BZ Fragenkatalog Holz
Fragen aus BZ Fragenkatalog für Bauzeichner / Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau Thema Holz
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Flashcards
Die Schwarte ist der Überrest welcher bei der Holzverarbeitung anfällt. (d=1/10D)
Furniere sind 1-10mm nicht selbstragende Holzblätter. Sie werden durch Sägen-, Messerschnitt oder Schälen vom Stamm abgetrennt.
Bei der Herstellung gibt es keine Risse. Geringes Verziehen. Sehr lange Furniere können hergestellt werden. Teuer da arbeitsintensiv und grosse Schnittverluste. Werden mit Gättersägen oder Kreissägen hergestellt.
Auf der Unterseite haben die Furniere feine Haarrisse. Diese Seite wird als Linke bezeichnet. Vertikal & Horizontale Verarbeitung. Das Messer und der Druckbalken gleiten waagrecht und mit schräg ziehendem Schnitt über den Stamm.
Werden am meisten angewendet. Geringer Zeitaufwand, grösste Ausbeutung. Der Stamm wird eingespannt und dreht sich. Das Messer rückt mit jeder Umdrehung näher. Endlosfurniere.
Folgende Fehler im Stamm gibt es: Abholzigkeit (viel Verschnitt), Säbelwuchs (Rutschhang), Gabelwuchs (wenig Ausbeutung), Bajonettwuchs (viel Verschnitt), Drehwuchs (unbrauchbar)
Folgende Fehler im Stammquerschnitt gibt es: Doppelkernbildung, exzentrischer Wuchs, Kernriss, Ringriss
Witterungseinflüsse (Trockenrisse, Frostrisse, Blitzrisse, Schneedruck, Hagel, Sturmbruch, Schneebruch, Geschossspliter), Eingerbungen (Reisserstriche, eingeschnittene Initialen), Tiere (Hirsch, Specht, Insekten)
1. Klasse (vorwiegend astfreies Holz) | 2. Klasse (weder grobe noch ausfallende Äste zugelassen, kleine Risse) | 3. Klasse (grössere Zahl an verwachsenen Ästen, grössere Risse)
aa (Spezialsortiment) | a (ausgezeichnet) | n (normal) | f (fehlerhaft)
Festigkeitsklasse I (FKI) Holz für höhere Festigkeiten | Festigkeitsklasse II (FKII) Holz von normaler Festigkeit (Bauholz) | Festigkeitsklasse III (FKIII) Holz von geringer Festigkeit
Festigkeitsklasse L1 (für Holz mit höherer Festigkeit) | Festigkeitsklasse L2 (für Holz mit Normaler Festigkeit)
Rundholz wird nur in die Festigkeitsklassen FKII und FKIII eingeteilt.
Holz kann durch Feuer, Pilze und Insekten zerstört werden.
Bis 150°C ist Holz thermisch beständig. Wenn Temperatur grösser wird als 150°C, baut sich das Holz in Form von Gasen ab. Ab 200°C entzündet sich das Holz. Von 250-300°C bildet sich beim verbrennen eine Holzkohlenschicht. Diese Schicht leitet nur noch 20% der Wärme an das noch nicht verbrannte Holz.
Es gibt über 100 verschiedene Pilze die das Holz befallen können. Alle bilden sich nur in feuchtem Holz bei relativ warmer Umgebung. Sie ziehen Nahrungsstoffe aus dem Holz. Das Holz beginnt zu faulen (ohne Pilz ist dies nicht möglich).
Hausschwamm; Kellerschwamm; Porenhausschwamm
Er befällt Zellulose bei 18-20°C Umgebungstemperatur und einer Holzfeuchte von 28%. (kein Licht, keine Zugluft)
Hohes Wassergehalt erforderlich sowie eine Umgebungstemperatur von 25-30°C. Wenn der Wassergehalt sinkt, stellt er seine Tätigkeit ein.
Er erzeugt fast auschliesslich Brennholz; dient oft als Hangsicherung an Bahnlinien oder Strassen.
40-45% Feuchtigkeit, 25° Umgebungstemperatur, kein Licht, keine Zugluft
Der Hausbock befällt Nadelholz in verbauten Zustand. Von aussen ist nichts sichtbar, da er im innern Gänge bohrt. Optimal für ihn sind 20-40% Feuchtigkeit und eine Umgebungstemperatur von 26-32°C.
Der Holzwurm befällt Splintholz in verbautem Zustand und bei einer Umgebungstemperatur von 25°. Er befällt vor allem Treppen und Möbel.
Der Mulmbock tritt selten auf und braucht eine hohe Feuchtigkeit des Holzes. Er bildet sichtbare Larven.
Folgende Schutzmöglichkeiten gibt es: Baulich konstruktiver Holzschutz, Materialwahl, Oberflächenschutz, Holzschutz mit Naturprodukten, chemischer Holzschutz
Ein konstruktiver Schutz des Holzes vor Nässe: Vordächer, Fassadenvor-sprüngen, genügen Abstand zum Boden... | Gegen Insekten ist dieser Holzschutz nur beschränkt wirksam.
Wenn Bauteile besonders stark durch Feuchtigkeit und Nässe beansprucht werden, verwendet man Hölzer die pilzresistent sind: Eiche, Sipo & Iroko (Holz aus Zentralafrika) | Meistens werden in der Schweiz Fichten und Tannen verwendet.
Mit Hilfe von Anstrichen und Beschichtungen wird das Holz an seiner Oberfläche geschützt.
Man immunisiert das Holzes gegen schädlichen Einfluss.
Verkleiden der Holzbauteilen mit feuerhemmenden Gipsplatten.
Strahlungs- Reflexionsschichten | Unbrennbare Deckschichten | Thermische Dämmschichten | Brennverzögerer & Löschgasbildner
Chemikalien im Holzgefüge | Einbau von Schichten
Diffusionsverfahren; Heissluftverfahren; Bohrlochverfahren
Verwendet ebei der Behandlung von saftfrischem Rundholz. Das Mittel wird in Pastenform auf geschälte Stämme aufgetragen; anschliessend mit wasserdichtem Material abdecken, so dass es gegen Regen geschützt ist und das Holz feucht bleibt.
Das Holz wird mit Heissluft so stark erhitzt das Holzschädlinge & Insekten in jedem Lebensstadium abgetötet werden.
Das Holz wird mit Bohrlöchern versehen durch welche das flüssige oder pastenförmige Schutzmittel ins Holz eindringen kann.
Mit der Borsalzimpregnierung, der Kräuterimpegnierung (Planzenextrakte & Öle) und Naturharzöl-Lasur.
Mit dem Heissluftverfahren wird es nachträglich behandelt. Bei grossem Befall: Anwendung von Holzessig. Bei kleinem Befall: Bohrlochtränkung.
Das Holz bekommt einen Natrusasphaltanstrich.
Man verwendet Pigmente in Lasuren und Decklacken, welche die Zerstören des Lignins durch UV-Lichtstrahlen verhindern.