Datawarehouse Technologien
Lernkarteien zur Vorlesung "Datawarehouse Technologien" bei Prof. Sattler an der TU Ilmenau, SS 2013.
Lernkarteien zur Vorlesung "Datawarehouse Technologien" bei Prof. Sattler an der TU Ilmenau, SS 2013.
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Cartes-fiches
(Kapitel 3): Was sind Kategorienattribute? Welche Rollen gibt es?
Kategorienattribute dienen zur inhaltlichen Verfeinerung durch unterschiedliche Rollen:
- Primärattribut:
- Kategorieattribut das alle anderen Attribute einer Dimension bestimmt
- Definiert maximale Granularität
- Beispiel: Auftragsposition
- Klassifikationsattribut:
- Element der Menge, das mehrstufige Kategorisierung bildet
- Beispiel: Produkt, Produktgruppe, Produktkategorie
- Dimensionales Attribut:
- Element der Menge der Attribute, die vom Primärattribut oder einem Klassifikationsattribut bestimmt werden und nur Top bestimmen
- Beispiel: Regalposition
(Kapitel 3): Grenze Kennzahlen und Fakten voneinander ab!
Kennzahlen / Fakten:
- Verdichtete numerische Messgrößen
- Beschreiben betriebswirtschaftliche Sachverhalte
Fakt:
- Maßzahl
Kennzahlen:
- Aus Fakten konstruiert (abgeleitete Kennzahl)
- Durch Anwendung arithmetischer Operationen
Beispiele:
- Umsatz, Kosten, Gewinn
- Deckungsbeitrag, ROI
- Umsatzsteigerung
(Kapitel 3): Was ist eine Kennzahl?
Eine Kennzahl M ist definiert durch
- Granularität G
- Berechnungsvorschrift f() über Fakten
- Skalarfunktionen
- Aggregatfunktionen
- Ordnungsbasierte Funktionen
- Berechnung über nichtleere Teilmenge der im Schema existierenden Fakten
(Kapitel 3): Welche Eigenschaften sind für Kennzahlen charakteristisch?
- Summierbarkeit
- Diksjunktheit
=> Jeder Wert geht bei der Berechnung nur einmal ins Ergebnis ein - Vollständigkeit
=> Kennzahlen auf höherer Aggregationsebene lassen sich komplett aus Werten tieferer Stufen berechnen
(Kapitel 3): Beschreibe den grundlegenden Aufbau des OLAP-Würfels!
OLAP-Würfel:
- Grundlage der multidimensionalen Analyse
- Dient zur logischen Repräsentation von Daten
Aufbau:
- Kanten → Dimensionen
- Zellen → Ein oder mehre Kennzahlen (als Funktion der Dimensionen)
- Anzahl der Dimensionen → Dimensionalität
(Kapitel 3): Welche Grundoperationen sind im OLAP-Würfel möglich
- Slicing:
Ausschneiden von Scheiben aus dem Datenwürfel - Dicing:
Gleichzeitige Slicing-Vorgänge in unterschiedlichen Dimensionen. Hierbei wird ein kleinerer Würfel erzeugt, der einen Teilbereich des Gesamtwürfels enthält. - Pivoting / Rotation:
Drehen des Datenwürfels, so dass mindestens eine andere Dimension sichtbar wird - Drill-down:
Aggregationen eines Informationsobjekts auf detaillierte Werte herunterbrechen; „Hereinzoomen“ - Drill-Up/Roll-Up:
Gegenoperation zu Drill-Down; Verdichten auf höhere Hierarchiestufe (z. B. von der Monats- auf die Jahressicht) - Drill-Across:
Dimension auf der gleichen Hierarchiestufe; Betrachtung der benachbarten Dimensionselemente (andere Region, anderes Produkt, anderer Monat) - Drill-Through / Drill-In:
Verfeinerung bis auf höchsten Detaillierungsgrad (z. B. Stammdatensatz, Transaktionsbeleg) - Split:
Der Split Operator ermöglicht es, einen Wert nach weiteren Dimensionen weiter aufzuteilen, um weitere Detailstufen zu erreichen (z. B. den Umsatz einer Filiale für eine bestimmte Menge von Produkten) - Merge:
Im Gegensatz zu Split wird hier die Granularität durch das Entfernen zusätzlicher Dimensionen wieder verringert.
(Kapitel 3): Welche Ansätze zur Umsetzung von OLAP gibt es?
Interne Verwaltung der Daten erfodert Umsetzung auf:
- Relationale Strukturen (Tabellen)
→ ROLAP (relationales OLAP) - Multidimensionale Strukturen (direkte Speicherung)
→ MOLAP (multidimensionales OLAP) - Hybride Struktur (Mischform)
→ HOLAP (hybrides OLAP)- Detaildaten werden relational gespeichert (ROLAP)
- Aggregate werden multidimensional abgespeichert (MOLAP)
(Kapitel 3): Welche Formen zur relationalen Speicherung gibt es?
- Snowflake-Schema
- Star-Schema
- Mischformen (Galaxy-Schema)
(Kapitel 3): Beschreibe kurz das Snowflake-Schema!
- Abbildung einer Klassifikationsstufe in einer eigenen Tabelle
- Dimensionstablle enthält
- ID für Klassifikationsknoten
- Beschreibendes Attribut (z.B. Marke, Hersteller)
- Fremdschlüssel der übergeordneten Klassifikationsstufe
- Faktentabelle enthält:
- Fremdschlüssel der jeweils niedrigsten Klassifikationsstufe
- Fremdschlüssel bilden zusammengesetzen Primärschlüssel für Faktentabelle
(Kapitel 3): Erläutere kurz das Star-Schema!
(Kapitel 3): Vergleiche das Star-Schema mit dem Snowflake-Schema hinsichtlich der Performance und Speicherverbrauch!
- Mit wachsender Anzahl von Dimensionen und Klassifikationsstufen braucht das Snowflake-Schema mehr Speicherplatz
- Anfrageformulierung ist beim Star-Schema deutlich kürzer als beim Snowflake-Schema, da JOINS vermieden werden
- Hohe Redundanz beim Star-Schema
(Kapitel 3): Wie können Klassifikationshierarchien relational dargestellt werden?
Horziontale Darstellung:
- Spalten der Tabelle sind Stufen der Klassifikationshierarchie
- Vorteil:
- Keine JOINS nötig
- Höhere Performance
- Nachteil:
- Hohe Redundanz
Vertikale Darstellung:
- Normalisierte Dimensionstabelle mit Attributen
- Dimensions_ID: Schlüssel für Faktentabelle
- Eltern_ID: Attributwert der Dimensions-ID der nächsthöheren Stufe
- Vorteile:
- Einfache Änderung am Klassifikationsschema
- Einfache Behandlung vorberechneter Aggregate
- Nachteile:
- Self-Join für Anfragen einzelner Stufen (Bsp.: Produktgruppe
innerhalb einer Kategorie) - Schlechtere Performance als bei horizontaler Darstellung
- Self-Join für Anfragen einzelner Stufen (Bsp.: Produktgruppe
Kombiniert:
- Repräsentation der Klassifikationsstufen als Spalten (jedoch generische Bezeichnung)
- Speicherung der Knoten aller höheren Stufen als Tupel
- Zusätzliches Attribut „Stufe“ → Angabe der bezeichneten Klassifikationsstufe