BWL / Strategisches Management

Fachwirt für Facility Management Kursmodul 4

Fachwirt für Facility Management Kursmodul 4


Christoph Zilg
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen des strategischen Managements mit Fokus auf Investitionsbewertung, Kostenanalyse und Benchmarking. Zentrale Themen sind Kapitalwertberechnungen, Rückflussanalysen sowie Methoden zur Leistungsmessung und Prozessoptimierung. Besonders relevant für Auszubildende in kaufmännischen Berufen, die strategische Entscheidungen und Controlling-Prozesse verstehen müssen.
Flashcards
57
Students
12
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
10.12.2013 / 17.08.2026

Flashcards

4.3 Intergrale Planung als Basis niedriger Bewirtschaftungskosten.

Beispiel Reinigung

  • Arbeitsicherheit bei der Ausführung von Reinigungsarbeiten
  • eine Umweltschonende Reinigung
  • die späteren Reinigungskosten
  • die Nutzwerterhalztung des Gebäudes

Vorraussetzungen für eine Senkung der Reinigungskosten sind:

  • befestigte Wege, Fläschen und Überdachungen, die den Schmutzeintrag minimieren.
  • für Kehrmaschienen leicht zugängliche Verkehrsfläschen.
  • mit Wasserablauf gesicherte Parkplätze, Wege und Grünfläschen
  • für Entsorger leicht zugängliche Boxen für Müllbehälter (nicht jedoch für Unbefugte)
  • Fußroste vor Eingängen
  • funktionierende und begehsichere Schmutzschleusen im Eingangsbereich

Der Reinigungsaufwand erhöht sich durch:

  • viele Wandnischen, Pfeiler, tot Winkel, Stufen, etc.
  • geringe Bodenfreiheit von Heizkörpern, Trennwänden, etc.
  • fehlende Transportmäglichkeiten für Reinigungsmaschienen
  • reinigungsaufwendige Werkstoffe bei Mobilar und Fußböden

5. Proyesskostenrechnung?

  • Kosten des Gebäudemanagement häufig des Gemeinkostenblocks
  • Kostentransparenz entsteht erst wenn einzelne bewert-, steuer- und verursachergerecht abrechenbare Bestandteile aufgeteilt wird.

5.2 Grundgedanke der Prozesskostenrechnung was ist die bedeutung hierfür?

  • Prozessanalyse
  • Schwachstellen bzw. Verbesserungspotenziale
  • Transparenz der Unternehmens-/ FM-Abteilungsorganisation
  • Transparenz der Kosten und Kostenstrukturen
  • Kostentreiber
  • Anwendungsschwerpunkt indierekter Bereich eines Unternehmens/einer FM-Abteilung
  • direkter Bezug auf Kostenträger normalerweise nicht gegeben

5.3 Welche Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme gibt es?

  • Verschiebung in den Kostenstrukturen in Richtung beiner Erhöhung des Anteils an Gemeinkosten.
  • Zuschlagskalkulation
  • Einzelkosten des jeweiligen Kostenträgers
  • Gemeinkostenzuschlagsatz
  • Verteilung Gemeinkosten über Einzelkosten der Kostenträger
  • falsche Schlußfolgerungen
  • Quersubventionierungen
  • Traditionelle Kostenrechnungssysteme
  • Unstimmigkeiten der Gemeinkostenverrechnung
  • Fehlerverrechnungen
  • erheblichen strategischen Fehlentscheidungen

5.3 Wie können die Mängel der traditionelle Kostenrechnungssysteme behoben werden?

Durch die Prozesskostenrechnung werden Gemeinkosten nach Inanspruchnahme betrieblicher Prozesse verrechnet.

  • Kosteninformationen für die mittel- und langfristige Planung und Steuerung
  • Wirtschaftlichkeitskontrolle vor allem der indirekten Bereiche.

5.4 Welche Methodik der Prozesskostenrechnung sollte angewendet werden?

  • Tätigkeitsanalyse
  • Maßgröße für die Quantifizierung des Arbeitsergebnisses nur für wiederholte Tätigkeiten
  • Maßgrößenmenge geplant
  • zusammengehörende Tätigkeiten innerhalb einer Kostenstelle zu Teilprozessen zusammenfassen.
  • leistungsmengenneutral (lmn)
  • leistungsmengeninduziert (lmi)
  • Für jeden Teilprozess wird die Gesamtkapazitäteninanspruchnahme ermittelt
  •  

6. Benchmarking

  •  Eigene Leistung mit der Leistung des Wettbewerbs vergleichen
  • Wettbewerbsvorteile des besten Wettbewerbers werden systematisch identifiziert und durch Aufbau vergleichbarer Kompetenzen im eigenen Unternehmen abgebaut. 
  • Von den besten der Branche zu lernen ("best  practice")
  • lernende Organisation

6. Was sind die Funktionen des Benchmarking? 

Die Mess- und Maßstabsfunktion

  • Wo steht das Unternehmen im Vergleich mit der Konkurrenz und mit anderen Unternehmen? 
  • Was sind die weltbesten Problemlösungen (im Sinne von Benchmarks und als objektiver Bewertungsmaßstab)?
  • Was werden in Zukunft die besten Problemlösungen sein? 

Die Erkenntnisfunktion

  • Was machen andere Unternehmen besser oder schlechter als das eigene Unternehmen? 
  • Weshalb ist etwas besser oder schlechter,  was sind die Ursachen dafür? 
  • Was können wir von anderen übernehmen (bewährte Gesamtlösungen,  Teillösungen, Methoden)?
  • Welche Anpassungen bewährter Vergleichslösungen sind möglich oder notwendig? 
  • Wie können Bestlösungen oder andere Vergleichslösungen als Ausgangspunkt für eigene kreative Problemlösungen genutzt werden? 

Die Zielfunktion

  • Welche Veränderungen sind notwendig, um die Wettbewerbsposition des Unternehmens (möglichst dauerhaft) zu verbessern? 
  • Welche Ziele (Gesamtziele, Teilziele) sind für die Verbesserung vorzugeben? 
  • Können oder wollen wir selbst Branchen- bzw. Klassenbester werden? 
  • Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden,  um den Verbessungsprozess erfolgreich zu gestalten? 

Die Implementierungsfunktion

  • Welche Maßnahmen sind notwendig, um die geplanten Veränderungen zu realisieren? 
  • Auf welchen Gebieten bestehen besonders günstige Bedingungen für die Verbesserung der Wettbewerbssituation?

6. Warum Benchmarking kein einmaliger Prozess bleiben sollte?

Damit eine Umsetzung der kontinuierliche Weiterentwicklung von neuen Messgrößen, Erkenntnissen, Zielen und Maßnahmen geschieht. 

Durch den Vergleich (Benchmarking) mit leistungsfähigen Organisationen wird eine konstruktive Unruhe in die eigene Organisation geschaffen. 

6.1 Welche Arten von Benchmarking gibt es?

  • Internes Benchmarking
  • Konkurrenz- und branchen- bezogenes Benchmarking
  • Branchenübergreifendes Benchmarking

6.1 Welche Vor- und Nachteile bestehen bei den Benchmarkings

  1. Internes Benchmarking
  2. Konkurrenz- und branchen- bezogenes Benchmarking
  3. Branchenübergreifendes Benchmarking

zu 1. Vorteil

  • Einfacher Einstieg in Methodik
  • Förderung einer gemeinsamen Unternehmenskultur
  • Problemlose Datenbeschaffung

Nachteile

  • Betriebsblindheit und Abteilungsdenken können innovative Lösungen verhindern
  • Kleine Unternehmen haben kaum Möglichkeiten,  geeignet Benchmarks zu finden

zu 2. 

Vorteile

  • Produkte und Prozesse sind unmittelbar vergleichbar
  • Schneller Transfer möglich
  • Hoher Erfolgsdruck
  • Klarheit über eigene Wettbewerbsposition

Nachteile

  • Informationsaustausch zwischen Konkurrenten schwierig
  • Gefahr nur zu kopieren
  • Führt selten zu Leistungssprüngen

zu 3. 

Vorteile

  • Hohes Potenzial innovativer Lösungen und damit langfristiger Wettbewerbsvorteil 
  • Benchmarking-Partnern haben weniger Vorbehalte gegen offenen Informationsaustausch

Nachteile

  • Gefahr Äpfel mit Birnen zu vergleichen
  • Schwieriger Transfer ins Unternehmen, häufig Widerstände bei den Mitarbeitern

6.2 Welche Ziele gibt es im Benchmarking? 

  • Identifikation und Umsetzung von Verbesserungsmöglichkeiten
  • Legitimierungs- und Motivationfunktion
  • Annäherung an Spitzenunternehmen
  • Schaffung von Wettbewerbsvorteilen 

6.2 Welche Ziele verfolgt das Facility Management im Benchmarking? 

  • Festlegung marktorientierter, realisierbarer Zielvorgaben
  • Einschätzung der eigenen Leistung
  • Schaffung von Transparenz und Planungsgundlagen
  • Stärken und Schwächen-Analysen
  • Optimierung der Ressourcen
  • Produktivitätsteigerungen
  • Qualitätsverbesserungen
  • Kostensenkungen
  • Erhöhen der Organisationeffizienz
  • Priorisierung von Investitionsentscheidungen

6.2 Welche Phasen des Benchmarking sollten eingerichtet werden um Benchmarking sinnvoll anweden  zu können?  

Definitionsphase

  • Definition der Kernprobleme
  • Festlegung der Ziele und Definition der Funktion
  • Festlegung der Messkriterien (Welche Details sollen verglichen werden? )
  • Erstellung von Erhebungsbögen

Datensammlungphase

  • Festlegung der Vergleichobjekte (extern vs. Intern vs. Branchenübergreifend)
  • Bestimmung der Datenquellen
  • Durchführung der Datensammlung
  • Aufbereitung der gesammelten Daten

Analysephase

  • Qualitative und quantitative Analyse der Daten
  • Erarbeiten eines Stärken-Schwächen-Profils
  • Aufzeigen von Defiziten
  • Erarbeiten von Maßnahmeplänen

Umsetzungsphase

  • Umsetzen der Maßnahmen
  • Kontrolle der Maßnahmen durch Benchmarking
  • Institutionalisierung des Benchmarkingprozesses

 

6.3 Welche Beurteilungskriterien gibt es im Facility Management? 

  • Fläschenbereitstellungskosten
  • Bewirtschaftungskosten
  • Verbräuche
  • Infrastrukturkosten

6.3 Was beinhaltet das Kenzifferngerüt für das Facility Management? 

Inhalt Fläschenbereitstellungskosten

  • Zinsen
  • Miete
  • Leasingrate
  • AFA
  • Steuern, Abgaben
  • Versicherung

Bewirtschaftungskosten

  • Verwaltungskosten
  • Reinigung
  • Bauunterhalt
  • technischer Betrieb
  • Sicherheit
  • Entsorgung

Verbräuche

  • Wasser
  • Heizenergie
  • Betriebsstrom

Infrastrukturkosten

  • Flächenenmanagement
  • Kommunikation
  • Verpflegung
  • Fuhrpark
  • Hausdruckerei
  • Sonstige Dienste

7.1 Was ist Balanced Scorecard?

Ist ein Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens bzw. einer Organisation im Hinblick auf seine Vision und Strategie. 

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