BWL, KfB, Sommer 2014

Alles für die Prüfung 2014 KfB

Alles für die Prüfung 2014 KfB


Laura Jung
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Betriebswirtschaftslehre auf Berufsschulniveau. Sie decken Themen wie Leasing, rechtliche Aspekte, Preise und Nachfrage, sowie verschiedene Arten von Vollmachten und Bürgschaften ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Schüler und Auszubildende, die sich auf Prüfungen im Bereich BWL vorbereiten und ein besseres Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und rechtliche Rahmenbedingungen erlangen möchten.
Flashcards
123
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
15.04.2014 / 31.08.2014

Flashcards

Was versteht man unter Sparen?

Investitionen berechnen

Nettoinvestition = Vorrausinvestition + Nettoinvestition

oder: Bruttoinvestition - Ersatzinvestition

Bruttoinvestition = Nettoinvestition - Ersatzinvestition

 

Boden, Arbeit, Kapital

--> zur Erstellung von Gütern und Dienstleistungen

--> Kombinationsmöglichkeit

substituierende/ austauschbare Produktionsfaktoren:

z.B Anschaffung eines Baggers ersetzt z.B 3 Bauarbeiter

--> Substitution = Austausch von Arbeit durch Kapital

--> Austausch der PF ohne Änderung der Leistungen

--> Effekt: niedrige Kosten

limitationale/ gegenseitig begrenzte Produktionsfaktoren:

z.B Anschaffung eines neuen Taxis erfordert auch Einstellung eines neuen Fahrers

--> PF steht im festen Verhältnis zueinander
 

Auswirkungen der Nachfrage

EN: prozentuelle Mengenänderung / prozentuelle Preisänderung

Preis steigt viel/ Nachfrage sinkt etwas: z.B bei Kleidung --> unelastische Nachfrage

Preis steigt viel/ Nachfrage bleibt gleich: z.B bei Medizin --> starre/ konstante Nachfrage

Preis steigt etwas/ Nachfrage sinkt stark: z.B bei Bratwurst --> elastische Nachfrage

Preis & Nachfrage steigen gleich: z.B bei Marken --> inverse (umgedrehte) Nachfrage

inverse Nachfrage: Bei Preissteigerung steigt die Nachfrage, bei Preissenkungen sinkt die Nachfrage
 

Preisbildung

Konsumentenrente: Der Käufer wäre bereit für ein Ei 0,19 € zu bezahlen, muss aber nur 0,16€ zahlen. --> Er spart 3 Cent

Produzentenrente: Der Verkäufer würde die Eier auch für 0,14 € anbieten, kann sie aber für 0,16 € verkaufen. --> Er hat einen Gewinn von 2 Cent pro Ei.

Angebotsüberhang --> Käufermarkt

Nachfrageüberhang --> Verkäufermarkt

Preisfunktionen

Lenkungsfunktion, Signalfunktion, Anreizfunktion, Ausgleichsfunktion

Lenkungsfunktion: Knappheit eines Guts wird angezeigt

--> hoher Preis

--> Signal an Unternehmen die Produktion in diesem Bereich zu verlagern bzw. auszudehnen

--> Produktionsfaktoren werden in ihre produktivste Verwendung gelenkt

Signalfunktion: Steigende Preise signalisieren, dass die Wertschätzung eines Gutes zunimmt und sich die Gewinnchancen vergrößern

Anreizfunktion: Kosten senken, Innovation und Imitation

Ausgleichsfunktion: Interessen von Anbietern und Nachfragern kommen zum Ausgleich. Der Markt ist im Gleichgewicht geräumt

Höchst und Mindestpreise

--> werden vom Staat festgelegt

Höchstpreis: Ein Gut darf höchstens x € kosten. Der Höchstpreis liegt unter dem Gleichgewichtspreis. Ziel ist es, die Nachfrager besser zu stellen.

Mindestpreis: Ein Gut muss mindestens y € kosten. Der Mindestpreis liegt über dem Gleichgewichtspreis. Ziel ist es, die Anbieter besser zu stellen.

Wer legt Höchst- und Mindestpreis fest?

Wirtschatskreislauf

+ Einfacher Wirtschaftskreislauf: Sektoren: Private Haushalte, Unternehmen

+ erweiterter Wirtschaftskreislauf:

  1. geschlossene Volkswirtschaft. Sektoren: private Haushalte, Unternehmen, Staat, Kapitalsammelstellen (Bank)
  2. offene Volkswirtschaft. Sektoren: private Haushalte, Unternehmen, Staat, Kapitalsammelstellen, Ausland

Im einfachen Wirtschaftskreislauf und in der geschlossenen Volkswirtschaft entsprechen in jedem Sektor die Zuflüsse den Abflüssen. In der offenen Volkswirtschaft muss das nicht so sein.

Fertigungsarten

Einzelfertigung

  • In einem Zeitraum wird nur ein Produkt dieser Kategorie hergestellt (Bsp. Brückenbau, Schiffbau)
  • ist idr Auftragsgebunden
  • Simultane Einzelfertigung (mehrerer bauähnliche Erzeugnisse nebeneinander in einer Periode)
  • Nachteile: Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern, relativ hohe Stückkosten
  • Produktion vereinfachen mithilfe
    • Baukastenprinzip: Beschränkung Produktion auf Anzahl von Typen die sich aus mehrseitig verwendbaren Einzelteilen  zusammensetzen lassen
    • Teilefamilienfertigung: fertigungstechnisch gleichartig zu erstellende Teile bei der Herstellung zu einer Familie zusammenfassen

Serienfertigung

  • Es wird mit einmal Rüsten eine größere oder kleinere Menge eines gleichen Produkts gefertigt
  • Die Größe der Menge (Serie, Losgröße) bestimmt ob es sich um eine Kleinserie oder eine Großserie handelt
  • Je größer die Serie, desto größer der Effekt der Fixkostendegression

Sortenfertigung

  • Unterscheidet sich von der Serienfertigung dadurch, dass die herzustellenden Produkte nur geringfügig voneinander abweichen
  • Weniger Umrüstarbeiten (Herstellung Schuhe, Bier…)
  • Partie- und Chargenfertigung: die Qualität kann nur für ein Los bestimmt und garantiert werden
    • Bei Charge ungewollt technisch bedingt (Bsp. Schmelzprozess)

Massenfertigung

  • Einfache Massenfertigung: ein immer gleiches Produkt wird dauerhaft hergestellt
  • Mehrfache Massenfertigung: in Form Parallelproduktion werden mehrere eng verwandte Produkte nebeneinander hergestellt
  • Als Organisationsform bietet sich Fließbandfertigung mit Einzweckmaschinen oder Fertigungsautomaten an
    • Nachteil: Hohe Kapitalausstattung, hoher Umrüstungsaufwand
  • Bei Sonderform Kuppelproduktion fallen neben Hauptprodukt (Gas) auch noch ungewollte Nebenprodukte an (Teer, Koks)

Text zur Preisbildung

Gleichgewichtspreis: Der Gleichgewichtspreis ergibt sich im Zusammenspiel von Angebots- und Nachfragekurve. Das Gleichgewicht wird erreicht, wenn angebotene und nachgefragte Menge übereinstimmen. Der Markt wird geräumt.

Angebotsüberhang: Der Angebotsüberhang (= Käufermarkt) ist der Bereich zwischen Angebots- und Nachfragekurve oberhalb des Gleichgewichtspreises. In diesem Bereich ist das Angebot größer als die Nachfrage. Man spricht daher auch von einen Angebotsüberhang, denn die Anbieter sind bereit, ihre Preise aufgrund des Überangebots zu senken.

Nachfrageüberhang: Der Nachfrageüberhang (= Verkäufermarkt) ist der Bereich zwischen Angebots- und Nachfragekurve unterhalb des Gleichgewichtspreises. Hier ist die Nachfrage größer als das Angebot. Man spricht daher von einem Nachfrageüberhang, da die Preise aufgrund der Nachfragekonkurrenz erhöht werden.

Das Zusammenspiel von Angebot, Nachfrage und Gleichgewichtspreis bezeichnet man als Marktgleichgewicht. Er ist das Herzstück jeder Produktion.

 

Wie bezeichnet man das Zusammenspiel von Angebot, Nachfrage und Gleichgewichtspreis?

Organisationstypen

Je nachdem, wie die Betriebsmittel und Arbeitsplätze angeordnet sind und die Wege gestaltet sind, die die Produkte in der Fertigung durchlaufen, unterscheidet man verschiedene Organisationstypen:

Werkstattfertigung: ist ein Ortsgebundenes Fertigungssystem, wobei Produkt in einer Werkstatt (wo alle Maschinen und Werkzeuge vorh. sind) gefertigt wird
Werkstücke müssen u. Umständen von einer Werkbank zur anderen transportiert werden (Fertigung nach Verrichtungsprinzip)

 

  • Vorteile:
    • Einsatz von Fachkräften und Universalmaschinen,
    •  hohe Flexibilität, geringe Fixkosten
  • Nachteile:
    • lange Transportwege und Wartezeiten,
    • hohe Lohn und Lagerkosten

 

Fließfertigung: Arbeitsplätze, Maschinen und Materialfluss werden nach dem Produktionsablauf bzw. nach Objekt organisiert (Fertigung nach Objektprinzip)

  • Bei Reihenfertigung besteht keine Zeitliche Bindung zwischen den Arbeitsplätzen, da Werkstücke manuell transportiert werden
  • Ziel: schnelle Durchlaufzeiten ohne Unterbrechung von Beginn bis Fertigstellen
    • (Arbeitsablauf wird dazu in kleine zeitgleiche Takte zerlegt)
  • Vorteile:
    • kurze Transportwege,
    • keine Wartezeiten und kurze Durchlaufzeiten
    • keine Zwischenlager
  • Nachteile:
    • Hohe Anlageinvestitionen und hoher Fixkostenanteil
    • Geringe Elastizität bei Beschäftigungsschwankungen
    • Absatzrisiko (kaum Anpassung an Absatzschwankungen)

Gruppenfertigung: Kombi verschiedener Fertigungstypen, Arbeitsplätze, Maschinen und Materialfluss werden zu fertigungsgruppen zusammengefasst

  • Innerhalb der Gruppen kann BSP. In Fließfertigung produziert werden.
  • Bildet man Gruppen zur Auflockerung des Fließbandes spricht man von Nestern, Schleifen und Fertigungsinseln
  • Vorteile:
    • abwechselnde humane Arbeit,
    • übersichtliche Fertigungsprozesse,
    • kurze Transportwege
  • Nachteile:
    • Spezielles Transportsystem erforderlich
    • Zwischenlager erforderlich
    • Höherer Planungsaufwand

Baustellenfertigung: Wie Werkbankfertigung platzgebunden (Hoch- und Tiefbau, Schiffsbau)

Kosten in einem Produktionsbetrieb

Variable Kosten: ändern sich mit der Fertigungsmenge. Dazu gehören vor allem die Kosten für Material und Fertigungslöhne. Mit der Stückzahl steigen der Einsatz und damit die Kosten.

Fixe Kosten: sie sind von der Fertigungsmenge abhängig. Dazu gehören vor allem Gehälter, Miete, Zinsen etc. Sie fallen auch an, wenn nichts produziert wird.

Mit wachsender Ausbringungsmenge sinken die Stückkosten enorm ab, weil sich die fixen Kosten auf eine größere Stückzahl verteilen. Diesen Sachverhalt nennt man: Gesetz der Massenproduktion.
 

Ändern sich die fixen Kosten in einem Produktionsbetrieb, wenn nichts produziert wird?

Ökologische Probleme der Leistungserstellung

Umweltschutz unter kaufmännischen Aspekten

Wirksamer Umweltschutz bedeutet: Haushalte und Unternehmen müssen sich aus immer neu die größtmöglichen Anstrengungen zur Vermeidung von Umweltschäden unternehmen.

  • Umweltvorschriften werden zunehmend schäfer
  • Abgaben für umweltschädliches Verhalten (z.B Abwassergebühren) steigen.
  • Staatliche Subventionen für umweltfreundliche Investitionen verschaffen Kostenvorteile

Welche Eigenschaften des ökologischen Prinzips müssen Produzenten, Verbraucher und gewerbliche Verwender beachten?

Bestandsberechnung

Meldebestand: Mindestbestand + Tagesverbrauch * Lieferzeit

Optimale Bestellmenge: siehe Grafik

Quantitativer Angebotsvergleich
 

Listeneinkaufspreis/ Nettoeinkaufspreis

- Rabatt/ Liefererrabatt

= Zieleinkaufspeis

-Skonto

=Bareinkaufspreis

+ Bezugskosten

= Bezugspreis/ Einstandspreis

Fertigungstechniken

Manuelle Fertigung:

  • ganz oder überwiegend Handarbeit (Töpferei, Glaserei)

mechanisierte Fertigung

  • ausführende Arbeit zum wesentlichen Teil durch Maschinen (Frasmaschine, Drehbank) ersetzt

Vollautomatische Fertigung:

  • Produktion erfolgt vollständig durhc elektronisch gesteuerte Automaten
  • Mengeschen sind nur noch für die Programmierung der Maschinen und Roboter notwendung, für Instandhaltung der Transferstraße sowie zur Überfachung und Steuerung des Fertigungsablauf

Kriterien für den Einsatz von Computern

  • Kostenaspekt
  • Prosuktvielfalt
  • Qualitätsansprüche
  • Arbeitskräfte werden entlastet

Qualitativer Angebotsvergleich

Genaue Gegenüberstellung der z.B Lieferanten und genaue Auswertung. siehe Grafik

Rechtliche Grundlagen

- öffentliches Recht, Privatrecht, beides -

Öffentliches Recht:

  • Straßenverkehrsordnung
  • Allgemeine Schulordnung
  • Grundgesetz
  • Strafgesetz
  • Steuergesetze

Privatrecht:

  • Beförderungsvertrag
  • Kaufvertrag
  • Arbeitsvertrag/ Ausbildungsvertrag
  • Mietvertrag
  • Darlehensvertrag
  • Dienstvertrag
  • BGB

Teilweise öffentlich/ teilweise Privatgesetz:

  • Arbeitsschutz
  • Berufsbildungsgesetz

 

Rechtssubjekte

Natürliche Personen: Natürliche Personen sind alle Menschen.

-Personenvereinigungen:

  • GbR (BGB)
  • OHG
  • KG

Juristische Personen:

-Privatrecht:

  • GmbH
  • AG

- Öffentliches Recht:

  • Körperschaften/ Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Kreise, Gemeinden)
  • Personenkörperschaften (Sozialversicherungsträger, Kirchen u.a)
  • Anstalten (Rundfunkanstalten, AöR)
  • Stiftungen

Arten der Rechtsfähigkeit

Rechtsfähigkeit beginnt mit der Vollendung der Geburt

Geschäftsunfähigkeit: Man ist Geschäftsunfähig, wenn man das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder krankhaft gestört also nicht Geistesfähig ist.

Beschränkt Geschäftsfähig: ist man, wenn man das 7. Lebensjahr vollendet hat.

Voll Geschäftsfähig: sind Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. (Natürliche und juristische Personen)

Ab wann ist man Rechtsfähig?

Ab wann ist man voll Geschäftsfähig

Rechtsgeschäfte

und ihre Grundlage

Geschäfte zwischen zwei Kaufmännern: Zweiseitiges Handesgeschäft/ Handelskauf (HGB)

Verbraucher verkauft an Kaufmann: Einseitiger Handelskauf (BGB/HGB)

Kaufmann verkauft an Verbraucher: Einseitiger Handelskauf (BGB)

Verbraucher kauft von Verbraucher: Bürgerliches Rechtsgeschäft (BGB)

Formvorschriften bei Verträgen

Formfreiheit: Hier ist niemand an inhaltliche oder formale Vorschriften gebunden; gültig sind alle Willenserklärungen im Rahmen der Gesetze

Schriftform: Bestimmte Willenserklärungen müssen zu ihrer Gültigkeit schriftlich abgefasst werden, z. B. Bürgschaftserklärungen, Haustürgeschäfte, Kündigungen

öffentliche Beglaubigung: Die Echtheit der Unterschrift unter dem geäußerten Willen wird von einem Notar oder dem Amtsgericht bestätigt, z. B. Beglaubigung eines eigenhändigen Testaments durch einen Notar

öffentliche Beurkundung: Nicht nur die Unterschrift, der gesamte Inhalt der Willenserklärung wird von einem Notar bestätigt, z. B. bei einem Grundstückskaufvertrag

Eigentumsübertragung bei Grundstücken

  1. Auflassung

= Einigung von Erwerber und Veräußerer, die notariell beurkundet werden müssen

        2. Eintragung im Grundbuch

= Erwerber stellt Antrag auf Eintragung in das Grundbuch ( Notar)

= Veräußerer bewilligt Löschung als Eigentümer im Grundbuch (Notar)

Einseitige Rechtsgeschäfte

Einseitige Rechtsgeschäfte:

empfangsbedürftig:

  • Kündigung
  • Anfechtung von Verträgen
  • Rücktritt von Verträgen
  • Vollmachten

nicht empfangsbedürftig:

  • Testament
  • Auslobung (Finderlohn)

Mehrseitige Rechtsgeschäfte
 

Verträge: (Übereinstimmende Willenserklärung mehrerer Personen)

- einseitig verpflichtend:

  • Schenkungsvertrag
  • Bürgschaften

- mehrseitig verpflichtend:

  • Kaufvertrag
  • Mietvertrag
  • Arbeitsvertrag
  • Leihvertrag
  • Darlehensvertrag
  • Dienstvertrag

Welche Art von Rechtsgeschäft ist ein Kaufvertrag?

Anfechtungsfristen

Nach §121 BGB Anfechtungsfrist bei Irrtum und §119/ §120 BGB muss der Vertrag unverzüglich nach Entdecken des Irrtums angezeigt werden.

Nach §124 BGB/ Anfechtung innerhalb eines Jahres muss der Vetrag nach Entdecken der arglistigen Täuschung oder nach Wegfallen der Zwangslage durch Drohung angezeigt werden.

Antrag und Annahme

1.

Antrag = Angebot

Bestellung= Annahme

--> Kaufvertrag

2.

Angebot des Herstellers = Antrag

Verspätete Annahme gilt als neuer Antrag

--> 1. Möglichkeit: Hersteller nimmt an = Kaufvertrag

--> 2.Möglichkeit: Hersteller lehnt ab = kein Kaufvertrag

Annahmefrist

nach § 147 BGB: Der einem anwesenden gemachten Antrag muss sofort angenommen werden

nach § 150 BGB: Verspätete Annahme gilt als neuer Antrag

Arten des Kaufvertrags nach Festlegung von Warenwert und Warenbeschaffenheit

  1. Stückkauf
  2. Gattungskauf
  3. Bestimmungskauf (=Spezifikationskauf)
  4. Kauf nach Besicht
  5. Kauf zur Probe
  6. Kauf nach Probe/ nach Muster
  7. Kauf auf Probe (=zur Ansicht)
  8. Kauf in Bausch und Bogen

1. Stückkauf

- Kaufsache ist genau bestimmt (=spezifiziert)

- es gibt sie nur einmal (z.B Gebrauchtwagen)

2. Gattungskauf

Kaufsache ist nur nach Art, Typ, Sorte bestimmt

--> die Kaufsache weist bestimmte Merkmale auf, von der Ware sind noch weitere gleichartige Stücke vorhanden, untereinander austauschbar sind. (z.B Neuwagen)

3. Bestimmungskauf (=Spezifikationskauf)

Grundsatz: Gattungskauf Einzelheiten werden vom Käufer erst später bestimmt (z.B Farbe). Vorteil für den Käufer: zukünftige Entwicklungen können berücksichtigt werden (z.B bestimmte Moderichtungen)

4. Kauf nach Besicht

Käufer prüft die Sache vor Vertragsabschluss für später festgestellte Mängel haftet nicht der Verkäufer. (z.B Häuser)

5. Kauf zur Probe

Kauf einer sehr kleinen Probemenge, gefällt dem Kunde die Ware, wird er mehr bestellen.

6. Kauf nach Probe/ nach Muster

Kauf einer Sache, die einem zuvor erhaltenen kostenlosem Muster entspricht.

7. Kauf auf Probe (=zur Ansicht)

Kauf mit Rückgaberecht (bestimmte Frist muss eingehalten werden)

8. Kauf in Bausch und Bogen

Kauf zum Pauschalpreis keine besondere Qualitätssicherung für einzelne Teile ("Ramschkauf", Kauf en bloc)

Was sind die Hauptmerkmale eines Gewerbebetriebs? §15 EstG

  • Selbständigkeit
  • Nachhaltig
  • Gewinnerzielend (Gewinnerzielungsabsicht)
  • Beteiligt am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr
  • Land und Forstwirtschaft

 

!!!! Keine freien Berufe !!!!

Ärtze, Rechtsanwälte, freie Journalisten, Steuerberater und Architekten müssen die Haupttätigkeit selber erbringen

--> darf aber Helfer haben z.B Arzthelferin o.ä

Kaufmannseigenschaften

  • KeinKaufmann
  • KannKaufmann
  • Formkaufmann
  • IstKaufmann

1.Kaufmann kraft Handelsgewerbe

Istkaufmann

§ 1 HGB

Ohne Eintragung wirksam,

Merkmal: Es besteht ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb.

2. Kaufmann kraft Rechtsform

Formkaufmann

§ 6 HGB

Konstitutiv/rechtsfähig durch Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht

Merkmal: Handelsgesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft (AG, GmbH) und der Personengesellschaft (OHG, KG)

3. Kaufmann kraft freiwilliger Eintragung

Kannkaufmann

Kleingewerbe nach § 2 HGB oder Land- und Forstwirtschaft oder Nebengewerbe nach § 3 HGB

Konstitutiv/rechtsfähig durch Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht

Merkmal: Es besteht kein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb. oder Merkmal: Es besteht ein in Kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb.

 

 

Kaufleute sind an besondere Gesetze gebunden, insbesondere an das HGB. Für Nichtkaufleute ist die Gewerbeordnung (GewO), das BGB und das Einkommensteuergesetz (EStG) zu beachten.

 

Handelsregister

1. Verzeichnis aller Kaufleute eines Amtsgerichtsbezirks

2. Öffentliches Register, das von den zuständigen Amtsgerichten geführt wird. Alle kaufmännischen Tatsachen und Rechtsverhältnisse werden dort eingetragen. Es wird elektronisch geführt.

Funktion:

  • Beweisfunktion
  • Pubizität
  • Kontrollfunktion

Aufbau des Handelsregisters:

Abteilung A:

  • Einzelunternehmen
  • Personengesellschaften (OHG, KG)

Abteilung B:

  • Kapitalgesellschaften (GmbH, AG)

Eintragung:

  • Firma
  • Sitze
  • Inhaber/ Gesellschafter/ Geschäftsführer der Kapitalgesellschaften
  • Prokura
  • Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
  • Liquidation
  • Löschung
  • GmbH: Stammkapital, Geschäftsführer, Geschäftsanteile
  • AG: Vorstand und Grundkapital

 

!!! Anmeldung zur Eintragung im Handelsregister müssen notariell beglaubigt/ öffentlich beglaubigt werden !!!!
 

Unternehmensformen

s.G

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