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Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0

Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0


E. D.
Diese Lernkarten behandeln das Thema Unternehmensprozessmanagement auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Gestaltung, Steuerung und Optimierung von Prozessen innerhalb eines Unternehmens, wobei Begriffe wie Prozessmanagement, BPM, und Unternehmensstrategie im Vordergrund stehen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Fachleute, die sich mit der Implementierung und Verbesserung von Prozessmanagement-Systemen befassen, um die Effizienz und Leistung von Unternehmen zu steigern.
Karten
252
Lernende
17
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
13.10.2015 / 21.10.2021

Lernkarten

Kernprozess (Core Process)

Ein Kernprozess ist ein Primärprozess, der wesentlich dazu beiträgt, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zu bewahren oder zu verbessern.

Key Performance Indicator (KPI)

Ein KPI ist eine Messgröße einer Organisation, einer Organisationseinheit bzw. eines Prozesses, die Faktoren abbildet, die für den gegenwärtigen oder zukünftigen Erfolg des Unternehmens von entscheidender Bedeutung sind.

Kontext-Diagramm

Ein Kontext-Diagramm ist ein Modell zur Analyse des Zusammenspiels einer Organisation mit seiner Umwelt. Dazu werden alle Eingänge in das System und alle vom System hervorgebrachten Leistungen dargestellt.

Kontinuierliche Prozessverbesserung (Continuous Process Improvement)

Als kontinuierliche Prozessverbesserung werden Strukturen und Verfahren zur nachhaltigen Messung und Steigerung der Effizienz und Effektivität von Prozessen bezeichnet.

Kosten-Nutzen-Analyse (Cost-Benefit Analysis)

Eine Kosten-Nutzen-Analyse ist eine Technik zur Ermittlung der quantifizierbaren monetären und nicht-monetären Kosten einer Lösung und des diesen Kosten gegenüberstehenden Nutzens (im Sinne des Beitrags zur Zielerreichung).

Kritischer Erfolgsfaktor (Critical Success Factor)

Ein Erfolgsfaktor ist eine Größe, die eine Wirkung auf den Erfolg eines Unternehmens hat. Im Rahmen der  Erfolgsfaktorenforschung wird zwischen strategischen Erfolgsfaktoren und kritischen Erfolgsfaktoren unterschieden. Ein kritischer Erfolgsfaktor (KEF) ist eine Eigenschaft einer Organisation, die bei ausreichend guten Werten das Erreichen der Ziele der Organisation ermöglicht.

Kunde (Customer)

Ein Kunde ist eine – aus der Sicht des Anbieters – externe Person oder Organisationseinheit, die Produkte oder Dienstleistungen nutzt, die von der Organisation bereitgestellt werden, ganz gleich, ob sie dafür ein Entgelt zahlt oder nicht.

Lean

Lean ist eine Philosophie und Methodik, mit deren Hilfe die Verschwendung von Ressoucen beseitigt bzw. nicht-wertschöpfende Arbeitsschritte eliminiert werden sollen. Die Methodik fokussiert sich auf die kontinuierliche Verbesserung zur Verschlankung von Arbeitsabläufen. Der Ansatz ist kundenzentriert und verfolgt das Konzept, alle Aktivitäten zu entfernen, die keinen Wertzuwachs bei der Erzeugung oder Lieferung eines Produkts oder einer Leistung beitragen. Lean konzentriert sich primär auf höhere Qualität, Durchlaufzeitreduzierung und Kostenreduktion.

Leistung (Deliverable)

Eine Leistung ist ein spezifiziertes Produkt oder spezifizierter Service, dessen Lieferung zugesagt wurde. Sie wird auch Liefergegenstand oder Lieferobjekt genannt.

Leistungsbewertung (Performance Evaluation)

Leistungsbewertung ist die Ermittlung von Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlichen Ergebnissen und die Entscheidung, ob Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Abweichungen zu vermeiden.

Leistungsmessung (Performance Measurement)

Als Leistungsmessung werden Maßnahmen zur Ermittlung quantitativer oder qualitativer Werte bezeichnet, mit deren Hilfe die Erreichung von Zielen (Qualität, Kosten, Zeit etc.) überprüft werden kann.

Leiter Prozessmanagement (Head of Process Management)

Der Leiter Prozessmanagement ist die Führungskraft der Abteilung Prozessmanagement und für die Einführung und Entwicklung des Prozessmanagementsystems operativ verantwortlich.

Liegezeit (Waiting Time)

Liegezeit ist die Zeitdauer, in der ein Objekt weder bearbeitet noch transportiert wird. Die Liegezeit ist die Zeitdauer vom Eingang des Inputs bis zum Beginn der Bearbeitung und/oder die Zeitdauer vom Ende der Bearbeitung bis zum Ausgang des Outputs.

Logische Folgebeziehung

Eine logische Folgebeziehung ist eine sachlich bedingte Reihenfolge von Aktivitäten in einem Prozess. Formen: 1. Und-Beziehungen – d.h. die Folge kann parallel oder nacheinander erfolgen – 2. Oder-Beziehungen – die Beziehung wird durch Bedingungen hergestellt, die zwei oder mehr Verzweigungen haben können. Es werden zwei Unterfälle unterschieden: Beim Exclusiv-Oder schließt ein Ereignis das andere aus. Beim Inklusiv-Oder wird geprüft, ob mindestens eine von mehreren alternativ möglichen Bedingungen vorliegt.

Machbarkeitsstudie (Feasibility Study)

Eine Machbarkeitsstudie ist die Prüfung möglicher Varianten im Hinblick darauf, ob sie im Rahmen gegebener Restriktionen umgesetzt werden können und ob sie geeignet sind, zu vertretbaren Kosten wesentliche Ziele zu erreichen.

Mapping

Als Mapping wird die grafische Darstellung von Prozessen bezeichnet.

Methode (Methodology)

Eine Methode beinhaltet Prozesse, Regeln, Vorlagen und Arbeitstechniken, mit deren Hilfe Probleme gelöst bzw. Lösungen erarbeitet, umgesetzt und eingeführt werden können. Einfachere methodische Hilfen werden eher als Technik (siehe dort) bezeichnet

Metrik

Eine quantitative Messgröße (Metrik), die ein System, eine Komponente oder ein Prozess im Hinblick auf eine gegebene Eigenschaft aufweist. Die Metrik stellt eine Extrapolation oder eine mathematische Berechnung einer Messgröße dar, die sich aus einem abgeleiteten Wert ergibt.

Modell

Ein Modell ist eine vereinfachte Darstellung eines realen Sachverhalts, die dazu dient, für eine bestimmte Zielgruppe die Kommunikation, die Analyse oder das Verständnis zu fördern.

Modellierung

Modellierung ist der Entwurf vereinfachter Abbildungen zum besseren Verständnis realer Sachverhalte. Sie dient im Rahmen der Prozessorganisation dazu, bestehende Lösungen ziel- und zielgruppengerecht zu beschreiben oder neue Lösungen zu entwickeln und auf ihre Eignung zu überprüfen.

Monitoring

Das Monitoring ist ein kontinuierlicher Prozess der Sammlung von Daten über den Status und das Verhalten eines Systems, einer Organisationseinheit oder eines Akteurs.

Notation

Als Notation wird eine standardisierte Menge von Symbolen, ihrer Semantik und ihrer Verknüpfungen verstanden, die dazu dienen, einen bestimmten Sachverhalt abzubilden.

Organisation

In funktioneller Sicht bedeutet Organisation die Herstellung von Regelungen in soziotechnischen Systemen. Dazu werden Aufgaben, Aufgabenträger, Informationen und Sachmittel durch statische Beziehungen (Aufbau- oder Strukturorganisation) oder durch dynamische Beziehungen (Prozessorganisation) verknüpft. In institutioneller Sicht bedeutet Organisation jegliches sozio-technische System, das unter einer gemeinsamen Leitung steht, gemeinsame Ziele verfolgt und sich von anderen Systemen abgrenzen lässt (Unternehmen, Vereine, Verwaltungen etc.).

Output

Der Output beinhaltet die Produkte oder Leistungen, die durch einen Prozess hervorgebracht werden.

Primärprozess

Ein Primärprozess ist ein wertschöpfender End-to-End-Prozess, d.h. er stiftet direkten Nutzen für den Kunden. Wird auch synonym verwendet für Geschäftsprozess. Supportprozesse oder sekundäre Prozesse sind keine Primärprozesse.

Process Leader

Englische Bezeichnung für die Rolle eines Topmanagers in der Funktion eines Machtpromotors, der dem Prozessmanagement die notwendigen Ressourcen und Geltung verschafft.

Programmmanager Prozesse

Der Programmmanager Prozesse ist eine Rolle, die alle prozessorientierten Veränderungsmaßnahmen unterstützt und koordiniert.

Prozess

Ein Prozess stellt eine logisch-zeitliche Struktur zwischen Aktivitäten dar. Ein Prozess wird durch ein oder mehrere Startereignisse ausgelöst, verbraucht Input und liefert ein oder mehrere Ergebnisse (Output). Die Begriffe Ablauf, Business Process, Geschäftsprozess und Workflow werden synonym zum Begriff Prozess verstanden.

Prozessanalyse

Prozessanalyse ist die Erhebung und Dokumentation des Ist-Zustandes von Prozessen und die Überprüfung, inwieweit der Ist-Zustand dazu beiträgt, die verfolgten Ziele zu erreichen und die gewünschten Ergebnisse zu liefern.

Prozessanalyst

Ein Prozessanalyst ist eine Stelle oder Rolle, deren primäre Aufgabe darin besteht, Prozesszeiten, -kosten und -qualität zu analysieren und Anforderungen an Prozesse zu ermitteln.

Prozessarchitekt

Ein Prozessarchitekt bildet Prozesse organisatorisch oder technologisch ab und pflegt diese in einer Datenbank von Referenzmodellen und Standards.

Prozessarchitektur

Eine Prozessarchitektur ist ein Modell aller Geschäftsprozesse und Teilprozesse sowie der damit verbundenen Artefakte (z.B. Rollen, Funktionen, Ereignisse, Organisationseinheiten), ihrer Eigenschaften sowie der Beziehungen zwischen diesen Elementen. Sie kann sehr abstrakt (geringe Auflösung) oder sehr detailliert sein (hohe Auflösung).

Prozessarchitektur-Board

Ein Prozessarchitektur-Board ist ein Gremium, das für eine auf die Markt- und Wettbewerbsstrategie ausgerichtete Prozesslandschaft verantwortlich ist.

Prozessart (Process Type)

Eine Prozessart ist ein Prozess, der nach bestimmten Merkmalen wie Komplexität, Wiederholungshäufigkeit, Standardisierungsgrad, Automatisierungsgrad, Kontinuität, Personalintensität oder Schwierigkeitsgrad abgegrenzt wird. Weit verbreitet ist die Unterscheidung in Routineprozesse, Regelprozesse oder Projekte.

Prozessauditor

Ein Prozessauditor ist eine Stelle oder Rolle, die auf die Überwachung von Prozessen hinsichtlich ihrer Regelkonformität und Zielgerichtetheit spezialisiert ist.

Prozessausschuss (Process Council)

Ein Prozessausschuss ist ein hochrangiges Entscheidungsgremium, das für den Aufbau und die laufende Weiterentwicklung des BPM-Systems zuständig ist. Das Gremium priorisiert und erteilt Projektaufträge, gibt Ressourcen frei, entscheidet bei Konfliktfällen und stellt sicher, dass Prozesse im Einklang mit der Strategie stehen.

Prozessbetroffener (Process Stakeholder)

Prozessbetroffene sind Führungskräfte und Mitarbeiter, die mit Prozessaufgaben in Kontakt kommen. Prozessveränderungen haben somit unmittelbare Auswirkungen auf sie.

Prozess-Cockpit

Ein Prozess-Cockpit ist ein Kontrollinstrument, das alle relevanten Prozesskennzahlen übersichtlich aufbereitet. Es dient zum Prozess-Monitoring und zur laufenden Steuerung.

Prozess-Controller (Process Monitor)

Ein Prozess-Controller ist eine Stelle oder Rolle, die bei der Identifikation, Messung und Reporting von Prozesskennzahlen alle Prozessbeteiligten beratend unterstützt.

Prozess-Controlling (Process Monitoring)

Prozess-Controlling ist der Oberbegriff für die Planung, Überwachung und Auswertung von Prozessen. Prozess-Controlling dient sowohl als Basis für die kontinuierliche Verbesserung von Geschäftsprozessen als auch zur Prüfung der Effizienz von veränderten Geschäftsprozessen.

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