Datenkommunikation und Sicherheit

DatKom Sommersemester 2014

DatKom Sommersemester 2014

Gabriel Bretschner
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Gabriel Bretschner
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Datenkommunikation und Sicherheit auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Verschlüsselungsalgorithmen, Routingverfahren, Netzwerktopologien und Protokolle. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Informatik, die sich mit der Übertragung von Daten, der Sicherheit von Netzwerken und der Implementierung von Protokollen befassen. Sie bieten praktische Einblicke in die Funktionsweise von Algorithmen wie RSA, AES und Diffie-Hellman, sowie in Routingmethoden wie Distance Vector und Link State Routing.
Flashcards
111
Students
4
Language
German
Category
Computer Science
Level
University
Created / Updated
09.07.2014 / 24.09.2018

Flashcards

Beispiele für Störeinflüsse auf Kanälen

  • Weißes Rauschen
  • Echobildung
  • Nebenbesprechen
  • Brummsignale
  • Störimpulse

 

Berechnung der Übertragungsgeschwindigkeit bei n-Signalstufen

Übertragungsgeschwindigkeit [Bit/s] = Schrittgeschwindigkeit [baud] * ld( n )

Sonderfall n = 2 => ld(2) = 1

Fehlerquelle: Bitfehler durch fehlerhafte Synchronisation

Ungenaue Abtastzeitpunkte können uU zu sporadischen Bitfehlern führen.

Problem ist unvermeidbar bei längeren Zeiten (ungenaue Rechneruhren).

Möglichkeiten:

  • externer Taktgeber
  • Selbsttaktung im Code

NRZ-L

(Non-Return-to-Zero)

Pro Takt ein Bit. 

für 1 => +1V

für 0 =>  -1V

RZ-Codes (Return-to-Zero)(Unipolar, Bipolar)

RZ (Return-to-Zero)-Codes "kehren zur Null zurück". Es gibt einen weiteren erlaubten Pegelwert, den Nullwert. Nach der Übertragungjedes Bits kehrt man für eine gewisse Zeitdauer zum Nullwert zurück. 

Selbsttaktende Codes

  • Manchester/Biphase-L
  • Biphase-M
  • Biphase-S
  • Differential Manchester

Nachteil: Wegen 2 Schritte/Bit => halbe Bitrate

 

Manchester Code

1 => hoher Pegel in erster Hälfte. Niedrig danach

0 => niedriger Pgel in erster Hälfte. Hoher Danach

Differential Manchester Code

  • Bei Übertragung einer logischen Null wird das Taktsignal zur Ausgabe im Bezug zur vorherigen Phasenlage nicht invertiert (um 180° in der Phase gedreht)

  • Bei Übertragung einer logischen Eins wird das Taktsignal zur Ausgabe im Bezug zur vorherigen Phasenlage invertiert (um 180° gedreht) 

4B/5B-Code

Verwendet NRZ-M Verfahren. Also:

Bei 1 Pegelwechsel. 0 Kein Pegelwechsel

Vermeidung langer 0-Folgen durch Codierung: je 4Bit auf 5Bit abbilden

Amplitudenmodulation

abhängig vom Zustand des Modulationssignals wird die Amplitude des Trägers eingestellt. 

Frequenzmodulation

Hier verwendet man mehrere Frequenzen, die nicht sehr weit auseinander liegen, aber trotzdem noch eindeutig erkennbar sind. Der Sender sendet nun für eine „0" oder „1" für eine Schrittdauer ein Signal auf der dem Bitwert zugeordneten Frequenz aus. Dieses Verfahren wird beispielsweise beim Rundfunk auf der Ultrakurzwelle verwendet 

Phasenmodulation

Hier werden die digitalen Signale durch Verschieben der Phase des Signals codiert. Dies ist das beste, aber auch das aufwendigste Verfahren der analogen Übertragung. Das rührt daher, dass Phasensprünge besser zu detektieren sind als Frequenz- oder Amplitudenänderungen. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit der Beeinflussung von Phasensprüngen durch externe Ereignisse wesentlich geringer als etwa bei der Amplitudenmodulation. 

simplex Kanal

Senden nur in eine Richtung möglich

halbduplex Kanal

Senden nur in eine Richtung zur Zeit erlaubt, aber Wechsel der Senderichtung möglich 

duplex Kanal

Senden in beiden Richtungen gleichzeitig möglich 

Multiplexen

Teilen eines Mediums für Verschiedene Benutzer

  • Raummultiplex
  • Zeitmultiplex
  • Frequenzmultiplex
  • Wellenlängenmultiplex
  • Codemultiplex

Raummultiplex 

Die Mehrfachnutzung des Mediums wird beim Raummultiplex dadurch realisiert, dass mehrere physikalische Leitungen (Adern(paare) bei Kupferkabel, Zellen bei drahtlosen Netzen, ...) zusammengefasst werden. 

Zeitmultiplex 

Bei diesem Multiplexverfahren bekommt ein Sender/Empfanger-Paar das Medium nur für eine gewisse Zeitperiode zugeteilt, besitzt aber in dieser Zeitspanne die volle Bandbreite des Mediums 

Frequenzmultiplex 

Bei einer breitbandigen Übertragung kann man das Frequenzspektrum in mehrere Frequenzbereiche aufspalten undjeden dieser Frequenzbereiche zu einem neuen Kanal machen. Diese Kanäle können dann unabhängig von den anderen benutzt werden. Sie besitzen natürlich nur einen Bruchteil der ursprünglichen Bandbreite 

Wellenlängenmultiplex 

Beim Wellenlängenmultiplex handelt es sich physikalisch betrachtet um eine spezielle Variante des Frequenzmultiplex (Frequenz ƒ und Wellenlänge 𝛾 besitzen eine feste Beziehung: Lichtgeschwindigkeit ist im Vakuum c = 𝛾*ƒ, daher sind Frequenz und Wellenlänge begrifflich austauschbar), bei der verschiedene Wellenlängen über eine einzelne Glasfaser übertragen werden - dies ist möglich, da sich die einzelnen Wellenlängen kaum oder nicht beeinflussen.

Codemultiplex

alle Sender gleichzeitig die komplette Bandbreite nutzen zu lassen, indem statt eines einzelnen Bits einige ganze Bitfolge übertragen wird. Die Übertragungen der Sender überlagern sich im Medium, aber bei geeigneter Wahl der Bitfolgen kann ein Empfänger unter Korrelation einer bestimmten Bitfolge mit dem empfangenen Signal die ursprüngliche Sendung wieder herausfiltern. Dieses Prinzip wird z.B. bei UMTS genutzt. 

Aufgaben Sicherungsschicht

  • Zeichen-/Blocksynchronisation: Es müssen Zeichen bzw. allgemein Bitfolgen aus dem unstrukturierten Bitstrom identifiziert werden. 
  • Strukturierung des Datenstroms/Erkennen von Blockgrenzen: Der Datenstrom wird in sogenannte Rahmen unterteilt. Die Anfänge eines Rahmens müssen erkannt werden, vor allem auch nach Übertragung fehlerhafter (bspw. abgeschnittener) Rahmen. 
  • Codetransparenz: Es muss sichergestellt werden, dass beliebige Zeichen- bzw. Bitfolgen übertragen werden können. 
  • Fehlererkennung und -behandlung: Es sollen sowohl Fehler bei der Datenübertragung wie auch Fehler im Protokollablauf erkannt und behoben werden. 
  • Flusskontrolle und Pufferung: Überlastsituationen müssen verhindert werden 
  • Koordinierter Medienzugriff: Vergabe von Senderechten/Medienzuteilung bei geteiltem Übertragungsmedium 
  • Verfahren zur Steuerung der Übermittlung 

Bitfehlerrate BER

BER = SUM(gestörte Bits)/SUM(übertragene Bits)

Fehlerkennung: Paritätsprüfung

Füge Paritätsbit hinzu.

Möglichkeiten:

  • Gerade P
  • ungerade P
  • Block/Längen P
  • Zeichen-Quer P

Cyclic Redundancy Check CRC

Prüfsumme nach Nutzdaten (FCS, Frame Check Sequence)

Bildung der CRC:

  1. Bitfolge als Polynom auffassen.
  2. Erweiterung um 0-Folge (#0en = Grad)
  3. Teilen durch Prüfpolynom (Generatorpolynom)
  4. FCS ist Rest der Division - anhängen an die Bitfolge
  5. Bei empfänger neu dividieren -> Rest muss 0 sein

Beispiel CRC: 

Generator Polynom: x4+x3+1 (11001)

Sendende Bitfolge: 110011

1100111001

Beispiel CRC: 

Generator Polynom: x4+x3+1 (11001)

Sendende Bitfolge: 110011

1100111001

Leitungsvermittlung

es wird durch das Vermittlungssystem eine durchgängige dedizierte Verbindung von der Quelle zur Senke geschaltet.

Dazu Verbindungsphase vor dem Datenaustausch. Vorteil: PDUs kommen in korrekter Reihenfolge an

Bsp: Telefonnetz

Speichervermittlung

zu vermittelnde Daten werden in einem Netzknoten zwischengespeichert und bei freier Teilstrecke weiter geschickt. (Store-and-forward-Switching). Beispiel: Briefvermittlung

  • keine Besetztfälle
  • Reihenfolgevertauschung
  • variable Datenraten
  • in jeder Dateneinheit muss Empfänger adressiert werden.
  • kann zu Verlust von Daten kommen

Paketvermittlung

Ausprägung der Speichervermittlung. Paketer fixer Länge/max Länge. Jedes Paket mit Header.

Kann zu Fragmentierung kommen. Wegen MTU (Maximum Transfer Unit)

Fehlerbehandlung: Stop-and-Wait

Empfang eines Rahmens muss bestätigt werden. Sender wartet auf ACK

Vorteil: Keine Überlastung des Empfängers

Nachteil: ineffizient

Fehlerbehandlung: explizite Übertragungswiederholung

Fehlerhafte Rahmen durch NACK anfordern. Wichtig: Sequenznummer im Header

Fehlerbehandlung: implizite Übertragungswiederholung

Wenn nach einer Zeitspanne (Timeout) keine Bestätigung für Rahmen; erneut senden

Größe des Timeouts sehr wichtig. Muss > 2*Latenz.

Zu kurz: zu schnelle Rahmenwiederholung

Zu hoch: Verluste spät erkannt. Behinderung der Kommunikation

Fehlerbehandlung Go-back-N

Sender wird von Empfänger angewiesen, alle Rahmen ab gewisser nummer erneut zu senden.

Nur bei Leitungen mit geringer Latenz und/oder geringer Datenrate einsetzen. Dadurch wenige neuübertragungen.

Fehlerbehandlung: Selective Repeat

Sender wiederholt nur einzelne Rahmen. Empfänger muss Rahmen zwischenspeichern und reihenfolge einzuhalten.

 

Flusskontrolle mit Halt/Weiter Meldung

Die einfachste Methode der Flusskontrolle basiert auf zwei Meldungen:

  • Mit der Halt-Meldung zeigt der Empfänger an, dass er nicht mehr mit dem Sender Schritt halten kann und der Buffer volläuft.
  • Mit der Weiter-Meldung wird später signalisiert, dass der Empfänger genügend Rahmen verarbeitet hat und so neue Rahmen annehmen kann. 

Flusskontrolle: Sliding Window

Sender und Empfänger verinbaren Übertragungsfenster (Entspricht Größe des Buffers_empfänger)

Fenstergröße W bedeutet: Max. W-Rahmen (fortlaufend nummeriert) versenden bis ACK ankommt.

Empfänger bestätigt jeden Rahmen. Empfangenes ACK -> Fenster slided

Netzwerk-Topologien

  • Bus
  • Ring
  • Stern
  • Baum

CSMA/CD

Station will senden: hört bis Medium frei ist. Wartet 9.6µs (Interframe Spacing). Dann sofort senden ohne zu hören.

Lauscht während des Sendens ob man andere Signale außer der Eigenen hört. sobald Kollision entdeckt wird Jamming-Signal gesendet. Alle Sender Stoppen.

Problem: Wenn Medium frei wird, wollen alle senden.

nonpersisten CSMA

  1. wenn frei übertrage sofort
  2. wenn belegt, warte gewisse (fest oder zufällig) Zeit, dann starte Alogrithmus neu

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