Chemie 1

Chemie 1

Chemie 1

Jeannette Vonberg
Lernen

Jeannette Vonberg
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Chemie, insbesondere in die Bereiche Elektronen, Atome, Ionen und chemische Bindungen. Sie behandeln Themen wie die Struktur von Atomen, die Eigenschaften von Ionen, die verschiedenen Arten von chemischen Bindungen, die Rolle von Elektronen und Orbitale, sowie die Eigenschaften von Säuren und Basen. Diese Lernkarten sind ideal für Schüler der Grundschule, die die Grundlagen der Chemie verstehen und vertiefen möchten.
Karten
183
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
24.09.2013 / 21.01.2014

Lernkarten

kinetische Energie

ein Körper verfügt über kinetische Energie, nachdem ein Körper der Masse m auf die Geschwindigkeit v beschleunigt wurde und dabei die Arbeit W aufgewandt wurde;

Wenn der Körper gegen eine Kraft wirkt und dabei seine Geschwindigkeit verliert (verzögerung = negative Beschleunigung) mit der kinetischen Energie wieder Arbeit geleistet werden >> Arbeit ist hier genauso gross wie die Arbeit die anfänglich zum Beschleunigen aufgewandt wurde > die im Körper steckende kinetische Energie entspricht genau dem Betrag dieser Arbeit.

Temperatur

ein Mass dafür, in welcher Richtung der Wärmefluss erfolgt

Einheiten: Grad Celsius; Kelvien (K) = Grad Celsius -273,15

spezifische Wärme einer Substanz:

die Wärmemenge die benötigt wird, um 1 g der Substanz um 1 Grad C zu erwärmen

Wärmekapazität eines Körpers

C (mit Masse m) einheit: J/K

ist die Wärmemenge die benötigt wird um die Temperatur des Körpers um 1 Grad Celsius zu erhöhen*:

Q = C x (T2 - T1)

Q = notwendige Wärmemenge

*(nicht um 1 g der Substanz um 1 Grad zu erwärmen > das ist die spezifische Wärme)

Kaloriemeter

dient der Messung von Wärmemengen, die bei chemischen reaktionen freigesetzt oder aufgenommen werden

(Bsp: Bombemkaloriemeter: zur Messung von freigesetzter Wärme bei Verbrennungsprozessen )

bei Reaktionen in geschlossenen Gefässen wie Bombenkaloriemetern wird keine mechanische Arbeit geleistet; die gesamte bei der Reaktion freigesetzte Energie kann als Wärmeenergie anfallen. 

diese Gesamtenergie = Reaktionsenergie

Volumenarbeit

Fall: mit Kolben (Querschnitt hat Fläche A) geschlossenes Gefäss befüllt sich mit Gas 

> Bewegung des Kolbens durch Druckanstieg (mechanische Arbeit, durch von aussen gegen den Kolben wirkenden Atmosphärendruck bedingt; von aussen wirkende Kraft = p)

F = A x p

Volumenanstieg im Zylinderinneren nach verschieben des Kolbens um Wegstrecke s:

ΔV = V2 - V1 = A x s

die geleistete Volumenarbeit beträgt:

W = F x s = A x p x s = ΔV x p

innere Energie

jeder Stoff hat eine bestimmte innere Energie = U

Summe der Inneren Energien der Reaktanden = U1     ;     Summe derer der Produkte = U2

Reaktionsenergie = ΔU ist deren Differenz

Reaktionsenergie

ΔU

es gelten die selben Regeln wie für Berechnungen der Reaktionsenthalpie, BEDINGUNG: konstantes Volumen in geschlossenem Gefäss!!

Dissotiationsenergie

Atome in Molekülen werden durch chemische Bindungen zusammengehalten.

Die Dissotiationsenergie ist die Energie, die zum Aufbrechen der Bindung eines zweiatomigen Moleküls benötigt wird.

> Angabe der Energie in KJ/mol Bindungen

ΔH ist positiv, da das AUfbrechen der Bindungen die Zufuhr von Energie benötigt (endotherme Reaktion)

werden zwei Atome zu einem Molekül zusammengefügt, so wird der entsprechende Energiebetrag freigesetzt.

Mit Hilfe der Dissotiationsenergie können für manche Reaktionen die Reaktionsenthalpie berechnet werden.

mittlere Bindungsenergie

Dissotiation kann auch bei mehratomigen Molekülen angewandt werden; Bspw werden bei der vollständigen Dissotiation eines Wasser-Moleküls zwei H-O- Bindungen aufgebrochen.

Die spaltung einer O-H Bindung erfordert eine Energie von ΔH = 463 kj/mol (gemäss Tabelle S.56); 

Die Mittlere Bindungsenergie ist nun das doppelte (für das Aufbrechen 2er Bindungen) also 926 kj/mol

in Wahrheit sind die Energiebeträge der jwl. Spaltungen nicht einfach wie hier aufteilbar, da sich Abspalten einen Atoms im verbliebenen Molekül oft andere Stabilitätsverhältnisse die Bindungen betreffend herrschen als vor der ersten Abspaltung.

es wird aber mit diesem Mittelwert gerechnet, mit der mittleren Bindungsenergie

es gilt ausserdem:

-alle in der Tabelle angegebenen Werte sind nur auf Gasförmige Verbindungen anwendbar!

-die mit mittlerer Bindungsenergien berechneten ΔH-Werte sind nur Schätzwerte

-in manchen Verbindungen liegen besondere Verhältnisse vor, die eine Anwendung mittlerer Bindungsenergie nicht zulassen

-bei Mehrfachbindungen nimmt die Bindungsenergie in dieser Reihenfolge zu: 

Einfachbindung < Doppelbindung < Dreifachbindung

Lichtgeschwindigkeit

auch Ausbreitungsgeschwindigkeit, sie ist für elektromagnetische Strahlung unabhängig von der Wellenlänge

im Vakuum:

c = 2,99792458 x10 ^8 m/s

Frequenz

v

Wellenanzahl, die an gegebenem Ort pro Sekunde vorbeikommt

SI- Einheit: Hertz = 1/s

es gilt:

c = λ x v

λ = c/v

v = c/λ 

Wellenlänge

Lambda λ

es gilt:

c = λ x v

λ = c/v

v = c/λ

bei Ablenkung durch Prisma: je kleiner die Wellelnlänge desto grösser die Ablenkung; 

Prisma: hier wird weisses Licht zu einem Streifen gedehnt (kontinuierliches Spektrum > alle Farben des Regenbogens ohne scharfe Grenzen) im weissen Licht kommen alle Wellenlängen des sichtbaren Spektralbereiches vor

Amplitude

A 

DIe Intensität (Helligkeit) ist proportional zur A2

Elektromagnetische Strahlung

Radiowellen, Licht, Infrarotstrahlung, Röntgenstrahlen und γ-Strahlung

>man kann sie als sich im Raum fortpflanzende Wellenbewegungen auffassen

Zu ihrer Charakterisierung dienen folgene Grössen:

Wellenlänge, Amplitude, Lichtgeschwindigkeit, Frequenz

 

monochromatisches Licht

hat bestimmte Wellenlänge und und bestimmte Farbe

polychromatisches Licht 

ist bei allen Wellenlängen zwischen 280 und 780nm vertreten und ist weiss

Quantentheorie

Strahlung als Teilchenstrom

Max Planck (1900)

Quant = einzelne Energieportion (Energie kann nur in definierten Portionen abgegeben werden) nach Einstein: ein Teilchen das sich mit Lichtgescheindigkeit fortbewegt, ein "Photon"

E = Energie eines Quants; ist proportional zur Frequenz der Strahlung

h = Planck-Konstante / Proportionalitätskonstante

>>Strahlung mit hoher Frequenz v und kleiner Wellenlänge > energiereiche Quanten

E = h x v

h = 6,62608 x 10 ^-34 J x s

 

Linienspektrum

Leuchten/Licht (welches beim Erhitzen von Gasen oder Dämpfen chem. Substanzen mit Hilfe von Flammen oder elektrischer Entladung entsteht) wird durch ein Prisma geschickt

>> das vom Prisma abgeleitete Linienspektrum besteht aus einer begrenzten Anzah scharf begrenzter farbiger Linien

>> jede dieser Linien entspricht einer eigenen definierten Wellenlänge

>>> jedes zum Leuchten angeregte Element zeigt ein eigenes charakteristisches Spektrum

Bohr-Atommodell

Theorie, dass sich das Elektron eines H-Atoms nur auf bestimmten Kreisbahnen bewegen kann

Kreisbahnen = Energieniveaus / Energiezustände /Schalen >> konzentrische Anordnung um den Atomkern, Bezeichnung mit Buchstabe (K,L,M,N..) oder Zahl (n = 1,2,3,...)

>> auf der K-Schale hat das Atom die Energie n = 1 (K-Schale dem Atomkern am nächsten, Energie am geringsten)

es muss Arbeit geleistet / Energie aufgewandt werden (zwischen dem positiv geladenen Kern und negativem Elektron) um das Elektron auf eine weiter aussen liegende Bahn zu bringen

es darf keine Energie seitens des Elektrons aufgewandt werden, die es auf einen Ort zwischen den erlaubten Bahnen befördern würde

Elektron auf innerster Bahn mit geringster Energie >> Grndzustand

Sprung auf äussere bahn durch Energiezufuhr >> angeregter Zustand

umgekehrt: bei springen auf niedrigere Bahn /Niveau > es wird ein definierter Energiebetrag frei der als Lichtquant emittiert wird.

>>Mit dem Bohrschen Atommodell lässt sich das Emissionsspektrum des Wasserstoffs exakt berechen. Für Atome mit mehreren Elektronen gelingt das nicht mehr, sodass das Modell mit Hilfe der Quantentheorie in das wellenmechanische Atommodell weiterentwickelt wurde.  

Berechnung durch Bohr

der Energie En die das Elektron in der n-ten Bahn hat

En = -(2,179 x 10 -18 / n 2) J

n = 1, 2, 3, ...

Bsp. Bahn: n = n1 ; Energie: E1 >Sprung> Bahn n = n2 ; Energie: E2   >>> überschüssige Energie wird als Lichtquant abgestrahlt

 

kinetische Energie

Ekin= 1/2m x v2

m= Masse; v= Geschwindigkeit

potentielle Energie

Epot= mgh

m= Masse, g= Erdbeschleunigung; h= Höhe

spezifische Wärme

c

ist diejenige Wärmemenge, die benötigt wird, um 1 gramm um 1 Grad Celsius zu erwärmen

c = C/m

C= Wärmekapazität (K/J)

 

Kalorie

Definition:

1 gramm H2O von 14,5 auf 15,5 Grad Celsius zu erwärmen erfordert

> ca 1 ckal oder 4,181 J

>>> Wasser hat eine spezifische Wärme von 4,181 J/Kg

Wärmemenge 

Q

berechnung:

Q = C x (T2 - T1)

C = Wärmekapazität

Beispielaufgabe:

Wie viel Energie wird benötigt, um eine Badewanne mit 900Kg Wasser von 15 auf 28 Grad zu erhitzen?

1)Berechnen der Wärmekapazität von 900kg Wasser:

900 x 4,18J/kg = 3762 KJ/ K bzw 3,762 J/K

2)Berechenn der notwendigen Wärmemenge Q:

Q = 3762 x (28 - 15) = 48906 J = 48 kJ

Kalorimetrie bei konstantem Druck

Im offenen Gefäss: Mechanische Arbeit gegen den Luftdruck

Reaktionsenergie = Reaktionswärme + Volumenarbeit

Reaktionsenthalpie: ΔH = ΔU + p x ΔV

Zustandsgrösse

 

(Z.Bsp: Enthalpie)

-ist unabhängig von der Art, wie eine Probe hergestellt wurde

 

der Satz von Hess

die Reaktionsenthalpie ΔH einer Reaktion ist konstant und unabhängig davon, ob sie über Teilschritte oder direkt abläuft

>>Gesetz der konstanten Wärmesummen

s.u,: die Enthalpiesumme über den Teilschritt ist genau so gross wie auf direktem Wege

 

Standard-Bildungsenthalpie

die Standardreaktionsenthalpie (PRO MOL VERBINDUNG) ihrer Synthese aus den Elementen in ihrer stabilsten Form bei 1 atm und der geg.. Temp.

Wesentlich: Aggregatzustand; muss angegeben sein (zum korrekten Ablesen aus der Tabelle!) es sei denn es liegen Standart bedingungen vor: 1 mol, 298 K, 1,023 bar

 

Dissotiationsenergien und mittlere Bindungsenergie

Dissotiationsenergie:

die Energie die zum Aufbrechen der Bindung eines 2Atomigen Moleküls benötigt wird.

mittlere Bindungsenergie:

ausweiten der Betrachtung auf mehratomige Moleküle (bsp H20  ΔH= 926 kJ/mol >bei der vollständigen Dissotiation müssen 2 H-O-Bindungen getrennt werden) >> die Hälfte  (463 kJ/mol) ist die mittlere Bindungsenergie

Balmer Serie und Lyman Serie

Balmer Serie:

eine bestimmte Folge von Spektrallinien im elektromagnetischen Spektrum eines Wasserstoffatoms; Emittierung beim Übergang eines Elektrons von einem höheren zum zweittiefsten Energieniveau n1 = 2

Lyman Serie:

die Folge von Spektrallinien eines Wasserstoffatoms, im Ultravioletten Bereich (91- 212 nm)

Formel zur Frequenz der Spektrallinien

siehe Grafik

Rydbergkonstante

RH = 3,289·1015 s-1  

Berechnung von Atomspektren,

siehe Rydberg-Formel. Der Wert ist die als Wellenzahl ausgedrückte Ionisierungsenergie des Wasserstoffatoms unter Vernachlässigung relativistischer Effekte und der Mitbewegung des Kerns

 

Welle-Teilchen-Dualismus

je nach Sachverhalt eignet sich zur Erklärung des Verhaltens von Licht entweder die Quantentheorie (Licht als Teilchenstrahl; Planck und Einstein) besser oder Licht als Welle (De-Broglie) 

>>dualistische Natur des Lichts /Welle-Teilchen-Dualismus

die de-Broglie-Beziehung

Die Wellenlänge beliebiger bewegter Teilchen beträgt nach de Broglie:

 λ = h/p

p ist der Impuls = mv; h= Planck-Konstante

Heisenbergsche Unschärferelation

es ist unmögich, Ort und Impuls eines Teilchens genau zu bestimmen

maximale Genauigkeit gegeben durch 

delta x = der Ort; delta (mv) = der Impulse

(deren Unschärfen miteinander verknüpft sind und deren maximale Genauigkeit angegeben wird durch die Gleichung siehe Bild)

Umstellbar wenn masse und Ort gegeben sind:

Δ v ≥ h / 4π m Δx

Schrödinger Gleichung

die Ausbreitung der Wellenfunktion ψ im Raum mit der Geschwindigkeit U wird durch eine Differentialgleichung 2ter Ordnung beschrieben (siehe Bild)

Wellenfunktion

ψ

Situation des Elektrons im Kasten:

das Elektron fliegt in einem eindimensionalen Kasten mit der Länge L hin und her, es wird als hin- und zurücklaufende Welle behandelt;

für die Ladungsverteilung gilt hier im Kasten ψ2 (nicht gleichmässig) an den Knotenpunkten ist ψ2= 0 (bedeutet: dort ist keine Ladung und das Elektron ist hier NIE anzutreffen > bei n = 3 zb teilt sich die Ladung und der Aufenthaltsbereich des El. auf drei Bereiche auf zwischen die Aufenthaltswahrscheinlichkeit 0 beträgt)

das Elektron verhält sich hier wie eine stehende Welle (vgl Gitarrensaite) > stationäre Schwingung

die Amplitude an einem Ort x ist (wie bei der schwingenden Saite) durch die Wellenfunktion ψ gegeben:

 Ψn(x) = 2/111/2 sin (n π x / L)

ψ = sin π n x           n = 1, 2, 3....

 

Knoten und Wellen

stehende Welle im...

-eindimensionaler Kasten > n - 1 Knotenpunkte; Ladungsdichte ψ2 an den Knotenpunkten = 0

-zweidimensionale Ausdehnung (Paukenfell) > n und l; es bilden sich Knotenlinien zwischen den Bereichen, die gegeneinander schwingen; entlang dieser Knotenlinien ist die Amplitude ψ = 0; Ladungsdichte ψ2 entlang der Knotenlinien = 0

-im dreidimensionalen Kasten > drei Zahlen n, l und m; zb Schallwellen in luftgefüllter Hohlkugel; Knotenflächen: kugelförmige und ebene (durch die Kugelmitte verlaufende) Knotenflächen.

Atomorbital AO

>dreidimensionales Modell einer Wellenfunktion

>>Quantenzahlen im Detail

>>>HAuptquantenzahl

jedes Atomorbital wird durch 4 Quantenzahlen charakterisiert (nicht mehr nur n oder n und l)

diese beschreiben den Aufenthaltsort des Elektrons (also das Orbitlal) und die begrenzenden Knotenflächen

1) die erste Quantenzahl ist die Hauptquantenzahl (n = 1, 2, 3,...); n bezeichnet die Schale, zu der ein Elektron gehört 

>sie charakterisiert die Energie eines Elektrons

>alle Orbitale mit gleichem n gehören zur gleichen Schale

>bestimmt den mittleren Abstand vom Kern (Zunahme mit n)

>die nach Hauptquantenzahl n bezeichneten Schalen werden in Unterschalen aufgeteilt

>die Zahl der Unterschalen hängt von der Hauptquantenzahl n ab

>Je größer n, desto höher ist die Energie. Atome nehmen immer den energieärmsten Zustand ein, d.h. die Schalen werden von unten mit aufsteigender Energie besetzt. 

 

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