Das Rechnungswesen der Unternehmung
Kapitel 23 Die Aktiengeselschaft
Kapitel 23 Die Aktiengeselschaft
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Lernkarten
Unterschiede Inhaberaktien und Namensaktien?
- Inhaberaktien:
- Der Aktionär ist dem Unternehmen nicht bekann
- Eigentumsübertragung erfolgt mit Übergabe
- Muss voll liberiert (einbezahlt) sein, minimum 100 000.-
- Namensaktien:
- Der Aktionär ist im Aktienbuch und auf der Aktie eingetragen
- Eigentumsübertrag erfolgt mittels schriftlichem Übertragungsvermerk auf der Rückseite der Aktie
- Müssen zu 20% liberiert sein, in jedem Fall min. 50 000.-
Was ist eine juristische Person?
- Sind Unternehmen die wie eine Privatperson gesetzliche Rechte und Pflichten haben
- Vor Gericht klagen oder verklagt werden
- Verträger abschliessen
- usw.
- Folgende Unternehmen zählen zu den juristischen Personen
- Aktiengesellschaften
- Kommanditaktiengesellschaften
- GmbH
- Genossenschaften
- Vereine
- Stiftungen
Wie gliedert sich das Eigenkapital einer AG?
- Aktienkapital 2800
- Gesetzliche Kapitalreserven (Agio) 2900
- Gesetzliche Gewinnreserven 2950
- Freiwillige Gewinnreserven 2960
- Gewinnvortrag 2970
Wieviele Aktionäre braucht die Aktiengesellschaft?
Eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen
Wie lautet die Gewinnverbuchung (oder Verlustverbuchung) beim Abschluss und wann wird diese gemacht?
- Bei einem Gewinn: Erfolgsrechung / Gewinnvortrag
- Bei einem Verlust: Verlustvortrag / Erfolgsrechnung
- Die Gewinnverbuchung ist die letzte Buchung am Ende der Rechnungsperiode
Wer haftet beim im Konkursfall der AG?
- Das Gesellschaftsvermögen (die Aktionäre haften nicht mit ihrem Privatvermögen)
- Die Aktien verlieren ihren Wert (somit kommen die Aktionäre trotzdem zu Schaden)
Wie ist die Besteuerung einer AG?
- Die AG zahlt steuern auf den Reingewinn und das Eigenkapital
- Die Aktionäre zahlen Steuerrn auf die Dividenden und den Wert der Aktie
- Die Doppelbesteuerung ist der grösste Nachteil der AG
Wie gross ist min. das Aktienkapital und wie ist der min. Nennwert einer Aktie?
- Min. 100 000.- CHF
- Min. 1 Rappen
Wie ist der Ablauf bei der Gründung der AG?
- Verfassen der Statuten durch den oder die Aktionäre
- Zeichnung der Aktien
- Liberierung der Aktien
- Bargründung: Geld geht auf ein Sperrkonto
- Sacheinlagengründung: Sacheinlagen werden von einem Revisor begutachtet
- Die erste Generalversammlung:
- GV bestätigt die Statuten
- GV wählt die Organe (Verwaltungsrat und Revisionsstelle)
- Öffentliche Beurkundung durch einen Notar
- Handelsregistereintrag
- Das Geld auf dem Sperrkonto wird frei gegeben.
Welche Konten braucht es bei der Gründung der AG?
- Aktionäre 1160 (Aktivkonto)
- Ein Guthaben gegenüber der Aktionäre
- Nach Gründung der AG verschwindet das Konto
- Bank 1020 (Aktivkonto)
- Sperrkonto bis zum HR-Eintrag der AG
- Aktienkapital 2800 (Passivkonto)
- Das EK bei der Gründung der AG besteht nur aus diesem Passivkonto
- Nich einbezahltes Aktienkapital 1800 (Aktivkonto)
- kann auch als Minus-Passivkonto geführt werden
- Verwaltungsaufwand 6500
- Aufwand Honoraren Revisor (Treuhänder) und Notar
Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen der Gewinnverteilung einer AG
- 5% vom Jahresgewinn müssen dem Konto gesetzliche Gewinnreserven 2950 zugewiesen werden, bis dieses 20% des Aktienkapitals ereicht
- 10% der Superdividende, einer Tantième müssen dem Konto gesetzliche Gewinnreserveen 2950 zugewiesen werden
- Gesetzliche Gewinnreserven sind zu bilden, bis diese 50% des Aktienkaptials erreichen
- Gesetzliche Gewinnreserven dürfen nur zur Deckung von Verlusten aufgelöst werden
Was sind freiwillige Gewinnreserven 2960?
- Diese können in der Statuten oder an der GV bestummen werden
- Bei Bedarf können diese an der GV wieder aufgelöst werden
- Sind auch ein Bestandteil des Eigenkapitals der AG
Was ist ein Agio?
- Der Betrag, der bei der Emission der Aktie den Nennwert übersteigt, wird als Agio bezeichnet.
- Das Gesetzt verlangt, dass das Agio als gesetzliche Kaptialreserven 2900 zu vebuchenund ist und Teil des Eigenkapitals der AG ist
Was ist ein Gewinnvortrag 2970?
- Oft wird ein kleiner Gewinnrest auf dem Konto Gewinnvortrag stehen gelassen
- Er wird für die Gewinnverwendung im nächsten Jahr gebraucht.
- Der Gewinnvortrag ist ein Bestandteil des Eigenkapitals der AG
Was ist ein Bilanzgewinn?
Dieser besteht aus dem Jahresgewinn und dem Gewinnvortrag vom letzten Jahr
Wann entsteht ein Verlusvortrag?
- Wenn der Verlust aus der Erfolgsrechnung grösser ist als der Gewinnvortrag vom Vorjahr
- Aus dem Gewinnvortrag wird ein Verlustvortrag, ansonsten bleibt alles gleich
Wie wird der Verlustvortrag verbucht?
- Zuerst immer mit den freiwilligen Gewinnreserve verrechnen
- Danach die gesetzlichen Gewinnreserven brauchen bis der Verlust ausgebucht ist
Wie lautet die Anzeigepflicht bei einem Verlust?
- Wenn die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr durch Aktive gedeckt ist, so muss der VR unverzügich eine GV einberufen und Sanierungsmassnahmen bestimmen.
- Wenn die Aktiven die Schulden nicht mehr decken muss der VR bzw. die Revisionsstelle den Richter benachrichtigen, der den Konkurs eröffnet
Wie lautet eine klassische Gewinnverteilung?
- Bilanzgewinn
- - 5% des Jahresgewinn (1. gesetzliche Gewinnreserve)
- - ...% statuarische Reserven (freiwillige Gewinnreserven)
- - 5% des Aktienkapitals (Grunddividende)
- - ...% des Aktienkapital (Superdividende)
- - 10% der Superdividende (2. gesetzliche Gewinnreserve)
- = neuer Gewinnvortrag
Wann und wie ist der Ablauf der Gewinnverwendung der AG
- An der GV im Frühling wird über die Gewinnverwendung abgestummen
- Am nächte Arbeitstag wird die Gewinnverwendung verbucht
- Gewinnvortrag / Gesetzliche Gewinnreserven
- Gewinnvortrag / Freiwillige Gewinnreserven
- Gewinnvortrag / Dividenden
- Dividenden / Kreditor VSt
- Später wird die Dividende an die Aktionäre ausbezahlt
- Dividenden / Bank
- Später wird die Verrechnungssteuer an den Staat beglichen
- Kreditor VSt / Bank
- Kreditor VSt / Bank
Wie verbucht der Aktionär die erhaltenen Dividenden?
Nettodividende: Bank / Beteiligungsertrag
Verrechnungssteuer Guthaben: Debitor VSt / Beteiligungsertrag