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Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
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Lernkarten
Rolle
Eine Rolle ist ein Satz von Verhaltenserwartungen, die an eine Person gerichtet sind, welche eine bestimmte Stelle innehat oder bestimmte Aufgaben erledigt.
Sekundärprozess
Ein Sekundärprozess unterstützt die effektive und effiziente Abwicklung von Primärprozessen. Sekundär- und Supportprozesse tragen nur indirekt zur Wertschöpfung bei.
Sensitivitätsanalyse (What-If-Analyse)
Die Sensitivitätsanalyse ist eine analytische Technik, mit deren Hilfe versucht wird, das Ergebnis der Änderungen einzelner Parameter oder einzelner Aktivitäten in einem Prozess zu bestimmen. Gemessen wird die hypothetische Auswirkung verschiedener Veränderungstypen (z. B. Kapazität, finanzielle Einflussfaktoren) über den gesamten Prozess bzw. Workflow oder auch von einzelnen Aktivitäten, um herauszufinden, wie stark die Veränderung der einzelnen Parameter den Arbeitsablauf beeinflusst. Die Technik der Sensitivitätsanalyse ist auch bekannt als „What-if-Analyse“ und wird verwendet zur Entscheidungsfindung oder zum Aufbau von Entscheidungstabellen mit mehreren Variablen. Die Sensitivitätsanalyse wird auch zum Testen von Hypothesen verwendet. Hier wird das Ziel verfolgt, über verschiedene messbare Leistungsparameter (z. B. Zeit, Kosten) zu testen, auf welchen alternativen Wegen das gewünschte Ziel erreicht werden kann.
Service
Ein Service ist eine Wechselwirkung zwischen einem Lieferanten und einem Kunden, die dem Kunden einen Wert (eine Leistung) bringt.
Service Level Agreement (SLA)
Ein Service Level Agreement (SLA) ist eine Vereinbarung zwischen einem Dienstleister und einem Kunden. Das SLA beschreibt die Leistungen (z.B. IT-Services), dokumentiert die für die einzelnen Leistungen zu erreichende Ziele (die sogenannten Service Level Targets) und legt die Verantwortlichkeiten des Dienstleisters und des Kunden fest. Ein einzelnes SLA kann auch mehrere Leistungen bzw. Leistungsarten sowie mehrere Kunden umfassen.
Service-orientierte Architektur (SOA)
Eine Service-orientierte Architektur (SOA) ist ein Rahmen zur Strukturierung der Architektur von verteilten heterogenen Informationssystemen mit dem Fokus auf SOA-Services als zentralem Wechselwirkungsmechanismus zwischen den einzelnen (verteilten) Software-Komponenten. Ziele einer SOA sind die bessere Integration und die Erhöhung von Flexibilität und Agilität der Geschäftsprozesse.
Sicht (View)
Als Sicht wird die Hervorhebung eines bestimmten Sachverhalts (etwa bei der Modellierung oder Abbildung eines Prozesses) bezeichnet. Andere relevante Sachverhalte werden bewusst ausgeblendet.
Simulation
Als Simulation werden Experimente – etwa über das Verhalten eines Prozesses – bezeichnet, die an einem Modell durchgeführt werden, um so Erkenntnisse über das reale System zu gewinnen. Dazu muss ein Modell entwickelt oder genutzt werden, dessen Wirkungsweise dem realen System möglichst nahe kommt.
SIPOC
SIPOC ist ein Akronym und bedeutet „Supplier-Input-Process-Output-Customer“. Es stammt aus dem Six Sigma und bietet eine grafische Darstellung, um zu überprüfen, ob die Ausgänge aus einer vorgelagerten Prozessaktivität die Anforderungen einer nachgelagerten Prozessaktivität erfüllen und ob die Inputs in eine Aktivität geeignet sind, um die geforderten Outputs zu erreichen.
Six Sigma
Six Sigma ist ein Managementsystem, das dazu dient, die Leistung eines Unternehmens dadurch zu steigern, dass Prozesse verbessert und Abweichungen der Qualität minimiert werden. Häufig wird die DMAIC-Methode genutzt (Define – Measure – Analyze – Improve – Control). Wesentliche Ziele sind die Wirtschaftlichkeit und der Nutzen der Kunden.
SOAP
Der SOAP-Standard definiert ein Protokoll zum Austausch von strukturierten Informationen von Software-Komponenten in verteilten, internetbasierten Software-Systemen. Die SOAP-Spezifikation definiert XML-basierte Nachrichtenformate und Nachrichtenaustauschregeln für Sender, Empfänger und Zwischenstationen (Intermediäre). Der SOAP-Standard wird u.a. für Web Services eingesetzt. In den früheren Versionen des SOAP-Standards (vor 1.2) stand das Akronym „SOAP“ für Simple Object Access Protocol. Diese Bedeutung wurde aber mittlerweile (weil nicht mehr zutreffend) aufgegeben.
SOA-Service
Ein SOA-Service ist eine selbständige, für bestimmte Nutzer oder Anwendungsfälle relevante Funktion. Er besteht aus einer Definition, einer oder mehreren Schnittstellen und einer Implementation in Form einer Software-Komponente.
Software as a Service (SaaS)
Software as a Service (SaaS) bezeichnet das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von Applikationen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Leistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle.
Software-Test
Ein Software-Test ist ein formales Verfahren, durchgeführt von einem speziellen Testteam, bei dem eine Software Komponente, mehrere integrierte Software-Komponenten oder ein ganzes Software-Paket untersucht werden, indem die entsprechenden Programme auf einem Computer ausgeführt werden. Alle damit verbundenen Tests werden entsprechend einem approbierten Testverfahren in Form von approbierten Testfällen durchgeführt.
Stakeholder
Als Stakeholder werden Personen oder Personengruppen bezeichnet, die eigene Interessen in ein Vorhaben oder eine Lösung einbringen oder auf ein Vorhaben/eine Lösung Einfluss nehmen.
Stelle (Position)
Stellen sind Zusammenfassungen von Aufgaben (Aktivitäten), die quantitativ und qualitativ von einer gedachten oder einer konkreten Person bewältigt werden können.
Strategische BPM-Planung
Das Ergebnis einer strategischen BPM-Planung beschreibt den Weg, wie BPM und BPMS in einem Unternehmen eingesetzt werden. In der Planung wird die Vision der Geschäftsoptimierung (durch BPM) umgesetzt in Aktionspläne, und die im Unternehmen vorhandenen BPM/BPMS-Potentiale werden auf die BPM-Ziele ausgerichtet. So kann sichergestellt werden, dass die Geschäftsziele durch die Prozessumsetzung qualitativ und quantitativ erreicht werden können.
Structured Walkthrough
Als Structured Walkthrough wird die planmäßige Begutachtung von Arbeitsergebnissen durch Kollegen oder Experten – Peer Review – bezeichnet, mit dem Ziel, Fehler und Unvollständigkeiten zu ermitteln. Es handelt sich um eine Form der Qualitätssicherung.
Supply Chain Operations Reference Model (SCOR®)
Das Supply Chain Operations Reference Model ist ein Referenzmodell für Prozesse, das als standardisiertes Diagnoseinstrument für Logistikketten vom Supply Chain Council entwickelt wurde. Mit dem Werkzeug werden die kompletten Prozessketten vom Lieferanten bis zum Kunden abgedeckt. Das Referenzmodell beschreibt alle Aktivitäten, die dazu beitragen, die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Das Modell ruht auf den Säulen Prozessmodellierung, Leistungsmessung und Best Practices.
Support-Prozess
Ein Support-Prozess ist ein Prozess, der dazu dient, die wertschöpfenden Prozesse überhaupt möglich zu machen und effizient und effektiv zu erledigen – sie sind nur indirekt an der Wertschöpfung beteiligt. Synonym Serviceprozesse, Sekundäre Prozesse.
Swimlane
Eine Swimlane ist eine Zeile oder Spalte in einer grafischen Prozessdarstellung, die alle Aktivitäten enthält, die von einer bestimmten Stelle, einem Sachmittel oder einer Rolle erledigt werden (siehe auch Ablaufdiagramm).
System
Ein System ist ein generischer Begriff, der einen von der Umwelt abgegrenzten Sachverhalt beschreibt. Systeme bestehen aus Elementen, die durch Beziehungen miteinander verknüpft sind, um Ziele zu erreichen oder Zwecke zu erfüllen. Systemelemente können Aufgaben, Menschen, Sachmittel, Software etc. sein. Als sozialwissenschaftlicher Begriff: Abgegrenzte Menge von Personen, die in wechselseitigen Beziehungen zueinander stehen und durch ihre Interaktionen das Gefüge ständig (neu) definieren bzw. schaffen.
Systems-Dynamic-Modell
Ein System-Dynamics-Modell beschreibt ein Unternehmen aus einer dynamischen Perspektive, indem es gesamtbetriebliche Wirkzusammenhänge anstelle statischer Strukturen in den Vordergrund stellt. Diese Modelle bilden eher das Unternehmen oder Teilbereiche ab als einen einzelnen Prozess.
Technik
Eine Technik ist ein Werkzeug oder ein Verfahren, das dazu dient, Aufgaben oder Vorhaben effizienter und effektiver zu erledigen bzw. zu bewältigen.
Teilprozess (Subprocess)
Ein Teilprozess ist ein Prozess, der in einem anderen Prozess enthalten ist.
Test
Ein Test ist ein geplanter Versuch, ob ein Gerät, eine Anwendung (z.B. Software), ein Verhalten etc. innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen so funktioniert, wie es vorgesehen ist und ob die geforderten Eigenschaften vorliegen.
Total Quality Management (TQM)
Total Quality Management umfasst die konsequenten, nachhaltigen und umfassenden Aktivitäten und alle dazu notwendigen Einrichtungen in einem Unternehmen, die dazu dienen, Qualität als Ziel einzuführen und dauerhaft zu garantieren.
Transaktionskosten
Allgemein: Transaktionskosten sind solche Kosten, die bei einem (Güter- oder Leistungs-) Austausch anfallen. Sie können marktbasiert oder intern ermittelt werden. IT: Der finanzielle Aufwand für die Nutzung der Kapazität von Informationssystemen (z.B. zeitliche Belastung von Rechnern).
Transportzeit
Die Transportzeit ist die Zeitdauer, die für die räumliche Veränderung des Objekts von Bearbeitungsort zu Bearbeitungsort bzw. von Bearbeitungsort zu Liegeort und umgekehrt benötigt wird.
Triage
Als Triage wird in der Prozessorganisation die Aufgliederung real vorkommender, ähnlicher Fälle anhand bestimmter Kriterien bezeichnet, um so differenzierte Fallgruppen auf verschiedene Prozessvarianten zu verteilen.
Unified Modeling Language (UML)
UML ist eine Notation zur Modellierung, Visualisierung, Spezifizierung und Dokumentation von Funktionen und Arbeitsergebnissen von Softwareprodukten, die objektorientiert entwickelt werden.
Unternehmensarchitektur (Enterprise Architecture) (Geschäftsarchitektur / Business Architecture)
Eine Unternehmensarchitektur ist die (oft: modellhafte) mehrdimensionale Beschreibung der Komponenten, die das Unternehmen ausmachen, ihren Eigenschaften und ihren Beziehungen untereinander. Typische Dimensionen sind etwa: Geschäftsziele, Geschäftsprozesse, Produkte und Dienstleistungen (die das Unternehmen herstellt oder anbietet), Organisationseinheiten, Personen, Funktionen, Stellen, Projekte, IT-Technologien, IT-Services, IT-Dienstleistungen, Applikationen und Anwendungen u.a.m. Im Unterschied zum sehr umfassenden Anspruch einer Unternehmensarchitektur konzentrieren sich andere Architekturtypen auf bestimmte Teilgebiete oder Teilaspekte des Unternehmens. Eine Geschäftsarchitektur (Business Architecture) konzentriert sich bspw. auf diejenigen Komponenten, die für die Fachbereiche relevant sind und weniger IT-lastig sind; das entsprechende Pendant aus der IT, die IT-Architektur, wiederum beschreibt Komponenten, die für die IT relevant sind.
Unternehmensprozessmanagement (Enterprise Process Management)
Unternehmensprozessmanagement ist die Anwendung von Grundsätzen, Methoden und Prozessen des BPM in einem konkreten Unternehmen. Unternehmensprozessmanagement stellt sicher, dass
- das Prozessportfolio und die Architektur der End-to-End-Prozesse mit den Ressourcen und der Unternehmensstrategie abgestimmt sind und
- es Regelungen für den Umgang mit BPM-Initiativen gibt.
Unternehmensprozessmodell (Enterprise Process Model)
Ein Unternehmensprozessmodell bildet die Prozessarchitektur der End-to-End-Prozesse als Übersicht ab. Ein solches Modell kann stufenweise detailliert und konkretisiert werden.
Validierung
Die Validierung ist der Prozess der Überprüfung eines Produkts oder Ergebnisses um festzustellen, ob es wie geplant verwendet werden kann und die gestellten Anforderungen erfüllt. Die Validierung ist somit ein Element der Qualitätssicherung, womit sichergestellt werden soll, dass die richtige Lösung entsteht.
Walkthrough
Ein Walkthrough ist ein systematisches Verfahren der Qualitätssicherung durch Kollegen oder Experten (peer review), bei dem die Beteiligten Schritt für Schritt ein Produkt oder eine Leistung überprüfen, um Fehler zu finden.
Web-Applikation
Eine Web-Applikation ist eine Anwendung, auf welche die Benutzer mittels eines (WWW-)Browsers zugreifen.
Web-Portal
Ein Web-Portal (auch Portal, Internet-Portal oder Intranet-Portal) ist ein Web-Auftritt eines Informations- oder Diensteanbieters (eine Web Site), die einen oft verwendeten Einstiegspunkt oder eine zentrale Anlaufstelle für Benutzer des Internets (oder auch des Intranets) bildet.
Man kann verschiedene Arten von Portalen unterscheiden je nach
- Art der Anbieter
- Art der Kunden bzw. Benutzer
- Typ der angebotenen Dienste bzw. Informationen
- Möglichkeiten des Zugangs (bspw. für mobile Endgeräte).
Web Service
Ein Web Service ist ein SOA-Service, der mit Hilfe der Standards WSDL beschrieben bzw. definiert und über das SOAP-Protokoll konsumiert wird.
Web Services Description Language (WSDL)
Die Web Services Description Language (WSDL) ist eine XML-basierte Sprache zur Beschreibung bzw. Definition von Web Services. Ein WSDL File definiert, welche Funktionen vom beschriebenen Web Service bereit gestellt werden und über welche Schnittstellen und Protokolle der Web Service aufgerufen (konsumiert) werden kann.