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Brennpunkt VWL (08): Konjunkturzyklus

Beschreibung zu den Begriffen aus der Lehrmittelreihe «Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft»

Beschreibung zu den Begriffen aus der Lehrmittelreihe «Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft»

Diese Lernkarten behandeln den Konjunkturzyklus in der Volkswirtschaftslehre auf Berufslehr-Niveau und erklären dessen Phasen wie Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession mit zentralen Begriffen wie Nachfrage, Arbeitslosigkeit, Investitionen und BIP. Dabei wird der Fokus auf konjunkturpolitische Maßnahmen, Indikatoren und Zielkonflikte gelegt, die für die Stabilisierung der Wirtschaft entscheidend sind. Berufslernende profitieren von diesem Wissen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und politische Steuerungsmöglichkeiten einzuordnen.
Cartes-fiches
15
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
07.10.2014 / 02.06.2026

Lot

Ce fichier est une partie du lot Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft

Flashcards

Nachhinkende Indikatoren

Nachhinkende Indikatoren zeichnen den Konjunkturverlauf mit einer gewissen Verzögerung nach.

Typische Beispiele dafür sind die Lohn-, Zins- und Preisentwicklung sowie die Arbeitslosenzahlen.

Konjunkturprognose

Eine Konjunkturprognose ist eine Voraussage der künftigen wirtschaftliche Gesamtlage (eines Landes).

Eine solche wird anhand der Analyse von vorauseilenden Konjunkturindikatoren erstellt, z.B. Konsumenten- und Unternehmerstimmung, Auftragseingang von Industrie- und Bauunternehmungen oder Entwicklung des Geldumlaufs.

Im KOF-Konjunkturbarometer werden einige vorauseilende Indikatoren zusammengefasst und quartalsweise publiziert.

Konjunkturpolitik

Unter Konjunkturpolitik verstehen wir die Gesamtheit aller Massnahmen, die darauf hinzielen, Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung auszugleichen. Die Voraussetzung für eine Konjunkturpolitik, die drohenden Schwierigkeiten bereits frühzeitig entgegenwirkt, bildet die Konjunkturprognose.

Keynesianismus

Denkrichtung innerhalb der Volkswirtschaftslehre, die vom britischen Ökonomen John M. Keynes in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts begründet wurde.
Sie besagt, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ausschlaggebend für das BIP-Wachstum ist. Bei einer sich abzeichnenden Krise müsse deshalb die Nachfrage durch den Staat erhöht werden (Steuersenkungen und Erhöhung des Staatskonsums), um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
In einer Boomphase sollte dann, gemäss Keynes, der staatliche Konsum zurückgefahren werden
→  vgl. antizyklische Konjunkturpolitik.

Antizyklische Konjunkturpolitik

Konjunkturpolitik, wonach während einer Rezession im Staatshaushalt Defizite in Kauf genommen und während eines Booms Überschüsse erzielt werden müssten (→ vgl. Keynesianismus).

Weil die zeitliche Abfolge – Defizite während einer Rezession und Überschüsse während des Booms – dem Konjunkturzyklus im Idealfall konsequent entgegen läuft, sprechen wir von «antizyklisch», gegen den Zyklus laufend.

Volkswirtschaftliche Zielkonflikte

In der Konjunkturpolitik bestehen zwischen einigen der sieben wirtschafts-, sozial- und umweltpolitischen Zielen Zielkonflikte, was bedeutet, dass mit Massnahmen zur Erreichung eines Ziels (z. B. Vollbeschäftigung) die Erreichung eines andern Ziels (z. B. Preisstabilität) behindert wird.

Beispiele von Zielkonflikten der Konjunkturpolitik sind:
a) ausgeglichener Staatsaushalt – Vollbeschäftigung,
b) Wirtschaftswachstum – sozialer Ausgleich,
c) Vollbeschäftigung – Preisstabilität

Depression

Von einer Depression sprechen wir, wenn das reale BIP mehr als 10 % abnimmt
oder wenn die Phase des Negativwachstums mehr als 3 Jahre beträgt.