Datenkommunikation und Sicherheit
DatKom Sommersemester 2014
DatKom Sommersemester 2014
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Lernkarten
Beispiele für Störeinflüsse auf Kanälen
- Weißes Rauschen
- Echobildung
- Nebenbesprechen
- Brummsignale
- Störimpulse
Berechnung der Übertragungsgeschwindigkeit bei n-Signalstufen
Übertragungsgeschwindigkeit [Bit/s] = Schrittgeschwindigkeit [baud] * ld( n )
Sonderfall n = 2 => ld(2) = 1
Fehlerquelle: Bitfehler durch fehlerhafte Synchronisation
Ungenaue Abtastzeitpunkte können uU zu sporadischen Bitfehlern führen.
Problem ist unvermeidbar bei längeren Zeiten (ungenaue Rechneruhren).
Möglichkeiten:
- externer Taktgeber
- Selbsttaktung im Code
NRZ-L
(Non-Return-to-Zero)
Pro Takt ein Bit.
für 1 => +1V
für 0 => -1V
Selbsttaktende Codes
- Manchester/Biphase-L
- Biphase-M
- Biphase-S
- Differential Manchester
Nachteil: Wegen 2 Schritte/Bit => halbe Bitrate
Differential Manchester Code
Amplitudenmodulation
abhängig vom Zustand des Modulationssignals wird die Amplitude des Trägers eingestellt.
Frequenzmodulation
Hier verwendet man mehrere Frequenzen, die nicht sehr weit auseinander liegen, aber trotzdem noch eindeutig erkennbar sind. Der Sender sendet nun für eine „0" oder „1" für eine Schrittdauer ein Signal auf der dem Bitwert zugeordneten Frequenz aus. Dieses Verfahren wird beispielsweise beim Rundfunk auf der Ultrakurzwelle verwendet
Phasenmodulation
Hier werden die digitalen Signale durch Verschieben der Phase des Signals codiert. Dies ist das beste, aber auch das aufwendigste Verfahren der analogen Übertragung. Das rührt daher, dass Phasensprünge besser zu detektieren sind als Frequenz- oder Amplitudenänderungen. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit der Beeinflussung von Phasensprüngen durch externe Ereignisse wesentlich geringer als etwa bei der Amplitudenmodulation.
simplex Kanal
Senden nur in eine Richtung möglich
halbduplex Kanal
Senden nur in eine Richtung zur Zeit erlaubt, aber Wechsel der Senderichtung möglich
duplex Kanal
Senden in beiden Richtungen gleichzeitig möglich
Multiplexen
Teilen eines Mediums für Verschiedene Benutzer
- Raummultiplex
- Zeitmultiplex
- Frequenzmultiplex
- Wellenlängenmultiplex
- Codemultiplex
Raummultiplex
Die Mehrfachnutzung des Mediums wird beim Raummultiplex dadurch realisiert, dass mehrere physikalische Leitungen (Adern(paare) bei Kupferkabel, Zellen bei drahtlosen Netzen, ...) zusammengefasst werden.
Zeitmultiplex
Bei diesem Multiplexverfahren bekommt ein Sender/Empfanger-Paar das Medium nur für eine gewisse Zeitperiode zugeteilt, besitzt aber in dieser Zeitspanne die volle Bandbreite des Mediums
Frequenzmultiplex
Bei einer breitbandigen Übertragung kann man das Frequenzspektrum in mehrere Frequenzbereiche aufspalten undjeden dieser Frequenzbereiche zu einem neuen Kanal machen. Diese Kanäle können dann unabhängig von den anderen benutzt werden. Sie besitzen natürlich nur einen Bruchteil der ursprünglichen Bandbreite
Wellenlängenmultiplex
Beim Wellenlängenmultiplex handelt es sich physikalisch betrachtet um eine spezielle Variante des Frequenzmultiplex (Frequenz ƒ und Wellenlänge 𝛾 besitzen eine feste Beziehung: Lichtgeschwindigkeit ist im Vakuum c = 𝛾*ƒ, daher sind Frequenz und Wellenlänge begrifflich austauschbar), bei der verschiedene Wellenlängen über eine einzelne Glasfaser übertragen werden - dies ist möglich, da sich die einzelnen Wellenlängen kaum oder nicht beeinflussen.
Codemultiplex
alle Sender gleichzeitig die komplette Bandbreite nutzen zu lassen, indem statt eines einzelnen Bits einige ganze Bitfolge übertragen wird. Die Übertragungen der Sender überlagern sich im Medium, aber bei geeigneter Wahl der Bitfolgen kann ein Empfänger unter Korrelation einer bestimmten Bitfolge mit dem empfangenen Signal die ursprüngliche Sendung wieder herausfiltern. Dieses Prinzip wird z.B. bei UMTS genutzt.
Aufgaben Sicherungsschicht
- Zeichen-/Blocksynchronisation: Es müssen Zeichen bzw. allgemein Bitfolgen aus dem unstrukturierten Bitstrom identifiziert werden.
- Strukturierung des Datenstroms/Erkennen von Blockgrenzen: Der Datenstrom wird in sogenannte Rahmen unterteilt. Die Anfänge eines Rahmens müssen erkannt werden, vor allem auch nach Übertragung fehlerhafter (bspw. abgeschnittener) Rahmen.
- Codetransparenz: Es muss sichergestellt werden, dass beliebige Zeichen- bzw. Bitfolgen übertragen werden können.
- Fehlererkennung und -behandlung: Es sollen sowohl Fehler bei der Datenübertragung wie auch Fehler im Protokollablauf erkannt und behoben werden.
- Flusskontrolle und Pufferung: Überlastsituationen müssen verhindert werden
- Koordinierter Medienzugriff: Vergabe von Senderechten/Medienzuteilung bei geteiltem Übertragungsmedium
- Verfahren zur Steuerung der Übermittlung
Bitfehlerrate BER
BER = SUM(gestörte Bits)/SUM(übertragene Bits)
Fehlerkennung: Paritätsprüfung
Füge Paritätsbit hinzu.
Möglichkeiten:
- Gerade P
- ungerade P
- Block/Längen P
- Zeichen-Quer P
Cyclic Redundancy Check CRC
Prüfsumme nach Nutzdaten (FCS, Frame Check Sequence)
Bildung der CRC:
- Bitfolge als Polynom auffassen.
- Erweiterung um 0-Folge (#0en = Grad)
- Teilen durch Prüfpolynom (Generatorpolynom)
- FCS ist Rest der Division - anhängen an die Bitfolge
- Bei empfänger neu dividieren -> Rest muss 0 sein
Beispiel CRC:
Generator Polynom: x4+x3+1 (11001)
Sendende Bitfolge: 110011
1100111001
Leitungsvermittlung
es wird durch das Vermittlungssystem eine durchgängige dedizierte Verbindung von der Quelle zur Senke geschaltet.
Dazu Verbindungsphase vor dem Datenaustausch. Vorteil: PDUs kommen in korrekter Reihenfolge an
Bsp: Telefonnetz
Speichervermittlung
zu vermittelnde Daten werden in einem Netzknoten zwischengespeichert und bei freier Teilstrecke weiter geschickt. (Store-and-forward-Switching). Beispiel: Briefvermittlung
- keine Besetztfälle
- Reihenfolgevertauschung
- variable Datenraten
- in jeder Dateneinheit muss Empfänger adressiert werden.
- kann zu Verlust von Daten kommen
Paketvermittlung
Ausprägung der Speichervermittlung. Paketer fixer Länge/max Länge. Jedes Paket mit Header.
Kann zu Fragmentierung kommen. Wegen MTU (Maximum Transfer Unit)
Fehlerbehandlung: Stop-and-Wait
Empfang eines Rahmens muss bestätigt werden. Sender wartet auf ACK
Vorteil: Keine Überlastung des Empfängers
Nachteil: ineffizient
Fehlerbehandlung: explizite Übertragungswiederholung
Fehlerhafte Rahmen durch NACK anfordern. Wichtig: Sequenznummer im Header
Fehlerbehandlung: implizite Übertragungswiederholung
Wenn nach einer Zeitspanne (Timeout) keine Bestätigung für Rahmen; erneut senden
Größe des Timeouts sehr wichtig. Muss > 2*Latenz.
Zu kurz: zu schnelle Rahmenwiederholung
Zu hoch: Verluste spät erkannt. Behinderung der Kommunikation
Fehlerbehandlung Go-back-N
Sender wird von Empfänger angewiesen, alle Rahmen ab gewisser nummer erneut zu senden.
Nur bei Leitungen mit geringer Latenz und/oder geringer Datenrate einsetzen. Dadurch wenige neuübertragungen.
Fehlerbehandlung: Selective Repeat
Sender wiederholt nur einzelne Rahmen. Empfänger muss Rahmen zwischenspeichern und reihenfolge einzuhalten.
Flusskontrolle mit Halt/Weiter Meldung
Die einfachste Methode der Flusskontrolle basiert auf zwei Meldungen:
- Mit der Halt-Meldung zeigt der Empfänger an, dass er nicht mehr mit dem Sender Schritt halten kann und der Buffer volläuft.
- Mit der Weiter-Meldung wird später signalisiert, dass der Empfänger genügend Rahmen verarbeitet hat und so neue Rahmen annehmen kann.
Flusskontrolle: Sliding Window
Sender und Empfänger verinbaren Übertragungsfenster (Entspricht Größe des Buffers_empfänger)
Fenstergröße W bedeutet: Max. W-Rahmen (fortlaufend nummeriert) versenden bis ACK ankommt.
Empfänger bestätigt jeden Rahmen. Empfangenes ACK -> Fenster slided
Netzwerk-Topologien
- Bus
- Ring
- Stern
- Baum
CSMA/CD
Station will senden: hört bis Medium frei ist. Wartet 9.6µs (Interframe Spacing). Dann sofort senden ohne zu hören.
Lauscht während des Sendens ob man andere Signale außer der Eigenen hört. sobald Kollision entdeckt wird Jamming-Signal gesendet. Alle Sender Stoppen.
Problem: Wenn Medium frei wird, wollen alle senden.
nonpersisten CSMA
- wenn frei übertrage sofort
- wenn belegt, warte gewisse (fest oder zufällig) Zeit, dann starte Alogrithmus neu