Chemie 1
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Flashcards
kinetische Energie
ein Körper verfügt über kinetische Energie, nachdem ein Körper der Masse m auf die Geschwindigkeit v beschleunigt wurde und dabei die Arbeit W aufgewandt wurde;
Wenn der Körper gegen eine Kraft wirkt und dabei seine Geschwindigkeit verliert (verzögerung = negative Beschleunigung) mit der kinetischen Energie wieder Arbeit geleistet werden >> Arbeit ist hier genauso gross wie die Arbeit die anfänglich zum Beschleunigen aufgewandt wurde > die im Körper steckende kinetische Energie entspricht genau dem Betrag dieser Arbeit.
Temperatur
ein Mass dafür, in welcher Richtung der Wärmefluss erfolgt
Einheiten: Grad Celsius; Kelvien (K) = Grad Celsius -273,15
spezifische Wärme einer Substanz:
die Wärmemenge die benötigt wird, um 1 g der Substanz um 1 Grad C zu erwärmen
Wärmekapazität eines Körpers
C (mit Masse m) einheit: J/K
ist die Wärmemenge die benötigt wird um die Temperatur des Körpers um 1 Grad Celsius zu erhöhen*:
Q = C x (T2 - T1)
Q = notwendige Wärmemenge
*(nicht um 1 g der Substanz um 1 Grad zu erwärmen > das ist die spezifische Wärme)
Kaloriemeter
dient der Messung von Wärmemengen, die bei chemischen reaktionen freigesetzt oder aufgenommen werden
(Bsp: Bombemkaloriemeter: zur Messung von freigesetzter Wärme bei Verbrennungsprozessen )
bei Reaktionen in geschlossenen Gefässen wie Bombenkaloriemetern wird keine mechanische Arbeit geleistet; die gesamte bei der Reaktion freigesetzte Energie kann als Wärmeenergie anfallen.
diese Gesamtenergie = Reaktionsenergie
Volumenarbeit
Fall: mit Kolben (Querschnitt hat Fläche A) geschlossenes Gefäss befüllt sich mit Gas
> Bewegung des Kolbens durch Druckanstieg (mechanische Arbeit, durch von aussen gegen den Kolben wirkenden Atmosphärendruck bedingt; von aussen wirkende Kraft = p)
F = A x p
Volumenanstieg im Zylinderinneren nach verschieben des Kolbens um Wegstrecke s:
ΔV = V2 - V1 = A x s
die geleistete Volumenarbeit beträgt:
W = F x s = A x p x s = ΔV x p
innere Energie
jeder Stoff hat eine bestimmte innere Energie = U
Summe der Inneren Energien der Reaktanden = U1 ; Summe derer der Produkte = U2
Reaktionsenergie = ΔU ist deren Differenz
Reaktionsenergie
ΔU
es gelten die selben Regeln wie für Berechnungen der Reaktionsenthalpie, BEDINGUNG: konstantes Volumen in geschlossenem Gefäss!!
Dissotiationsenergie
Atome in Molekülen werden durch chemische Bindungen zusammengehalten.
Die Dissotiationsenergie ist die Energie, die zum Aufbrechen der Bindung eines zweiatomigen Moleküls benötigt wird.
> Angabe der Energie in KJ/mol Bindungen
ΔH ist positiv, da das AUfbrechen der Bindungen die Zufuhr von Energie benötigt (endotherme Reaktion)
werden zwei Atome zu einem Molekül zusammengefügt, so wird der entsprechende Energiebetrag freigesetzt.
Mit Hilfe der Dissotiationsenergie können für manche Reaktionen die Reaktionsenthalpie berechnet werden.
mittlere Bindungsenergie
Dissotiation kann auch bei mehratomigen Molekülen angewandt werden; Bspw werden bei der vollständigen Dissotiation eines Wasser-Moleküls zwei H-O- Bindungen aufgebrochen.
Die spaltung einer O-H Bindung erfordert eine Energie von ΔH = 463 kj/mol (gemäss Tabelle S.56);
Die Mittlere Bindungsenergie ist nun das doppelte (für das Aufbrechen 2er Bindungen) also 926 kj/mol
in Wahrheit sind die Energiebeträge der jwl. Spaltungen nicht einfach wie hier aufteilbar, da sich Abspalten einen Atoms im verbliebenen Molekül oft andere Stabilitätsverhältnisse die Bindungen betreffend herrschen als vor der ersten Abspaltung.
es wird aber mit diesem Mittelwert gerechnet, mit der mittleren Bindungsenergie
es gilt ausserdem:
-alle in der Tabelle angegebenen Werte sind nur auf Gasförmige Verbindungen anwendbar!
-die mit mittlerer Bindungsenergien berechneten ΔH-Werte sind nur Schätzwerte
-in manchen Verbindungen liegen besondere Verhältnisse vor, die eine Anwendung mittlerer Bindungsenergie nicht zulassen
-bei Mehrfachbindungen nimmt die Bindungsenergie in dieser Reihenfolge zu:
Einfachbindung < Doppelbindung < Dreifachbindung
Lichtgeschwindigkeit
auch Ausbreitungsgeschwindigkeit, sie ist für elektromagnetische Strahlung unabhängig von der Wellenlänge
im Vakuum:
c = 2,99792458 x10 ^8 m/s
Frequenz
v
Wellenanzahl, die an gegebenem Ort pro Sekunde vorbeikommt
SI- Einheit: Hertz = 1/s
es gilt:
c = λ x v
λ = c/v
v = c/λ
Wellenlänge
Lambda λ
es gilt:
c = λ x v
λ = c/v
v = c/λ
bei Ablenkung durch Prisma: je kleiner die Wellelnlänge desto grösser die Ablenkung;
Prisma: hier wird weisses Licht zu einem Streifen gedehnt (kontinuierliches Spektrum > alle Farben des Regenbogens ohne scharfe Grenzen) im weissen Licht kommen alle Wellenlängen des sichtbaren Spektralbereiches vor
Amplitude
A
DIe Intensität (Helligkeit) ist proportional zur A2
monochromatisches Licht
hat bestimmte Wellenlänge und und bestimmte Farbe
polychromatisches Licht
ist bei allen Wellenlängen zwischen 280 und 780nm vertreten und ist weiss
Quantentheorie
Strahlung als Teilchenstrom
Max Planck (1900)
Quant = einzelne Energieportion (Energie kann nur in definierten Portionen abgegeben werden) nach Einstein: ein Teilchen das sich mit Lichtgescheindigkeit fortbewegt, ein "Photon"
E = Energie eines Quants; ist proportional zur Frequenz der Strahlung
h = Planck-Konstante / Proportionalitätskonstante
>>Strahlung mit hoher Frequenz v und kleiner Wellenlänge > energiereiche Quanten
E = h x v
h = 6,62608 x 10 ^-34 J x s
Leuchten/Licht (welches beim Erhitzen von Gasen oder Dämpfen chem. Substanzen mit Hilfe von Flammen oder elektrischer Entladung entsteht) wird durch ein Prisma geschickt
>> das vom Prisma abgeleitete Linienspektrum besteht aus einer begrenzten Anzah scharf begrenzter farbiger Linien
>> jede dieser Linien entspricht einer eigenen definierten Wellenlänge
>>> jedes zum Leuchten angeregte Element zeigt ein eigenes charakteristisches Spektrum
Theorie, dass sich das Elektron eines H-Atoms nur auf bestimmten Kreisbahnen bewegen kann
Kreisbahnen = Energieniveaus / Energiezustände /Schalen >> konzentrische Anordnung um den Atomkern, Bezeichnung mit Buchstabe (K,L,M,N..) oder Zahl (n = 1,2,3,...)
>> auf der K-Schale hat das Atom die Energie n = 1 (K-Schale dem Atomkern am nächsten, Energie am geringsten)
es muss Arbeit geleistet / Energie aufgewandt werden (zwischen dem positiv geladenen Kern und negativem Elektron) um das Elektron auf eine weiter aussen liegende Bahn zu bringen
es darf keine Energie seitens des Elektrons aufgewandt werden, die es auf einen Ort zwischen den erlaubten Bahnen befördern würde
Elektron auf innerster Bahn mit geringster Energie >> Grndzustand
Sprung auf äussere bahn durch Energiezufuhr >> angeregter Zustand
umgekehrt: bei springen auf niedrigere Bahn /Niveau > es wird ein definierter Energiebetrag frei der als Lichtquant emittiert wird.
>>Mit dem Bohrschen Atommodell lässt sich das Emissionsspektrum des Wasserstoffs exakt berechen. Für Atome mit mehreren Elektronen gelingt das nicht mehr, sodass das Modell mit Hilfe der Quantentheorie in das wellenmechanische Atommodell weiterentwickelt wurde.
Berechnung durch Bohr
der Energie En die das Elektron in der n-ten Bahn hat
En = -(2,179 x 10 -18 / n 2) J
n = 1, 2, 3, ...
Bsp. Bahn: n = n1 ; Energie: E1 >Sprung> Bahn n = n2 ; Energie: E2 >>> überschüssige Energie wird als Lichtquant abgestrahlt
kinetische Energie
Ekin= 1/2m x v2
m= Masse; v= Geschwindigkeit
potentielle Energie
Epot= mgh
m= Masse, g= Erdbeschleunigung; h= Höhe
spezifische Wärme
c
ist diejenige Wärmemenge, die benötigt wird, um 1 gramm um 1 Grad Celsius zu erwärmen
c = C/m
C= Wärmekapazität (K/J)
Kalorie
Definition:
1 gramm H2O von 14,5 auf 15,5 Grad Celsius zu erwärmen erfordert
> ca 1 ckal oder 4,181 J
>>> Wasser hat eine spezifische Wärme von 4,181 J/Kg
Wärmemenge
Q
berechnung:
Q = C x (T2 - T1)
C = Wärmekapazität
Beispielaufgabe:
Wie viel Energie wird benötigt, um eine Badewanne mit 900Kg Wasser von 15 auf 28 Grad zu erhitzen?
1)Berechnen der Wärmekapazität von 900kg Wasser:
900 x 4,18J/kg = 3762 KJ/ K bzw 3,762 J/K
2)Berechenn der notwendigen Wärmemenge Q:
Q = 3762 x (28 - 15) = 48906 J = 48 kJ
Kalorimetrie bei konstantem Druck
Im offenen Gefäss: Mechanische Arbeit gegen den Luftdruck
Reaktionsenergie = Reaktionswärme + Volumenarbeit
Reaktionsenthalpie: ΔH = ΔU + p x ΔV
Standard-Bildungsenthalpie
die Standardreaktionsenthalpie (PRO MOL VERBINDUNG) ihrer Synthese aus den Elementen in ihrer stabilsten Form bei 1 atm und der geg.. Temp.
Wesentlich: Aggregatzustand; muss angegeben sein (zum korrekten Ablesen aus der Tabelle!) es sei denn es liegen Standart bedingungen vor: 1 mol, 298 K, 1,023 bar
Dissotiationsenergie:
die Energie die zum Aufbrechen der Bindung eines 2Atomigen Moleküls benötigt wird.
mittlere Bindungsenergie:
ausweiten der Betrachtung auf mehratomige Moleküle (bsp H20 ΔH= 926 kJ/mol >bei der vollständigen Dissotiation müssen 2 H-O-Bindungen getrennt werden) >> die Hälfte (463 kJ/mol) ist die mittlere Bindungsenergie
Balmer Serie und Lyman Serie
Balmer Serie:
eine bestimmte Folge von Spektrallinien im elektromagnetischen Spektrum eines Wasserstoffatoms; Emittierung beim Übergang eines Elektrons von einem höheren zum zweittiefsten Energieniveau n1 = 2
Lyman Serie:
die Folge von Spektrallinien eines Wasserstoffatoms, im Ultravioletten Bereich (91- 212 nm)
Rydbergkonstante
RH = 3,289·1015 s-1
Berechnung von Atomspektren,
siehe Rydberg-Formel. Der Wert ist die als Wellenzahl ausgedrückte Ionisierungsenergie des Wasserstoffatoms unter Vernachlässigung relativistischer Effekte und der Mitbewegung des Kerns
Heisenbergsche Unschärferelation
es ist unmögich, Ort und Impuls eines Teilchens genau zu bestimmen
maximale Genauigkeit gegeben durch
delta x = der Ort; delta (mv) = der Impulse
(deren Unschärfen miteinander verknüpft sind und deren maximale Genauigkeit angegeben wird durch die Gleichung siehe Bild)
Umstellbar wenn masse und Ort gegeben sind:
Δ v ≥ h / 4π m Δx
Wellenfunktion
ψ
Situation des Elektrons im Kasten:
das Elektron fliegt in einem eindimensionalen Kasten mit der Länge L hin und her, es wird als hin- und zurücklaufende Welle behandelt;
für die Ladungsverteilung gilt hier im Kasten ψ2 (nicht gleichmässig) an den Knotenpunkten ist ψ2= 0 (bedeutet: dort ist keine Ladung und das Elektron ist hier NIE anzutreffen > bei n = 3 zb teilt sich die Ladung und der Aufenthaltsbereich des El. auf drei Bereiche auf zwischen die Aufenthaltswahrscheinlichkeit 0 beträgt)
das Elektron verhält sich hier wie eine stehende Welle (vgl Gitarrensaite) > stationäre Schwingung
die Amplitude an einem Ort x ist (wie bei der schwingenden Saite) durch die Wellenfunktion ψ gegeben:
Ψn(x) = 2/111/2 sin (n π x / L)
ψ = sin π n x n = 1, 2, 3....
Knoten und Wellen
stehende Welle im...
-eindimensionaler Kasten > n - 1 Knotenpunkte; Ladungsdichte ψ2 an den Knotenpunkten = 0
-zweidimensionale Ausdehnung (Paukenfell) > n und l; es bilden sich Knotenlinien zwischen den Bereichen, die gegeneinander schwingen; entlang dieser Knotenlinien ist die Amplitude ψ = 0; Ladungsdichte ψ2 entlang der Knotenlinien = 0
-im dreidimensionalen Kasten > drei Zahlen n, l und m; zb Schallwellen in luftgefüllter Hohlkugel; Knotenflächen: kugelförmige und ebene (durch die Kugelmitte verlaufende) Knotenflächen.
Atomorbital AO
>dreidimensionales Modell einer Wellenfunktion
>>Quantenzahlen im Detail
>>>HAuptquantenzahl
jedes Atomorbital wird durch 4 Quantenzahlen charakterisiert (nicht mehr nur n oder n und l)
diese beschreiben den Aufenthaltsort des Elektrons (also das Orbitlal) und die begrenzenden Knotenflächen
1) die erste Quantenzahl ist die Hauptquantenzahl (n = 1, 2, 3,...); n bezeichnet die Schale, zu der ein Elektron gehört
>sie charakterisiert die Energie eines Elektrons
>alle Orbitale mit gleichem n gehören zur gleichen Schale
>bestimmt den mittleren Abstand vom Kern (Zunahme mit n)
>die nach Hauptquantenzahl n bezeichneten Schalen werden in Unterschalen aufgeteilt
>die Zahl der Unterschalen hängt von der Hauptquantenzahl n ab
>Je größer n, desto höher ist die Energie. Atome nehmen immer den energieärmsten Zustand ein, d.h. die Schalen werden von unten mit aufsteigender Energie besetzt.