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Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
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Cartes-fiches
Kernaussagen - Prozessleistungsmessung
- Die Daten der Leistungsmessung können manuell oder durch automatisierte Systeme wie z.B. BPMS-Systeme erfasst und ausgewertet werden
- Prozesskostenrechnung oder Wertstromanalysen sind bewährte Ansätze zur Messung der Prozessleistung
- Mit der Prozesssimulation wird anhand eines Prozessmodells das Verhalten eines Prozesses in Abhängigkeit bestimmter Parameter durchgespielt
- Systeme zur Entscheidungsfindung (Entscheidungshilfen) sind wesentliche Hilfe für Prozesseigner und Prozessmanager
- Unternehmensweite Entscheidungshilfen liefern Real-Time-Information in der Form eines Cockpit zur Steuerung von ganzheitlichen, bereichsübergreifenden Prozessen
Kernaussagen - Prozessleistungsmessung
Wesentliche Erfolgsfaktoren für die Messung und Steuerung der Prozessleistung:
• Menschen sind ebenso wichtig wie sachliche Lösungen
• der gesamte Prozess muss verstanden werden, nicht nur einzelne Aktivitäten
• es sollte klar sein, welchen Einfluss der Prozess auf das betriebliche Ergebnis hat
• Betroffene stets in die Prozessoptimierung einbinden.
Kernaussagen - Prozesstransformation
- Transformation bedeutet fundamentales Überdenken der Geschäftstätigkeit.
- Eine Transformation rüttelt auf, durchdringt alle Bereiche und bedeutet ein weitreichendes, zeit- und kostenaufwändiges Projekt.
- Abhängig vom Umfang und der Bedeutung der Transformation ist vielfältiges Wissen gefordert.
- Um Transformationsprojekte überwachen zu können, sollten alle Tätigkeiten unter Anwendung einer formalen Methodik erfolgen.
- Transformationsprojekte sollten gemäß BPMS- bzw. BPM-Vorgaben ablaufen.
- Transformationen ermöglichen dem Business, sich in Richtung kontinuierlichem Verändern zu entwickeln.
Kernaussagen - Prozesstransformation
- Um erfolgreich zu sein, bedarf es bei Transformationen des Engagements und der Unterstützung der obersten Führung, der Leiter der betroffenen Geschäftsbereiche und deren Mitarbeitenden.
- Die Kosten großer Projekte sind immer problematisch. Transformationen sollten als Ganzes konzipiert werden, worauf anschließend anzustreben ist, die Realisierung jener Teile zeitlich vorzuziehen, die einen raschen Nutzen ermöglichen.
- Change Management ist für das Projekt als Hilfsmittel einzusetzen, um die Akzeptanz sowohl bei den Business-Managern als auch bei deren Mitarbeitenden zu erreichen.
- Ein formeller Change-Management-Plan, der nach Bedarf angepasst werden kann, sollte das Vorgehen und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden unterstützen.
- Die Leistungsüberwachung, -messung und -bewertung sollten Teil des neuen Business-Designs werden unter Einbeziehung der betroffenen Vorgesetzten und Mitarbeitenden.
Kernaussagen - Prozesstransformation
- Der Abschluss der Transformation stellt gleichzeitig den Anfang eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses für den transformierten Geschäftsbereich dar.
- Transformationen und kontinuierliches Verbessern verändern die Kultur und sollten zu einer Partnerschaft zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden führen hinsichtlich zukünftiger Veränderungen.
- Bei Transformationen sollte das Management innovative Ideen unterstützen und zudem das „Out-of-the Box“-Denken fördern.
Kernaussagen - Prozessorganisation
- Ein Unternehmen fördert eine Prozesskultur, indem die Prozesse des Unternehmens einvernehmlich ermittelt werden, sie allgemein bekannt und für alle Mitarbeiter sichtbar gemacht werden.
- Je höher der Reifegrad des Prozessmanagements in einem Unternehmen wird, desto stärker wird die Aufbauorganisation auf die Prozesse ausgerichtet. Neben die hierarchische Aufgliederung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung tritt eine horizontale Koordinationsrichtung, in der die Verantwortlichkeiten für End-to-End-Prozesse geregelt sind. Mit ihrer Hilfe soll die bereichsübergreifende Wertschöpfung für den Kunden bestmöglich sichergestellt werden.
Kernaussagen - Prozessorganisation
- Für den Erfolg des Prozessmanagements ist es unerlässlich, dass ein Unternehmen eine klare Leitungsstruktur besitzt, in der die Entscheidungsbefugnisse festgelegt sind, die ein Unternehmen in die Lage versetzen, funktions- und bereichsübergreifende Prozesse zu optimieren und eine notwendige Personalentwicklung umzusetzen.
- Heute werden mehrere unterschiedliche Leitungsstrukturen diskutiert und genutzt. Es gibt derzeit keinen Standard für eine Organisationsstruktur, die bestmöglich geeignet ist, die Prozessorganisation in einem Unternehmen zu entwickeln und verankern.
- Ein Prozessrat, der aus Mitgliedern des Vorstands, Abteilungs- und Bereichsleitern sowie den Prozessverantwortlichen zusammengesetzt ist, ist eine häufig anzutreffende Lösung. Dieser Prozessrat ist dafür zuständig, dass die Prozesse mit den Zielen und der Unternehmensstrategie im Einklang stehen, und er sorgt für die bereichsübergreifende Integration der Prozesse, wenn Konflikte zwischen den funktional Verantwortlichen und den Prozessverantwortlichen auftreten. Oft ist dieses Gremium auch für die Zuordnung von Ressourcen zu den Prozessen verantwortlich.
Kernaussagen - Prozessorganisation
- Die Einrichtung eines BPM-Office (BPMO) ist ein weiterer organisatorischer Ansatz, ebenso wie ein BPM Center of Excellence (BPM COE).
- Der BPM-Experte muss die nahezu unendlich große Vielfalt organisatorischer Lösungen und Zustände kennen und verstehen, die mit einem zunehmenden Reifegrad des Prozessmanagements in Frage kommen, um ein Unternehmen sicher durch diese Entwicklungsphasen zu führen.
- Prozessorganisation vernetzt sich zunehmend über Unternehmensgrenzen hinweg. Konzepte wie In- und Outsourcing sowie Supply Chain Management lassen Wertschöpfungsnetzwerke entstehen.
Kernaussagen - Unternehmensprozessmanagement
- Unternehmensprozessmanagement (UPM) ist die Anwendung von Grundsätzen, Methoden und Prozessen des BPM in einem konkreten Unternehmen. Es stellt sicher, dass das Prozessportfolio und die Architektur der End-to-End-Prozesse mit den Ressourcen und der Unternehmensstrategie abgestimmt sind, und bietet Regelungen für den Umgang mit BPM-Initiativen.
- Wichtig ist der Wechsel von der klassischen funktionalen Sicht eines Unternehmens zu einer Prozesssicht, die über die Funktionen hinausgeht.
- Prozess-Frameworks und Branchenreferenzmodelle können herangezogen werden zur Klassifizierung von Prozessen und zum Aufbau einer eigenen Prozessstruktur.
Kernaussagen - Unternehmensprozessmanagement
- Die Beurteilung des Reifegrades des UPM ist eine systematische Analyse der Stärken und Schwächen eines Prozessmanagement-Systems im Sinne einer Standortbestimmung oder Selbstdiagnose. Daneben gibt es auch eine Analyse der Prozessreife zur Beurteilung einzelner Prozesse.
- Eine aktuelle Unternehmensstrategie ist eine zentrale Voraussetzung für den Aufbau eines UPM.
- Ein gezieltes Change Management muss den Aufbau des UPM unterstützen. Neben Schulung und Information müssen die Gründe und die Ergebnisse vermarktet werden.
- Die Governance des Unternehmensprozessmanagements ist die Summe aller strategischen Ziele, Rollen, Regeln, Kennzahlen, Richtlinien, Prozesse sowie die Verteilung der Kompetenzen, die dazu dienen, ein Prozessmanagement innerhalb eines konkreten Unternehmens aufzubauen, weiter zu entwickeln und kontinuierlich zu steuern.
Kernaussagen - Unternehmensprozessmanagement
- Der Prozessverantwortliche ist eine Rolle, die für die strategische Führung eines End-to-End-Prozesses zuständig ist. Er ist damit für die zielorientierte Gestaltung, Durchführung und Steuerung seines Prozesses verantwortlich.
- Der Prozess-Champion ist Mitglied der obersten Ebene oder berichtet direkt an diese Ebene. Er ist verantwortlich für die Gesamtheit aller Prozesse und steuert die Prozessverantwortlichen.
- Aufbau oder Weiterentwicklung des Prozessmanagements setzt klare Strukturen voraus, wie mit Änderungsvorschlägen umgegangen wird, wer einzubinden ist, wie und wann das entscheidungsbefugte Gremium eingeschaltet wird.
Kernaussagen - Unternehmensprozessmanagement
- Grundpfeiler der Steuerung des Unternehmensprozessmanagements ist die Koordination des gesamten Portfolios für Vorhaben des Prozessmanagements.
- Ohne eigenständige Strukturen und ohne BPMS-Tools kann Prozessmanagement kaum erfolgreich eingeführt, umgesetzt und betrieben werden.
- Prozessmanagement muss zur ständigen Verbesserung aller Prozesse und auf allen Ebenen führen.
- Die IT hat lediglich eine Servicefunktion im UPM.