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Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
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Flashcards
Business Process Model and Notation (BPMN)
Die Business Process Model and Notation – früher Business Process Modelling Notation genannt – ist eine international standardisierte Notation (Zeichensystem) für alle Geschäftsprozesse mit der zugehörigen Semantik. Sie verfolgt das Ziel, für alle Nutzer vom Fachbereich bis zur IT verständlich zu sein und dabei sowohl die Verantwortlichen für den Entwurf der Prozesse, für die technische Systementwicklung sowie für das Management und das Monitoring der Prozesse zu unterstützen. Der BPMN-Standard wird von der Object Management Group (OMG) verwaltet und gepflegt (siehe auch Business-Process-Diagramm).
Business Process Reengineering (BPR)
Business Process Reengineering ist die radikale Neugestaltung von ganzheitlichen (End-to-End-)Prozessen.
Change Management
Change Management umfasst alle Strategien und Maßnahmen zur Förderung von Veränderungsprozessen, insbesondere zur Förderung der Bereitschaft von Mitarbeitern, Neuerungen zu akzeptieren und umzusetzen.
Chief Process Officer (CPO)
Der Chief Process Officer (CPO) ist ein Topmanager (C-Level), der als Prozessverantwortlicher für das unternehmensweite Prozessmanagement verantwortlich ist.
Cloud Computing
Cloud Computing bezeichnet das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Leistungen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Leistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle. Die Bandbreite der im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Leistungen umfasst prinzipiell das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (Infrastructure as a Service, IaaS, z. B. Rechenleistung, Speicherplatz), Plattformen (Platform as a Service, PaaS, bspw. Windows Server, LINUX Server) und Software (Software as a Service, SaaS, bspw. ERP-Systeme).
Datenflussanalyse (Data Flow Analysis)
Die Datenflussanalyse ist eine Analysetechnik, die aufzeigt, wie Daten durch ein System fließen. In der Datenflussanalyse wird sowohl die Verwendung der Daten in verschiedenen Bereichen der Organisation untersucht als auch die Frage, wie die Daten in den Anwendungen verwendet werden, um spezifische Geschäftsprozesse zu unterstützen.
Design Chain Operations Reference (DCOR)
Design Chain Operations Reference ist ein Referenzmodell, das vom Supply Chain Council entwickelt wurde.
Durchlaufzeit (Cycle Time)
Die Durchlaufzeit ist die Zeitdauer eines Aufgabenerfüllungsprozesses von einem definierten Anfangs- bis zu einem definierten Endzeitpunkt, Summe von Bearbeitungs-, Transport- und Liegezeiten.
Dynamische Business-Applikation
Eine Dynamische Business-Applikation ist eine (Software-)Anwendung, die sehr rasch an geänderte Anforderungen adaptiert werden kann (bspw. neue oder geänderte Funktionalität auf Grund von Wettbewerbsdruck, Anpassungen an gesetzliche Regelungen, rasches Reagieren auf Chancen im Markt u.v.a.m.).
EABPM
Die EABPM ist eine Vereinigung rechtlich selbstständiger Gesellschaften zur Förderung des Business-Process-Managements. Mitglieder der EABPM sind national tätige, gemeinnützige Gesellschaften in Europa, die sich auf die Ziele der EABPM verpflichten und gemeinsam mit der ABPMP (siehe dort) einen Common Body of Knowledge und eine individuelle Zertifizierung zum BPM anbieten.
Effektivität (Effectiveness)
Effektivität ist das Maß dafür, in welchem Umfang Ziele erreicht werden. Die „richtigen Dinge tun“, im Gegensatz zur Effizienz, die „Dinge richtig tut“.
Effizienz (Efficiency)
Effizienz ist eine (wirtschaftliche) Kennzahl, mit der die Relation des Output zu den eingesetzten Ressourcen (Zeit, Kosten, Material, Mitarbeiter etc.) gemessen wird. Die „Dinge richtig tun“, im Gegensatz zur Effektivität, die „richtigen Dinge tun“.
End-to-End Prozess
Ein End-to-End-Prozess ist ein Prozess, mit dem eine Kundenanforderung erfüllt wird und der ein Ergebnis hervorbringt, das für den Kunden relevant ist. Die Betonung auf End-to-End-Prozesse bedeutet, dass ein Prozess vom Kunden ausgeht, normalerweise von mehreren Abteilungen bearbeitet wird und dann zum Kunden zurückführt.
Enterprise Resource Planning System (ERP-System)
Ein ERP-System ist eine integrierte betriebswirtschaftliche Standardanwendung zur Unterstützung der Prozesse und Funktionen einschließlich der Ressourcen und ihrer Planung einer ganzen Unternehmung. Typischerweise unterstützen ERP-Systeme das Finanz- und Rechnungswesen, Verkauf, Produktion, Material- und Bestandsmanagement, Beschaffung (Einkauf) und Kundenmanagement (Customer Relationship Management, CRM), wobei das Zusammenspiel (Integration) dieser vielfältigen Funktionen und Aufgaben durch eine zentrale gemeinsame Datenbank und ein gemeinsames User Interface im Vordergrund stehen. Diese funktionale Breite führt dazu, dass ERP-Systeme oft in Form von Modulen aufgebaut sind. ERP-Systeme laufen in der Regel auf verschiedenen IT-Plattformen und können – in stark unterschiedlichem Ausmaß – auch andere Anwendungen oder Datenbanken integrieren.
Enterprise Service Bus (ESB)
Ein Enterprise Service Bus (ESB) ist einen Middleware-Plattform zur Unterstützung von Integration und Interoperabilität in einem einzigen (IT-)Tool. Ein ESB ermöglicht dadurch die Kommunikation und Integration von Anwendungen und Services auf der Basis von SOA-Prinzipien und fungiert auch als Rückgrat für (zukünftige) SOA-Applikationen.
Ereignis (Event)
Ein Ereignis ist ein Sachverhalt, auf den eine Organisationseinheit, ein System oder ein Prozess reagiert oder der nach einer Bearbeitung (Funktion) eintritt.
Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)
Eine Ereignisgesteuerte Prozesskette ist eine grafische Darstellungstechnik, die zur Modellierung von Geschäftsprozessen genutzt werden kann. Ereignisse sind in dieser Darstellung entweder Auslöser für oder Ergebnisse von vorangegangenen Aktivitäten (Funktionen). Konnektoren dienen zum Aufspalten oder Vereinigen im Prozess. Zusätzlich können noch Informationsobjekte und Organisationseinheiten sowie Beziehungen zu anderen Prozessen in einer Ereignisgesteuerten Prozesskette abgebildet werden.
Erfolgskriterien (Success Criteria)
Erfolgskriterien sind die Maßstäbe, an denen gemessen oder ermittelt werden kann, ob mit einem Projekt die Standards eingehalten, die Restriktionen beachtet und die Ziele erreicht werden, um als erfolgreich gelten zu können.
Ergebnis (Result)
Ein Ergebnis ist das für einen Empfänger/Kunden erzeugte Produkt oder die erzeugte Leistung. Synonyme Begriffe sind Output, Arbeitsergebnis oder Endergebnis.
Evaluation
Eine Evaluation bedeutet die Untersuchung und Bewertung eines Ergebnisses im Hinblick darauf, inwieweit es bestehende Vorgaben oder Erwartungen erfüllt.
Fachexperte (Subject Matter Expert)
Ein Fachexperte ist ein Stakeholder mit Expertenwissen in einem Fachgebiet (domain).
Failure Mode and Effects Analysis (FMEA)
Die Failure Mode and Effects Analysis ist eine Technik zur Risikoabschätzung. Es wird untersucht, welche Fehler oder Mängel Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen aufweisen können, wie wahrscheinlich das Auftreten von Fehlern ist, welche Auswirkungen sie haben können und welche Prioritäten gesetzt werden sollen, um zukünftige Fehler zu vermeiden.
First Pass Yield (FPY)
Ein First Pass Yield ist eine Qualitätskennzahl, die darüber Auskunft gibt, wie viele Produkte oder Leistungen fehlerfrei hergestellt werden, ohne anschließend vernichtet oder überarbeitet werden zu müssen.
Framework
Ein Framework ist im BPM ein Ordnungsrahmen zur Strukturierung der Einzelmodelle einer Prozessorganisation. Standardisierte Frameworks können für diese Strukturierung herangezogen werden.
Führungsprozess (Management Process)
Ein Führungsprozess ist eine Folge von Aktivitäten, die zur Planung, Diagnose und Steuerung von Ausführungs- und Unterstützungsprozessen dient, so dass diese ihre Ziele erreichen und Regelungen eingehalten werden.
Funktion
Mathematik: Eine Beziehung (Relation) zwischen zwei Mengen, die jedem Element der einen Menge genau ein Element der anderen Menge zuordnet. Organisation: Eine Stelle oder eine berufliche Position. Prozessmodellierung: Eine Aktion, die zu einer größeren Aktion oder zu Aktionen beiträgt und für die der Funktionsträger speziell geeignet ist (wird meistens gleichgesetzt mit Aktivität).
Geschäftsprozess (Business Process)
Geschäftsprozesse (Business Processes) werden normalerweise als Synonym zu Prozessen verwendet (siehe Prozess). Im engeren Sinne werden Geschäftsprozesse auch im Sinne von Ausführungsprozessen verstanden.
Geschäftsprozessverbesserung (Business Process Improvement)
Eine Geschäftsprozessverbesserung ist ein einmaliges Vorhaben zur Steigerung der Qualität eines gegebenen Prozesses – wird meistens als ein Projekt durchgeführt mit dem Ziel einer inkrementellen Verbesserung.
Geschäftsregel (Business Rule)
Eine Geschäftsregel ist eine nachprüfbare Vorgabe oder Verpflichtung, die das Verhalten der Beteiligten in einer Organisation festlegt und damit Verhaltensspielräume einengt oder bestimmte Verhaltensweisen erzwingt.
Handoff
Als Handoff (deutsch: Übergabe, Weiterreichung) wird jeder Punkt in einem Prozess betrachtet, an dem Arbeitsergebnisse oder Informationen von einem System, einer Person oder Gruppe an eine andere Stelle (System, Person) übergeben wird. Diese Übergabe wird häufig als Prozessschnittstelle oder als Zwischenereignis dargestellt.
Informationstechnologie (IT)
Informationstechnologie (IT) ist der Oberbegriff für alle Formen von maschineller Informationsverarbeitung, den dabei eingesetzten Ressourcen (Hardware, Software, Anwendungen, Personen), Verfahren und Methoden.
Inkrementelle Entwicklung (Incremental Delivery)
Als Inkrementelle Entwicklung wird ein Verfahren der Systementwicklung bezeichnet, bei dem über mehrere Entwicklungsstufen hinweg in kleinen Schritten zunehmend weitere Lösungsbestandteile erarbeitet und zeitlich nacheinander realisiert und eingeführt werden. Ist weitgehend identisch mit der Agilen Methode.
Input
Der Input beinhaltet die Produkte oder Leistungen, die in einen Prozess eingebracht werden. Als Ergebnis der Verarbeitung des Inputs im Prozess entsteht Output.
Inspektion
Als Inspektion wird ein standardisiertes Verfahren der Qualitätssicherung durch Experten mit festen Rollen und eindeutigen Dokumentationsregeln bezeichnet, bei dem mögliche Schwachstellen, Mängel oder Fehler und/oder Kennzahlen ermittelt werden.
Integrated Definition Language (IDEF)
Die Integrated Definition Language ist eine Gruppe von Methoden und Techniken zur Dokumentation, Analyse und Modellierung von Prozessen und Systemen. Sie wurde von der US-Regierung entwickelt, ist aber frei zugänglich.
ISO 9000
Die Normenserie ISO 9000 ff. ist ein international anerkannter Standard für Qualitätsmanagementsysteme (QMS). Die ISO 9001 enthält die Vorgaben, die bei einer sogenannten „Zertifizierung“ einzuhalten sind.
IT Infrastructure Library (ITIL)
Die IT Infrastructure Library (ITIL) ist ein Framework von Best Practices für das Definieren, Planen, Erbringen, Managen und Verbessern von IT-Services und hat sich seit seiner erstmaligen Publikation (1989) mittlerweile (in Version 4) zum de facto Standard für IT-Service-Management entwickelt. Der Kern von ITIL besteht aus fünf Publikationen:
- Service Strategy
- Service Design
- Service Transition
- Service Operation
- Continual Service Improvement.
Diese fünf Bücher beschreiben 26 Prozesse, von der strategischen Orientierung der IT bis hin zur kontinuierlichen Verbesserung der IT-Services.
Iteratives Vorgehen
Ein iteratives Vorgehen bedeutet die schrittweise Erarbeitung einer Lösung oder eines Ergebnisses. Jeder einzelne Bearbeitungsschritt kann als eigenständiges Vorhaben (Kleinprojekt) angesehen werden, in dem bestimmte Leistungen erbracht werden, um ein Teilergebnis der beabsichtigten Lösung zu produzieren oder zu verbessern. Die Zuständigen planen für jede Iteration, setzen die Planung um und kontrollieren das Ergebnis.
Kennziffer (Indicator)
Eine Kennziffer ist eine Messgröße als quantitativer Ausdruck zur Messung eines bestimmten Ergebnisses (z.B. Durchlaufzeit eines Produkts) oder zur Ermittlung von Veränderungen aufgrund bestimmter ergriffener Maßnahmen.
Kernkompetenz (Core Competency)
Die Kernkompetenz bezeichnet eine Fähigkeit bzw. Tätigkeit, die ein Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz besser ausführen kann und dadurch einen Wettbewerbsvorteil besitzt. Eine Kernkompetenz erzeugt Kundennutzen, bietet einen gewissen Imitationsschutz und kann in einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen angewandt werden.