BPR Grundlegende Funktionsweisen von Unternehmen (FB S. 43 - 60

Zielsysteme, betriebl. Produktionsfaktoren, Strukturen / Prozesse, rechtl. Grundlagen unternehmerischen Handels

Zielsysteme, betriebl. Produktionsfaktoren, Strukturen / Prozesse, rechtl. Grundlagen unternehmerischen Handels


C. M.
Diese Lernkarten behandeln die grundlegenden Funktionsweisen von Unternehmen auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf Geschäftsprozesse, Produktionsfaktoren, Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Interessen verschiedener Interessengruppen. Kernprozesse, Schnittstellenmanagement und die Rolle von Produktionsfaktoren wie menschlicher Arbeit, Betriebsmitteln und Werkstoffen werden detailliert erklärt. Diese Karteikarten eignen sich für Studierende und Berufstätige, die ein tieferes Verständnis der Unternehmensabläufe und -strukturen erlangen möchten.
Karten
67
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
14.12.2014 / 31.10.2017

Lernkarten

Ziele externe Interessengruppe Mitbewerber (3P)

- bessere Marktposition

- Kunden abwerben

- Verdrängen anderer Unternehmen vom Markt

Lieferanteninteressen (4P)

- Interesse an längerfristigen Geschäftsbeziehungen

- Interesse an verlässlichen Geschäftsbeziehungen

- pünktliche Zahlung

- Zahlungsfähigkeit

Kundeninteresse (4P)
 

- Erbringen von Nebenleistungen (z.B. Beratung)

- günstige Preise

- qualtitativ hochwertige Produkte

- sonstige Serviceleistungen

 

externe Interessengruppe Kunden (2P)

- Ziele & Erwartungen d. Kunden stehen im Mittelpunkt

- könnten in Konflikt zu den unternehmenseigenen Interessen stehen (z.B. zur Gewinnmaximierung)

Interesse Kooperationspartner in Bezug auf Aufbau des Unternehmens (3P)

- Aufbau der Zusammenarbeit

- Aufrechterhaltung der Zusammenarbeit

- Ausbau der Zusammenarbeit

Aufgabe (1P) / Ziele externe Interessengruppe Kooperationspartner (2P)

- treten zusammen mit Unternehmen Dritten gegenüber auf

- Erlangung von (Verhandlungs-)Vorteilen

- Verfolgung gemeinsamer Interessen

 

 

Ziele externe Interessengruppe Kommunalbehörden / Staat (4P)

- Arbeitsplätzeschaffung durch Unternehmen

- Einhaltung rechtl. Rahmenbedingungen

- Leistung von Beiträgen zur regionalen Infrastruktur

- Steuereinnahmen

Ziele externe Interessengruppe Gewerkschaften (3P)

- Mitgliedergewinnung

- Thematisierung von Gewerkschaftsanliegen im Unternehmen

Aufgabe (1P) Ziele externe Interessengruppe Fremdkapitalgeber (3P)

- Aufgabe: stellen Kredite zur Verfügung

- möglichst hohe Verzinsung

- pünktliche Kreditrückzahlung

- Sicherheit für das zur Verfügung gestellte Kapital

 

Aufgabe (1P) / Ziele externe Interessengruppe Eigenkapitalgeber (Gesellschafter, Aktionäre, shareholder) (3P)

- haben Kapital eingebracht = Investition getätigt

- Einflussnahme auf Managementsentscheidung

- möglichst hohe Rendite bzw. Gewinnausschüttung

- Wahrnehmung günstiger Angebote bei Kapitalerhöhung

Ziele interne Interessengruppe übrige Mitarbeiter / Betriebsrat (5P)

- individuelle Wertschätzung

- soziale Sicherheit

- zufrieden stellende Arbeitsinhalte / -bedingungen

- gutes Betriebsklima

- Interesse Betriebsrat: Ziele erreichen & erhalten

Ziele interne Interessengruppe Management (3P)

- hohes Einkommen

- Streben nach individueller Wertschätzung / öffentlichem Ansehen

- wirtschaftl. Erfolg

 

 


 

Externe Interessengruppen des Unternehmens (8P)

- Eigenkapitalgeber (Gesellschafter, Aktionäre, Shareholder)

- Fremdkapitalgeber (z.B. Banken)

- Gewerkschaften

- Kommunalbehörden & Staat

- Kooperationspartner

- Kunden

- Liefernaten

- Mitbewerber

Interne Interessengruppen des Unternehmens

- Management (Führungskräfte)

- übrige Mitarbeiter

indifferente Zielbeziehungen (1P + Bsp.)
 

- kein sinnvoller Zusammenhang zw. 2 Zielen

- Bsp.: Aufnahme von Fremdkapital - Finanzierung Investitionsvorhaben

Komplementäre Ziele (1P + Bsp.)

- Ziele ergänzen sich

- Bsp.: Erhöhung Produktivität - Erhöhung Rentabilität

Konkurrierende Zielbeziehungen (Zielkonflikte) (1P + Bsp)

- Ziel kann nur zulasten eines anderen Ziels erreicht werden

- Bsp.: Kostenminimierung - Umweltschonung

zeitliche Bezüge des Unternehmensziel (3P)
 

- operativ: kurzfristig - bis zu 1 Jahr

- taktisch: mittelfristig - 1-5 Jahre

- strategisch: langfristig - über 5 Jahre

soziale Ziele (4P)

- Arbeitsplatzsicherheit

- Einbeziehung Mitarbeiter in betriebl. Fragen

- ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

- Prinzip Chancengleichheit

ökonomische Ziele (6P)

- Eintritt in neue Märkte

- Erhöhung Kundenbindung

- Erhöhung Marktanteil

- Konkurrenzverdrängung

- Kostensenkung

- Umsatzsteigerung

 

was beinhalten ökologische Ziele? (1Satz)
 

Vorgaben, die auf Schonung der natürlichen Umwelt + ihrer Ressourcen im Rahmen des Leistungserstellungsprozess abzielen

ökologische Ziele (5P)

- Gewinnung von Sekundärrohstoffen

- Lärmreduzierung

- Nutzung umweltfreundlicher Transportmittel

- Senkung Produktionsemissionen

- Schonung natürlicher Ressourcen

Sachziel (2P)

- Unterziel

- bereichs- oder produktionsbezogen

- dadurch sollen Formalziele erreicht werden

- z.Bsp. Kapazitätserhöhung

Formalziel (3P)
 

- Unterziel

- bezogen auf den zu erreichenden Erfolg

- Unternehmenserfolg wird anhand verschiedener Kennzahlen gemessen

- den Formalzielen übergeordnet

Zielinhaltes wird unterschieden zwischen... (2P)

- Formalziel

- Sachziel

Wodurch können Unterziele beschrieben werden? (3P)

- durch Zielinhalt

- durch Zielausmaß

- durch zeitlichen Bezug

Unternehmensziele lassen sich direkt oder indirekt ableiten aus... (1P)

... dem Unternehmensleitbild

Oberstes Unternehmensziel (1P)

Existenzsicherung

Unternehmensleitbild (2P)

- verbindliche Richtlinien der Geschäftsführung (ggf. unter Mitarbeiterbeteiligung)

- basieren nicht auf subjektivem Empfinden der Beschäftigten

Unternehmenskultur (2P + 3 Bsp.)

- eigene Verhaltensrichtlinien & Gesetzmäßigkeiten der Beschäftigten

- ungeschriebene Standards, z.B. Führungsstil, Abläufe, Kommunikationsformen

immaterielle Leistungsfaktoren (2P)
 

- gewerbliche Nutzungsrechte (Schutzrechte, Lizenzen)

- verleihen selbst entwickelten Erzeugnissen und Fertigungsverfahren Rechtsschutz

der dispositive Faktor umfasst (5P)

- Leitung

- Planung

- Organisation

- Kontrolle

- somit die Fähigkeit der Menschen, Elementarfaktoren zum Zwecke der Leistungserstellung zu kombinieren

Handelswaren (2P)

- Objekte im Materialfluss im Unternehmen

- Güter die gekauft und nahezu unverändert weitverkauft werden

Werkstoff: Vorprodukt (2P + Bsp.)

- Zukaufteile die von anderen Unternehmen bezogen werden

- geht ohne Veränderung in Fertigerzeugnis ein

- z.B. individuelle bedruckte Tassen

Werkstoff: Betriebsstoff (1P + Bsp.)

- zum Betreiben der Fertigungsmaschinen benötigt

- z.B. Schmieröl für Druckmaschinen

Werkstoff: Hilfsstoff (2P + Bsp.)

- Bestandteil des Fertigerzeugnisses

- allerdings: wert- & mengenmäßig bedeutend geringeren Anteil als Rohstoffe

- z.B. Druckfarbe

Werkstoff: Rohstoff (2P + Bsp.)
 

- wesentlicher Bestandteil des zu fertigenden Produkts

- geht unmittelbar in Fertigerzeugnis ein

- z.B. Papier für Fertigung von Werbeplakaten)

Beispiele für Betriebsmittel (3P)

- Grundstücke & Bauten

- technische Anlagen & Maschinen (z.B. Druckmaschinen, Verpackungsanlagen)

- Betriebs- und Geschäftsausstattung, (z.B. Büromöbel, Büromaschinen)

Elementarfaktor Werkstoff wird unterteilt in (4P)

- Rohstoffe

- Hilfsstoffe

- Betriebsstoffe

- Vorprodukte

Elementarfaktor Betriebsmittel (1P)

alle beweglichen & unbeweglichen Mittel die der Leistungserstellung dienen und nicht in das Erzeugnis mit eingehen

Lernen