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Flashcards
Nennen Sie Schritte einer klassischen Produktentwicklung in der richtigen Reihenfolge
- Idee
- Planung/Definition
- Konzeption
- Entwicklung/Ausarbeitung
- Bewertung der Planung, Definition, Idee
- Zieldefinition
- Entwicklung Lastenheft
- Entwurf/Design
- Konstruktion
- Berechnung
Jeweils von der Grob zur Feingestaltung, zur Berechnung, zur Bewertung (iterativ)
- Erprobung - Abschließende Überprüfung; Dokumentation
Was ist eine Anforderungsliste? Woraus wird sie abgeleitet?
Lastenheft (Auftraggeber) --- Pflichtenheft (Auftragnehmer) --- Anforderungsliste (Produkt)
Solleigenschaften des Produkts geteilt in Forderungen und Wünsche zur Vermeidung von Fehlentwicklungen
- Definition der Ausgangssituation: Anforderungsliste mit Forderungen (z.B. Schlagzähigkeit und Temperaturstabilität) und Wünschen (Farbe)
- Recherche mittels Datenbank nach passenden Materialien (Campus)
- Wirtschaftlichkeitsanalyse – Wanddicke, Fertigungszeit, SG-Bedingungen, Vorbearbeitung des Granulats, Angussabfäle ---- Durch Prototypen, Prüfkörper, Materialtests
- Klassifizierung der möglichen Werkstoffe und Einbezug externer Erfahrungen mit den jeweiligen Werkstoffen
- Definition material
- Kurze Produktentwicklungszeit
- Niedrige Produktentwicklungskosten
- Produkt- und Prozessqualität erhöhen
Steigerung der Prduktentwicklungsqualität durch:
- Simultaneuous Engineering
- Informationsaustausch via Datenbank
- Frühzeitige Definition der Konstruktionsmerkmale
- Motivation der Teams
- Konstruktion (CAD)
- Simulation mechanischer Beanspruchungen (FEM)
- Strömungssimulation (CFD)
- Thermische Simulation (FEM, CFD)
- Qualitätssicherung (CAQ)
- Fertigungsprozesssimulation (Mold Flow)
- Aus einem bestehenden Modell/Bauteil ( z.B. Plastik vom Designer) wird durch Digitalisierung ein CAD-Modell generiert.
- Das CAD-Modell kann dann zur Weiterentwicklung des Produkts oder zur Konstruktiven Ausgestaltung eines ähnlichen Produkts genutzt werden.
3D- Vermessung eines Objekts und Generierung digitalen Modells dieses Objekts
Das digitale Modell kann dann weiterverwendet werden:
- Zur Konstruktion
- Zur Kopie via NC oder RP
- Zur QS durch digitale Vermessung
Ist ein 3D-Scan mittels Röntgenstrahlen
- Sichtbarkeit von Innenliegenden Strukturen
- Zerstörungsfreies vermessen von innenliegenden Bauteilen
- Verkürzung Produktentwicklungszyklus
- Schnell
- Hochgenau
- Für Bauteile UND Baugruppen
- Mechanische
- Thermische
- Optische
- Elektrische
- Tribologische
Für Tragende Teile v.A. Mechanische eigenschaften und ggf. je nach Umgebungsbedingnen Thermische und Chemische
Mechanische Eigenschaften:
- Härte
- Dichte
- Festigkeit
- Steifigkeit
- Elastizität
- Plastizität
- Risszähigkeit
- Schlagzähigkeit
Welche Schwierigkeiten entstehen bei der Werkstoffauswahl und welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung?
- Umsetzung der Anforderungen in (quantitative) Kennwerte (Größen)
- Änderungen des Suchprofils durch neue Entwicklungen, zusätzliche Anforderungen
- Unterschiedliche Prüfverfahren und Bedingungen bei Kennwertermittlungen (Datenblätter von zwei Herstellern)
- Fehlen von Produktinformationen (z.B. Kennwerte bei bestimmten Umweltbedingungen)
Hilfsmittel:
- Datenbanken
- Datenblätter
- Konkurrenz
- Rohstofflieferanten
- Fachliteratur
- Laborversuche
- Computer Aided Material Preselection by Uniform Standards
- Datenbank mit Kunststoff-Rohstoffen verschiedener Hersteller und deren Kenndaten
- nach einheitlichen Testmethoden (Testkörper, Prüfbedingungen, Datenblätter) erhoben
Was ist ein Cambridge-engineering-selector? Wofür wird er verwendet?
- Computerprogramm
- Finden, auswählen, Vergleichen von Materialdaten
- Graphischer Vergleich von unterschiedlichen Materialgruppen (Metalle, Kunststoffe, Keramiken, Hölzer)
- Bezüglich unterschiedlichster Kenngrößen
Generative Fertigungsverfahren sind alle Fertigungsverfahren und Technologien, welche, basierend auf CAD-Daten, Teile aus formlosem Material formen:
- RP – Rapid Prototyping
- RM – Rapid Manufacturing
- RT – Rapid Tooling
- Anschauungsmodelle (Proportionen, Design)
- Kommunikationsmodelle (Präsentation, Dokumentation, Marktstudien)
- Funktionsmodelle (Ergonomie, Festigkeit, Wirkprinzip, Strömungsmechanik)
- Prozessmodelle (Montage, Betriebsmittel, Urmodell)
Stereolithographie:
- Flüssiges Ausgangsmaterial (Harz)
- Polymerisation durch UV-Laser (Photopolymerisation) an der Harzoberfläche
- Laser über Computergesteuertes Spiegelgalvanometer geführt
- Absenken des Bauteils
- Nachhärten im UV-Schrank
Vorteile:
- Sehr genaues RP-Verfahren
- Hohlräume können mit Drainageöffnung en entleert werden
Nachteile:
- An photosensitives Material gebunden (Festigkeit, Elstizität, Temp)
- Nachträgliche Aushärtung nötig
- Stützkonstruktionen nötig
- FDM – Fused Deposition Modelling
- Thermoplastisches Baumaterial = ähnlich oder gleich SG-Material
SLS – Selective Laser Sintern
- Pulver nahe an den Schmelzpunkt erhizen
- Punktweise verschmelzen mit CO2-Laser
- Laser über PC-gestütztes Spiegelgalvanometer geführt
- Kunststoffpulver
- Mehrkomponenten Metall-Polymerpulver – Grünling
- Mehrkomponenten Glaskugel-Polymer, Karbonfaser-Polymer
Vorteile:
- Keine Stützkonstruktion nötig
- Bauteile möglich die nicht anders hergestellt werden können
- Hohe Stabilitäten durch Gitterkonstruktionen Möglich
- RM – z.B. Wirbelsäulenimplantate
- Viele Materialien möglich
Nachteile:
- Genauigkeit durch Pulverkörnung begrenzt
- Aufheizen ist zeitintensiv
- Ankleben benachbarter Teilchen – Pelz
- Hohlräume sind schwierig zu Reinigen
FDM – Fused Deposition Molding:
- Thermoplastisches Material
- Entlang der Bauteilgeometrie extrudiert
- 2D-Plotter führt Extrudierdüse
- Ballistisches Verfahren möglich
Vorteile:
- Großes Volumen / zeit
- Seriennahe Werkstoffe
- Einfach, sauber im Büro verwendbar
- Kein Materialabfall
Nachteile:
- Feine Rippen nicht umsetzbar
- Ansatzpunkte sichtbar
- Polymerdrucktechnologie
- Ein Druckkopf (65mm), mehrere hundert düsen, 2UV Lampen
- Baumaterial und Stützmaterial werden schichtweise über die ganze Ebene aufgebracht
- Aushärtung durch UV-Lampen
- Auswaschen Stützmaterial
Vorteile
- Hohe Genauigkeit
- Stützmaterial wird komplett ausgewaschen
- Viele Materialien
- Bürotauglich
Nachteile
- Nur geringe Schichtdicke möglich
- Nachbearbeitung – abtragend oder auftragend
- Beschichten – Versiegeln / Lackieren / Metalle
- Abformen – Vakuumguss / Gipsguss / Sandguss
- Abgießen – Feinguss
- Formenbau durch generatives Fertigen
- Herstellung von Werkzeugen durch adaptierte RP-Verfahren
- Metallspritzen – RP-Modell aus Metall (niederschmelzend oder mittels Lichtbogen)
- Lasersintern – direkt (Einkomponenten Metallpulver), indirekt (Metall-Polymerpulver – Grünteil muss noch gebacken werden) – Super für Formenteile (innenliegende Kühlstruktur)
- Shape Melting – schichtweises 3D-Auftragschweißen mit Laser
- Invest Casting – Wachsausschmelzen mit verlorener Form
- Quick Cast – SL-modell als Hohlkörpermodell mit Wabenstruktur für Feinguss
- 3D-Printing – Metallpulver mit Inkjet-Verfahren aufgebracht
Verfahren:
- RM := direkte Herstellung des Endprodukts
- Formenbau ist sehr Teuer --- Deshalb für klein- und Kleinstserien
- Customised Produkte (z.B. Wirbelimplantate)
- Laser-Sintern
- SG-Modell aus Wachs
- Gießkanäle am Wachsmodell angeklebt
- In Keramik getaucht
- Ausgebrannt
- Metall eingegossen
- Keramik zerstört
- Silikonform
- Zweikomponenten-Kunststoff unter Vakuum vermischt
- In Silikonwerkzeug gegossen
- Aushärten im Wärmeschrank
- Serienidentisch, serienähnliche Kunststoffteile für Muster
- Leichte Entformung von Hinterschneidungen
- RP-Urmodell
- Abformung Silikonform
- Gussteil aus PA6
- Gute mechanische Eigenschaften
- Mech. Term. Chem. Eigenschaften ähnlich SG
- Einsatz in der Medizintechnik
- Kleine Serien mit sehr geringen Stückkosten und kurzer Produktionsdauer
Abformen:
- Vom RP-Modell wird eine Gussform hergestellt
- Vakuumguss
- Gipsguss
- Sandguss
Abgießen:
- RP-Modell wird als verlorene Form im Gussprozess eingesetzt
- Nur RP-Material verwendbar, das Ausbrennt / Ausschmilzt
- Feinguss
- Spannungs-Dehnungsdiagramm mit unterschiedlichen Zeitangaben
- Lässt Kriechverhalten und Relaxationsverhalten erkennen
- Ermöglicht bei bekannter Spannung die Dimensionierung des Teils bezüglich Kriechverhalten
- Kriechen = plastische Verformung von belasteten (Kunststoff-)teilen abhängig von der Zeit (oder der Temperatur)
Kriechgerechte Gestaltung
- Formschluss besser als Kraftschluss
- Formschluss zusätzlich zu Kraftschluss (Abstützung)
- Kompensation des Kraftverlustes durch andere Materialien z.B. Stahlfederring
- Materialauswahl (amorphe KS kriechen weniger)
- Faserverstärkung reduziert Kriechneigung
- Metalleinlagen reduzieren Zeitabhängigkeit
Wie unterscheiden sich die thermischen Eigenschaften von Metallen und Kunststoffen voneinander und was muss bei der Konstruktion von Kunststoffteilen bezügl. Temperaturänderung berücksichtigt werden?
- KS haben höhere Wärmeausdehnung als Metalle
- Geringere Wärmeleitfähigkeit (und folglich höhere Wärmekapazität) als Metalle
- Allgemein haben Kunststoffe viel niedrigere Einsatztemperaturen als Metalle
Verhinderung von Spannungen durch Spiel für Wärmeausdehnung durch:
- Langloch
- Federnde Elemente
- Kompensation durch gleiche/gleichartige Werkstoffe
- Kunststoff-Metall-Verbundkonstruktionen
Aufgrund von zeitlich / örtlich unterschiedlicher:
- Abkühlung (durch gleichmäßige Wandstärken)
- Kristallinität (gleichmäßige Abkühlung ermöglichen s.o.)
- Orientierung (Angusse gleichmäßig verteilen / mehrere Angusse verwenden)
- Nachschwindung (Wanddicke dünn halten, kurze Fließwege – Positionierung d. Angusse)
Oder durch Überladen der Form
- Querschnittgeometrie
- Zug/Druck – Vergrößerung der Fläche
- Schub – kompakte QS
- Biegung – Entfernung zur neutralen Achse; gekrümmte Flächen, Profile, Rippen, Sicken
- Torsion - rippen
- Werkstoffsteifigkeit durch Faserverstärkung
- Inhomogene Werkstoffverteilung im Querschnitt durch Sandwich-Bauweise
- Mehrachsiger Spannungszustand
- Optimale Steifigkeit
- Maximale Belastbarkeit
- Minimale Kriechneigung
- Minimale Wärmeentwicklung
- Duroplaste (Kunstharze)
- Elastomere (Kautschuk, EPDM)
- Amorphe Thermoplaste (PS, PC, PVC)
- Teilkristalline Thermoplaste (PE,PP,POM,PA)
- Unterscheidbarkeit einzelner Komponenten (Bauteile)
- Definierte Lage des Formteils zwischen den Operationen
- Greifen des Formteils mit Handhabungsgerät
- Fixieren des BT bei Bearbeitungsvorgängen (z.B. Fügen, Bedrucken)
- Volumenarmes Lagern
- Gleiche Wanddicken, so dünn wie möglich
- Keine Massenanhäufungen
- Ausreichend Radien
- Steifigkeit durch Rippen
- Keine ebenen Flächen
- Ausreichende Entformungsschrägen
- Verfahrensgerechtes Formteildesign
Wann entstehen Lunker und Einfallstellen? Wie kann man sie vermeiden?
- Bei unterschiedlichen Abkühlungsgeschwindigkeiten
- Bei Wanddicken > 4mm
- Bei Massenanhäufungen
- Ecken ohne Radien – Winkelverzug
- Ausreichend dünne wandstärken oder durch Prozesseinstellungen à temperiertes Werkzeug
- Aussparungen bei potenziellen Massenanhäufungen
- Ecken und Kanten mit Radien versehen
Warum kommt es zu Eckenverzug? Was kann man konstruktiv dagegen tun?
- Zweiseitiger Werkzeugkontakt an den ecken
- Daher schnellere Abkühlung im Außenbereich der Ecke als im Innenbereich
- Radien Anbringen
- Wand dicker ausgestalten als die Ecke