BWL 2. Semester

BWL 2. Semester

BWL 2. Semester


Andreas Wessel
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, mit Fokus auf Organisation, Produktion und Mitarbeitermanagement. Sie decken Themen wie Prinzipal-Agent-Theorie, Rationalisierung, Arbeitsproduktivität und Normen ab, sowie verschiedene Organisationsformen und deren Vor- und Nachteile. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die ein solides Verständnis der betriebswirtschaftlichen Grundlagen erlangen möchten.
Flashcards
61
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
15.06.2013 / 31.01.2017

Flashcards

Definition Führung

  • Leitung von Gruppen und Organisationen durch eine Person oder Personengruppen, die Befehls- und Entscheidungsgewalt besitzen
  • Ziele der Gruppe formulieren und verwirklichen (auch Verhalten in der Gruppe)

Definition Management

  • Leitungsfunktionen im Unternehmen und Organisationen , oder Personen die diese Funktion ausüben
  • Aufgaben sind: Planung, Organisation, Führung und Kontrolle

Management by Objectives (MbO)

  • Führen durch Zielvereinbarungen
  • Unternehmensziele festgelegt > Unterziele und Einzelziele für Abteilung, Gruppen, MA
  • messbar / operationalisierbar
  • Vorgesetzte schaut nur auf das Ergebnis (Soll / Ist Vergleich)

Management by Objectives (MbO)

 Ziele / Pro + Probleme / Contra

MbO

Management by Exception (MbE)

  • Führen nach Ausnahme
  • Nur bei Routine
  • Entscheidung liegt vor allem beim MA
  • Ausnahme, Störung, Überlastung (nicht gut bei Routine)

Management by Exception (MbE)

Ziele/Pro + Probleme/Contra

MbE

Management by Delegation (MbD)

  • Führen durch Delegation von Verantwortung
  • Delegieren = Aufgabe auf andere übertragen
  • Aufteilen der Verantwortung
  • „Restverantwortung“ beim Vorgesetzten
  • Hierarchiekette

Management by Delegation (MbD)

Ziele/Pro + Probleme/Contra

MbD

Definition Organisation

Art und Weise, wie die Teile eines Ganzen untereinander und zu diesem Ganzen orientiert sind und zusammenwirken

Organisation als Tätigkeit

  • betriebliche Gesamtaufgabe in Teilaktivitäten zergliedert und die Ausführung der Teilaktivitäten  zur Erreichung der betrieblichen Ziele zusammenführt
  • Gestaltung einer Organisationsstruktur und der Abläufe im Unternehmen
  • klassischen Aufgaben der Unternehmensführung

Organisation als Ergebnis des Organisierens

  • Ergebnis dieses Gestaltungsprozesses
  • organisatorische Gefüge im Unternehmen und die Regeln, nach denen die betrieblichen Teilaufgaben ausgeführt werden
  • wird auch formale Organisation genannt

Aufbauorganisation

Aufteilung und Koordination der Gesamtaufgabe

Elemente der Aufbauorganisation

  • Stellen
  • Instanzen (Weisungsbefugnis)
  • Schnittstellen
  • Stellenplan / Organigramm

Definition Stelle +

Inhalte einer Stellenbeschreibung

  • kleinste mögliche Einheit
  • Element einer Organisationsstruktur mit einem Bündel von Tätigkeiten für eine Person

Inhalte einer Stellenbeschreibung:

  • Weisungsbefugnis > Instanz
  • Ohne Weisungsbefugnis > ausführende Stelle
  • Über- oder untergeordnete Stellen
  • Vertretung
  • Verantwortung
  • Bewertung / Gehaltsgruppe
  • Anforderungen / Kompetenz
  • Funktion
  • Befristung ?
  • etc.

Einliniensystem

Prinzip der Einheit der Auftragserteilung

  • jeder Mitarbeiter hat einen Vorgesetzten
  • jeder Vorgesetzte mehrere unterstellte Mitarbeiter
  • Vertikale Kommunikationswege
  • Linien sind Delegationswege zum Kommunikations- und Informationsaustausch (z.B. in Form von Anordnungen)

Einliniensystem

Vor- und Nachteile

Einliniensystem

Mehrliniensystem

  • Prinzip des kürzesten Weges
    • jeder Mitarbeiter hat mehrere Vorgesetzte
    • jeder Vorgesetzte kann jeden Mitarbeiter in einem Aufgabenbereich delegieren
  • bestimmte Funktionen, spezialisierte Vorgesetzte
  • bei Fragen und Problemen daher direkte Kommunikation zum spezialisierten Vorgesetzten

Mehrliniensystem

Vor- und Nachteile

Mehrliniensystem

Stabliniensystem

  • Erweiterung des Einlinien- und Mehrliniensystems
  • Stabstellen werden Leitenden Linienstellen  zugeordnet
  • Stab instruiert bzw. berät den zugeordneten Vorgesetzten
  • keine oder allerhöchstens fachliche Weisungsbefugnis gegenüber den dem Vorgesetzten unterstellten Bereich

Stabliniensystem

Vor- und Nachteile

Stabliniensystem

Spartenorganisation

  • gliedert auf der zweiten Hierarchieebene Organisationseinheiten nach Objektgesichtspunkten (Produkte, Kundengruppen, Absatzgebiete)
  • Einheiten werden Geschäftsbereiche, Sparten oder Divisionen genannt

Spartenorganisation

Vor- Nachteile

Spartenorganisation

Matrixorganisation

  • ein Leitungssystem wird vertikal objektorientiert (z. B. nach Produktgruppen) angeordnet
  • ein zweites Leitungssystem wird horizontal verrichtungsorientiert angeordnet
  • Leitungsstellen sind Matrixstellen und sind der obersten Unternehmensleitung direkt unterstellt
  • ausführende Stellen erhalten Weisungen von den übergeordneten Matrixstellen

Matrixorganisation

Vor- Nachteile

Matrixorganisation

Grundsätze der Organisationsgestaltung

Grundsatz der Wirtschaftlichkeit

  • Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten
  • Arbeitsvorgänge Kostengünstig gestalten
  • Formel W=N/K
  • Ist keine Aussage über die kurzfristige Wirkung

Grundsätze der Organisationsgestaltung

Grundsatz der Zweckmäßigkeit

  • Alle Prozesse müssen auf die Oberziele ausgerichtet sein
  • Die einzelnen Arbeitsschritte sind bei der Zerlegung eines Arbeitsauftrags sinnvoll aufeinander abzustimmen

Grundsätze der Organisationsgestaltung

Grundsatz der Klarheit

  • Kompetenzen = eindeutige organisatorische Regelungen
  • MA erhalten klare Kompetenzzuweisungen
  • Über- und Unterordnungsverhältnis wird fest gelegt

Grundsätze der Organisationsgestaltung

Grundsatz des organisatorischen Gleichgewichtes

  • Organisationsstruktur muss veränderbar sein > an neue Gegebenheiten anpassen
  • Organisation, Disposition und Improvisation = ausgewogenen Zustand
  • Organisation bedeutet die Aufstellung genereller Regelungen für den betrieblichen Arbeitsprozess
  • Disposition heißt, fallweise Regelung für häufiger auftretende betriebliche Vorgänge, die zwar ähnlich aber nicht identisch sind
  • Improvisation ist immer dann notwendig, wenn unvorhergesehene Ereignisse eine bisher nicht aufgetretene Situation schaffen

Aufgabenanalyse

Definition

Systematische Zerlegung der Gesamtaufgabe des Unternehmens in Teilaufgaben

Verrichtungsanalyse

Aufgabenanalyse nach der Art der Tätigkeit gegliedert (Verwaltung, Vertrieb, Fertigung, Einkauf)

Objektanalyse

Aufgabenanalyse wird im Hinblick auf das zu bearbeitende Objekt gegliedert (Innenausstattung, Karosserie, Chassis usw.)

Ranganalyse

Gliederung nach Entscheidungsaufgaben (in der Produktion Planung und Zuordnung von Maschinenlaufzeiten) und Ausführungsaufgaben (Umrüsten der Maschinen)

Phasenanalyse

Gliederung nach dem zeitlichen Ablauf (meistens Schema Planung > Durchführung > Kontrolle).

Analyse nach Zweckbeziehungen

Gliederung in Primäraufgaben welche der Erfüllung des Sachziels Dienen (Einkauf, Produktion) und Sekundäraufgaben die lediglich unterstützende Funktion haben. (Rechnungswesen, Controlling.

Ablauforganisation

  • Räumliche und zeitliche Organisation von Prozessen
  • Geschäftsprozesse werden in Teilprozesse zerlegt
  • Jeder Teilprozess hat einen Anfang (Input) und ein Ende (Output)
  • In- und Output müssen klar definiert sein (Schnittstellendefinition)
  • Teilprozesse stehen in Wechselwirkung bzw. in Verbindung

Welche Störungen gibt es?

  • Systemausfälle
  • Informationsfluss-Störung
  • Menschliches Versagen
  • Technisches Versagen
  • Rohmaterialien
  • Faktoren
  • Güter- und Geldfluss
  • Intern oder extern
  • Fehlende Rangfolge
  • Psychische oder soziale Spannungen
  • Überlastung

Vermeiden von Störungen

  • Schnittstellenkontrolle
  • Genaue Definition der Schnittstellen
  • Dokumentationen
  • Nachbesserungsabteilung

Instrumente für eine leistungsfähige Organisation

  • REFA: Arbeitsbeobachtung mit Stoppuhr, Taktung, Norm bzw. Vorgabe definieren
  • Stellenbeschreibung: Hierarchiebildung, klar Arbeitsfeldbeschreibung, Schnittstellendefinition, Ordnungssystem, Lohnsystem
  • Anreizsysteme: Prämien
  • Controlling: Informationen gewinne, planen, steuern, kontrollieren Soll-Ist-Vergleich
  • Revision: Rückblick

Arbeitsteilung

  • Prozess der Aufteilung eines Arbeitsvollzugs unter mehreren Menschen (Arbeit teilen).
  • Ziel / Probleme:
  • Koordinierung, um die Teiloperationen wieder zusammenzufügen
  • Abhängigkeiten (Verlust der Selbständigkeit) des einzelnen

Arbeitszerlegung

  • Aufteilung eines einzelnen Produktionsprozesses in verschiedene Teilprozesse, die innerhalb einer einzelnen Produktionsstätte
  • Unterschied zwischen
    • Artteilung: jeder Einzelne übernimmt nur einen Teil der Arbeitsabläufe übernimmt
    • Mengenteilung: bei dem alle Beteiligten alle Arbeitsabläufe durchführen, dies jedoch nicht an allen Arbeitsgegenständen

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