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Lernkarten

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R. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Ernährung, Nährstoffe wie Phosphat, Calcium und Kalium sowie deren Aufnahme und Mengen im Körper. Sie behandeln auch Symptome, Nierenfunktion (GFR) und Proteine, mit Fokus auf Allergien, Schmerzen und spezifische Erkrankungen wie Osteoporose. Ideal für Medizinstudierende und Gesundheitsfachleute, die sich mit Ernährungsphysiologie und klinischen Aspekten vertraut machen möchten.
Karten
470
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.03.2016 / 20.03.2016

Lernkarten

Was gehört alles zum Stuhlassessment? 

- Beginn
- Dauer 
- Zeitpunkt
- Frequenz
- Konsistenz
- Stuhlvolumen
- Stuhlbeimengungen (Blut, Eiter, Schleim)
- Stuhlfarbe 

Teile der natürlichen (angeborenen) Abwehr: 

- Haut
- Schleimhaut
- Speichel, Magensäure
- Bakterien
- Tränenflüssigkeit
- Granulozyten, Makrophagen, dentritsiche Zelen (in die Haut eingelassen, Fressen Dinge und präsentieren sie dem Immunsystem) 

Was gehört alles zur erworbenen Abwehr ? 

- Knochenmark
- Thymus
- Milz
- Lymphknoten
- T-Zellen 
- B- Zellen

all diese Bestandteile der Abwehr sind bei Geburt noch nicht ausgebildet. Das Immunsystem muss zuerst lernen. 

Was versteht man unter der mehrstufigen Abwehr? 

  1. primäre Abwehr:  natürliche Barriere, z.B. die Haut
  2. sekundäre Abwehr: angeborene unspezifische Abwehr (z.B. Fieber, Phagozyten (Makrophagen und Neutrophile), Entzündung
  3. Tertiäre Abwehr: Antigen-Spezifische Antwort gegen Organismen, welche die erste und zweite Barriere überwunden haben (Antikörper und Lymphozyten) 

5 Entzündungszeichen

Hitze, Röte, Schwellung, Schmerz, Funktionsverlust

Was ist die Toleranz in der Allergologie und was bedeutet sie ? Welche Arten gibts? 

- etwas zur Kenntnis nehmen, aber sein lassen. 

1.) Zentale Toleranz: selbst-reaktive B-Zellen und T-Zellen werden eliminiert (Gefahr für den Körper selbst) 

2.) periphere Toleranz: T- der B-Zellen werden in der Peripherie stillgelegt (einschlafen oder Apoptose.

3.)  Orale Toleranz: Aufnahme von Antigenen im Darmtrakt. Das Immunsystem stuft diese als harmlos ein. ( Z.B. wenn immer wieder ein Steak (= Fremdprotein) gegessen wird, reagiert das Immunsystem einfach plötzlich nicht mehr) )

Definitionen: Allergie / Atopie / Orale Toleranz

Allergie: Überreaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Antigen (Allergen) 

Atopie: pers./familiäre Tendenz, eine Allergie gegenüber Allergenen zu entwickeln. 

Orale Toleranz: normaler immunologischer Prozess, durch welchen das Immunsystem Antigene (z.B. Nahrungsmittel-Antigene) als harmlos erkannt. 

 

Was sind die häufigsten Allergen-haltigen NM? 

Milch
Krustentiere
Sellerie
Eier
Getreide
Erdnüsse
Senf
Soja
Sesam
Nüsse

Prävalenz von LM-Allergien 

- bei Erw.
- bei Kindern

Wie häufig sind es Atemweg-Allergien? 

- 2%

- 5-7%

atemwegsallergie = das Allergen kommt über die Atemwege rein: 10-20% der Fälle 

Welche Faktoren bestimmen über Allergie und Toleranz von LM? 

- Impfungen
- Genetik
- Hygiene
- Lebensstil, Diäten
- Antigene
- Mikrobiom
- Haustiere
- Umweltverschmutzung 

Wie funktionieren HA- Nahrungsmittel? 

Während Allergene im Magen nicht verdaut werden und deshalb eine starke Immunanatwort induzieren,

werden HA Produkte vorverdaut. Sie haben ein ca. 1000x reduziertes Potenzial, eine Allergie zu induzieren. 

Geeignet für Kinder, die ein hohes Allergie- Risiko haben. Mind. 1 Elternteil/Geschwister allergisch. 

Warum reagiert der Körper nicht allergisch auf Nahrung? Das sind doch auch fremde Proteine? 

- NM-Antigene werden im GI- Trakt so verarbeitet, dass sie vom Immunsystem als harmlos eingestuft werden. 

- Verdauung durch Pepsin, pH 1.2

- Darmbakterien sind Helfer und haben keine Gefahr-Strukturen

- Toleranz-Induktion duch grosse Mengen Antigen  (es passiert nie was, also schläft der Antikörper ein.) 

Was ist die wichtigste Voraussetzung für ein NM-Allergen? 

Es ist säureresistent und induziert eine Immunantwort. 

Was ist die SIT? 

spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) 

oft sublingual. Das Allergen wird in kleinen, dann immer grösseren Mengen gegeben, bis es vertragen wird. Die Therapie dauert mehrere Jahre. 

Welche Allergie-Hauttests stehen zur Vefügug und wie werden sie gemacht? 
Welche Varianten gibt es ? 

Pricktest: ein Tropfen einer relativ konzentrierten Allergenlösung wird auf die Haut appliziert und mittels einer feinen Lanzette wird ein kleiner Epitheldefekt gemacht. 
Prick-zu-Prick: hier wird das echte LM zuerst angestochen, danach in die Haut gestochen (Vorteil, dass z.b. Apfelsorten (versch.) anstelle der standartisierten Lösung getestet werden können. Gerade bei Früchten sind die Allergene manchmal so labil, dass sie in der Lösung vorzeitig verflüchtigen. 


Scratchtest: Oberflächliche Epidermis wird aufgekratzt und die Allergenlösung darauf gegeben. 

Intradermale Injektion: Allergenlösung wird in die Dermis gespritzt. 

 

--> bei allen erfolgt die Beurteilung dann anhand der Grösse der Quaddel, die sich bildet. 

Labortechnische Allergiediagnosemöglichkeiten

- IgE- Antikörperbestimmung
- molekulare Allergiediagnositk: Allergenextrakt wird auf spezifische Allergenkomponente untersucht

Welches sind wichtig zu erfassende Fragen bei Allergieanamnese

Triggerfaktoren, Augmentationsfaktoren
- körperliche Anstrenung
- psychischer Stress
- Alkohlkonsum
- ähnliche NM-Allergene
- absorptionsfördernde Stoffe (medi)
- Infekte 
- Hormoneller Einluss
- Hitze/Kälte 

Inhalativallergen und NM- Allergen (aufgrund Kreuzraktion): 3 Beispiele

- Milben --> Schalen- und Weichtiere
- Latex --> Ananas, Banane, Kiwi, Mango, Papaya
- Baumpollen --> Apfel, Haselnuss, Karotte, Kartoffel
- Tierepithelien --> Fleisch

Mögliche Ernährungsdiagnose bei Allergie nach PUI 

P: Aufnahme allergieauslösender Substanzen
U: Mangelnde Kenntnis über individuelle Allergieauslöser
I: Orales Allergiesyndrom 

P: Aufnahme allergieauslösender Substanzen
U: Mangelnde Kenntnisse in welchen LM das Allergen enthalten sein kann
I: Symptome einer allergischen Reaktion 

P: Aufnahme allergieauslösender Substanzen 
U: Mangelnde Kompetenz Angaben auf Verpackungen richtig zu interpretieren
I: Orales Allergiesyndrom 

was ist das et-Ziel in der Allergieberatung? 

- Eindeutige Identifikation des allergieauslösenden NM
- mithilfe Diagnostischer Diät
- anschliessende Provokation (innerhalb von 3 Wochen) 

Was ist die Oligoallergene Basisdiät und wann wird sie angwendet? Welche LM beinhaltet sie? 

- bei unspezifischem Allergieverdacht wird zunächst nur diese Diät gehalten: 

  • Mineralwasser
  • Salz
  • Blumenkohl
  • Poulet
  • Birne 
  • Öl
  • Reis

Was ist eine Eliminationsdiät und wann wird sie angewendet? 

Bei spezifischem Verdacht auf eine Allergie. 

Das verdächtigte LM wird gezielt ausgelassen. 

wie sieht die Ernährung aus bei Verdacht auf pollenassoziierte NM-Allergie? 

eine Ernährung ohne die pollenassoziierten NM-Allergene: 

  • OHne versch. Früchte
  • ohne div. Gemüse
  • ohne Nüsse 

sind Allergene hitzeresistent? 

Unterschiedlich. Birkenpollenassoziierte sind oft instabil. 
Speicherproteine in Nüssen, Samen, Hürü und Getreiden enthalten hitzestabile Allergene 

Wie viel muss mind. in einem LM in Spuren vorhanden sein, damit aus Sicherheitsgründen "kann Spuren von .... enthalten)" aufgedruckt werden muss? 

1g/kg 

Wofür braucht man allenfalls LM-Alternativen bei Allergikern

z.B. Proteinpulver : Nährstoffbedarf decken
Reisdrink, Statt Ei: Küchentechnik

Wie lange sind intakte Proteine nach im Blut nachweisbar? Welche Konsequenz hat das ?

 bereits ab 30min bis 3h --> die Spanne, in der das Allergierisiko noch besteht, ist recht lang (?) 

Welche zwei Faktoren machen, dass die meisten Menschen NM gut vertragen? 

- Intakte Schleimhautbarrierre und IgA (bei CU, MC ist die Schleimhaut geschädigt) 
- Down-regulierung der Immunantwort (orale Toleranz) 
--> keine Abwehrreaktiion, neue, auch exotische LM werden toleriert. 

NM_Unverträglichkeit: Einteilung in die beiden Obergruppen von Reaktionen

- toxisch (NM-Intoleranzen, nicht immunologische Reaktionen) 
- nicht- Toxisch (NM-Allergien, immunologische Reaktionen) 
 

Wie viele Erwachsene haben eine NM-Allergie? Wie viele Kinder? Steigt die Prävalnez? 

zw. 1-10% der Erwachsenene
ca. 8% der Kinder

Viel mehr Leute vermuten eine NM- Allergie
ob die NMA zunimmt, ist unklar. Wenn, dann in Zusammenhang mit Inhalationsallergien (bei Erw. v.a. über Atemwege) 

Was sind Risikofaktoren für eine NMA? 

- Atopie
- Knaben, später Frauen
- Schwarze Haut, Asiaten
- je nach Zeitpunkt NM-Umstellung (zu früh und zu spät sind schlecht)
- Wohlstand, Schulbildung, Adipositas
- Hyperhygiene
-Vit- D- Mangel
- PPI- Therapie (führt eher zur Allergie, weil die Proteine weniger Denaturiert werden) 

NICHT: Antibiotika und Kaiserschnitt 

Definition Atopie

- Genetische Disposition spezifischer IgE,  Antikörper gegen Aero und NM- Allergene zu bilden .

Medikamente und Insektenallergie gehören nicht dazu 

Was ist der Unterschied von der Allergie zur Intoleranz? 

Intorleranz: es liegt kein nachweisbarer Immunologischer Prozess vor. 

Wie sieht die Allergiekarriere aus? (Versch. Allergien haben im Laufe des Lebens ihre Peaks, Flachen dann wieder ab, dafür nehmen andere zu. )

Säugling: NM- Allergie
Kleinkind: Atopische Dermatitis
Vorschul-Schulalter: Asthma (aufgrund Hausstaubmilben und Tieren) 
Mittelstufe: Allergische Rhinithis aufgrund Pollen und Sporen (später dann Reaktionen auf NM) 

Welches sind LM,, die v.a. beim Kind / bzw. beim Erwachsenen eine Allergie auslösen= 

Kind: Kuhmilch, Erdnuss, Baumnuss

Erwachsene: Schalentieren, Früchte und Gemüse

Anaphylaxie: WAs ist dafür zuständig? 

Allergische Reaktiion, dabei ist die Mastzelle verantwortlich (findet statt beim 2. Kontakt) 

Welches sind LM, die beim Erwachsenen häufig zu Anaphylaxie führen= 

Weizen, Soja, Baumnuss, Sellerie 

Was passiert in der asymptomatischen Sensibilisierungsphase? 

Protein (Allergen)  tritt durch die Mucosa in die Zelle, wird dort vom Langerhans-Zelle (Makrophage) aufgenommen und verarbeitet, gelangt zum Leucozyt

Der Leukozyt (im Lymphknoten) opsoniert (markiert) die T-Helferzellen. 

Diese bilden Zytokine (Interleukine). 

die Veranlassen die B-Zellen, Antikörper zu produzieren, welche dann ausgesandt werden und sich auf Mastzellen setzen. 

Die Zelle ist senbilisiert! 

Welche Senbilisierungswege gibts' 

- Ingestion (je nachdem, ob es HItze- und Verdauungsstabil ist...) 
- Inhalation/Einatmen (wichtigste Route; Kreuzreaktive Allergene, Meist Hitze- und verdauungslabil) 
- Kontakt (transkutan --> chronische Schädigung der Hautbarrierre, z.b.. durch Ekzem) 

Was bedeutet die Einteilung in Minor- und Majorallergene= 

Major = > 50% der Proteine enthalten Alergene (Ovalbumin, Kasein, Glycinin) 

Minor: enthalten nur einige Proteine, die allergenhaltig sind: Parvalbumin, alpha-Laktalbumin, Soja, alpha-Amylase

Fleischprotein (aktin und Myosin) ist nicht allergen. 
 

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