Chemie & Toxikologie
Höhere Fachschule für Anlagenunterhalt & Bewirtschaftung Hauswartschule
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Lernkarten
Sind alle Metalle Feststoffe?
Nein!
Es gibt auch ein bei Zimmertemperatur flüssiges Metall. Es heisst Quecksilber. Es ist die silbrige Füllung, die man in alten Thermometern finden kann.
Was sind Edelmetalle?
Metalle, die in der Flamme weder brennen noch verglühen und die man in Säure legen kann, ohne dass dabei etwas geschieht!
zum Beispiel Gold und Silber.
Was sind unedle Metalle?
Solche Metalle, die leicht zu brennen beginnen und bei denen man ein heftiges Schäumen und Sprudeln feststellt, wenn man sie in Säure legt.
Beispiele: Magnesium, Natrium..
Was sind halbedle Metalle?
In der Flamme verbrennen sie nicht, sondern verglühen nur. In Säure gelegt erkennt man erst nach längerer Zeit, dass da etwas passiert und sich Gasbläschen bilden und das Metallstück immer kleiner wird.
Beispiel: Kupfer, Eisen...
Wie nennt man es, wenn gasförmiges Wasser an der kalten Autofensterscheibe in einer Winternacht zu einer Eisschicht wird (= fester Aggregatzustand), ohne dass dabei flüssiges Wasser entstehen könnte, weil es dafür viel zu kalt ist.
Was ist Sublimieren?
Aus dem Stoff mit dem festen Aggregatzustand (z.B. Eis) wird direkt der Stoff mit dem gasförmigen Zustand (... ohne dass der Stoff zuerst flüssig würde/den Prozess des unmittelbaren Übergangs eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand.).
Beispiel: Eine zu Eis gefrorene Pfütze verschwindet nach ein paar Wintertagen, ohne dass es wärmer geworden wäre!
Was ist Erstarren? Was ist die Umkehrung davon?
Der Übergang vom flüssigen Aggregatzustand in den festen Aggregatzustand.
Beispiel: Flüssiges Wachs wird durch Abkühlen beim Kerzengießen zu festem Wachs.
Erhitzt man festes Wachs, so wird es flüssig. Das ist die Umkehrung des Erstarrens - das "Schmelzen"
Was ist der "Siedepunkt" ? Mit welchem anderen Punkt ist er identisch?
Das ist die Temperatur, bei der ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht.
Hat man umgekehrt den gasförmigen Stoff, so ist dieselbe Temperatur die "Grenze" zwischen dem gasförmigen und dem flüssigen Zustand.
Was ist der "Schmelzpunkt" und mit welchem anderen Punkt ist dieser Temperaturwert identisch?
Kommt man von "fest" und der Stoff wird dann "flüssig", so nennt man diese Grenze den "Schmelzpunkt" . Startet man auf der anderen Seite, kommt also von "flüssig" und wechselt nach "fest", so nennt man diese Grenze "Erstarrungspunkt".
Welchen Schmelzpunkt und welchen Siedepunkt haben die folgenden Stoffe?
- Alkohol (trinkbarer Alkohol, der im Wein vorkommt)
- Kochsalz
- Eisen
- Schmelzpunkt - 114 °C Siedepunkt + 78 °C
- Schmelzpunkt + 801 °C Siedepunkt + 1461 °C
- Schmelzpunkt + 1535 °C Siedepunkt + 2750 ° C
Wann ist ein Stoff bei Zimmertemperatur fest? Wann ist er bei Zimmertemperatur ein Gas?
Ist der Schmelzpunkt höher als die Zimmertemperatur (das ist + 20 °C), so ist ein Stoff bei Zimmertemperatur fest. Ist der Siedepunkt höher als die Zimmertemperatur, so ist der Stoff bei Zimmertemperatur ein Gas.
Die Aggregatzustände eines Stoffes, die man in Büchern angegeben findet, gelten immer bei Zimmertemperatur!
Was versteht man unter Gewerbetoxikologie?
- Kentnisse über Vergiftungen beim Umgang mit Chemikalien
- Schutzmassnahmen vor beruflichen Vergiftungen
- Toleranzgrenzen
- Verhütung von chronischen Erkrankungen
Was versteht man unter Umwelttoxikologie?
- Schäden am Ökosystem & Rückwirkungen auf den Menschen
- Entwicklung von Präventivmaßnahmen
- Erfassung von Umweltgiften
Was versteht man unter Pestizidtoxikologie?
- Neue Pestizide & Schutz-massnahmen bei Anwendung
- gesundheitliche Gefahren durch Rückstände in der Nahrung
Was versteht man unter Nahrungsmitteltoxikologie?
- Schadwirkungen natürlicher & synthetischer Bestandteile
- Wirkungen von Verunreinigungen (z.B im Trinkwasser)
Für was steht die Bezeichnung CMR
CMR = Cancerogen - Mutagen - Reproduktionstoxisch
Definition des Begriffs "Giftstoff"
Ein Stoff der bei einer ausreichenden Dosis bei 50% der Probanden zum Tod führt (LD50).
Welche Aufnahme wege für Giftstoffe existieren?
- orale Aufnahme (Mund)
- Inhalation (Nase)
- dermale Aufnahme (Haut)
- perenterale Aufnahme (Injektion)
Was sind lokal & systemisch wirksame Stoffe?
- lokal: Wirken an der Stelle des Kontakts (Reizung von Schleimhäuten, Verätzungen, ...)
- systemisch: selektive Organschädigung. D.h. die Stoffe werden erst resorbiert und zu den betreffenden Organen transportiert.
Was versteht man unter aktuer & chronischer Exposition
- akut: eine meist einmalige Exposition
- chronisch: längere Exposition (z.B. auf dem Arbeitsplatz)
Was versteht man unter Toxikokinetik & Toxikodynamik
Toxikokinetik:
- Geschwindigkeit der Aufnahme und Verbreitung im Körper
- Geschwindigkeit der Umwandlung
- Geschwindigkeit der Ausscheidung
Toxikodynamik:
- Wechselwirkung mit molekularen Strukturen
- Spezifische Stoffwirkung
Definiere den Begriffe MAK
MAK: MaximaleArbeitsplatzKonzentration
Höchste zulässige Dosis ber der auch bei wiederholter langfristiger Exposition keine Wirkung auftritt
Was versteht man unter akuten Vergiftungen? Vorkommen?
Akute Vergiftungen werden durch die kurzfristige, meist einmalige Exposition ausgelöst. Solche Vergiftungen kommen besonders häufig im Haushalt vor (Arnzeimittel, Putzmittel, ...)
Was versteht man unter chronischen Vergiftungen? Vorkommen?
Sie entstehen durch langdauernde Aufnahme von Schadstoffen, hier wird zwischen bewusster (z.B. Rauchen) und unbewußter (z.B. Arbeitsplatz (Toner)) unterschieden. Sie treten sehr häufig am Arbeitsplatz auf.
Chronische Folgen des Rauchens
- Herz- & Gefäßerkrankungen
- Magen- Darm Erkrankungen
- Krebs
Chronische Folgen von Alkohol
wichtigstes Problem: schwere Leberschäden
aber auch:
- Lähmungen
- chronische Entzündungen (Magen- Darm Trakt)
Beispiele für gasförmige, flüssige & feste Stoffe in der Aussenluft. Woher kommen diese?
- gasförmig: CO, Stickoxide, Oxon, Schwefeldioxid
- flüssig: organische Verbindungen
- fest: Kohlenstaub, Russ
Stammen hauptsächlich aus der Industrie und aus den Autoabgasen.
Beispiele für gasförmige, flüssige & feste giftige Stoffe in der Innenluft. Woher kommen diese?
- gasförmig: Formaldehyd, Stickoxide
- flüssig: Benzol, Pentachlorphenol, aliphatische Kohlenwasserstoffe
- fest: Asbest, Staub
Heizquellen, Lösungsmittel, Tabakrauch, Ausdünstungen aus Möbeln & Klebstoffe
Beispiele für gasförmige, flüssige & feste Stoffe im Trinkwasser. Woher kommen diese?
- Pestizide, Lösungsmittel => Durch Landwirtschaftliche Maßnahmen (Düngung) eingetragen
- natürliche Schwermetallsalze
- Chlorierung von Trinkwasser
Bildung von einigen unerwünschten giftigen Chlorverbindungen
Beispiele für gasförmige, flüssige & feste giftige Stoffe in Nahrungsmitteln. Wie kommen diese dahin?
- Pestizidrückstände aus der Landwirtschaft (Organochlor-Verbindungen)
- Natürliche Inhaltsstoffe (z.B. Catechol in Kaffee)
- Pilzstoffwechselprodukte
- Bei Hitzeeinwirkung entstehen viele krebserzeugende Substanzen in Lebensmitteln (Benzol, Nitroaromaten, ...)
Wie funktioniert die Polymerisation?
Verknüpfung von monomeren, die reaktive Doppelbindung besitzen, zu langen makromolekülen
Dabei werden keine Nebenprodukte abgespalten
Erläutere die Polykondensation
allgemein:
Verknüpfung von Monomeren, die min. zwei reaktionsfähige, funktionelle Gruppen tragen, zu einem Makromolekül
Definiere den Begriff "Werkstoffe"
feste Materialien, die zur handwerklichen oder industriellen Herstellung von Gegenstämnden oder Bauwerken genutzt werden.
Wie werden Wirkstoffe eingeteilt?
- natürliche
- anorganische
- organische
- synthetische Werkstoffe
Erkläre den Aufbau und die Bildung von Kunststoffen
Kunststoffe sind aus Makromolekülen aufgebaut, die aus kleinen Molekülen, den Monomeren, synthetisiert werden
Was sind Alkane?
Als Alkane (früher Paraffine) bezeichnet man in der organischen Chemie die Stoffgruppe der gesättigten Kohlenwasserstoffe, deren Vertreter nur aus den beiden Elementen Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) bestehen und die keine Mehrfachbindungen enthalten.
Was sind Säuren?
Säuren sind im engeren Sinne alle chemischen Verbindungen, die in der Lage sind, Protonen (H+) an einen Reaktionspartner zu übertragen - sie können als Protonendonator fungieren. In wässriger Lösung ist der Reaktionspartner im wesentlichen Wasser. Es bilden sich Oxonium-Ionen (H3O+), der pH-Wert der Lösung wird damit gesenkt. Säuren reagieren mit sogenannten Basen unter Bildung von Wasser und Salzen. Eine Base ist somit das Gegenstück zu einer Säure und vermag diese zu neutralisieren.