Chirurgie
Examen Chirurgie Altprotokolle
Examen Chirurgie Altprotokolle
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Lernkarten
Typische Zeichen der Anastomoseninsuffzienz?
Peritonitis, Fieber, erhöhte Entzündungsparameter, später paralytischer Ileus
Magenstumpfkarzinom?
Ein Karzinom, das Jahre nach einer Magenteilresektion nach Billroth II wegen eines primär gutartigen Leidens im distalen Magenrest entsteht, wird als Magenstumppf- oder Anastomosenkarzinom bezeichnet.
Typisches Auftreten 15-20 Jahre nach Magenteilresektion. Deshal sollen Patienten nach Magenteilresektion ab dem 15. Jahr post operationem jährlich gastroskopiert werden.
Histologische Einteilung der Magenkarzinome nach WHO?
Adenokarzinom (90%) mit seinen Unterformen
Adenosquamöses Karzinom
Squamöses Karzinom (Plattenepithelkarzinom)
undifferentieres Karzinom
Daneben noch Lymphome und Gastrointestinale Stromatumoren
Unterarten der Adenokarzinome des Magens?
- tubuläres
- papilläres
- muzinöses
- schleimbildende Siegelringzellkarzinom
Lymphknotenkompartimente am Magen beim Magenkarzinom?
Kompartiment I: Die LK an der großen und kleinen Kurvatur
Kompartiment II: Die LK am Truncus coelicaus, am Pankreasoberrand entlang der A. hepatica communis und dem Milzhilus
Kompartiment III: die LK im Lig. hepatoduodenale, retropankreatische LK, an der Mesenterialwurzel und an der A. colica media. Der Befall dieser Lymphknoten gilt bereits als Fernmetastasen.
Nachsorge beim Magenkarzinom?
In regelmäßigen Abständen nach der (kurativen) Therapie, bspw. alle 3-6 Monate im ersten Jahr, danach jährlich.
Blutbild: Eisen, Ferritin, Transferrinsättigung, Vitamin B12, Tumormarker
Abdomensonographie
Probleme nach Magenkarzinombehandlung mit Gastrektomie?
Vitamin-B-12-Mangel (durch Fehlen des Intrinsic Factors)
Malabsorption udn Malnutrition durch fehlenede Portionierung durch den Pylorus und fehlender enzymtischer Spaltung, da keine gute Durchmischung mit den Pankreasenzymen
Frühdumpingsyndrom
Spätdumpingsyndrom
Ulcuskrankheit: Ungleichgewicht zwischen Protektiven und aggressiven Faktoren. Beispiele?
Protektiv auf die Mukosa des Magens wirken: Magenschleim, Zellerneuerung, Prostaglandine, Neutralisation der Magensäure im Duodenum durch Bicarbonat.
Schädigend auf die Mukosa wirken: lokal gesteigerte Säureproduktion durch Gastrin, lokale Minderdurchblutung, Nikotin (Zigarettenrauch löst auch eine loakle Minderdurchblutung aus), Stress (Patienten auf Intensivstation!), Medikamente wie Glukokortikoide und NSAIDs, Infektion mit Helicobacter pylori (>90% dF beim Ulcus duodeni und 70-80% dF. beim Magenulkus)
Therapie bei perforiertem Magenulcus?
Exzision und Übernähung.
In 4-6 Wochen Kontrollgastroskopie: Malignome? HP-Eradikation?
Die fünf "großen" Ursachen eines Akuten Abdomens?
- Infektion
- Organperforation
- Ileus
- Blutungen
- Akute Organischämie
Krankheitsbilder mit Lokalisation im rechten Oberbauch, die mit Akuten Abdomen einhergehen können? (5)
- akute Cholezystitis
- Gallenblasenperforation
- Ulcus duodeni
- Pankreatitis
- Leberabszess
Krankheitsbilder mit Lokalisation im Epigastrium, die mit Akuten Abdomen einhergehen können?
Appendizitis im Frühstadium
Ulcus duodeni oder Ventriculi
akute Cholezystitis
Pankreatitis
Krankheitsbilder mit Lokalisation im linken Oberbauch, die mit Akuten Abdomen einhergehen können?
Pankreatitis, Ulcus ventriculi, Milzruptur
Krankheitsbilder mit Lokalisation im rechten Unterbauch, die mit Akuten Abdomen einhergehen können?
Appendizitis, Entzündung oder Perforation eines Meckel-Divertikels,
Morbus Crohn,
Adnexitis, Tubentorsion oder Ruptur, Extrauteringravidität
inkarzerierte Hernie
Krankheitsbilder mit Lokalisation im linken Unterbauch, die mit Akuten Abdomen einhergehen können?
Sigmadivertikulitis, Adnexitis, Tubentorsion oder -ruptur, Extrauteringravidität
Krankheitsbilder mit diffuser Schmerzlokalisation, die mit Akuten Abdomen einhergehen können? (5)
- Mesenterialischämie
- Aortenaneurysma
- Ileus
- toxische Kolitis
- diffuse Peritonitis
Durchführung der laparoskopischen Cholezystektomie?
- Einbringen von vier Zugängen
- Anheben der Leber und Darstellung der Gallenblase
- Präparation des Calot-Dreiecks (Trigonum cystohepaticum)
- Unterbindung des Ductus cysticus sowie der A. cystica mittels Clips
- Durchtrennung der geclippten Strukturen
- Ablösen der Gallenblase aus dem Gallenblasenbett
- Spülung, Blutstillung, Extraktion der Gallenblase, evtl. (insb. bei entzündlichem Prozess) mit Einlage einer Drainage
- Rückzug mit schichtweisem Verschluss der Zugänge inklusive Hautnaht
- Steriler Verband
Mirizzi-Syndrom?
- Kompression des Ductus hepaticus communis durch Steine im Gallenblasenhals oder im Ductus cysticus
- Symptome wie bei Choledocholithiasis
- In der Regel kann hier keine laparoskopische Cholezytektomie durchgeführt werden, sondern stattdessen die offene.
Gallensteinileus?
Im Rahmen einer Cholezystitis kann es durch Perforation und Fistelung zwischen Gallenblase und Darmtrakt zu einem Übertritt des Gallensteins in den Darm (Folge: Mechanischer Ileus durch Obstruktion des Darmlumens) und gegenläufig zu einem Luftübertritt in das Gallensystem kommen. Beides ist im Röntgen-Abdomen als multiple Dünndarmspiegel und Aerobilie zu erkennen.
Wie viele Prozent der Rezidive treten bei Rektum- und Kolonkarzinom in den ersten 2 Jahren auf?
80%
Was umfasst die Tumornachsorge beim Kolonkarzinom/Rektumkarzinom bis zum Stadium UICC III?
CEA-Bestimmung
Abdomensonographie
Körperliche Untersuchung
Alle 6 Monate für mindestens 2 Jahre
Koloskopie für nach 6-12 Monaten, danach Jährlich.
Speziell für das Rektumkarzinom gilt:
CT-Abdomen 3 Monate nach Abschluss der Behandlung
Alle 12 Monate Röntgen-Thorax
Wie viel Lymphknoten sollten bei einer Hemikolektomie mindestens entfernt werden und wie viele optimal?
mindestens 12, optimal 30
Klinik des Mediastinalemphysems?
Retrosternale SChmerzen, Dyspnoe, Weichteil- und Hautemphysem im Hals- und Gesichtsbereich
Mediastinitis - Letalität?
Letalität beträgt 50%, denn das lockere Beindegeebe des Mediastinums erlaubt eine phlegmonöse Entzündungsausbreitung. Meist nach wenigen Stunden Sepsis.
Ausbreitung entlag der Fascia praevertebralis --> Infektion aus dem HNO und Kieferbereich
Therapie der Mediastinitis?
Notfalltherapie!
Antibiotikatherapie, Drainage mit Spülkathetern.
Abszesse im vorderen Mediastinum werden über eine kollare Mediastinotomie am Vorderrand des M. sternocleidomastoideus eröffnet und drainiert
Abszesse im hinteren Mediastinum können per VATS drainiert werden.
Metastasierungsorte des Kleinzelligen Bronchialkarzinoms?
- Gehirn
- Leber
- Nebennieren
- Skelett (v.a. Wirbelsäule)
Was wird bei der Whipple-OP reseziert?
Pankreaskopfresektion
Entfernung des gesamten Duodenums
Enternung der Gallenblase + Ductus choledochus
Magenteilresektion
Entfernung der regionären Lymphknoten
Was beinhaltet die pyloruserhaltende Pankeatikoduodenektomie nach Traverso-Longmire?
Pankreaskopfresektion
Duodenumteilresektion
Entfernung von Gallenblase und distalem D. choledochus
Entfernung der regionären Lymphknoten
Was ist die Billroth-I-OP?
Distale Magenteilresektion mit End-zu-End oder End-zu-Seit Gastroduodenostomie
Was ist die Billroth-II-OP?
Resektion der distalen 2/3 des Magens
Blindverschluss des Duodenalstumpfes
End-zu Seit-Gastrojejunostomie
Was ist die Roux-Y-Anastomose nach Magenresektion?
Proximales Jejunum wird vom Duodenum getrennt
Nach Magenresektion erfolgt die Ösophagojejunostomie End-zu-End
Duodenalstumpf wird etwas distaler End-zu-Seit-mit einer Jejunumschlinge anastomosiert
Ab wann spricht man von einem thorakalen Aortenaneurysma?
Ab einer Erweiterung der throakalen Aorta auf Über 3,5cm Durchmesser
Ab wann spricht man von einem abdominellen Aortenaneurysma?
Durchmesser der infrarenalen Aorta >=3cm
Ab wann besteht OP-Indikation eines Bauchaortenaneurysmas?
jedes symptomatische und jedes asymptomatische mit Durchmesser <5cm oder Durchmesserzunahme >1cm pro Jahr
ab wann besteht OP-Indikation für ein thorakales Aortenaneurysma?
Asymptomatisch <5,5cm oder Zunahme >0,5cm pro Jahr
Bei sympomatischen Aneurysmata OP erwägen