alles was zu einer Isotopiebene gehört, gehört zum einem semantischen Wortfeld
(Fortbewegungsmittel: Velo, Auto, fahren, laufen, ...)

Tote Metapher

Lexikalisierte Metapher
Ausdruck ist so geläufig, dass man die Metapher gar nicht mehr erkennt

Stuhlbein, Flussbett, ...

Synästhesie

Verschmelzung von Sinneseindücken auf sprachlicher Ebene. AJD + SUBST: Adjektiv ist der metaphorische Ausdruck

-> ein spitzer Ton (Tasenten [Metapher] + Hören), Kreischende Farben (hören [Metapher] + sehen)

Antonomasie

Ersetzung eines Personennamens durch Nennung einer besonderen Eigenart/charakteristischen Mekmals

-> der Allmächige für Gott, die ewige Stadt für Rom

Periphrase

Ausführliche Umschreibung eines Namens

-> Arbeiter- und Bauernstaat: für die ehemalige DDR, Sitzgelegenheiten für Stühle

Hyperbel

Übersteigerung der Wahrheit; Übertreibung/Untertreibung

-> "Mit seinen 1,80m war er ein Zwerg im Basketballteam", "Ich sterbe, wenn ich jetzt nichts zu Essen kriege"

Litotes

Übertreibende Ausdrucksweise. Ein Ausdruck wird durch die Verneinung des Gegenteils ersetzt

-> "Das war keine leichte (=schwere) Aufgabe". "Es geht mir nicht schlecht (=gut)"

Oxymoron

Zwei eng aufeinander folgende Begriffe, die sich gegenseitig ausschliessen

-> ein schwarzer Schimmel, "wie gehts, alter Knabe?"

Anapher

Sätze, Strophen, Textabschnitte, ... beginnen mit der gleichen Wortgruppe

-> "Das ist gut. Das ist sehr gut. Das ist uralt Lavendel..."

Paranomasie

Wortspiel, das auf der ähnlichen lautlichen Gestalt von Wörtern beruht

-> Aller Anfang ist leer

Alliteration

=Stabreim
gleicher Anlaut (normalerweise konsonantisch) der betonten Stammsilben

Perspektiven für Poewlls Pendeldiplomatie?

Assonanz

Gleichklang von Vokalen

-> "Koropral sah rot . Bussard tot!". "Du liebes Kind komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel ich mit dir:"

Polysyndeton

Auzählung, bei der Wörter, Satzteile oder Sätze mit einem sich stets wiederholenden Konnektor verbunden werden

-> Und es wallet und siedet und brauset und zischt

Asyndeton

Konjunktionen fehlen in einer Aufzählung

-> "Der Wahn ist kurz, [ ] die Reu ist lang"

Rhythmisierung

Wiederkehr gewisser Gruppierungen von betonten und unbetonten Silben

-> Massenmord am Maskenball

Triade

Dreieraufzählung

-> veni, vidi, vici

Hendiadyoin

anstelle eines Begriffs werden zwei (Quasi-) Synonyme gesetzt

-> immer und ewig, voll und ganz

Pleonasmus

ein (oder mehrere) Seme sind rekurrent

nie une nimmer, ein weisser Schimmel

Palindrom

kann vor- und rückwärts gelesen werden

-> Sugus, Otto, ...

Anagramm

Vertrauschung der Buchstaben und/oder Laute eines sprachlichen Ausdrucks

-> Lager - Regal

Parallelismus

Parallele Anordnung gleichrangiger Satzglieder/Phrasen

-> "ihre Güter zu plündern?Ihre Häuser in Brand zu stecken?"

Chiasmus

Überkreuzstellung einander entsprechender Satzglieder

-> Ars longa, vita brevis

Ellipse

Aussparung von syntaktisch notwendigen sprachlichen Elementen, die rekonstruierbar sind

-> Die Hühner legen [Eier]; Sie isst gerade [irgendetwas], Er gestand [etwas allen Bekanntes]

Parenthese

Einschub, oft zwischen Gedankenstrichen

Anakoluth

Unterbrechung einer syntaktischen Konstruktion

-> Die Lebensmittel, die sind doch alle vergiftet ..., Den Film - den hättest du sehen sollen.

Aposiopese

Aprupter Abbruch eines Gedankens, eines Satzes

--> Ich muss mal..., Ich will dir...

Zeugma

Ein syntaktisches Element (meist das finite Verb) bezieht sich auf mehrer Glieder innerhalb des Satzes

-> Er schüttelte den Kopf und dem Nachbarn die Hand. Er stellte sich dumm und den Regenschirm in die Badewanne.

Étudier