Cantus
dies sind die cantus.
dies sind die cantus.
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Cartes-fiches
Dort Saaleck, hier die Rudelsburg - 3.
O Vaterland, wie bist du schoen mit deinen Saatenfeldern,
mit deinen Taelern, deinen Hoehn und all den stolzen Waeldern.
O Vaterland drum wollen wir dir unsre Lieder singen,
|: Zu deinem Preise sollen hier laut Herz und Becher klingen :|
Dort Saaleck, hier die Rudelsburg - 4.
Wie toenet das ins Tal hinein, vom Felsen hoch hernieder,
die Saale rauscht so freudig drein, die Berge hallen wider.
Und Berge hier und Berge dort, zur Rechten und zur Linken,
|: Die Rudelsburg, das ist ein Ort zum Schwärmen und zum Trinken :|
Drei Bilder und eine Pfeife - 1.
Drei Bilder und eine Pfeife, ein Becher und ein Stab,
|: ist alles von meinen Sachen, was ich gerettet hab :|
Drei Bilder und eine Pfeife - 2.
Die Bilder will ich behalten, es sind drei Freunde lieb,
|: von denen ein jeder in Freude und Leid mir treu verblieb :|
Drei Bilder und eine Pfeife - 3.
Die Pfeife will ich zerschlagen, am ersten grossen Stein,
|: Das Lied vom alten Burschen muss ausgepfiffen sein :|
Drei Bilder und eine Pfeife - 4.
Noch einmal fuell ich den Becher am ersten klaren Quell,
|: dann musst du scheiden und sterben, du alter treuer Gesell :|
Drei Bilder und eine Pfeife - 5.
Der Stab hat mich gefuehret, geschuetzt so mannichmal,
|: er soll mich auch begleiten, durch Berg und Wald und Tal :|
Drei Bilder und eine Pfeife - 6.
Jetzt kommt ihr Bilder, du Pfeife, du Becher und du Stab,
|: ihr werdet nicht erzaehlen, dass ich geweinet hab :|
Es hatten drei Gesellen - 1.
Es hatten drei Gesellen ein fein Kollegium;
|: es kreiste so freoehlich der Becher in dem kleinen Kreise herum :|
Es hatten drei Gesellen - 3.
Da starb von den dreien der eine, der andre folgt ihm nach,
|: und es blieb der dritte alleine in dem oeden Jubelgemach :|
Es hatten drei Gesellen - 6.
Ich trink euch ein Schmollis ihr Brueder! Wie sitzt ihr so stumm und so still?
|: was soll aus der Welt denn noch werden, wenn keiner mehr trinken will? :|
Es hatten drei Gesellen - 7.
Da klangen der Glaeser dreie und wurden maehlich leer
|: Fuducit, froehlicher Bruder - der trank keinen Tropfen mehr :|
Es ist kein Doerflein so kleine
Es ist kein Doerflein so kleine, ein Hammerschmied wohnet dareine.
Zieh Bruder, zieh! Und lass es lustig laufen! So ists recht, so ists recht, du wirst dich schon besaufen.
Auf mit dem Hammer, nieder mit ihm!
|: Schmiede das Eisen solang es noch warm ist, warm ist, schmiede das Eisen, solang es noch warm ist :|
Gaudeamus igitur - 1.
Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus! :|
Post iucundam iuventutem, post molestam senectutem
|: nos habebit humus :|
Gaudeamus igitur - 2.
Ubi sunt qui ante nos, in mundo fuere? :|
Vadite ad superos, transite ad inferos
|: ubi iam fuere :|
Gaudeamus igitur - 3.
Vita nostra brevis est, brevi finietur :|
Venit mors velociter, rapit nos atrociter
|: nemini parcetur :|
Gaudeamus igitur - 4.
Vivat academia, vivant professores! :|
Vivat membrum quodlibet, vivat membra quaelibet
|: semper sint in flore :|
Gaudeamus igitur - 5.
Vivant omnes virgines, faciles, formosae! :|
Vivant et mulieres, tenerae amabiles
|: boneae laboriosae! :|
Gaudeamus igitur - 6.
Vivat et respublica, et qui illam regit :|
Vivat nostra civitas, maecenatum caritas
|: quae nos hic protegit :|
Gaudeamus igitur - 7.
Pereat tristitia, pereant osores :|
Pereat diablos, quivis antiburschius,
|: atque irrisores! :|
Gold und Silber - 1.
Gold und Silber lieb ich sehr, kanns auch gut gebrauchen,
haett ich nur ein ganzes Meer, mich hinein zu tauchen.
S'braucht nicht grad gepraegt zu sein, habs auch so ganz gerne
|: Sei's des Mondes Silberschein, sei's das Gold der Sterne :|
Gold und Silber - 2.
Doch viel schoener ist das Gold, das vom Lockenkoepfchen
meines Liebchens niederrollt in zwei blonden Zoepfechen.
Darum du mein liebes Kind, lass uns herzen, kuessen
|: bis die Locken silbern sind und wir scheiden muessen :|
Gold und Silber - 3.
Seht wie blinkt der goldne Wein, hier in meinem Becher.
Horchrt wie klingt so silberrein, froher Sang der Zecher!
Dass die Zeit einst golden war, will ich nicht bestreiten,
|: denk ich doch im Silberhaar, gern vergangner Zeiten :|
Heil dir, Stadt am Seegelaende - 1.
Heil dir Stadt am Seegelaende, Schweizerlandes schoenster Stern,
seines Schoepfers Gnadenspende, gruess dich Gott mein lieb Luzern!
Zu dir hunderttausend wallen, voll Begeistrung Jahr fuer Jahr,
|: doch am seligsten von allen, lebt dein froehlicher Scholar. :|
Heil dir, Stadt am Seegelaende - 2.
Schlangenzug nach jedem Bummel, vorne tanzt der Fuchsmajor,
mit dem alten Bakelstummel fuehret er den tollen Chor.
Ueber Baenke, laengs der Schiene, um ein holdes Paar herum,
|: und am schluss mit ernster Miene, wackelt das Praesidium :|
Heil dir, Stadt am Seegelaende - 3.
Zehne schlaegt es, laengst zu Hause, sollt man sein um diese Uhr,
der Pedell verlaesst die Klause und begibt sich auf die Spur.
Er besuchte zwanzig Pinten, getreulich nach dem Paragraph,
|: war des Morgens frueh zu finden, in der letzten tief im Schlaf :|
Heil dir, Stadt am Seegelaende - 5.
Altes Haus was soll dein Sinnen, ueber Alltags ungemach?
Lass Philisterherzen spinnen ueber Zeit, Geschaeft und Fach.
Lass die Grillen in der Pfuetze, trink am Jugendbrunnen klar,
|: nimm die alte rote (orange) Muetze und sei wieder ein Scholar! :|
Heisst ein Haus zum Schweizerdegen - 1.
Heisst ein Haus zum Schweizerdegen, lustig muss die Herberg sein,
denn die Trommel spricht den Segen und der Wirt schenkt Roten ein.
|: kommen die Gaeste, schoen Wirtin, sie lacht,
sie hat schon manchen zur Ruhe gebracht :|
Heisst ein Haus zum Schweizerdegen - 2.
S'ist kein Volk, fast allerwegen, das da nicht schon eingekehrt,
Und der Wirt zum Schweizerdegen, hat den Eingang nie verwehrt.
|: Hat dann die blutige Zeche gemacht, dass die Frau Wirtin vor Freuden gelacht :|
Heisst ein Haus zum Schweizerdegen - 3.
Dreiundzwanzig Schilde blitzen, von dem Giebel weit zu Tal.
Zeug- und Bannerherren sitzen harrend in dem hohen Saal.
|: Lauschend, bis jauchzend die Mutter sie ruft, und von den Schilden erklinget die Luft :|
Heisst ein Haus zum Schweizerdegen - 4.
All die Wehr und Waffen pflegen, stehen auf von Tal zu Tal,
Hoert es klingt der Schweizerdegen, hoert es singt der alte Stahl!
|: Tut ihm genug und erprobt ihn vereint, besser das Muetterchen lacht als es weint :|
Heisst ein Haus zum Schweizerdegen - 5.
Wo in Laendern freigelegen, wo in altgetuermter Stadt,
Schweizerherz und Schweizerdegen die gemeine Herrschaft hat.
|: Da ist die Mutter so hold und so fein, lacht sie so wirds Frau Helvetia sein! :|
Hier sind wir versammelt - 1.
Hier sind wir versammelt zu loeblichem tun, drum Bruederchen ergo bibamus.
Die Glaeser sie klingen, Gespraeche sie ruhn, beherziget ergo bibamus.
Das heisst noch ein altes, ein tuechtiges Wort,
es passet zum ersten und passet sofort,
und schallet ein Echo vom festlichen Ort.
|: Ein herrliches ergo bibamus :|
Hier sind wir versammelt - 2.
Ich hatte mein freundliches Liebchen gesehn, da dacht ich mir: ergo bibamus!
Und nahte mich freundlich, da liess sie mich stehn, ich half mir und dachte: bibamus!
Und wenn sie versoehntet euch herzet und kuesst,
und wenn ihr das Herzen und Kuessen vermisst,
so bleibet nur bis ihr was Besseres wisst.
|: beim troestlichen ergo bibamus :|
Hier sind wir versammelt - 3.
Mich ruft das Geschick von den Freunden hinweg, ihr redlichen: ergo bibamus!
Ich scheide von hinnen mit leichtem Gepaeck, drum doppeltes ergo bibamus!
Und was auch der Filz von dem Leibe sich schmorgt,
so bleibt fuer den Heitern doch immer gesorgt,
weil immer dem Frohen der Froehliche borgt!
|: drum Bruederchen ergo bibamus :|
Hier sind wir versammelt - 4.
Was sollen wir sagen zum heutigen Tag? Ich daechte nur: ergo bibamus!
Er ist nun einmal von besonderem Schlag, drum immer aufs neue: bibamus!
Er fuehret die Freude durchs offene Tor,
es glaenzen die Wolken, es teilt sich der Flor,
da leuchtet ein Bildchen, ein goettliches vor!
|: wir klingen und singen bibamus! :|
Ich schiess den Hirsch - 1.
Ich schiess den Hirsch in wildem Forst, im tiefen Wald das Reh,
den Adler auf der Klippe Horst, die Ente auf dem See.
Kein Ort der Schutz gewaehren kann, wo meine Buechse ziehlt.
|: Und dennoch hab ich harter Mann die Liebe auch gefuelt :|
Ich schiess den Hirsch - 2.
Kampiere oft zur Winterszeit, in Sturm und Wetternacht,
Hab ueberreift und ueberschneit den Stein zum Bett gemacht.
Auf Dornen schlief ich wie auf Flaum, vom Nordwind unberuehrt.
|: und dennoch hat die harte Brust die Liebe auch gespuehrt :|
Ich schiess den Hirsch - 5.
Und wenn ich einst gestorben bin und lieg im kalten Schrein,
als braver Bursch, wie ich gelebt, will ich begraben sein.
Dann gebt mir auch mein Cerevis, den Schlaeger in die Hand
|: und schlingt mir um die kalte Brust das rot (orange)-weiss-gruene Band :|
Burschen heraus! - 1.
Burschen heraus! - Lasset es schallen von Haus zu Haus!
Wenn der Lerche Silberschlag gruesst des Maien ersten Tag,
dann heraus und fragt nicht viel, frisch mit Lied und Lautenspiel!
Burschen heraus!