Bodenkunde 1
UI 12 Wädenswil Bodenkunde Semester 1 UI12_Wädenswil
UI 12 Wädenswil Bodenkunde Semester 1 UI12_Wädenswil
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Lernkarten
- bildet sich unter Nährstoffreichen Bedingungen
- Streu wird innerhalb eines Jahres abgebaut und rasch humifiziert
- hat einen erdigen Geruch
- mächtiger Ah Horizont, meist sehr unscharf getrennt vom darunter liegenden B Horizont
- viele Regenwürmer
- Laubvegetation sowie Acker und Wiesen
- gut abbaubare Streu
- günstige Nährstoffverhältnisse
- hohe biologische Aktivität
- wühlende Bodentiere (z.B. Regenwürmer)
Positive Auswirkungen Organischer Substanzen im Boden
- Wasserspeicher
- Luft - Wasserhaushalt für die Durchwurzelung
- Durch die Dunkle Farbe erwärmt sich der Boden scneller
- Zwischenspeicher für Nährstoffe (S,N,P)
- Gute Kationenaustauschbarkeit (verbessert die Nährstoffspeicherung)
Physikalische Verwitterung
Mechanische zerkleinerung = Oberflächenvergrösserung
(was die chemische Verwitterung begünstigt)
- Temperatursprengung
- Eissprengung
- Salzsprengung
- Hydration (eindringendes Wasser führt zu Quellung von Tonsteinen und Auflösen von Salzsteinen)
- Pflanzenwurzeln
Chemische Verwitterung
- Auflösen durch Hydration, Protolyse der Carbonate und Silikate
- Oxidation und Komplexierung (Auflösen von Mineralien durch Säuren)
Die chemische Verwitterung schreitet nur dann fort, wenn die Lösungsprodukte laufend abtransportiert werden, wenn also ein Nettowassertransport in die Tiefe stattfindet. Humides Klima begünstigt chemische Verwitterung. Wichtige Agenzien sind Wasser und seine dissoziierte Spezies, Sauerstoff und organische und anorganische Säuren.
Verbraunung
Protolyse von Silikate, Dieser Prozess ist nur bei pH<7 (d.h. auf kalkfreien oder entkalkten Böden) von Bedeutung, H+ greifen die Silikatstrukturen an und verwittern diese, dabei erden Mg, Ca, K, Na, Fe(II), Mn und andere Elemente freigesetzt, Fe(II) oxidiert und fällt aus braunes Fe-Hydroxid aus
Verlehmung
Protolyse von Carbonaten, Carbonate werden aufgelöst und ausgewaschen, der Boden entkalkt, (vgl. Entcarbonatisierung) dieser Prozess stabilisiert den Boden-pH im neutralen bis alkalischen Bereich. Verwitterung der primären Silikate aus der Sand- und Schlufffraktion, Entstehung sekundärer Tonmineralien => Anstieg des Tonanteils, Geht oft einher mit der Verbraunung, Geschieht verstärkt nach der Entcarbonatisierung und der damit verbundenen Bodenversauerung
Tonverlagerung
Im pH-Bereich zwischen 5.0 und 7.0 werden Tonpartikel mit dem Sickerwasser nach unten verlagert (Auswaschungshorizont E-Horizont) und in tieferen Bodenhorizonten angereichert (Tonanreicherungshorizon it-Horitonz). Einlagerung von Ton sinkt die Wasserleitfähigkeit im It-Horizont=Stausnässe (Braunerde wird zu Parapranerde
Podsolierung
Sinkt der pH unter 5 werden gelöste organische Substanzen mit Fe und Al komplexe nach unten verlagert. oben ein Auswschungshorizont (E-Horizont) und unten zwei Anreicherungshorizonte (organische substanzen=Ich-Horizont und Fe/al=Ife-Horizont). Vorraussetzung sind niedriger pH-Wert, gehemmter Abbau organischer Substanzen und Niederschlag.
Redoxymorphose
Bei der Redoxymorphose kommt es zu einer Rostfleckenung der Marmorierung des Bodens. Diese entsteht durch die kleinräumige Umverteilung von Fe und Mn infolge von Sauerstoffmangel. In sauerstoffarmen Zonen werden Fe und Mn reduziert, in dieser Form sind sie gut wasserlöslich und werden verlagerbar. Gelangen sie in sauerstoffreichere Zonen werden sie wieder oxidiert und fallen als Hydroxide aus. Mn=schwarz und Fe=rostrot -> Fleckenmuster
Ursachen sind Vergleyung (permanente Vernässung durch Grundwasser) und Pseudovergleyung (zeitweise Vernässung durch Stauwasser).
Braunerde
organische auflagehorizon sehr dünn, besteht aus Streuschicht=Mull als Humus
daraus kann auf gute Abbaubedingungen und aktive Bodenfauna schliessen
Oberboden mit sehr viel Humusgehalt=darum sehr braun
verwitterter B Horizont (Eisen wurde oxidiert, darum typische Farbe erhalten)
C-Horizont=Ausgangsgestein
Parabraunerde:
mineralischer Oberboden mir erhöhtem Gehalt an organischen Materialen.
E/It=auswaschungs/Einwaschungshorizont
t= höherer Tongehalt=Tonverlagerung
Diese Tonverlagerung führte zu Verdichtung und verringerte Leitfähigkeit=Stauwasser
(falls dieses eintrifft, besteht die Möglichkeit, dass der Boden zu einem Pseudogley weiter entwickelt.
weit entwickelter Boden mit stark fortgeschrittener Versauernung.
sobald pH unter 5.0-> Huminstoffe/Eisen ausgewaschen und lagern sich im unteren Teil ab.
E=bleicher Auswaschungshorizont
Ih=dunkle (huminstoffe) Einwaschung
Ife=rötliche (Eisen) Einwaschung
Grund für Bildung:
saures Silikatgestein, kühl-feuchtes Klima, schlecht abbaubare Streu,, fortgeschrittenes Alter
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Pseudogley:
durch Staunässe geprägten Boden
Oberboden: Reduktion und Bleichung
bei trockener Zeit fallen die Fe und Mn als Rostflecken oder Konkretionen aus
oft aus Parabraunerde bildend
geringe Humusschicht, wenig aktives Bodenleben
durch Menschen aber lässt sich diesen Boden verbessern
Spatenprobe
Vorteile:
- Zeit und platzsparend
- gute und schlechte Probe können gleich direkt verglichen werden
für einfache Fragen ist die Spatenprobe geeignet
Nachteile:
- punktuelle Methode (Bodenstruktur ändert sich aber von Ort zu Ort)
für gewisse Untersuchungen (pflanzennutzbare Gründigkeit) zu geringmächtig
Ihr kennt die „Würstchenmethode“ zur Bestimmung der Bodenart und wisst
Das ist die sogenannte Fühlprobe. Die Bestimmung der Bodenart erlaub eine Einstufung des Bodens hinsichtlich Bearbeitbarkeit (leichte, mittelschwere und schwere Böden) sowie eine Beurteilung des Luft- und Waserhaushaltes (Druchlässigkeit, Durchlüftung, Speicherfähigkeit) und der Strukturstabilität (Verschlämmungs- und Verdichtungsgefahr).
1. Die Probe muss feucht genug sein, d.h. sie darf beim Befeuchten nicht nachdunkeln.
2. Probe zu einem walnussgrossen Klumpen zusammenrollen.
3. Ist die Probe bleisiftdick ausrollbar?