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Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
Business Process Management BPM Common Body of Knowledge Version 3.0
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Flashcards
Wertschöpfungskette (Value Chain)
Eine Wertschöpfungskette bildet eine Folge von Prozessschritten, die insgesamt dazu dienen, Wert für einen Kunden zu schaffen. Sie werden durch einen Impuls ausgelöst (z.B. Kundenauftrag) und enden mit der Auslieferung eines Produkts oder eines Services an einen Kunden. Zur Wertschöpfungskette gehören alle Elemente, die benötigt werden, um die geforderte Leistung zu erbringen. Die Wertschöpfungskette kann auch Grundlage für das Activity-based Costing (siehe dort) sein, indem allen Elementen im Prozess die Kosten zugeordnet werden.
Wertschöpfungskettendiagramm (Value Stream Mapping)
Ein Wertschöpfungskettendiagramm ist eine symbolhafte Darstellung einer Wertschöpfungskette.
Workflow
Ein Workflow ist ein automatisierter Prozess oder Teilprozess, der auf der Grundlage eines Prozessmodells Aufgaben oder Informationen von einem Akteur zu einem anderen weiterleitet, damit der Prozess dort weiter bearbeitet werden kann.
Was ist Business Process Management (BPM)
Ein systematischer Ansatz, um sowohl automatisierte als auch nicht-automatisierte Prozesse zu erfassen, zu gestalten, auszuführen, zu dokumentieren, zu messen, zu überwachen und zu steuern und damit die mit der Unternehmensstrategie abgestimmten Prozessziele zu erreichen.
Was legen Geschäftsprozesse fest?
BPM (Business Process Management) ist …
Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren des BPM gehören …
Bei einer Prozessmodellierung ist es von Vorteil, wenn einzelne Rollenträger…
Welche Funktionen umfasst die Rolle eines Prozessverantwortlichen (Process Owner)?
Wann sollten effektive Change Management Massnahmen beginnen?
Warum ist intensives Change Management bei BPM erforderlich?
Eine gute Prozesskultur zeichnet sich aus durch …
Unternehmensprozessmanagement fokussiert sich auf …
Was ist der primäre Zweck für die Verwendung von Prozessmodellen?
Welche Ziele werden mit einer Prozesssimulation verfolgt?
Ein wichtiger Schritt beim Prozessdesign ist …
Was ist der grösste Nutzen für den Einsatz von BPM-Technologien?
Was ist einer der primären Zwecke der Prozessmodellierung?
Welche Bedeutung haben Geschäftsregeln bei der Prozessumsetzung?
Welche der genannten Methoden für Prozessumsetzung und -einführung ge-hört NICHT zu BPM?
Wodurch werden mit Activity Based Costing (Prozesskostenrechnung) Prozesse verbessert?
Welcher wesentliche Erfolgsfaktor ist für die Messung und Steuerung der Prozessleistung entscheidend?
Ein häufiger Grund für den Misserfolg von BPM-Projekten ist …
Woran orientieren sich sogenannte KPI's (Key Performance Indicators)?
Kernaussagen - BUSINESS PROCESS MANAGEMENT
1.Business Process Management (BPM) ist ein systematischer
Ansatz, um sowohl automatisierte als auch nicht-automatisierte
Prozesse zu erfassen, zu gestalten, auszuführen, zu dokumentieren,
zu messen, zu überwachen und zu steuern und damit die mit
der Unternehmensstrategie abgestimmten Prozessziele zu erreichen.
Kernaussagen - BUSINESS PROCESS MANAGEMENT
BPM umfasst die bewusste, koordinierte und zunehmend IT-unterstützte
Gestaltung, Verbesserung, Innovation und Erhaltung von
End-to-End-Prozessen. Auf diese Weise können Unternehmen
schnell und flexibel Werte schöpfen und ihre Ziele erreichen.
Kernaussagen - BUSINESS PROCESS MANAGEMENT
Mit Hilfe von BPM können Prozesse auf die Unternehmensstrategie
abgestimmt werden, so dass sich die Leistung des Gesamtunternehmens
verbessert, sobald Aktivitäten innerhalb spezifischer
Organisationseinheiten, unternehmensweiter oder sogar
unternehmensübergreifender Prozesse optimiert werden.
Kernaussagen - BUSINESS PROCESS MANAGEMENT
Ein Prozess ist eine Reihe festgelegter Aktivitäten, die von Menschen
oder Maschinen ausgeführt werden, um ein oder mehrere
Ziele zu erreichen.
Kernaussagen - BUSINESS PROCESS MANAGEMENT
Es gibt drei Arten von Geschäftsprozessen: Ausführungs-, Unterstützungs- und Führungsprozesse:
- Ausführungsprozesse sind funktionsübergreifend undmachen die Wertschöpfung für den Kunden aus
- Unterstützungsprozesse wie Human Resources und IT ermöglichen die Durchführung der Ausführungsprozesse
- Führungsprozesse dienen der Planung, Diagnose und Steuerung von Ausführungs-und Unterstützungsprozessen, damit diese ihre betrieblichen und finanziellen Ziele sowie die gesetzlichen Vorgaben erreichen.
Kernaussagen - BUSINESS PROCESS MANAGEMENT
Die wichtigsten BPM-Erfolgsfaktoren sind:
- Abstimmung von Geschäftsstrategie, Wertschöpfungsketten und Prozessen
- Ableitung von Unternehmens- und Bereichszielen aus der Strategie
- Planung und Entwicklung von Maßnahmen zur Erfüllung der Ziele
- Zuordnung von Sponsorenrollen, Zuständigkeiten, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für die Prozesse, um die Ziele zu erreichen
- Bestimmen einer klaren Prozessverantwortung mit ausreichenden Kompetenzen, um Veränderungen erfolgreich umzusetzen
- Einführen von Prozesskennzahlen, messen und laufende Überwachung von Prozessen
- Einführung von Methoden und Techniken wie kontinuierliche Prozessoptimierung, Change Management und Überwachung von Veränderungen sowie wirksamer Einsatz geeigneter BPM-Produkte und -Tools
- Standardisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen und prozessbezogenen Vorgehensweisen im Gesamtunternehmen.
Kernaussagen - Prozessanalyse
Prozessmodelle
- sind vereinfachte Darstellungen geschäftlicher Aktivitäten
- dienen als Kommunikationsmedium über die verschiedenen Aspekte eines Prozesses
- werden verwendet, um Geschäftsmodelle zu dokumentieren, zu analysieren oder zu entwerfen sind nützlich zur Dokumentation, dienen als Hilfen zur Kommunikation, bei der Analyse, der Anpassung, dem Entwurf von Prozessen und bei der Ermittlung von Anforderungen
- zeigen meist den Ist-Zustand und einen oder mehrere Änderungsvorschläge, um schließlich zu einem Soll-Modell weiterentwickelt zu werden
- müssen unter Umständen durch Simulationen validiert werden.
Kernaussagen - Prozessanalyse
Blickrichtungen
- Für unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche Zwecke sind Modelle geeignet, die sich im Umfang und Detaillierungsgrad unterscheiden
- Prozessmodelle können unterschiedliche Sichten zeigen. Aus strategischer Sicht kann das Gesamtunternehmen abgebildet sein oder es wird ein Bereich oder ein konkreter Arbeitsablauf dokumentiert. Neben der reinen Prozesssicht kann eine Organisationssicht, eine IT-Sicht oder eine Datensicht gewählt werden. Mischformen sind typisch
- Abhängig von der jeweiligen Blickrichtung oder der Sicht sind unterschiedliche Modellformen und Detaillierungsebenen geeignet.
Kernaussagen - Prozessanalyse
Notationen
- Es gibt eine Fülle unterschiedlicher Darstellungsformen, Modellierungsnotationen und Vorgehensweisen bei der Modellierung
- Die Auswahl einer konkreten Notation sollte von den jeweiligen aktuellen und zukünftigen Anforderungen im Projekt abhängen
- Einige Notationen sind relativ flexibel anwendbar und können für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden
- Manchmal ist es sinnvoll, verschiedene Notationen zu kombinieren, um die Projektanforderungen zu erfüllen.
Kernaussagen - Prozessanalyse
Frameworks und Referenzmodelle
- Wenn einem Projekt ein bestimmtes Framework zu Grunde gelegt werden muss, sollten die Anforderungen dieses Frameworks frühzeitig bekannt sein
- Referenzmodelle können bei der Modellentwicklung in einigen Fällen hilfreich sein.
Kernaussagen - Prozessanalyse
Erhebung von Prozessinformationen
- Abhängig von den jeweiligen Präferenzen und von den Projektanforderungen kann es sinnvoll sein, zur Modellierung ein Vorgehen Top- Down, Bottom-Up oder From the Middle zu wählen
- Es gibt ein breites Spektrum von Erhebungstechniken, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können. Beispiele sind Beobachtung, Interview, Befragung oder Workshop, die von Person zu Person oder online durchgeführt werden können
- Beteiligte in einem Modellierungsprojekt können Strategieexperten, Manager, Fachexperten und verschiedene Typen von Analytikern sein.
Kernaussagen - Prozessdesign
- Prozessdesign ist die Gestaltung eines neuen Prozesses im Einklang mit der Unternehmensstrategie.
- An der Gestaltung des neuen Prozesses sind das Top-Management, Prozessverantwortliche, Fachexperten und Stakeholder beteiligt.
Kernaussagen - Prozessdesign
Bei der Gestaltung eines neuen Prozesses sollten folgende bewährte Prinzipien angewandt werden:
- Prozesse im Hinblick auf wertschöpfende Aktivitäten gestalten
- Aufgaben dort ansiedeln, wo es am sinnvollsten ist
- eine zentrale Anlaufstelle für Kunden schaffen
- unterschiedliche Objekte gruppieren und jeweils geeignete Teilprozesse gestalten
- Schnittstellen reduzieren
- Objektgruppengrößen reduzieren
- Zugang zu Informationen dort bereitstellen, wo sie am meisten benötigt werden
- Informationen zentral sammeln und an zentraler Stelle für alle bereitstellen
- Die Neugestaltung des Prozesses kommt vor dem Automatisieren
- Prozesse im Hinblick auf die gewünschten Leistungskennzahlen gestalten
- Prozesse standardisieren
- räumliche Nähe der Prozessmitarbeiter, deren Vernetzung sowie Outsourcing von Aufgaben in Erwägung ziehen.
Kernaussagen - Prozessdesign
Die Prozessgestaltung umfasst die folgenden Tätigkeiten:
• den Prozess mit Modellierungs- und anderen Tools entwerfen
• die Aktivitäten des neuen Prozesses festlegen
• die Regeln des neuen Prozesses festlegen
• Schnittstellen zwischen Aktivitäten festlegen
• Kennzahlen festlegen
• Vergleiche und Benchmarking durchführen
Kernaussagen - Prozessleistungsmessung
- Prozesse werden anhand von Maßeinheiten überwacht, die sich auf die Leistungen bzw. auf die Ergebnisse der betroffenen Elementarprozesse beziehen.
- Es gibt drei zentrale Maßeinheiten: Zeit, Qualität und Kosten. Weitere Indikatoren lassen sich aus diesen ableiten.
Kernaussagen - Prozessleistungsmessung
Wirkungsvolle Indikatoren zur Bewertung der Prozessleistung weisen die folgenden Merkmale auf:
• Ableitung aus der Unternehmensstrategie (z.B. Vorgaben aus Balanced Scorecard)
• Bewerten der wirklichen Verursacher für die Leistung des betroffenen Prozesses
• Rechtzeitige Lieferung von Informationen, um bei Abweichungen steuernd einzugreifen
• Begrenzte Anzahl – Konzentration auf die wenigen wirklich wichtigen Faktoren
• einfach zu verstehen
• berücksichtigen Abhängigkeiten und bauen aufeinander auf
• bewirken positive Kettenreaktionen in der Organisation
• sind standardisiert, um als innerbetriebliche oder überbetriebliche Benchmarks dienen zu können
• lassen Veränderungen der Leistung im Zeitablauf erkennen
• werden permanent aktualisiert und angepasst.