Botanik 2.1 UI13 2. Semester (FS14)
Botanik 2.1 UI13 ZHAW Wädenswil 2. Semester (FS14) Lernziele 01 - 03
Botanik 2.1 UI13 ZHAW Wädenswil 2. Semester (FS14) Lernziele 01 - 03
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Flashcards
Welche Auswirkungen ergeben sich für eine Pflanze, wenn aufgrund einer hypothetischen Krankheit das Phloem ausfallen würde.
Assimilate wie zb Zucker und Aminosäuren könnten nicht mehr von ihren Produktionsorten (Blätter) zu ihren Verbrauchsorten (Wachstum) transportiert werden.
Hypothese: "Wenn eine Pflanze in einer Umgebung mit geringer Luftfeuchtigkeit gehalten wird, erfolgt der Wassertransport in ihrem Innern schneller, als wenn die gleiche Pflanze hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist." Gehen Sie davon aus, dass die Wasserversorgung über den Boden in beiden Fällen gleich und ausreichend gut ist.
a) Entwerfen Sie ein Experiment, mit dem sich die Hypothese überprüfen lässt. b) Begründen Sie, welches Ergebnis Sie erwarten.
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Sie erklären mit einer Zeichnung und einigen Stichworten, wie sekundäres Dickenwachstum in einer Sprossachse erfolgt. Ihre Ausführungen enthalten alle primären sowie sekundären Gewebe mit ihren biologischen Funktionen und berücksichtigen die Bedeutung des Leitgewebekambiums und Korkkambiums
Geht vom Kambium aus.
Beim sekundären Dickenwachstum teilen sich die Kambiumzellen fortwährend, wobei wechselweise nach innen und nach aussen Tochterzellen abgegeben werden. Das vom Kambium nach innen abgegebene Gewebe heisst Holz oder sekundäres Xylem, obwohl nicht alle Zelltypen dieses Gewebes auch verholzt sind. Das vom Kambium nach aussen abgegebene Gewebe heisst Bast oder sekundäres Phloem. Das Holz besteht vor allem aus Elementen des Xylems, der Bast aus solchen des Phloems. Holz und Bast sind von den parenchymatischen Markstrahlen durchzogen. Diese verlängern sich im Verlauf des sekundären Dickenwachstums ständig auf beide Seiten des Kambiums, weil die Kambium-Zellen im Bereich der Markstrahlern keine XylemI oder Phloem-Elemente, sondern Markstrahl-Parenchymzellen produzieren.
Nenne alle Gewebe, die vom Kambium nach innen abgegeben werden.
Holz = sekundäres Xylem
- Tracheiden
- Tracheen (nur bei Angiospermen)
- Holzfasern (nur bei Angiospermen)
- Markstrahlparenchym
Nenne alle Gewebe, die vom Kambium nach aussen abgegeben werden.
Bast = sekundäres Phloem
Hartbast
- Fasern
Weichbast
- Parenchym
- Geleitzellen
- Siebröhrenglieder bei Angiospermen und Siebzellen bei Gymnospermen und Farnen
Ein Nagel wird auf 150 cm höhe in einen Baumstamm eingeschlagen. Der Baum wächst jährlich um 50 cm in die Höhe. Wie gross ist die Distanz zwischen dem Boden und dem Nagel 10 Jahre später? Begründen Sie Ihre Antwort.
Die Distanz bleibt gleich. Das sekundäre Dickenwachstum wirkt nur auf die Dicke der Pflanze, nicht aber auf die Höhe.
In der frühen Evolution der Landpflanzen traten zunächst nur unverholzte Formen auf, die kein sekundäres Dickenwachstum zeigten. In einer Subgruppe entwickelten sich Organismen mit einem Kambium in den Leitbündeln, deren Sprossachse neu sekundär in die Dicke wachsen konnte. Die Eigenschaft war so erfolgreich, dass sie heute bei sehr vielen Arten gefunden wird. Wieso könnte das Auftreten des Leitgewebekambiums für diese frühen Landpflanzen vorteilhaft gewesen sein? Begründen Sie Ihre Antwort.
Es konnten so einerseits eine massive Stabilitätsgewinnung erreicht werden, die es den Pflanzen erlaubte, sehr hoch zu wachsen (Konkurrenzkampf um Sonneneinstrahlung), und andererseits den mit dem ersten Punkt einhergehenden erhöhten Bedarf an Wasser und Assimilaten sicherzustellen.
Sie stehen in einem Museum vor dem Querschnitt eines Mammutbaums mit einem Stammdurchmesser von über 4 Metern. Viele Bäume werden aus Sicht des Menschen sehr alt, wenn auch längst nicht alle so lange leben wie Mammutbäume. Welche Zellen im Stamm eines Baums sind am ältesten?
Die innersten Zellen des Kernholzes in der Mitte des Stamms in Bodenhöhe
Sizziere und beschreibe das Homorrhize Wurzelsystem.
Das homorrhize Wurzelsystem kommt meistens bei Monokotyledonen vor. Nach der Keimung des Samens stirbt die bei der Keimung zunächst gebildete (primäre) Keimwurzel ab, da ihr die Fähigkeit zu sekundärem Dickenwachstum fehlt. Sie wird durch mehrere morphologisch gleichwertige, aus der Sprossbasis hervorwachsende sekundäre Wurzeln ersetzt (sekundäre Homorrhizie).