Dermatologie

Definitionen

Definitionen


R. S.
Diese Lernkarten behandeln dermatologische Erkrankungen und Phänomene auf Universitätsniveau. Sie umfassen Themen wie Hautveränderungen, Infektionen, Entzündungen und Syndrome, darunter Psoriasis, Urtikaria und Herpes. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über Hauterkrankungen vertiefen möchten, da sie detaillierte Informationen zu Diagnose und Behandlung bieten.
Karten
204
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.06.2013 / 01.03.2017

Flashcards

Lipo(phagen)granulome

Fremdkörperreaktion, die sich zumeist gegen freigesetzte Lipide nach Fettgewebsnekrose oder seltener gegen lipophile Fremdkörper (“Paraffinom”) richtet

Erythema ab igne (e calore)

netzartige Rötung, die durch Wärmeentwicklung nach zu häufiger Benutzung oder Anwendung zu heißer Wärmflaschen oder Ähnlichem zur Schmerzerleichterung (auch bei Pankreatitis!) entsteht.

Erythema (exsudativum) mulitforme

ach heutigem Kenntnisstand durch das Herpes simplex Virus ausgelöst --> ein aus zwei, manchmal drei konzentrischen Ringen bestehendes Erythem, welches im Verlauf blasenförmig werden kann. Ca. 3 cm im Durchmesser mit gerötetem Rand und Umgeben von einer he

Erythema chronicum migrans

Hauptmanifestationen einer Infektion mit Borrelia burgdorferi

Pityriasis rosea

erythematosquamöse Dermatose mit akutem Beginn und selbstlimitierendem Verlauf, welche v.a. junge Männer und Frauen zwischen dem 10. und 35. Lebensjahr befällt; Pathogenese unklar,

Intertrigo

Eine rote, nässende Entzündung der Haut,[1] die durch eine Aufweichung der Haut gefördert wird, z. B. bei Harninkontinenz, starkem Schwitzen oder durch Reibung, und in Hautfalten vorkommt; klinischer Oberbegriff ohne Hinweis auf die Ursa

Alopecia areata

umschriebener, meist reversibler Verlust der Haare mit ein oder mehreren, häufig ovalen oder kreisrunden Herden. Sie ist die häufigste Art des nicht diffusen Haarausfalls. Sie betrifft v.a. junge Menschen mit leichter Bevorzugung des männlichen Geschlecht

weißer Dermographismus,

ach kräftigem Bestreichen der Haut in den geröteten Arealen bleibt für einige Minuten eine weiße Linie zurück; typisch bei Neurodermitis

Dennie-Morgan-Falte

infraorbitale doppelte Lidfalte, HInweis auf Neurodermitis

Hertoghe-Zeichen

Reduktion der lateralen Augenbrauen, HInweis auf Neurodermitis

Nikolski-Zeichen

weisen eine Blasenneigung der Haut nach. Nikolski I bedeutet, dass sich eine Blase durch Schiebedruck auf gesunder Haut auslösen lässt, Nikolski II besagt, dass eine bestehende Blase durch seitlichen Schiebedruck verschoben werden kann. Pemphigus vulgaris

polymorphe Lichtdermatose

durch Sonneneinwirkung (bevorzugt durch UVA-Strahlung) ausgelöstes vesikulöses, papulöses oder lichenoides Exanthem dessen Ätiologie unbekannt ist. Überwiegend sind Frauen betroffen

Dermatitis pratensis

Wiesengräserdermatitis; phototoxische Dermatitis, ausgelöst durch Hautkontakt mit photosensibilisierenden Substanzen in Verbindung mit UVA-Bestrahlung; Gartenarbeit!

Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer

Borreliose Stadium III: zunächst streifige Aufquellung der Haut in Gelenk nahen Gebieten und an den Extremitätenstreckseiten. Anschließend Induration, livide Verfärbung und Atrophie mit Verlust des subkutanen Fettgewebes.

Mycosis fungoides

Kutanes T-Zell-Lymphom mit niedrigem Malignitätsgrad

Sézary-Syndrom

erythrodermatisch verlaufendes malignes kutanes T-Zell-Lymphom (A) (B) mit zirkulierenden atypischen T-Zellen charakterisiert. Die Ätiologie ist unbekannt, die Histologie ist der Mycosis fungoides ähnlich

Acne medicamentosa

Als Auslöser gelten Steroide (z.B. Prednisolon) , Halogene (zB. Iod ), Barbiturate, INH , Vitamin B , ACTH.

Aknetetrade

Acne inversa, Acne conglobata, Perifolliculitis capitis abscedens et suffodiens, Sinus pilonidalis

okulogenitale Chlamydieninfektion

Chlamydia trachomatis Serotyp D-K; eröse Urethritis, Dysurie, weißlicher Fluor, Epididymitis, Prostatitis, Proktitis; Frau: Zervizitis, mäßig Zervikalfluor, Salpingitis, Infertilität. Tetrazyklin

Bonjour-Tropfen

glasiger bis eitriger Ausfluss aus der Urethra im Rahmen einer Chlamydien-Infektion

Lymphogranuloma venereum

Chlamydia trachomatis der Serotypen L1–L3; Auftreten kleiner schmerzloser Geschwüre im Genitalbereich, dann Vergrößerung der Lymphknoten in der Leistengegend ("Bubonen") bis zur Abszessbildung; Doxycyclin

Ulcus molle

“Weicher Schanker”; urch Haemophilus ducreyi (B) hervorgerufene sexuell übertragbare Erkrankung;papulopustulöse Läsionen im Genitalbereich, die zu Ulera erodieren; Tetrazyklinen

Dissem. Gonokokkeninfektion/Gonokokken-Sepsis

Typisch: Fieber, Gelenkbefall und Exanthem (hämorrhagische Papeln und Pusteln, vorwiegend an den distalen Extremitäten)

Ulcus durum

"harter Schanker"; im Stadium I der Syphillis; schmerzlose Läsion im Genitalbereich, die mein ern leichten Lymphknoten-Schwellung verbunden ist

Syphilis - Erreger

Treponema pallidum

Syphilis-Verlauf

I: Papel an Eintrittspforte --> Entwicklung zum Ulcus durum; II: generalisiert mit Exanthem, Conylomata lata, Haarausfall; III: Beteiligung von ZNS, Herz-Kreislauf, Haut, charakteristische Gummen an Haut und inneren Organen

Syphilis connata

Frühmanifestation: Hautläsionen, Lymphadenopathie, Knochenveränderungen; Spätmanifestation: Luetische Keratitis, Innenohrschwerhörigkeit, Veränderung der Schneidezähne (Hutchinson-Zähne)

Bullöses Pemphigoid

Erkrankung mit subepidermaler Blasenbildung aufgrund von Antikörpern gegen BPAg1/2 (Bestandteile des Keratinozyten-Verankerungs-Komplex mit der Lamina lucida); v.a. an Beugeseite der Ex, Achseln, Rumpfmittellinie; Steroide

Pemphigus vulgaris

Intradermale suprabasale Blasenbildung; Antikörper-Bildung gegen Desmoglein 3 und z.T. 1; Beginn mit Schleimhautveränderungen, positives Nikolski-Phänomen

Pemphigus foliaceus

Sonderform des Pemphigus ohne Schleimhautbefall; im Vordergrund Hautveränderungen am behaarten Kopf

Dermatitis herpetiformis Duhring

Blasenbildende Erkrankung, assoziiert mit der glutensensitiven Enteropathie, Synchrone Polymorphie;

Formen des Kutanen Lupus erythematodes

Diskoider LE, Subakuter LE, Akuter LE

Tapeziernagelphänomen

i.R. der Diskoidem LE; Entfernt man an den Herden die zentrale Schuppung, wird ein keratotischer Sporn sichtbar

Dermatomyositis

"Lilakrankheit"; Chronische Entzündung von Haut und Muskulatur; in 50% mit Neoplasie assoziiert; Trias: Hautsymptome, Muskelschwäche, Krankheitsgefühl

Koplik-Flecken

Für Masern pathognomische Mundschleimhautveränderungen

Masern-Exanthem

Beginn hinter den Ohren, breitet sich über den Stamm auf die Extremtitäten aus; makulopapulös mit Neigung zur Konfluenz

Pseudoacanthosis nigricans

n Achselhöhlen, seitlichem Hals- und Nackenbereich, Inguinal- und Genitoanalregion finden sich anfangs gelb-braune bis schwarze Hyperpigmentierungen, später dann flächige papilloomatös verruciforme Verstärkung der Hautfurchen und Hautfalten;

Pyoderma gangraenosum

Assoziation mit M. Crohn, Colitis ulcerosa, chronischer Polyarthritis, Lymphom, Leukämie, systemischer LE; Klinik: mit Pusteln beginnende Entwicklung einer schmerzhaften Ulzeration mit polyzyklischer Begrenzung, Ursache wahrscheinlich Vaskulitis

Xanthome

Lokale Infiltration der Haut mit lipoproteinhaltigen Perizyten und Makrophagen; Typen: plane, tuberöse, eruptive, disseminierte, Sehnen-E.; Ausdruck einer Hyperlipidämie

Xanthelasmen

Plane Xanthome im Bereich der Augen

Étudier