Dermatologie
Definitionen
Definitionen
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Cartes-fiches
Lipo(phagen)granulome
Fremdkörperreaktion, die sich zumeist gegen freigesetzte Lipide nach Fettgewebsnekrose oder seltener gegen lipophile Fremdkörper (“Paraffinom”) richtet
Erythema ab igne (e calore)
netzartige Rötung, die durch Wärmeentwicklung nach zu häufiger Benutzung oder Anwendung zu heißer Wärmflaschen oder Ähnlichem zur Schmerzerleichterung (auch bei Pankreatitis!) entsteht.
Erythema (exsudativum) mulitforme
ach heutigem Kenntnisstand durch das Herpes simplex Virus ausgelöst --> ein aus zwei, manchmal drei konzentrischen Ringen bestehendes Erythem, welches im Verlauf blasenförmig werden kann. Ca. 3 cm im Durchmesser mit gerötetem Rand und Umgeben von einer he
Erythema chronicum migrans
Hauptmanifestationen einer Infektion mit Borrelia burgdorferi
Pityriasis rosea
erythematosquamöse Dermatose mit akutem Beginn und selbstlimitierendem Verlauf, welche v.a. junge Männer und Frauen zwischen dem 10. und 35. Lebensjahr befällt; Pathogenese unklar,
Intertrigo
Eine rote, nässende Entzündung der Haut,[1] die durch eine Aufweichung der Haut gefördert wird, z. B. bei Harninkontinenz, starkem Schwitzen oder durch Reibung, und in Hautfalten vorkommt; klinischer Oberbegriff ohne Hinweis auf die Ursa
Alopecia areata
umschriebener, meist reversibler Verlust der Haare mit ein oder mehreren, häufig ovalen oder kreisrunden Herden. Sie ist die häufigste Art des nicht diffusen Haarausfalls. Sie betrifft v.a. junge Menschen mit leichter Bevorzugung des männlichen Geschlecht
weißer Dermographismus,
ach kräftigem Bestreichen der Haut in den geröteten Arealen bleibt für einige Minuten eine weiße Linie zurück; typisch bei Neurodermitis
Dennie-Morgan-Falte
infraorbitale doppelte Lidfalte, HInweis auf Neurodermitis
Hertoghe-Zeichen
Reduktion der lateralen Augenbrauen, HInweis auf Neurodermitis
Nikolski-Zeichen
weisen eine Blasenneigung der Haut nach. Nikolski I bedeutet, dass sich eine Blase durch Schiebedruck auf gesunder Haut auslösen lässt, Nikolski II besagt, dass eine bestehende Blase durch seitlichen Schiebedruck verschoben werden kann. Pemphigus vulgaris
polymorphe Lichtdermatose
durch Sonneneinwirkung (bevorzugt durch UVA-Strahlung) ausgelöstes vesikulöses, papulöses oder lichenoides Exanthem dessen Ätiologie unbekannt ist. Überwiegend sind Frauen betroffen
Dermatitis pratensis
Wiesengräserdermatitis; phototoxische Dermatitis, ausgelöst durch Hautkontakt mit photosensibilisierenden Substanzen in Verbindung mit UVA-Bestrahlung; Gartenarbeit!
Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer
Borreliose Stadium III: zunächst streifige Aufquellung der Haut in Gelenk nahen Gebieten und an den Extremitätenstreckseiten. Anschließend Induration, livide Verfärbung und Atrophie mit Verlust des subkutanen Fettgewebes.
Mycosis fungoides
Kutanes T-Zell-Lymphom mit niedrigem Malignitätsgrad
Sézary-Syndrom
erythrodermatisch verlaufendes malignes kutanes T-Zell-Lymphom (A) (B) mit zirkulierenden atypischen T-Zellen charakterisiert. Die Ätiologie ist unbekannt, die Histologie ist der Mycosis fungoides ähnlich
Acne medicamentosa
Als Auslöser gelten Steroide (z.B. Prednisolon) , Halogene (zB. Iod ), Barbiturate, INH , Vitamin B , ACTH.
Aknetetrade
Acne inversa, Acne conglobata, Perifolliculitis capitis abscedens et suffodiens, Sinus pilonidalis
okulogenitale Chlamydieninfektion
Chlamydia trachomatis Serotyp D-K; eröse Urethritis, Dysurie, weißlicher Fluor, Epididymitis, Prostatitis, Proktitis; Frau: Zervizitis, mäßig Zervikalfluor, Salpingitis, Infertilität. Tetrazyklin
Bonjour-Tropfen
glasiger bis eitriger Ausfluss aus der Urethra im Rahmen einer Chlamydien-Infektion
Lymphogranuloma venereum
Chlamydia trachomatis der Serotypen L1–L3; Auftreten kleiner schmerzloser Geschwüre im Genitalbereich, dann Vergrößerung der Lymphknoten in der Leistengegend ("Bubonen") bis zur Abszessbildung; Doxycyclin
Ulcus molle
“Weicher Schanker”; urch Haemophilus ducreyi (B) hervorgerufene sexuell übertragbare Erkrankung;papulopustulöse Läsionen im Genitalbereich, die zu Ulera erodieren; Tetrazyklinen
Dissem. Gonokokkeninfektion/Gonokokken-Sepsis
Typisch: Fieber, Gelenkbefall und Exanthem (hämorrhagische Papeln und Pusteln, vorwiegend an den distalen Extremitäten)
Ulcus durum
"harter Schanker"; im Stadium I der Syphillis; schmerzlose Läsion im Genitalbereich, die mein ern leichten Lymphknoten-Schwellung verbunden ist
Syphilis - Erreger
Treponema pallidum
Syphilis-Verlauf
I: Papel an Eintrittspforte --> Entwicklung zum Ulcus durum; II: generalisiert mit Exanthem, Conylomata lata, Haarausfall; III: Beteiligung von ZNS, Herz-Kreislauf, Haut, charakteristische Gummen an Haut und inneren Organen
Syphilis connata
Frühmanifestation: Hautläsionen, Lymphadenopathie, Knochenveränderungen; Spätmanifestation: Luetische Keratitis, Innenohrschwerhörigkeit, Veränderung der Schneidezähne (Hutchinson-Zähne)
Bullöses Pemphigoid
Erkrankung mit subepidermaler Blasenbildung aufgrund von Antikörpern gegen BPAg1/2 (Bestandteile des Keratinozyten-Verankerungs-Komplex mit der Lamina lucida); v.a. an Beugeseite der Ex, Achseln, Rumpfmittellinie; Steroide
Pemphigus vulgaris
Intradermale suprabasale Blasenbildung; Antikörper-Bildung gegen Desmoglein 3 und z.T. 1; Beginn mit Schleimhautveränderungen, positives Nikolski-Phänomen
Pemphigus foliaceus
Sonderform des Pemphigus ohne Schleimhautbefall; im Vordergrund Hautveränderungen am behaarten Kopf
Dermatitis herpetiformis Duhring
Blasenbildende Erkrankung, assoziiert mit der glutensensitiven Enteropathie, Synchrone Polymorphie;
Formen des Kutanen Lupus erythematodes
Diskoider LE, Subakuter LE, Akuter LE
Tapeziernagelphänomen
i.R. der Diskoidem LE; Entfernt man an den Herden die zentrale Schuppung, wird ein keratotischer Sporn sichtbar
Dermatomyositis
"Lilakrankheit"; Chronische Entzündung von Haut und Muskulatur; in 50% mit Neoplasie assoziiert; Trias: Hautsymptome, Muskelschwäche, Krankheitsgefühl
Koplik-Flecken
Für Masern pathognomische Mundschleimhautveränderungen
Masern-Exanthem
Beginn hinter den Ohren, breitet sich über den Stamm auf die Extremtitäten aus; makulopapulös mit Neigung zur Konfluenz
Pseudoacanthosis nigricans
n Achselhöhlen, seitlichem Hals- und Nackenbereich, Inguinal- und Genitoanalregion finden sich anfangs gelb-braune bis schwarze Hyperpigmentierungen, später dann flächige papilloomatös verruciforme Verstärkung der Hautfurchen und Hautfalten;
Pyoderma gangraenosum
Assoziation mit M. Crohn, Colitis ulcerosa, chronischer Polyarthritis, Lymphom, Leukämie, systemischer LE; Klinik: mit Pusteln beginnende Entwicklung einer schmerzhaften Ulzeration mit polyzyklischer Begrenzung, Ursache wahrscheinlich Vaskulitis
Xanthome
Lokale Infiltration der Haut mit lipoproteinhaltigen Perizyten und Makrophagen; Typen: plane, tuberöse, eruptive, disseminierte, Sehnen-E.; Ausdruck einer Hyperlipidämie
Xanthelasmen
Plane Xanthome im Bereich der Augen