BWL

Allgemeine BWL B.Sc. Informatik 2.Semester

Allgemeine BWL B.Sc. Informatik 2.Semester


Nik Kaiser
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über betriebswirtschaftliche Grundlagen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Investition, Finanzierung, Haftung und Gewinn/Verlust, wobei Methoden wie die Annuitätenmethode, Kapitalwertmethode und Rentabilitätsvergleichsrechnung im Fokus stehen. Auch die Planung der Materialbeschaffung, Beschaffungspolitische Instrumente und verschiedene Marketingstrategien werden detailliert erklärt. Besonders nützlich sind diese Karteikarten für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis vertiefen möchten.
Karten
64
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.06.2014 / 15.01.2016

Lernkarten

Wirtschaften

rationaler (geplanter) Versuch, Knappheit zu beseitigen

Allgemeines Minimumprinzip

Erreichen eines fixen Ergebnisses mit minimalem Mitteleinsatz (extreme Ergebnisse)

Knappheit

Bedarf > Verfügbarkeit

Prinzip der ökonimischen Rationalität

Optimales Verhältnis zwischen Input/Mitteleinsatz und Output/Ergebnis

Allgemeines Maximumprinzip

Erreichen eines maximalen Ergebnisses mit fixem Mitteleinsatz (extreme Ergebnisse)

Optimum -> Satisfizierung

Erreichen eines bestimmten Ergebnisses mit festgelegtem mitteleinsatz (in der Realität kaum exakt bestimmbar)

Ergiebigkeitsprinzip

Erhöhen des Ergebnisses bei vorgegebenem Mitteleinsatz

Sparsamkeitsprinzip

Reduzieren des Mitteleinsatzes bei vorgegebenem Ergebnis

Vorteile - Messung wirtschaftlichen Handelsn anhand ausgewählter Kennzahlen

Einfach und klar

leicht Verständlich

Interpersonell als Kommunikationsmittel gut nutzbar

Grenzen - Messung wirtschaftlichen Handelns anhand ausgewählter Kennzahlen

nur ex post ermittelbar (Vergangenheitsorientiert)
Validität fraglich und statistisch Problbembehaftet
Isoliert nur wenig aussagekräftig (Vergleichsmaßstab?)
Beschränkt auf quantifizierbare Tatbestände (andere Sachverhalte relevant)
Erfassbarkeit (relevante Indikatoren?)

Phasen des Entscheidungsprozesses

Problemgenese (Problemwahrnehmung: Delta-Ziele und Ist-Situation als Problemstellung)

Alternativengenerierung (mind 2 inkl unterlassungsalternative, Handlungsmöglichkeiten)

Alternativenbewertung (Prognose der Konsequenzen und ihrer beeinflussenden Entscheidungsumfelder)

Auswahl (eigentlicher Entscheidungsakt, Verpflichtung zur Realisation)

Realisation (ergibt Nutzen im Hinblick auf Ziele und Kosten sowie Ausstraghlungseffekte
-> Entscheidungsrevision (unbefriedigendes Ergebnis)

Kontrolle (wurde Differenz zwischen Ziele und Ist-Situation behoben/vermindert?)

Zielinhalte im Unternehmen

Formalziele (Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität & Gewinn)

-> Sachziele (Leistungsziele, Finanzziele, Führungs-&Organisationsziele, soziale&ökologische Ziele)

-> betrieblicher Tätigkeit

Entscheidungsumfelder

Umwelten (beeinflussen Konsequenzen, nicht beeinflussbar)

Restriktionen (begrenzen Entscheidungsmöglichkeiten)

Nebenbedingungen (verhindern Realisation unerwünschter Alternativen)

Ausstrahlungseffekte (Wirkungen der Realisationen, die sich nicht auf Ziele beziehen)

Zieldimensionen

Zielinhalt
Zielmessung
zeitlicher Bezug (kurz-/mittel-/langfristig
organisatorischer Bezug (Unternehmens- / Bereichs- / Mitarbeiterziele)
Arten von Zielbeziehungen (Komplementäre, konkurrierende, indifferente Ziele)

Generelle Umweltanalyse (PESTEL Environments)

Political
Exonomical
Socio-cultural
Technological
Ecological
Legal

Marktwirtschaft (Merkmale)

Koordination über den Markt:
Individuelle Anpassung auf Veränderte Marktsignale (Menge und Preis)

Leistungsanreize durch Wettbewerb -> permanenter Fortschritt

Ökonomische Wahlfreiheit gewährleistet

Zentralverwaltungswirtschaft (Merkmale)

zentrale Planungsinstanz entscheidet über was ist wie, wo, wann, von wem für wen zu produzieren

keine vergleichbare Vielfalt an Innovationene, daher weniger Fortschritt

gesellschaftspolitisch Kollektivismus erforderlich

-> Erhebliche (unüberwindbare) Probleme, insgesamt nicht Effizient

Grundprinzipien der freien Marktwirschaft

Vertragsfreiheit und Privateigentum
freie Preisbildung (geregelt durch Angebot und Nachfrage)
freier Marktzugang für Konsumenten und Produzenten
freier Wettbewerb
Raushalten des Staates (nur Rahmenbedingungen "Nachtwächterstaat")

Aufgaben des Staates in der freien Marktwirtschaft

Verhinderung des Marktversagens

Wettbewerbsprinzip (Wettbewerbsbeschränkung)

Konjunktur und Umweltpolitisches Prinzip (Sicherung des Geldwertes...)

soziales Prinzip

Bewertung der sozialen Marktwirschaft

+ sozialer Frieden
+ Attraktivität der Wirtschaftsordnung
- hohe Kosten
- hohe Steuern

Faktoren für Unternehmenserfolg

Branchenstruktur (Wettbewerbsintensität) -> Gewinnpotenzial

relative Wettbewerbsposition eines Geschäftsbereiches

-> strategische Positionierung

Ebenen der Unternehmensstrategien

Ebene 1: Gesamtunternehmensstrategie (In welchen Geschäftsfeldern)

Ebene 2: Geschäftsfeldstrategie (welche Strategien verschaffen mittel-/langfristig Wettbewerbsvorteile in welchen Geschäftsfeldern)

Ebene 3: einzelne Funktionsbereichsstrategien (wie diese Strategien intern umsetzen?)

Faktoren der Rechtsformwahl

Leitung und Kontrolle
Haftung und Kapitalverlustrisiko
Gewinn-/Verlustbeteiligung
Finanzierung (EK/FK)
Rechnungslegung/Informationspflicht
Steuerbelastung (Kapitalges. Körperschaftssteuer, Personenges. Einkommenssteuer)
Mitbestimmung durch Arbeitnehmer
Rechtsformaufwendungen

Personengesellschaften und Einzelunternehmen

Zusammenschluss mehrerer zum Betrieb eines Gewerbes, relativ Formfreie Gründung durch mind. 2 Personen. Keine Publizitätspflicht, Einkommenssteuer, Keine unternehmerische Mitbestimmung, betrieblich aber möglich
Einzelunternehmen

Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR

Offene Handelsgesellschaft OHG

Kommanditgesellschaft

Kapitalgesellschaften

juristische Person, zur Verfolgung jedes gesetzlich zulässigen Zwecks, notarielle Beurkundung, Einkommenssteuerpflichtig,Publizitätspflichtig (Gewinn, Verlust, Bilanz; AG Gesellschaftsbericht)
Unternehmerngesellschaft UG

Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH

Aktiengesellschaft AG

GmbH & Co. KG

Einzelunternehmen

Leitung: Eigentümer + ggf. Prokurist
Haftung: Gesamtvermögen unbeschränkt
Gewinn/Verlust: Volle Übernahme durch Inhaber
Finanzierung: Privatvermögen oder stiller Gesellschafter
Aufwendung: Gering, nur Anmeldung

Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Leitung: Gemeinschaftlich ggf. Prokurist
Haftung: Gesamtschuldnerisch unbeschränkt
Gewinn/Verlust: Dispositiv/Vertraglich oder gleichmäßig
Finanzierung: Privatvermögen oder stiller Gesellschafter
Aufwendung: Gering, nur Anmeldung

Offene Handelsgesellschaft

Leitung: Gemeinschaftlich oder Einzeln (Vertrag), GL und Gesellschafterversammlung
Haftung: Gesamtschuldnerisch unbeschränkt
Gewinn/Verlust: Dispositiv, 4% Verzinsung der Anteile dann gleichmäßig oder vertraglich
Finanzierung:Privatvermögen
Aufwendung: Gering, HR Eintragung, Innen-/Außenverhältnis, Liquidation im HR

Kommanditgesellschaft

Leitung: Nur Komplementär, ggf. erweiterbar, Gesellschafterversammlung
Haftung: Komplementär unbschränkt, Kommanditist Einlagebeschränkt
Gewinn/Verlust: Dispositiv, 4% Verzinsung der Anteile des Kommanditisten, danach im angemessenen Verhältnis
Finanzierung: Aufnahme von Kommanditkapital
Aufwendung: Gering, HR Eintrag, Liquidateion und Kommanditistenwechsel im HR

Unternehmergesellschaft

Leitung: GL von Ges.Vers. bestellt (max. 3 GS und 1 GL)
Haftung: Gesellschaftsvermögen, Gründungsvermögen voll einzuzahlen
Gewinn/Verlust: 25% Einbehaltung, Rest nach Vereinbarung oder Anteilsverhältnis
Finanzierung: Ungünstig/unklar
Publizität: Gewinn, Verlust, Bilanz
Mitbestimmung: unklar, ggf. von Größe abhängig
Aufwendungen: Gering bis Mittel, HR Eintrag, 1€ Gründungskapital

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Leitung: GL durch Ges.Vers. bestellt.
Haftung: Gesellschaftsvermögen, min 1/2 einzuzahlen
Gewinn/verlust: Im Verhältnis der Anteile
Finanzierung: Günstig durch Stammkapitalerhöhung
Mitbestimmung: >500MA Aufsichtsrat
Aufwendung: Hoch, HR-Eintrag, 25.000€ Stammkapital.

Aktiengesellschaft

Leitung: Vorstand und Aufsichtsrat durch Hauptversammlung bestimmt.
Haftung: Beschränkt auf Kapitaleinlage/Gesellschaftsvermögen
Gewinn/Verlust: Dividendenauszahlung nach Verhältnis der Gesellschaftsanteile
Finanzierung: Günstig durch Emmissionsfähigkeit von Aktien
Mitbestimmung: auf Unternehmensebene von Größe Abhängig
Aufwendungen: Sehr hoch, 50.000€ Grundkapital

GmbH & Co. KG

Leitung: GmbH = Komplementär + natürliche Person = Kommanditist
Haftung: Doppelt beschränkt, GmbH mit Stammkapital, Kommanditist mit Einlage
Gewinn/Verlust: Dispositiv, 4% Verzinsung der Kommanditisteneinlage. Sonst angemessenes Verhältnis
Finanzierung: Begünstigt durch Kommanditistenkapital oder erhöhung der Stammeinlage
Steuer: Einkommenssteuer Kommanditist und Körperschaftssteuer der GmbH
Aufwendung: Hoch, Gründung GmbH & 2 HR Einträge --> ist Personengesellschaft

Marketing (Grundgedanke und Gründe)

Grundgedanke: konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes

Gründe: hohe Wettbewerbsintensität und Dynamik der Marktentwicklung; gesättigte und fragmentieret Märkte; sich wandelndes, hybrides Konsumverhalten; zunehmende Internationalisierung

Institutionelle Besonderheiten des Marketing

Konsumgütermarketing

Investitionsgütermarketing

Dienstleistungsmarketing

Handelsmarketing

Nonprofit-Marketing

Marketinginstrumente

Produkt-, Preis-, Distribution-, Kommunikationspolitik

Marketingforschung (Gegenstand und Aufgabe)

Gegenstand: Gewinnung, Auswertung und Interpretation von Informationen über jetzige und zukünftige Marketingsituationen und -entscheidungen

Aufgabe: Marktbedürfnisse analysieren und antizipieren, das konkrete Marktverhalten durch geeignete Methoden messen und in einen Zusammenhang mit den eingesetzten Marketinginstrumenten bringen

Marktforschung (Gegenstand, Art der Informationsgewinnung und Aussagegehalt)

Gegenstand: Systematisch betriebene Gewinnung, Aufbereitung, Interpretation der Absatz-&Beschaffungsmärkte

Art der Informationsgewinnung: Primär Forschung (Erstdatenerhebung zur Beantwortung spezifischer Fragestellungen) oder sekundär Forschung (auf bereits vorhandenen Daten basierende Forschung)

Aussagegehalt: deskriptiv (Beschreibung vergangener und gegenwärtiger Erhebungen), explikativ/kausal (Erklären und Aufdecken von Ursachen-Wirkungs-Zusammenhängen), prognostisch (Voraussage von Trends und Tendenzen)

Methoden der Marktforschung

Primärforschung (Befragung, Test, Beobachtung

Sekundärforschung (innerbetriebliche Quellen, außerbetriebliche Quellen)

Produktpolitik (Gegenstand und Zielsetzung)

Gegenstand: sämtliche Entscheidungen, die in Zusammenhang mit der Gestaltung des Leistungsprogramms stehen und das Leistungsangebot repräsentieren

Zielsetzung: Ausrichtung des Angebotsprogramms an den Bedürfnissen der Nachfrager für Wettbewerbsvorteil

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