Buchführung

Semester 1

Semester 1


J. T.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Buchführung auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie die Erstellung von Konten, die Verarbeitung von Geschäftsvorfällen, die Berechnung der Umsatzsteuer und die Erstellung von Bilanzen ab. Besonders behandelt werden auch Abschreibungen, Erfolgsermittlung und die verschiedenen Methoden der Inventur. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen im Bereich Buchführung vorbereiten möchten.
Flashcards
203
Students
4
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
20.10.2013 / 31.03.2021

Flashcards

Steuerträger der Umsatzsteuer

ist der private Verbraucher

Brutto-Verkaufspreis =

Netto-Verkaufspreis + Umsatzsteuer (19%) = Brutto-Verkaufspreis

Deutsches Umsatzsteuersystem - Bezeichnung:

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem mit Vorsteuerabzug

Allphasen-Netto-Umsatzsteuersystem mit Vorsteuerabzug:

Allphasensystem bedeutet: Grundsätzlich wird jeder Umsatz eines Unternehmers in jeder Wirtschaftsstufe, in jeder Phase, besteuert.

Netto bedeutet: dass die Berechnung der Umsatzsteuer auf dem Nettopreis des Umsatzempfängers, also dem Kaufpreis ohne die Umsatzstezer basieren.

Prinzip des Vorsteuerabzugs: der Leistungen erhaltende Unternehmer kann sich die ihm in Rechnung gestellte Umsatzsteuer vom Finanzamt vergüten lassen.

Umsatzsteuer umgansprachlich:

Mehrwertsteuer

Buchungssatz Vorsteuer bei Einkauf von Ware in Höhe von 800 EUR auf Ziel:

Wareneingang 800,00 

Vorsteuer 152,00              an    Verbindlichkeit LuL   952,00

T-Konten-Darstellung:

-Wareneingangs-Konto: Soll 800

- Verbindlichkeit LuL-Konto: Haben 952,00

- Vorsteuer-Konto: Soll 152,00 (da ja Forderung an das Finanzamt, also Zugang) 

Das Vorsteuer-Konto ist ein aktives Bestandskonto

Buchungssatz Umsatzsteuer bei Verkauf von Ware iHv 1400 EUR netto in bar:

Kasse    1666,00        an     Warenverkauf     1400,00

                                       an     Umsatzsteuer       266,00

T-Konten-Darstellung:

Kassen-Konto: Soll 1666,00

Warenverkauf-Konto: Haben 1400,00

Umsatzsteuer-Konto: Haben 266,00 (da Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt)

Umsatzsteuerkonto ist ein passives Bestandskonto

Abschluss der Umsatzsteuerkonten:

Das Vorsteuerkonto wird über das Umsatzsteuerkonto abgeschlossen.

 

Abschluss der Umsatzsteuerkonten bei Zahllast:

Das Vorsteuerkonto wird über das Umsatzsteuerkonto abgeschlossen.

Buchungssätze:

Umsatzsteuer        an      Vorsteuer        xx EUR

Umsatzsteuer        an       SBK                 xxEUR

Soll-Besteuerung

Die Umsatzsteuerschuld entsteht bereits mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem die Leistung ausgeführt wird, also unabhängig von der Bezahlung der Leistung.

Produktionsunternehmen synonym

Industriebetrieb

Ermittlung des Verbrauchs von Werkstoffen durch Inventurmethode:

Ermittlung des Verbrauchs erfolgt am Ende der Periode, in dem zunächst der Endbestand durch eine Inventur ermittelt wird. Der Verbrauch ergibt sich dann rechnerisch aus dem Anfangsbestand + Zugänge der Periode abzüglich dem Endbestand.

Ermittlung des Verbrauchs durch Skontrationsmethode:

Der Verbrauch wird laufend ermittelt durch sogenannte Materialentnahmescheine. (nicht so üblich in der Praxis)

Abschreibung (Begriff)

Es handelt sich um Aufwendungen, mit denen Wertminderungen von Vermögensgegenständen erfasst werden sollen.

Funktion der Abschreibung:

- korrekter Vermögensausweis

- periodengerechte Erfolgsermittlung

Planmäßige Abschreibungen:

Werden nur bei abnutzbaren Vermögensgegenständen ermittelt (d. h. bei Vermögensgegenständen, die sich nach einer bestimmten Nutzungsdauer abnutzen)

bspw.: Anlagen und Maschinen, BGA, Computer usw.

Es sollen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten eines Vermögengegenstandes planmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt werden.

Nicht abnutzbarer Vermögensgegenstand

z. B. ein unbebautes Grundstück. Das kann man nicht planmäßig abschreiiben, da sich dafür keine Nutzungsdauer ermitteln lässt

Außerplanmäßige Abschreibungen:

Wirtschaftliche oder technische Gründe:

bspw. Einbruch der Nachfrage, kann Maschine im Wert sinken lassen. Oder technische Beschädigung etc.

AFA-Tabelle

Amtliche Tabelle vom Bundesfinanzministerium, die normierte Nutzungsdauern für diverse Vermögensgegenstände enthalten

Abschreibungsmethoden:

- lineare Abschreibung

- degressive Abschreibung

- Leistungsabschreibung

Preisnachlass Arten:

1. Rabatte

2. Skonti

3. Boni

Rabatt

ist ein sofortiger Preisnachlass.

Kundenrabatt Bsp.: ich verkaufe 100 Shirts an Einzelunternehmer und gewähre 10% Mengenrabatt.

Lieferantenrabatt Bsp.: ich kaufe große Menge Stoff ein und bekomme 10% Mengenrabatt

Skonto

ist ein nachträglicher Preisnachlass

Kundenskonto Bsp.: "gewährte Skonti" 

Lieferantenskonti: "erhaltene Skonti"

Es wird ein Abzug vom Kaufpreis eingeräumt, wenn man innerhalb einer kürzeren Frist zahlt.

Bonus

ist ein nachträglicher Preisnachlass.

Er knüpft an bestimmte Bedingungen an, die erst zukünftig erfüllt werden.

Bsp.: Wenn Clara in einem Jar mehr als 20 Stofffballen kauft, erhält sie Bonus von 1000 EUR.

Kundenbonus: auf Verkaufseite: führt dazu, dass dich die ERlöse von Clara nachträglich mindern

Lieferantenbonus: auf Einkaufseite, führt dazu, dass die Erlöse von Clara nachträglich steigen

Lieferantenbonus.

 

Beispiel Lieferantenrabatt:

Baumwollstoff lt. Liste                  1000 EUR

abzügl. 10% Rabatt                         100 EUR

= Kaufpreis netto                              900 EUR

+ Umsatzsteuer 19 %                      171 EUR

= Kaufpreis brutto                             1071 EUR

zugehöriger Buchungssatz:

Wareneingang                                   900

Vorsteuer                                             171

an Verbindlichkeit LuL                                    1071

 

 

 

Rückstellungen Zweck:

- richtiger Schuldenausweis in der Bilanz

- periodengerechte Erfolgsermittlung

Rückstellungen Definition:

Rückstellungen sind Passivposten, die für Verpflichtungen gebildet werden, die hinsichtlich ihres Bestehens und/oder ihrer Höhe ungewiss sind und wirtschaftlich in das vergangene oder ein früheres Geschäftsjahr gehören. 

Rechnungsabgrenzung Zweck:

periodengerechte Erfolgsermittlung

(§252 Abs. 1 Nr. 5 HGB)

Rechnungsabgrenzungsposten

zur Unterscheidung:

- transitorische Rechnungsabgrenzung. werden auch im Jahresabschluss so bezeichnet.

- antizipative Rechnungsabgrenzung: werden im Jahresabschluss als sonstige Forderungen bzw. sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen

Aktive Rechnungsabgrenzung (transitorisch):

 

Ausgabe im GJ 01 für einen Aufwand im GJ 02 (§250 Abs. 1)

Beispiel: Clara zahlt Januarmiete 02 im Voraus (Dezember 01)

Passive Rechnungsabgrenzung (transitorisch):

Einnahme im GJ 01, Ertrag im GJ 02 (§250 Abs. 2)

Beispiel: Clara erhält Miete im Vorhinein

Sonstige Forderung (antizipative Rechnungsabgrenzung):

Ertrag im GJ 01, Einnahme im GJ 02

Bsp: Clara erhält die Miete Dezember01 erst im Nachhinein, erst im Januar 02. Daher muss Clara eine sonstige Forderung zum Bilanzstichtag ausweisen.

Sonstige Verbindlichkeit (antizipative Rechnungsabgrenzung):

Aufwand im GJ 01, Ausgabe im GJ 02

Bsp: Clara bezahlt die Dezember 01-Miete erst im Januar 02, also im Nachhinein.

RAP (Abkürzung)

Rechnungsabgrenzungsposten

Nebenbücher

dienen dazu, einzelne Konten weiter aufzugliedern, um zusätzliche Infos zu erfassen und für Auswertungs- und Analysezwecke zur Verfügung stehen.

Beispiele Nebenbücher:

- Kontokorrentbuchführung

- Anlagenbuchführung

- Lohn- und Gehaltsbuchführung

- Lagerbuchführung

Kontokorrentbuchführung:

hier wird der Geschäftsverkehr mit den einzelnen Kunden und Lieferanten abgebildet.

Kunden -> Debitorenbuchführung: Verwaktung der Forderungen aus LuL

Lieferanten -> Kreditorenbuchführung: Verwaltung der Verbindlichkeiten aus LuL

Debitorenbuchführung

Jeder Kunde hat ein eigenes Konto; 

bei diesem Konto handelt es sich um ein "Personenkonto"

Anlagenbuchführung

Verwaltung des Anlagevermögens: z. B. Kauf einer Maschine.

Jeder Vermögensgegenstand wird einzeln erfasst, mit genauen Angaben  wie Anschaffungskosten, Zeitpunkt, Nutzungsdauer, anzuwendendes Abschreibungsverfahren usw. 

Aus diesen Angaben wird dann auch die Abschreibung ermittelt.

Lohn- und Gehaltsbuchführung

Erstellung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen der Arbeitnehmer. Diese bildet die Grundlage für die Buchung des Personalaufwandes.

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