Blut

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T. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das menschliche Blut und sein Immunsystem, ideal für Berufslehrlinge. Sie behandeln zentrale Themen wie Antikörper, Antigene, Zellen und ihre Aufgaben, sowie die Blutgruppen und deren Bestimmung. Zudem werden Störungen des pH-Werts, Blutgerinnung und die Funktionen verschiedener Blutbestandteile wie Thrombozyten, Erythrozyten und Leukozyten erklärt. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Mediziner und Pflegekräfte, die ihr Verständnis der Blutphysiologie und Immunabwehr vertiefen möchten.
Karten
45
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
01.03.2016 / 01.03.2016

Lernkarten

Aufgaben von Blut

  • Transportfunktionenen

Das Blut befördert O2, Nährstoffe, Hormone zu Zellen und führt CO2 und Abfallstoffe ab

  • Abwehrfunktionen

Es enthält Antikörper und Abwehrzellen

  • Wärmeregulationsfunktion

Durch ständige Blutzirkulation erhält sich der Körper eine gleichbleibende Körpertempi von 37 Grad

  • Abdichtung

von Gefässdefekten durch Gerinnung

  • Pufferfunktion

Durch Puffersystem im Blut werden Schwankungen von PH-Wert ausgeglichen

 

Blutgerinnung und Wundverschluss

Die Blutgerinnung muss Perfekt ablaufen

Wundschorf rettet uns vor grossen Blutverlust. Durch Blutgerinnsel am falschen Ort oder ohne Blutgerinnung sterben wir.

  • kleines Gefäss verletzt - Vasokonstriktion (Blutaustritt gerin halten) - Thrombozyten zerfall (komplizierten Reaktionskette) - Gewebezellen und O2 bewirken die Freisetzung der in Thrombozyten erhaltenen Gerinnungsstoff Thrombokinase und Ca-Ionen. Diese 2 Stoffe verwandeln Prothrombin in aktives Enzym Thrombin um - Thrombin wandelt wasserlösliches Fibrinogen in wasserunlösliches Fibrin um - Fibrin mach Eiweissfäden - ensteht enges Netzwerk das durch Erythrozyten verstopft wird und Gefäss verschliesst - Bildung Wundschorf - untere Hautschichten bilden neue Zellen die Wunde entgültig verschliesst.
  • Gerinnungszeit ca. 5 min

 

Hämophilie (Bluter) erkläre!

  • erblich
  • ist an x chromosonen gekoppelt
  • Bluterhaben Fibrinogen und normale Blutplättchen
  • schwerstillbare Blutungen
  • fehlt Gerinnungsfunktion
  • --> müssen Heparin nehmen

Blutbestandteile

  • 42% feste Bestandteile
  • Erythrozyten
  • Leukozyten
  • Thrombozyten
  • Plasma (58%) --> Wasser, Proteine, Enzyme, Ionen, Hormone

Was geschieht bei einer aktiven Impfung?

Ziel: Schutz vor Krankheitserreger und Infektion vorbeugen

  • Nachahmung einer Infektion/Erreger
  • Der Körper produziert Antikörper (AKTIV)
  • B-Lympozyten bilden B-Gedächtniszellen die bei neuem Kontakt schneller killen (Antikörpernachproduktion)

Was geschieht bei einer passiven Impfung?

Ziel: Infizierte Körper / Erreger erkrankter Körper zu bekämpfen

  • Fremde Antikörper werden gespritzt und töten Erreger ab
  • (Impfschutz nur etwa 3 Monate, Antikörper sofort wirksam)
  • Immunsystem nicht beteiligt (PASSIV)

Was bedeutet ein zellulärer Abwehrmechanismus?

  • die Abwehrzellen, die direkt an der Beseitigung der Erreger beteiligt sind
  • T-Lymphozyten bilden zellgebundene spezifische Immunität und modulieren die Immunreaktion als T-Helfer und Suppressorzellen.
  • T-Killerzellen können direkt feindliche Zellen abtöten
  • T-Lymphozyten bilden T-Gedächtniszellen

Was bedeutet der humorale Abwehrmechanismus?

  • Sind Eiweissfaktoren des Komplementsystems, Enzyme und Antikörper
  • B-Lymphozyten bilden nicht zellgebundene spezifische Immunität
  • B-Lymphozyten bilden Plasmazellen welche Antikörper produzieren und Gedächtniszellen bilden

Wie schützt sich der Körper vor dem Eindringen von Infektionserregern?

durch mechanisch/chemische Barrieren

  • Säuremantel Haut
  • Lysozym von Tränenflüssigkeit/Speichel
  • Flimmerhaare Nase/Luftröhre
  • Salzsäure Magen
  • saures Milieu Muschi
  • Harnröhre
  • Darmflora

Nenne die Unterschiede von unspezifischer und spezifischer Abwehr

unspezifisch

  • angeboren
  • schnell und unsicher
  • gegen alle Antigene
  • mech.chem. bei Eintrittspforten
  • Phagozytose (Fresstätigkeit der Zelle)
  • Komplementsystem merkt sich Erreger

spezifisch

  • muss aktiviert werden
  • langsam aber treffsicher
  • gegen bestimmte Erreger
  • im Blut/Lymphsystem
  • B- und T-Lymphozyten

 

Was sind Antigene?

  • bestimmte Merkmale auf der Oberfläche einer fremden Zelle (aus Proteinmolekülen/Bruchteilen
  1. Krankheitserreger, Fremdkörper

Welche Zellen sind Fresszellen?

  • Makrophagen in Gewebe und Lymphflüssigkeit
  • neutrophile Granulozyten

Beschreibe bezüglich der Antigen-Antikörper-Reaktion die Immunabwehr durch Antikörper

(IMMUNANTWORT)

primäre Immunantwort

Bis die Antikörper bei der Immunabwehr zum tragen kommen geht es 5 Tage

sekundäre Immunantwort

die Gedächtniszellen merken sich die Zelle, bei erneuter Infektion/gleicher Erreger = schnelle, intensive Abwehr

Nenne die Aufgaben von B-Lymphozyten

  • Antikörperproduktion
  • Vermehrung durch Erkennung des richtigen Antigens--> entstehen Plasmazellen (mit Hilfe Zytokine/T-Helferzelle)
  • Plasmazellen = spezifische Antikörperfabrik
  • B-Lymphozyten bilden B-Gedächtniszellen welche für Sekundärantwort verantwortlich sind

Nenne die Aufgabe von T-Lymphozyten

  • tragen Rezeptor für bestimmtes Antigen auf Oberfläche
  • erkennen von Makrophagen markierte Fremdkörper und infizierte Zellen (T-Killerzellen)
  • T-Helferzellen geben Zytokine ab (hormonelle Zytokine zur Vernichtung v. Fremdzellen) und regen andere Zellen zur Vermehrung an.
  • bilden T-Gedächtniszellen

Was geschieht bei AIDS (HIV)?

  • Autoimmunkrankheit
  • HI-Virus befällt eigene T-Helferzelle und schwächt Immunsystem

Beschreibe den Vorgang der Phagozytose (unspezifische Abwehr)

  1. amöboide Bewegung verlässt Phagozyt das blut und wandert in Gewebe zu Zellen
  2. Fremde Partikel an Oberflächenmerkmale erkannt (mit Hilfe Komplementsystem&Zytokine)
  3. Fremdkörper werden durch Plasmafäden an Zellmembran geheftet
  4. Phagozyt fliesst Plasma über Fremdkörper bis er eingeschlossen ist (Vakuole)
  5. Zelle wird durch Verdauungsenzyme (Lysosomen) aufgelöst

Beschreibe die Antigen-Antikörper-Reaktion

Durch das Koppeln von Antikörper und Antigene entstehen Antigen-Antikörper-Komplexe (Schlüssel-Schloss) --> Agglutination, Verklumpung der fremde Zelle (wird inaktiv) --> Komplementsystem wird aktiviert --> Lyse --> Markierung Antigen --> Phagozytose durch Fresszellen

Beschreibe die Immunreaktion zusammenfassend

Erreger schafft es durch die chemischen/mechanischen Barrieren in den Organismus

  • Immunreaktion beginnt bei dem unspezifischen Immunsystem (MAKROPHAGEN)
  • Makrophagen und Granulozyten erkennen Fremdzelle an Oberflächenmerkmal
    • Fremdkörper durch Plasmafäden an Zellmembran geheftet
    • Phagozyt fliesst Plasma über Fremdkörper und schliesst ihn ein (Vakuole)
    • löst ihn durch Lysosom (Verdauungsenzym) auf
  • natürliche Killerzellen töten
    • Tumor/infizierte Zellen die auf Grund der Unterdrückung der MHC-I-Molekülen auf der Oberfläche von T-Lymphozyten nicht getötet werden können. Killerzelle erkennt dies und Zerstört sie
  • Abwehr des Komplementsystem
    • Komplementreaktion = versch. Enzyme wirken in rascher Reihenfolge (Kettenreaktion). Antikörper (vom Immunsystem) oder Stoffe (aus Zellwand v. Mikroorganismen) leiten Reaktion ein
    • Wirkung : Vernichtung Fremdzelle, Aktivierung Abwehrzellen, Markierung Fremdzelle (das Phagozyt besser erkennt)

unspezifische Abwehr reicht nicht aus und Makrophagen präsentieren Antigen an Membranoberfläche und aktivieren spezifische Abwehr

  • Lymphozyten (alle andere Eigenschaft = fast alle Erreger erkannt) docken an Makrophage an
  • T-Lymphozyten vermehren sich zu:
    • T-Killerzellen (erkennen Zellen mit versteckten Viren und zerstört sie)
    • T-Helferzellen (produziert Gewebshormon und aktiviert B-Lymphozyt)
    • T-Suprpessorzellen (stoppt Immunreaktion/übertriebene Abwehr)
    • T-Gedächtniszellen (Merken sich die Zellen)
    • Zytotoxische T-Zellen (tumor/infizierte Zellen durch Perforin durchlöchern)
  • B-Lymphozyt
    • hat auf Oberfläche Rezeptoren (Antikörper) die spez. Erreger (Antigene) erkennen
    • Antigen/Antikörper/Reaktion
    • passt B-Lymphozyt auf Antigen = Koppeung Antigen/Antikörper = ruhender Lymphozyt aktiviert = beginnt sich zu teilen und differenzieren = passt sich besser an Antigen an = entstehen 1000 Plasmazellen --> produzieren Antikörper und geben in Plasma ab
    • Gedächtniszellen entwickeln sich (sekundäre Immunantwort)

 

Was sind Antigenpräsentierende Zellen (APC)?

  • Makrophagen
  • dendritische Zellen
  • Monozyten
  • B-Zellen
    • AKTIVIEREN T-ZELLEN (T-Zellen können Fremdzellen nicht an Antigen erkennen, nur über MHC)
  • Durch Phagozytose nehmen sie die fremden Antigene auf und präsentieren sie an der Oberfläche durch MHC-Molekülen

 

  1. Was machen Antigene ?
  2. Was machen Antikörper?

  1. Antigene lösen spezifische Abwehrreaktion aus (bestimmte Oberfächenmerkmale bestehen aus kl. Proteinmolekülen
  2. Antikörper passt wie Schlüssel/Schloss auf Antigen (verklumpen & markieren dadurch fremde Zellen )

Nenne die Aufgabe von Erythrozyten (rote Blutkörperchen)

  • O2 Transport (Hämoglobin hat FE2+-Ionen die sich mit O2 verbinden)
  • CO2 Transport
  • Puffersystem (Konstanthaltung PH-Wert 7.4)

Nenne die Aufgaben von Leukozyten  (monozyten, granulozyten)(weisse Blutkörperchen)

  • Immunabwehr
  • Wundheilung

Nenne die Aufgabe von Thrombozyten (Blutplättchen)

  • Blutgerinnung

Nenne die Aufgabe von Blutplasma

  • Nährstoff, Hormon, Wärme, Ionen Transport
  • CO2, Stoffwechselprodukte abtransport
  • Blutgerinnung (Fibrinogen)
  • erhaltung von kolloidosmotischer druck (durch gelöste Plasmateilchen)

Was geschieht bei der Blutgerinnung und Wundverschluss?

  1. Verletzung eines Gefässes
  2. Vasokonstriktion (Blutaustritt stoppen)
  3. Veränderung von Thrombozyten (durch chem. Botenstoffe)
  4. Ca-Ionen & Thrombokinase freigesetzt (durch Gewebszellen und O2)
  5. Prothrombin wird zu Thrombin umgewandelt
  6. Thrombin wandelt Fibrinogen (wasserlöslich) zu Firbin (wasserunlöslich) um
  7. Fibrinfäden bilden ein Netz, wird durch Erythrozyten verstopft
  8. Wundschorf entsteht
  9. Unterhaut bildet neue Zellen, Wundverschluss

Merke dir!

Verschiedene Stoffe der PH-Skala

Sauer

  • Batteriesäure
  • Magensaft
  • Zitronensaft
  • Scheidenflora
  • Urin
  • Haut
  • Milch

basisch

  • Blut
  • Dünndarminhalt
  • Waschmittel
  • Beton

Wann ist ein Stoff sauer und Wann basisch?

Wie erkennt man dies?

sauer = mehr H3O+-Ionen

basisch = mehr OH--Ionen

neutral = ausgeglichen

  • Je mehr

 

Wie kann eine Säure/Base gemessen werden?

  • Durch elektrischer PH-Meter
  • Mit Indikatoren die ihre Farben je nach base oder säure verändern

Was ist eine Protolyse?

  • chemische Reaktion bei der ein Proton (H+-Ion) zwischen Reaktionspartnern übertragen wird

Säure = Protonenspender = gibt Proton ab

Base = Protonenempfänder = nimmt Proton auf

Übersicht der Blutgruppen

A = Antigen A = Antikörper B

B = Antigen B = Antikörper A

AB = Antigen A und B = Antikörper keine

0 = Antigene keine = Antikörper A und B

Nun wird die Blutgruppe bestimmt indem Blut mit einem Testserum Anti-A und Anti-B vermischt wird

Es ist Blutgruppe A (Antigen A, Antikörper B)wenn:

  • Anti-A Ausflockung, Anti-B keine Ausflockung

Es ist Blutgruppe B (Antigen B, Antikörper A) wenn:

  • Anti-A keine Ausflockung, Anti-B Ausflockung

Es ist Blutgruppe AB (Antigen A&B, Antikörper keine)wenn:

  • Anti- A und Anti- B Ausflockung

Es ist Blutgruppe 0 (Antigene keine, Antikörper A&B)wenn:

  • Anti- A und Anti-B nicht Ausflocken

 

 

 

Wie bewegen sich die Elektronen ?

Minus zum Plus-Pool

Was ist genau eine elektrische Stromstärke?

Die elektrische Stromstärke gibt an, wie viel elektrische Ladung sich in jeder Sekunde durch den Querschnitt eines elektrischen Leiters bewegt.

Wie funktioniert ein FI-Schalter?

FI-Schalter = Fehlerstrom-Schutzschalter

Normal:

  • zuführender Strom gleichgross wie abfliessender Strom

Fehlerstrom:

  • zuführender Strom ungleich zum abfliessenden Strom

FI-Schalter überwacht Stromkreis der zu und abfliessenden Strommenge. Wenn er Unterschied feststellt und der Wert des Stroms gefährlich wird, wird die Leitung durch Magnetauslöser unterbrochen.

  • KANN NUR ELEKTROUNFÄLLE VERHINDERN DIE DEN STROMKREIS NICHT SCHLIESSEN!!!

Wie kann der PH-Wert im Körper konstant gehalten werden?

durch Puffersysteme im Blut, Lunge, Niere

Puffersysteme

Beschreibe die Funktiuon von Puffersystemen

  • halten PH-Wert konstant
  • Pufferlösungen enthalten Säure und Basen

zu viel Base im Körper = Puffer gibt Säure dazu

zu viel Säure im Körper = Puffer gibt Base dazu

  • Puffer kann nur so lange wirken, als Puffersäure und Pufferbase im Körper vorhanden sind um zu reagieren.

Nenne die 3 Puffersystem und beschreibe das wichtigste Puffersystem differenziert

  1. Proteinpuffer
  2. Hämoglobinpuffer
  3. Bikarbonat-Kohlendioxid-System

3. saure Hydroniumionen werden von Bikarbonationen abgefangen (d.h Hydrionen verbinden sich mit Pufferionen zu Kohlensäure und Wasser welches das abgeatmet werden kann (Niere hilft mit)

Je mehr saure Stoffwechselprodukte im Körper anfallen, desto mehr Hydroniumionen müssen gebunden werden, desto mehr CO2 abgeatmet

 

Was geschieht bei einer PH-Wert Störung des Blutes?

AZIDOSE = PH-Wert unter 7.38

ALKALOSE = PH-Wert über 7.38

Nenne die Ursachen für die Azidose

  • Atemstörungen (Asthma)
  • Verminderte Lungenfunktion

= man nimmt zu wenig Sauerstoff auf muss O2 zuführen durch natürliches Atemtraining

  • HCO3 Verlust durch Durchfall und über Nieren
  • Diabetiker die Proteine verbrennen
  • Diäten ohne Kohlenhydrate

= man verliert zu viel Bikarbonationen, muss Base zuführen

Nenne die Ursache von Alkalose

  • Hyperventilation

= zu viel Sauerstoff aufnehmen, muss Ausatmungsluft einatmen (CO2)

  • Erbrechen, Verminderung K+-Ionen

=zu viel Säure = Base zuführen

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