Block 5, Semester 6: Störungen von Stoffaustausch & Metabolismus
Auswendig-Lern-Material aus Vorlesungen
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Flashcards
Leberabszess durch Bakterien
- Biliär
- beide Leberlappen betroffen, multiple
- Polymikrobiell, Gram-neg & Anaerob
- Pfortader
- rechter Leberlappen
- Polymikrobiell, Gra-neg. & Anaerob
- Systemische Bakteriämie
- Einer oder beide Leberlappen betroffen
- meist 1 Erreger:
- Staphylococcus aureus
- Streptococcus
- Yerisinia entero.
- Klebsiella pneumoniae
- Risiko Faktoren:
- Diabethes mellitus
- Endophthalmitis
- Hämochromatose
Leber-Befall durch Parasiten
- Echinokokkose
- Alveoläre Echinokokkose -> Echinococcus multilocularis
- endemisch in CH
- verhält sich wie ein Tumor
- gefährdet: Landwirte, Wald-Freunde, alle!
- im CT wie Verkalkung
- Histologie & Serologie
- Zystische Echinokokkose -> Echinococcus granulosus
- ganz andere Krankheit
- Mittelmeer
Hemochromatose als Gefahr für die Leber
- Symptome
- Müdigkeit
- Arthalgien
- Grau-Färbung der Haut
- Impotenz, testikuläre Atrophie
- Diabethes mellitus
- Labor
- Transferrin-Sättigung
- Ferritin -> aber nicht Suchtest
- Genetische Abklärung
- Homozygot für das HFE-Gen -> C282Y-Mutation
- CH: 10% heterozygot & 1:400 homozygot
- -> nicht alle homozygoten haben Hemochromatose
Kupfer als Gefahr für die Leber
M.Wilson
- Ursache:
- reduzierte Kupfer-Ausscheidung über Galle -> Akkumulation
- Mutation in einem Transporter:
- über 300 bekannte Mutationen des ATP7B-Gens
- oft Compound-Homozygot
- Klinik:
- Junge Patienten -> Suchtest bis vor 30.J
- Kayser-Fleischer-Ring
- Leber-Befall:
- akute Leber-Insuffizienz mit Hämolyse
- chronische Hepatitis
- Zirrhose
- Persönlichkeitsveränderungen
- Neurologische Symtpome:
- Dysarthrie
- Dystonie
- Parkinsonismus
- Tests:
- Suchtest -> Caeruloplasmin (Kupfer-Speicher)
- Bestätigungstest -> Urin-Kupfer, Leberbiopsie, Genetische Analyse
Triglyceride als Gefahr für die Leber
-> NASH
- Nicht-alkoholische Steato-Hepatitis
- eine der häufigsten modernen Lebererkrankungen
- Progression bis zur Zirrhose
- Diagnose: Anamnese & Histologie
- Mechanismus:
- Darmnbakterien
- Umwelt, Ernährung
- Genetische Prädisposition
Alpha-1-Antitrypsin-Mangel als Gefahr für die Leber
- Charakterisierung
- in Leber produziert
- inaktiviert die Elastase der Neutrophilen (untere Atemwege)
- Leberbefall
- häufigste Allelen: Z, M(malton), S(Siiyama)
- Polymere des Z-mutierten AAT -> Akkumlation im ER der Hepatocyten
- Manifestation: Hepatitis, Zirrhose, HCC
- Lungenbefall
- nur 15% des z-mutierten AAT ins Plasma sezerniert
- Manifestation: Early-onset-Emphysem -> Lungenbasis
- Emphysem-Risiko ab Serum-AAT<11µmol/
veränderte Durchblutung als Gefahr für die Leber
- Pfortader-Thrombose
- Budd-Chiari-Syndrom
- SOS= Sinusoid-Obstruction-Syndrom -> Thrombose in Sinusoiden
- Ischämie
Budd-Chiari-Syndrom als Gefahr für Hepatocyten
- Charakterisierung
- Thrombose der grossen Venen (Zusammenfluss der V.hepatica sinsitra, media, dextra)
- Ursachen
- 50% Myeloproliferatives Syndrom
- 40% Thrombophilie
- 50 % Kombinierte Ursache
- Folgen
- Aszites
- Bauchschmerzen
- Hepatomegalie
Pfortaderthrombose als Gefahr für Leber
- Charakteriesierung
- Ursachen
- 20% Myeloproliferatives Syndrom
- 25% Thrombophilie
- Trauma
- Zirrhose
- Tumor
- Omphalitis
- Folgen
- minimaler Aszites
- Bauchschmerzen
- Fieber
- -> Portal cavernoma (Umgehungs-Gefässe, weil grosser ZUlauf zu Leber verstopft)
Ischämie als Gefahr für Leber
- Shock
- Schlaf-Apneu-Syndrom
- Chirurgie: Ischämie / Reperfusion
- Herzinsuffizienz
- akut -> Transaminasen, 1000x inert Stunden
- chronisch -> eher cholestatisch: GGT & AP erhöht
Immunreaktion als Gefahr für die Leber
-> Leber-Transplantation
- seit Einführung der Immunsuppresion etabliert (Cyclosporin 1979)
- je nach Blutgruppe & Grösse
- Leber-transplantation braucht weniger Immunsupression als andere
- Chimärismus
- bei ca. 20% sogar theoretisch absetzbar
- Liste nach MELD-Score (3-Monat-Überleben)
Immunreaktion als Gefahr für Leber
-> Autimmun-Hepatitis
- Mechanismus unklar
- Manifestation:
- Ikterus, Müdigkeit
- sehr hohe AST & ALT
- Labor
- allg. hohes IgG
- Anti-Zellkern-Antikörper = Autoantikörper
Immunreaktion als Gefahr für Leber
-> Primär biliäre Zirrhose = PBC
- 90% Frauen, 10% Männer
- nur erwachsene
- v.a. kleine Gallenwege betroffen
- spezifische Antikörper gegen Mitochondrien
- Mechanismus: Chemikalien (Kosmetik) & Bakterielle Antigene (Mimikry)
Immunreaktion als Gefahr für Leber
-> Primär Sklerosierende Cholangitis
- mehr Männer als Frauen
- Assoziation mit CED's= chronisch-Entzüdlichen-Darmerkrankungen
- Manifestation:
- Juckreiz
- Cholangitiden -> Infekte der Gallenwege
- v.a. grosse Gallenwege betroffen
Raumforderungen als Gefahr für die Leber
-> Polycystische Leberkrankheit
- nicht solitäre Zyste
- besonders bei Frauen:
- empfindlich auf weibliche Hormone
- Effekt von Schwangerschaft
- Assoziation mit Nierencysten
- Vererbung: dominant, rezessiv
- Klinik:
- nie Leberinsuffizienz!
- Probleme mit Ernährung, Kachexie
- Blutung, Infektion von Zysten
- Niereninsuffizienz
Raumforderungen als Gefahr für die Leber
-> Haemangiom
- Blutschwamm
- häufig
- können sehr gross werden
- asymptomatisch, selten mit Entzündung
- Therapie -> in Ruhe lassen
Raumforderungen als Gefahr für die Leber
-> Hepatocelluläres Carcinom = HCC
- eine der häufigsten Krebsarten weltweit
- 3x häufiger bei Männern als bei Frauen
- 70% als Komplikation einer ZIrrhose
- Labor: imperfekter BIomarker -> Alpha-Fetoprotein
- Verlauf: lange symptomlos ohne Metastasierung
Raumforderungen als Gefahr für die Leber
-> Cholangio-CA
- seltener als HCC
- Assoziation mit PSC= Entzündung der Gallenwege
- früh Symptome, aber Diagnose schwierig
Pathogenese des Diabethes Typ 1
- Genetik:
- Gene im HLA-II-Lokus
- HLA-DR3/DR4
- HLA-DQb-non-Asp57 assoziert, in China extrem seltene Allele -> fast kein DMT1
- Zwillingsstudien
- Zelluläre Autoimmunität:
- Anti-GAD65-AK
- Anti-IA-2-AK
- Anti-IAA
- Umweltfaktoren:
- Kuhmilch
- Vitamin D
- Virusinfektionen (Coxsackievirus B, Mumps...)
Multi-Step Tumorgenese
Was eine Neoplasie braucht & Beispiele für diese Mutationen
- Genügend Wachstumssignale
- Aktivierung des H-Ras Onkogens
- Resistenz gegenüber Anti-Wachstums-Signalen
- Verlieren des Retino-Blastom-Supressors
- unbeschränkte Proliferationsfähigkeit
- Anschalten der Telomerase
- Ausweg aus Apoptose
- Produktion von IGF-Überlebens-Faktoren (Insulin-like-Growth-Factor)
- Angiogenese-Induktion
- Produktion von VEGF-Induktoren
- Invasions- & Metastasierungs-Fähigkeit
- Inaktivierung von E-Cardherinen
Mutationsmechanismen (7)
- Chromosomale-Deletion
- Amplifikationen
- Intragenische Mutation
- Translokation oder Rearrangement von Chromosomen
- Virale Insertion
- Aneuploidie
- DNA-Methylierung
Neoplasie-assoziierte Gene -> Klassifikation
Onkogene
- dominant, vermehrt angeschaltet
- Wachstums-Rezeptor
- Signal-transducers
- Nukleäre-Onko-Proteine
- Apoptose-Antagonisten
- Antagonisten von Tumor-Supressoren
Tumor-Supressor-Gene
- Durch Mutation Deletion
- Zellzyklus-Regulator
- Signaltransduktions-Regulator
- Zell-Zell/-Matrix-Vermittler
- Apoptose-Protagnoisten
Genome-Maintenance genes
- delayed effectors
Multistep-Tumor-Entstehung
-> MSI= Mikrosatelliten-Instabilität
- frühe Mutation in Tumorgenese
- Mikorstallieten = kurze repetitive DNA-Sequenzen -> anfällig für Fehler bei Replikation
- verhindert durch MMR= MisMatch Repair
- aber wenn Mutation in einem der MMR-Gene (MLH1! , MSH2...) -> dann keine Korrektur
- z.B. MMR-Methylierung in 15% bei sporadischen HNPCC=hereditary non-polyposis colorectal cancer
Multistep-Tumor-Entstehung
-> APC/β-Cadhenin
- Ruhende Zelle, keine Zell-Proliferation
- Komplex der APC enthält -> bindet an β-Cadhenin
- -> Destruktion von β-Cadhenin
- Zell-Proliferation
- WNT bindet an seinen Rezeptor
- Auflösen des APC-enthaltenden-Komplexes
- β-Cadhenin nicht abgebaut -> geht in Nukleus, bindet an TCF(Transkriptionsfaktor)
- -> Proliferationsgene werden transkribiert
- Mutation:
- APC-Mutation -> kein Komplex geformt, β-Cadhenin nicht abgebaut obwohl kein WNT da
- Proliferation ohne SIgnal!
- β-Cadhenin-Mutation -> (wahrscheinlich resistent gegen Abbau durch APC-Komplex)
- APC-Mutation -> kein Komplex geformt, β-Cadhenin nicht abgebaut obwohl kein WNT da
Multistep-Tumorgenese: K-RAS-/ B-RAF-Mutationen
- K-RAS
- Bindungspartner für G-Protein
- assoziiert an EGF-Rez.=Epithelial-Growth-Factor-Rezeptor
- bei Mutation nicht wieder inaktiviert durch Hydrolyse von GTP -> Signal-unabhängiges Wachstum
- B-RAF
- Growth-Signal-Transducing-Kinase, Protein in Signalkaskade
- -> Regulation der MAP-Kinase: Zellzyklus-Progression
Physiologische Verhinderung von Neoplasien
- DNA-Reparatur-Mechanismen
- Onkogen-Aktivierung -> Apoptose
- Abgrenzung durch Basalmembran
- Immunsystem: Anti-Tumor-Aktivität
Wächter der genomischen Stabilität= Genome-Maintenance-Genes
- Base-Excision-Repair
- (Poly)-Nukleotide-Exision-Repair
- Proof-reading
- Mismatch-Repair
Chromosomale Instabilität: Telomerase-Aktivität
- 50-70 Zellzyklen -> Telomere verkürzt: p53 vermittelte Seneszenz
- -p53: "Bergung" & Nicht-Homologes-Joining der Enden
- "Bridge-Fusion-Breaking-Cycle"
- Di-Zentrische Chromosomen durch Fusion
- bei Mitose neue Doppel-Strang-Brüche
- ohne Telomerase -> "mitotische Katastrophe"
- mit Telomerase -> Krebs!
Therapie des POCS
Antiandrogene
- Hemmung der androgen-Produktion
- "Vermehrung" von SHBG
- Hemmung der peripheren Umwandlung von Testosteron in DHT
- Hemmung der Androgen-Aktion auf Gewebe-Ebene
- Hemmung der androgen-Produktion
- Orale Kontrazeptiva
- Metformin
- Thiazolidiadon
- "Vermehrung" von SHBG
- Orale antikontrazeptiva
- Hemmung der peripheren Umwandlung von Testosteron in DHT
- Finasterid -> Hemmung der 5-Alpha-Reduktase
- Hemmung der Androgen-Aktion auf Gewebe-Ebene
- Spironolacton
- Flutamide
- Cyproteron-Acetat
Orale Kontrazeptiva beim PCOS
- Wirkung
- NW
- Vorteil für PCOS-Patienten
- Behandlung von:
- Ameno-/Oligomenorrhoe
- Androgen-Excess
- Schutz des Endometriums vor ungehinderter E2-Stimulation
- NW
- Entartung der Insulin-Resistenz -> T2DM
- Dyslipidämie -> old-generation OC
- Kardiovaskuläres Risiko -> old-generation OC
- Venen-Thrombose
- Vorteil für PCOS-Patienten
- Orale Antikontrazeptiva mit Progestinen -> ohne Androgene-Aktivität, oder mit Anti-Androgener-Aktivität
EGFR
- Tyrosinkinase-Rez. -> EGFR = "epidermal growth factor 1"
- Wachstumsfaktor -> "epidermal growth factor"
- Wachstumsfakor-Rez. als Tumor target
- Lungen-Karzinom, Kolon-Karzinom
HER2
- Tyrosinkinase-Rezeptor -> epidermal growth factor 2
- Wachstumsfaktor -> TGF-Alpha= "transforming growth factor Alpha"
- Wachstumsfaktor-Rez. als Tumor target
- Mamma-Karzinom, Magen-Karzinom
PDGF-Rez.
- Tyrosinkinase-Rezeptor
- Wachstumsfaktor -> PDGF
- Wachstumsfaktor als Tumortarget -> Gliome
IGF-Rez.
- Tyrosinkinase-Rez.
- Wachstumsfaktor -> IGF
- Wachstumsfaktor-Rez. als Tumor-target
- Lungen-Karzinom, Mamma-Karzinom, Prostata-Karzinom
- (in vielen Tumoren, aber im klinisischen Alltag irrelevant)
Trastuzumab
- targeted therapy: Antikörper gegen HER2= Tyrosinkinase-Rez. für Wachstumsfaktor TGF-Alpha
- HER2-Gen-Amplifikation
Cetuximab
- Antikörper gegen EGFR = Epithelial Growth factor Rezeptor 1
- im Lungen-Karzinom EGFR-Gen-Amplifikation oder EGFR-Gen-Mutation (konstitutive Tyrosinkinase-Aktivität)
- Wirkung: unwirksam gegen konstitutive-Mutation, nur gegen übermässige Aktivierung durch Wachstumsfaktor EGF
(Gefitinib)
Tyrosinkinase-Inhibitor
- beim Lungen-Karzinom konstitutive Mutation im EGFR-Gen oder EGFR-Gen-Amplifikation
- gegen konstitutive-Aktivität wirksames Medikament
- Small molecule Tyrosin-Kinase-Inhibitor
- kann in Zelle rein, und dort Rez. hemmen (Antikörper wären zu gross)
Astrocytom
- relativ gutartiger Hirntumor
- Untergruppe der Gliome -> ausgehend von Gliazellen
- Tumore des Hirnparenchyms häufig klinisch bösartig
- -> Grade I & II
Anaplastisches Astrocytom
- Gliazell-Tumor, Gliom -> klinisch häufig bösartig
- Grade III
Glioblastom
- ausgehend von Astrocytären Tumoren
- Hirnparenchym-Gliazellen -> häufig klinisch bösartig